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Dienstrad-Leasing: Ist die Party ist vorbei?

Gelesen nirgends, aber ich war viele Jahre in verantwortlicher Position bei eine Leasinggesellschaft tätig. Und da konnte ich einen guten Einblick bekommen 😉 Kurz gesagt ist die Leasinggesellschaft am Leasingende verpflichtet mögliche Gewinne zu realisieren. Wenn das Rad also mehr wert ist, muss dieser mögliche Gewinn realisiert werden. Ich habe Auto über Leasing finanziert, da wurde ziemlich genau hingeschaut. Bei Rädern war oder ist dies wohl (noch) nicht so.
Ich glaube, Du verallgemeinerst Deine Erfahrungen da, die Ankauf-Angebote sind ja nicht aus der Luft gegriffen und (mWn) ist da auch eine Pauschalversteuerung dabei (was wohl der Grund für den Sprung von 10 auf 18% war).

Stand jetzt gibt's keine Hinweise, dass die 18% nicht mehr gültig sein könnten. 🤷‍♂️
 
Ich glaube, Du verallgemeinerst Deine Erfahrungen da, die Ankauf-Angebote sind ja nicht aus der Luft gegriffen und (mWn) ist da auch eine Pauschalversteuerung dabei (was wohl der Grund für den Sprung von 10 auf 18% war).

Stand jetzt gibt's keine Hinweise, dass die 18% nicht mehr gültig sein könnten. 🤷‍♂️
Wenn Sie gültig=garantiert wären, wäre es kein Leasing. Ich gebe auch nur die Rechtssprechung wieder, und verallgemeinere nicht oder beurteile einen speziellen Fall.
 
Ich hatte beim Händler gefragt, kürzen wäre ok und bei der Rückgabe kein Problem.
Das wäre so ein Fall, den ich mir schriftlich geben lassen würde. In drei Jahren (ggf. plus einiger Monate für Antragstellung und Lieferzeit) kann man eine Äußerung schon mal vergessen oder bei einem anderen Kunden wurde der gekürzte Schaft in der Zweitverwertungskette moniert, so daß der Händler zwischenzeitlich seine Regelungen geändert hat und sich nach Jahren und hunderten weiterer Räder ggf. kaum noch daran erinnern kann, daß es mal anders gewesen wäre. Gabelschaftkürzungen dürften ja auch nicht die Regel sein bei Diensträdern; wie ich im Forum gelernt habe, fahren die bedienten Bediensteten ja insbesondere ein Tarmac auch gerne ansonsten nicht artgerecht mit Plattformpedalen.
:cool:
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, der Händler schließt den Vertrag mit dir für die Bank.
Bezüglich des Fahrzeuges ist der Vertragspartner der Händler, was zum Beispiel die Sachmängelhaftung (Gewährleistung) angeht.
Bei BMW ist's meinem Verständnis wohl demnächst Essig mit Händler = Vertragspartner; bei Mini gibt's wohl schon das Agenturmodell. Und beim Dienstrad (gem. Threadtitel) ist glaube ich nicht mal der Nutzer der Leasingnehmer, sondern der Arbeitgeber, oder?
 
Wenn Sie gültig=garantiert wären, wäre es kein Leasing. Ich gebe auch nur die Rechtssprechung wieder, und verallgemeinere nicht oder beurteile einen speziellen Fall.
gültig im Sinne von "üblich"
Und der Vegleich des Leasings von PKW und Rädern dürfter einer von Äpfel und Birnen sein...
beim Dienstrad (gem. Threadtitel) ist glaube ich nicht mal der Nutzer der Leasingnehmer, sondern der Arbeitgeber, oder?
Yup - das gehört zum ganzen Konstrukt dazu.
 
gültig im Sinne von "üblich"
Und der Vegleich des Leasings von PKW und Rädern dürfter einer von Äpfel und Birnen sein...
Leider getäuscht, bei der Anerkennung von Leasing als Finanzierungsform spielt das Leasingobjekt keine Rolle. Wenn eine Unterscheidung gemacht wird, dann in Mobilen- und Immobilienleasing. Aber was weiß ich schon 😉
 
Damit mal klarschiff gemacht wird:

Es ging in meinem Posting nicht darum, dass ich finde, dass nur ‚richtige‘ Radfahrer ein Fahrrad für X Euro fahren dürfen. Es ging mir darum, dass ein Leasing die Hemmschwelle senkt sich ein Rad zu kaufen, respektive den Eintritt in die Velobubble zu machen. Ich behaupte zudem, dass es viele / einige Personen gibt, die sich kein Rennrad gekauft hätten, wenn sie für ihre sagen wir 1000€ ‚nur‘ ein altes, optisches kein uptodate Rad gekriegt hätten. Das Leasing erlaubt jedoch für den gleichen Betrag, ein ‚schöneres (wie auch immer man dem sagen will‘ Rad zu erhalten.

Mehr Leute = mehr Unfälle, Vorfälle you name it. Gerade wenn man vorher NICHTS mit Radsport zu tun hatte. Und nicht einmal in der Stadt oder auf dem Pendelweg mit dem Rad unterwegs sind/waren.

Das Missverhalten dann auf der Strasse ist auch nicht direkt auf das Leasing zurückzuführen, aber erhöht halt das Vorkommen, weil mehr Leute unterwegs.
 
Damit mal klarschiff gemacht wird:

Es ging in meinem Posting nicht darum, dass ich finde, dass nur ‚richtige‘ Radfahrer ein Fahrrad für X Euro fahren dürfen. Es ging mir darum, dass ein Leasing die Hemmschwelle senkt sich ein Rad zu kaufen, respektive den Eintritt in die Velobubble zu machen. Ich behaupte zudem, dass es viele / einige Personen gibt, die sich kein Rennrad gekauft hätten, wenn sie für ihre sagen wir 1000€ ‚nur‘ ein altes, optisches kein uptodate Rad gekriegt hätten. Das Leasing erlaubt jedoch für den gleichen Betrag, ein ‚schöneres (wie auch immer man dem sagen will‘ Rad zu erhalten.

Mehr Leute = mehr Unfälle, Vorfälle you name it. Gerade wenn man vorher NICHTS mit Radsport zu tun hatte. Und nicht einmal in der Stadt oder auf dem Pendelweg mit dem Rad unterwegs sind/waren.

Das Missverhalten dann auf der Strasse ist auch nicht direkt auf das Leasing zurückzuführen, aber erhöht halt das Vorkommen, weil mehr Leute unterwegs.
Ja genau, Rennradfahren soll schön elitär bleiben! Die Hersteller haben ja schon die Richtung vorgegeben .... und dann kommen diese Leasing-Heinis und ermöglichen es dann doch jedem Hans und Franz / Torsten und Inge / Stefan und Anke, sich ein 7000€ Rad zu kaufen. :mad: Ich krich die Krise ....

Was die Unfälle/Vorfälle angeht: keine Sorge, Radfahren ist absolut ungefährlich (nachzulesen im Helm-thread 🤣)
 
Spannend, wie emotional das hier diskutiert wird. Ich habe bei beiden Rädern über Leasing nachgedacht und mich dagegen entscheiden.

Mir ist das trotz der Marketing-Claims zu wenig “rundum sorglos“, nur um ein paar Euro zu sparen.

Die Versicherung beim Leasing versichert ja nur den Schaden des Leasinggebers und nicht meinen. Wenn mir das Rad nach 35 Monaten geklaut wird ode ich es chrashe, hab ich bei 6k UVP ggf. schon 3,5k an Nutzungsgebühr bezahlt und bekomme dann gar nichts. Wenn es 3 Monate repariert wird, zahle ich in der Zeit um 300 Euro Nutzungsgebühr und bekomme ebenfalls gar nichts.

Mit dem Basis-Servicepaket hab ich bei Business Bike mit 75 Euro pro Jahr nicht mal genug Budget für eine ordentliche jährliche Inspektion und Wartung (kostet hier so 80 bis 99 Euro). Verschleiß zahle ich also vollständig selbst.

Umbauten können grundsätzlich zum Problem werden, weil einem das Rad nicht gehört. Vor Rückgabe ist Rückbau obligatorisch; selbst wenn man keine Rückgabe plant, können Umbauten aber im Schadensfall beanstandet werden. Thema Gabel kürzen wurde hier ja auch schon angesprochen - nur weil das bisher nicht beanstandet wurde, kann sich das ja zukünftig durchaus ändern, so lange es dazu nichts schriftliches gibt.

Wenn jetzt noch dazu kommt, dass aus den 18% Kaufpreis ein nicht absehbarer höherer Wert wird, ist das für mich gänzlich unattraktiv.

Ich habe meine Räder (11k und 6k UVP) daher jeweils gekauft und eine Versicherung für Diebstahl, Chrash und inklusive Verschleiß abgeschlossen, die bei entsprechender Meldung auch alle Umbauten abdeckt. Damit hab ich Ruhe und kann im Bedarfsfall die Werkstatt machen lassen, was sie für richtig hält. Kostet vielleicht mehr, fühlt sich aber besser an.

Leasing käme für mich nur für ein günstigeres Pendler-Rad in Frage, das ich denen nach 36 Monaten runtergerockt und im Rahmen ihrer lächerlichen Budgets gewartet wieder auf den Hof stelle.
 
Also ich nehme mal mit, für gebrauchte Räder in Zukunft max 18% Listenpreis zahlen 🙂.
Immerhin sind die Räder imo auf einem mittlerweile zeitlosem Stand. Reifenbreite, Übersetzung, Disc, DI... Da ist Gerauchtkauf von so manchem wenig eingesetzten Edelrad in Zukunft vielleicht gar nicht so abwegig
 
Ich habe meine Räder (11k und 6k UVP) daher jeweils gekauft und eine Versicherung für Diebstahl, Chrash und inklusive Verschleiß abgeschlossen, die bei entsprechender Meldung auch alle Umbauten abdeckt. Damit hab ich Ruhe und kann im Bedarfsfall die Werkstatt machen lassen, was sie für richtig hält. Kostet vielleicht mehr, fühlt sich aber besser an.
Da hast du ja aber wieder ein paar Würmer eingesammelt, die an deinen 2 Rädern mitverdienen (Versicherungen). Das dürfte bei diesen UVP's auch nicht ganz billig sein.
 
Es ging mir darum, dass ein Leasing die Hemmschwelle senkt sich ein Rad zu kaufen, respektive den Eintritt in die Velobubble zu machen.
Das stimmt - das würden die meisten als positiven Punkt sehen, aber anscheinend geht's auch anders... 🤦‍♂️
Verrückt...an diesem Punkt waren wir sogar alle mal.
Aber jetzt sind wir was Besseres und wollen gefälligst unter uns bleiben! /sarkasmusaus
Mit dem Basis-Servicepaket hab ich bei Business Bike mit 75 Euro pro Jahr nicht mal genug Budget für eine ordentliche jährliche Inspektion und Wartung (kostet hier so 80 bis 99 Euro). Verschleiß zahle ich also vollständig selbst.
Verstehe ich jetzt nicht - wenn ich 75 von 80€ zahle, dann zahle ich "vollständig selbst"?
nur weil das bisher nicht beanstandet wurde, kann sich das ja zukünftig durchaus ändern, so lange es dazu nichts schriftliches gibt.
Dazu gibt's bereits Aussagen (Schreiben der Leasinggeber) - die Anpassung des Rades durch Absägen des Gabelschaftes ist völlig vom Leasing abgedeckt.
Das wird auch nicht anders indem man's dauernd daherbringt...
 
Also ich nehme mal mit, für gebrauchte Räder in Zukunft max 18% Listenpreis zahlen 🙂.
Immerhin sind die Räder imo auf einem mittlerweile zeitlosem Stand. Reifenbreite, Übersetzung, Disc, DI... Da ist Gerauchtkauf von so manchem wenig eingesetzten Edelrad in Zukunft vielleicht gar nicht so abwegig
Da gibt's warscheinlich nicht wenig von.
Was ich teilweise in der Halle beim Umladen gesehen habe...
An manchen Tagen konnte man den Eindruck gewinnen; hier werden Fahrräder vom Werk zum Händler gebracht. Nicht zur Reparatur und Aufbereitung.
Manche sind bestimmt keine 300km in den zwei Jahren gefahren worden.
Radfahren war eben Trend während der Pandemie. Und da sind einige einfach dem Herdentrieb gefolgt. Die Leasingfirmen haben es auch schön einfach gemacht.
Ist wie mit den guten Vorsätzen. Im Januar melde ich mich beim Fitnessstudio an, gehe 5x hin und dann....
Ich habe auch schon genug Neuware bei Kleinanzeigen gesehen. Da lohnt Leasing überhaupt nicht. Aber es muss eben passen und gefallen.
Wie hier und in anderen Foren schon geschrieben wurde; es lohnt sich eigentlich auch nur, wenn man viel fährt.
 
Ist wie mit den guten Vorsätzen. Im Januar melde ich mich beim Fitnessstudio an, gehe 5x hin und dann....
Ohne diese Neujahrskundschaft wären viele Fitnessstudios pleite.
Ausserdem: Wenn alle reingehen, gehen nicht alle rein - wenn aber nicht alle reingehen, gehen alle rein.
Wie hier und in anderen Foren schon geschrieben wurde; es lohnt sich eigentlich auch nur, wenn man viel fährt.
So wie ein Kauf auch, oder? ;)
Am teuersten ist immer das, was man nicht (be)nutzt, egal was der Preis war. ;)
 
Der Vergleich zum Leasing ist ja dann auch nicht mehr schwer.
Es war begrenzt eine Möglichkeit Geld zu verdienen. Der Markt ist jetzt gesättigt und wird sich bereinigen und einpendeln.
Gewinner sind sowieso alle vor dem Endkunden.
Durch dieses Geschäft stiegen doch erst die Preise. Vorher hätte sich doch keiner ein Fahrrad für tausende Euro gekauft. Selbst mit monatlicher Abzahlung und 0% Zinsen nicht.
So gesehen hat man mit den prä-Corona-Preisen eigentlich nichts gespart.
So stark sind die Rohstoffe und Energie nicht gestiegen, dass man die aktuellen Preise rechtfertigen kann.
Es wurde nur teuer durch das Geschäftsmodell, an dem auch Firmen mitverdient haben.
 
Die vier Gruppen von oben sind also die Bikeshop-Betreiber, die NRW-Kommissare, Fitnessstudio-Kevin und Trenhopperin-Julia sind, die sich im Strassenverkehr nicht an die Regeln halten und daher am schlechten Image der Radfahrer schuld sind?


Gehts noch polemischer?


Ich hab viel eher das Gefühl, das quer durch die Bevölkerungsschichten die Meinung vorherrscht, dass man, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, die StVO nicht mehr gilt.
Ich hab viel öfter gefährliche Begegnungen mit anderen Fahrradfahrern als mit Autofahrern. Rechts vor links? Gilt nicht. Rotlicht? Gilt nicht für mich, ich fahr ja Rad. Fussgängerüberweg? Da muss der Autofahrer aber anhalten, wenn ich da rüberfahre....
Handzeichen beim Abbiegen, ... die Liste ließe sich beliebig fortsetzen....
Rechts vor links ist in D völlig unbekannt. Auch bei Autofahrern. Egal ob geleast, gekauft oder geklaut.
 
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