Das wird zwar gerne eingeworfen, jedoch übernehmen manche Kettenhersteller solche Änderungen auch für 10-fach, 9-fach, 8-fach Ketten bisweilen. Denn, die Technologie ist mal per se unabhängig, ob 12-fach oder 9-fach, denn der Unterschied liegt in der Breite der Kette. Vom technischen Aufbau her sind es alles Rollen-Buchsenketten.
Tendenziell besteht bei schmaleren Ketten eine höhere Flächenpressung, da die gleichen Kräfte auf weniger Fläche (im Zahneingriff) aufgeteilt werden, wodurch eben die Spannung im Material zunimmt, was wiederum dem Verschleiß förderlich ist. Zumindest in der Theorie und auf den ersten Blick. Klar liegt der Teufel im Detail und es lässt sich nicht ganz pauschalieren.
Allerdings, vergleicht man (gute) 8-fach mit 12-fach Ketten, dann haben erstere schon ganz andere Standzeiten. Da kommt kaum eine 12-fach Kette ran. Nicht zuletzt auch deshalb, weil durch den 12-fach Trend zumindest am MTB, die kettenblätter kleiner wurden, wodurch die Zugkraft in der Kette zugenommen hat, was eben zugleich auch die Spannung im Material erhöht und so den Verschleiß. Tendenziell zumindest bei sonst konstanten Bedingungen (gleiche Kurbellänge, gleiche Tretkraft, gleiche Kadenz). Hersteller arbeiten eben mit anderen Materialien dem entgegen, was bisweilen den Preis der Kette treibt. Beim Rennrad sind 1-fach Kettenblätter an der Tretkurbel noch selten, aber mit 13-fach bisweilen auch im Kommen.
Natürlich darf man nicht pauschalieren und deshalb gibt es so unterschiedliche Erfahrungswerte, wie lange eine Kette hält, denn die Range geht immer von/bis und ist bisweilen erheblich.
Ich selbst bin momentan noch mit einer 1/2" x 1/8" Kette am Renner & Getriebenabe ganz old-school unterwegs. Aber das ist ein anderes Thema. Sie läuft nach über 6000 km wie am Beginn. Bin gespannt, wie es weiter geht.