Guten Morgen
Der letzte Post ist schon eine ganze Weile her und ich möchte mal kurz ein kleines Update geben.
Sorry für den langen Text. Wer kein Bock hat zum lesen, kurz der Abriss. Trainer angeschafft, Super Saison mit +20Watt an der Schwelle gewonnen, Gute Events gefahren, Motiviert für neue Taten.
Nach dem letzten Post ging es danach erstmal in den Italienurlaub (ohne Rad) was mich ziemlich gestört hat, da meine Form zu diesem Zeitpunkt gut war und ich zwei Wochen nach den Ferien das Grandfondo St. Gottardo fahren wollte.
In den Ferien durch das viele Laufen noch meinen linken Fuss lädiert (Plantar Faszie direkt unter dem 2/3 Zeh ziemlich gereizt und entzündet). Habe ich mittels MRI usw. abchecken lassen, da es nicht besser wurde. Hat auch schon ziemlich viel Narbengewebe zwischen den Zehen. Beim Dok dann eine Kortisonspritze geben lassen. Hat nicht wirklich viel gebracht. Weitere Schritte wären möglicherweise Eigenbluttherapie oder dann eine Operation, da meine Zehengrundgelenke nicht dort sein sollten, wo sie eigentlich hingehören. Solange die Schmerzen in einem tolerierbaren Masse sind, werde ich noch keine OP in Betracht ziehen.
Nach den Ferien habe ich mich mal einen Kommentar unter einer Strava Route, dass ich einen Trainer bräuchte, hinterlassen. Jemand aus meiner Umgebung hatte sich danach bei mir gemeldet und wir sind mal eine Runde zusammengefahren, um uns kennen zu lernen. Danach war für mich ziemlich schnell klar, dass ich dies möchte und so fing ich danach nach Plan zu Trainieren an.
Für das Grandfondo St. Gottardo hatte mir der Trainer Wattvorgaben gegeben, die er Aufgrund meiner Leistungsfähigkeit durch die Trainings ableitete. Ich hatte leider nicht den Besten Tag am Anlass. Bin am Gotthard ein wenig zu hart gefahren. Den Furka habe ich von den Wattleistungen getroffen und am Nufenen ging es nicht mehr so geil. Waren 112.85km / 3221Hm / 5h20min. Trotzdem war es ein toller Event und ich konnte einiges betreffend Pacing für den Rest der Saison mitnehmen.
Danach wurde der Focus auf die Vorbereitung des Alpenbrevet Silber gelegt. Ich bin vom 21. Juli bis 05.09.2025 genau eine VO2max Einheit 40/20 gefahren. Der Rest waren 12 Einheiten im Bereich Sweetspot / Schwelle, 9 Einheiten Regenerationsfahrten und 9 Grundlagenfahrten. Grundsätzlich war immer Dienstag eine kürzere Einheit 1 1/2 - 1 3/4h Sweetsport / Schwelle und am Samstag 3-3 1/2h Schwelle / Race Simulation angesagt.
Die Vorbereitung lief optimal. Ich war nie krank, die Regeneration lief hervorragend und ich konnte jede Einheit so absolvieren, dass ich für die folgende Einheit schon immer wieder heiss war. Am Donnerstag vor der Racewoche war dann Geschäftsanlass wo ich mir danach irgendwas im Magen lag, so dass ich am Freitagnachmittag mit Bauchkrämpfen auf dem Sofa lag. Samstag habe ich dann die letzte harte Einheit gekürzt und mich nur auf die Intervalle konzentriert. Die Regenerationswerte waren trotz den Problemen mit dem Magen gut. In der Raceweek besserte sich danach mein Magen ein wenig, bis ich am Donnerstag mit dem Carb Loading begann. Am Donnerstagabend und in der Nacht wieder sau Probleme mit dem Magen, so dass die Nacht nicht besonders war. Von Freitag aus den Raceday war danach wieder besser, weil ich mich am Freitag versucht habe normal zu ernähren.
Danach war Raceday und der Start um 06:25 Uhr bei 1 Grad Außentemperatur. Die Beine waren gut und ich habe mir fest vorgenommen, die Wattwerte die ich vorgegeben bekommen habe einzuhalten, was ich danach auch konnte. Ich konnte alle drei Anstiege im gewünschten Bereich fahren und es war ein super Tag. Zwei Sachen liefen nicht optimal. Zum einen Stieg nach der Gotthardabfahrt meine Vorderbremse aus, so dass ich den Nufenen und Furka ohne Vorderbremse hinunterfahren durfte. Das andere war mein Magen. Dieser rebellierte erneut und ich konnte am Schluss nur 60g/h aufnehmen. Eventuell ging durch dies ein wenig Leistung verloren. Das Ganze war 107km/ 3073Hm / 4h56min.
Zwei Kollegen von mir hatten mich schon vor einer Weile gefragt, ob ich nicht am 05. Oktober das UCI Grandfondo Tre Valli in Vares mitfahren möchte. Nach langem hin und her konnte ich mir die Zeit zu Hause freischaufeln. Es blieben nochmals 3 Trainingswochen, die ich wiederum voll ausnutzen konnte. Wie es zu mir halt gehört wurde mein kleinerer Sohn am Samstag eine Woche vor dem Event Krank und hatte Fieber. Da ich bekannter Weise nichts auslasse, obwohl ich es mir fest vorgenommen habe, war ich am darauffolgende Sonntag / Montag / Dienstag einfach ziemlich müde (so eine schlechte Müdigkeit, keine vom Training) und leichte Kopfschmerzen hatte, so dass ich die Vorbereitunswoche nach Rücksprache mit dem Trainer umgestellt habe. Bin am Dienstag nur ganz locker 1h gerollt. Ab Mittwochnachmittag ging es mir aber schon deutlich besser. Habe dan an diesem Tag nochmals die Beine nach oben gelegt. Donnerstag nochmals eine Grundlageneinheit von 1h30. Zuvor war ich noch mit der Familie mit dem Rad für 1h30min unterwegs.
Freitag einen Racesharpener mit 5x3min aufsteigend, was sensationell lief und ich super Beine hatte. Am Samstag danach die Anreise zum Event. Am Abend der Kollege mir mitgeteilt, dass er irgendwie eine laufende Nase hätte und er hoffe nicht krank zu werden. Beim Morgenessen am Raceday teilte er mir mit, dass er nicht starten würde, da er Halsschmerzen habe. Der andere Kollege kam schon gar nicht mit, da dieser einen Familiären Notfall hatte.
So stand ich um 09:15 Uhr alleine und mit tollem Wetter an der Startlinie. Auf los gings los und von langsam war da gar keine Rede. War mir aber auch im Vorhinein bewusst, da es ein UCI Grandfondo Qualifikationsevent für die WM 2026 war. Ich konnte meine Beste Performance die ich je geleistet habe abrufen. In den flacheren Passagen wollte ich mich eigentlich ein wenig im Wind verstecken, was mir aber nicht gelang und ich einige Löcher zugefahren bin. Auf dem längeren welligen Schlussteil hatte sich danach eine größere Gruppe gebildet, wo aber immer die gleichen 5 Fahrer die Führungsarbeit verrichtet haben. Inklusiv mir. Nach 3h hatte ich in beiden Schneidermuskeln Krämpfe und ich dachte mir kurzzeitig, jetzt ist es vorbei und ich verliere die Gruppe. Hatte noch nie solche Krämpfe und konnte meine Beine nicht mehr nach oben ziehen. Zum Glück ging es ein wenig abwärts dahin, so dass ich in den nächsten 2 Minuten die Krämpfe versucht habe zu beheben. Extra nochmals ein Gel reingedrückt und ordentlich Flüssigkeit hinterher. Zum Glück lies das ganze nach und ich konnte die letzte Stunde nochmals reintreten.
Es waren 125km /
Garmin 1800Hm (Ausgeschrieben ca. 2000Hm) Strava 2100Hm/ 4:00:19h/ Watt Schnitt 232 / NP 267 / IF 0.9, Durchschnittliche Geschwindigkeit 31.3km/h
Das reichte gerade mal für die Besten 50% in meiner Altersklasse.
Die Woche nach dem Event bin ich nur 2 Mal auf dem Rad gewesen und habe mir mal eine Pause gegönnt. Werde bis Anfangs November eine Offseason machen, wobei ich trotzdem auf dem Rad einige Einheiten absolvieren werde. Habe ich jedoch keine Lust zum Fahren dann werde ich es auch sein lassen.
Danach geht es an die Saisonplanung und die neuen Ziele.