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Wechsel auf Tubeless - Erfahrungen

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Nicht laut ETRTO Tabelle. Und davon weiche ich nur mit Freigabe vom Hersteller ab, weil bei 90 Sachen bergab ein Reifenplatzer tödlich ist.


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Hochprofiler von DT Swiss sind ab 20mm Reifenbreite (!) freigegeben. Eigentlich nur deswegen habe ich mir zu Weihnachten ein DT Swiss ARC 1100 Dicut-Vorderrad mit 80mm Höhe gegönnt. Ein 20er Reifen geht in montiertem Zustand bereits auf etwa 21,7mm auf, ein an die Bremsflanke angelegter gerader Gegenstand (Inbusschlüssel o.ä.) berührt gerade so die Felgenflanke, da die Bremsflanken durch die bauchige Form Richtung Felgenhorn leicht schräg stehen, und so ergibt sich vom Querschnitt her eine schöne Linsenform, ein 23er wäre da schon fast zu breit für. Mal sehen, wie das Teil dann rollt.
 
Warum ist den Profis die vielbeschworene Pannnensicherheit eigentlich egal? Müsste doch ein echter Wettbewerbsvorteil sein? 🤔

https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_123395.htm

Keine Ahnung warum sie Tubular den Rücken kehren. 🤷‍♂️
Jetzt nehmen sie halt mal den Safepoint mit Schlauch und hoffen, dass sie in Zukunft Tubeless hinbekommen.

https://www.cyclingnews.com/news/bo...step-looking-to-ditch-tubular-tyres-entirely/
Wäre eh dafür die ganzen Materialwagen zu verbieten. Erst dann wäre Zuverlässigkeit ein Argument für Profis.

:)
 
Warum ist den Profis die vielbeschworene Pannnensicherheit eigentlich egal? Müsste doch ein echter Wettbewerbsvorteil sein? 🤔

https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_123395.htm
Weil Latex schneller ist als Tubeless. Tubeless bedeutet dicker und enger sitzend. Das kostet schon mal Gewicht. Dazu kommt noch die Dichtmilch. Und dicker bedeutet auch mehr Reibung. Die Reifen sind aus Gewebe und Kautschuk, die mehr Energieverlust bei der Verformung haben als Latex. Und es ist die Frage ob es von Vorteil ist mit einem sich selbst versiegelten Tubeless nach einem Bar Luftverlust weiter zu fahren, oder sich ein neues Rad vom Materialwagen zu holen.
 
Hochprofiler von DT Swiss sind ab 20mm Reifenbreite (!) freigegeben. Eigentlich nur deswegen habe ich mir zu Weihnachten ein DT Swiss ARC 1100 Dicut-Vorderrad mit 80mm Höhe gegönnt. Ein 20er Reifen geht in montiertem Zustand bereits auf etwa 21,7mm auf, ein an die Bremsflanke angelegter gerader Gegenstand (Inbusschlüssel o.ä.) berührt gerade so die Felgenflanke, da die Bremsflanken durch die bauchige Form Richtung Felgenhorn leicht schräg stehen, und so ergibt sich vom Querschnitt her eine schöne Linsenform, ein 23er wäre da schon fast zu breit für. Mal sehen, wie das Teil dann rollt.
Erhöht natürlich das Risiko sich die Felgen zu beschädigen. Mir passiert es nicht selten dass ich über einen Stein o.Ä. fahre der Schleifspuren an der Reifenflanke hinterlässt, nicht aber an der Felgenflanke.
 
Weil Latex schneller ist als Tubeless. Tubeless bedeutet dicker und enger sitzend. Das kostet schon mal Gewicht. Dazu kommt noch die Dichtmilch. Und dicker bedeutet auch mehr Reibung. Die Reifen sind aus Gewebe und Kautschuk, die mehr Energieverlust bei der Verformung haben als Latex.

Ja, ich weiß.. aber ich hör's immer wieder gern.. 🙃
 
Heute seit knapp 2 Monaten, mal endlich wieder draußen eine Runde gedreht. Keine 10 Minuten unterwegs, schon spritze es mir jede Reifenumdrehung ins Gesicht. Also erst einmal Geschwindigkeit heraus nehmen, damit es wieder dicht wird, was zum Glück auch funktionierte. Nun darf ich natürlich wieder die olle Milch, vom Rahmen entfernen dürfen. 🤮
Mich hat Tubeless am Rennrad nicht so recht überzeugt. Ich habe 3 verschiedene Reifen probiert, aber immer wieder Probleme mit Löchern, die zwar dicht werden, aber bei schnellerer Fahr immer mal wieder aufgehen können, solange man die nicht von innen flickt. Hinzu kommt der absurd hohe Preis der Reifen. Die Variante vom Schwalbe Pro One, ist mehr als doppelt so teuer.
 
Mit Schutzblech wäre das nicht passiert! 🤡 :D 😜
gekauft

takemymoney.jpg
 
Ja, ich weiß.. aber ich hör's immer wieder gern.. 🙃

So, ich zitiere mich am liebsten selbst, um einen Einstieg zu kriegen.. :rolleyes:

Da es hier auch um Rollwiderstände geht, mal eben eine Erfahrung, die ich aktuell wieder, zum 2. Mal machen durfte. Geht gar nicht um den direkten Vergleich zu TL, sondern eher um die wundersamen Eigenschaften von Latex, werfe ich mal einfach in den Raum. Eigentlich fahre ich immer Latex-Schläuche, nach einem Defekt (Uupsi..) am Winterrad vor ein paar Wochen aber hinten Standard-Butyl reingezogen und erstmal drin gelassen, hatte grad nix anderes da.

Als dann jetzt öfters Schnee und Eis lag, mit dem Rad auf die (widerstandslose) freie Rolle, dann vorn 4, hinten 5 Bar, um den System-Widerstand etwas zu erhöhen. Dickster Gang, 107er Kadenz, da fahre ich dann z.B. 330 Watt, man kurbelt ganz gut, aber es sind halt feine Motorik-Intervalle, so 4 bis 10 Minuten. Das war noch Butyl, wie gesagt.

So, dann einfach mal wieder auf Latex gewechselt, gleicher Luftdruck, ohne an den Nebeneffekt zu denken, denn auf einmal konnte ich die Wattzahlen überhaupt nicht mehr erreichen, ohne mich totzukurbeln. 295 Watt bei 109er Kadenz, 300 bei 110-111.. ich kann die Intervalle ja sehr gut in der Auswertung ausschneiden, es ist also bei gleicher TF ein Unterschied von 40 Watt, und wir reden nur vom Hinterrad.

Klar, auf der freien Rolle werden die Reifen anders eingedrückt, wir reden hier von Geschwindigkeiten von 60+ Km/h, das muss man sicherlich alles hoch- und runterrechnen, aber der Unterschied ist so oder so echt heftig. Reifen waren alles Conti GP 5000, Wattmesser Assioma, stets frisch kalibriert.

Hab mir daher jetzt für die freie Rolle ein extra Butyl-Laufrad aufgezogen, schon sind die Wattzahlen wieder höher, und ich kann die Intervalle vernünftig fahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Erfahrungen mit Tubeless waren gemischt bislang. Teils wollten die Reifen nicht richtig dicht werden und nach 3 Tagen war die Luft weg. Das ist mir sowohl am 650b, als auch bei 700C passiert. Eher bei breiteren Reifen.
Ich fühle mich mit Tubeless nicht so pannensicher, was vielleicht unbegründet ist. Das ist der Grund warum ich es für schmale Reifen noch nicht ausprobiert hab. Da ist mir glaub ich ein Schlauchwechsel ohne Schmiererei lieber.
Aktuell habe ich mir 47er Terreno Dry auf die 650b gezogen. Die waren zwar buckelig aufzuziehen, aber hielten die Luft direkt 3 Tage auch ohne Milch. Mit Milch drin bin ich jetzt rund 250km gefahren bei ca 3bar. Das ist ganz angenehm. Die Haftung ist auch gut. Bislang gabs noch kein Loch, ich bin mal gespannt, ob im Winter die Dichtmilch hält, wenns dann passiert.
Warum so breite Reifen? Weniger Geschwindigkeit bei gleicher Leistung ist im Winter ganz angenehm, weil man den Windchill vermindert. Ausserdem sind die löchrigen, teils überschwemmten und dreckigen Radwege hier im Dunkeln so in meinen Augen viel sicherer zu befahren.
 
Geht gar nicht um den direkten Vergleich zu TL, sondern eher um die wundersamen Eigenschaften von Latex
Würde ja auch niemand auf die Idee kommen für du-weisst-schon-was butyl zu verwenden, die PU-Alternativen für Allergiker sind auch nicht das wahre und tubeless hat ein hohes Pannenrisiko.

Optimal wären vom Material her eigentlich Silikonschläuche, aber ich vermute das ist zu diffusionsoffen (das Problem des Luftverlusts hat man ja auch bei Latex). Zudem wird die Verbindung zum Ventil schwierig.
 
An meinem Gravelrad sind 38er Reifen montiert, im Neuzustand waren Schläuche drin. Wenn ich die mit wenig Druck fahre, ist die Gefahr eines Durchschlags sehr hoch. Nach 5 Touren und 5 platten Reifen habe ich zunächst den Luftdruck erhöht. Danach war Ruhe mit platten Reifen, aber der Spaß im Gelände war auch dahin, da das Rad viel zu hart war.
Ich habe daraufhin die Schläuche rausgeschmissen und fahre seitdem fast pannenfrei. Ein Durchstich eines Nagels kam einmal vor. Das konnte ich mittels einem speziellen Pfropfens flicken, ohne den Reifen demontieren zu müssen. Abgesehen von diesem Missgeschick bin ich noch nie so pannenfrei gefahren. Gut 5000km ohne Vorkommnisse. 2 oder 3 mal habe ich einen Dorn aus dem Reifen rausgezogen. Das zischelt und schäumt dann ein wenig und ist wieder dicht.
Allerdings sind die Reifen teuer und nach den 5000km hat der hintere Reifen kein Profil mehr.
Diese hier:
https://teravail.com/tires/cannonball#TR2681
Ich weiß nicht, ob die Milch auch bei einem rennradtypischen Druck von 7 bar so gut funktioniert. Durchschläge sind aufgrund des hohen Drucks und nur Straße bei einem Rennrad eher nicht zu erwarten. Vermutlich macht das hier keinen Sinn, auf tubeless zu wechseln.
 
Ich weiß nicht, ob die Milch auch bei einem rennradtypischen Druck von 7 bar so gut funktioniert. Durchschläge sind aufgrund des hohen Drucks und nur Straße bei einem Rennrad eher nicht zu erwarten. Vermutlich macht das hier keinen Sinn, auf tubeless zu wechseln.
Ich habe keine Erfahrung mit Tubeless, aber bei meinen Tubulars funktioniert die Milch oberhalb von 5,5-6bar nicht. Ich fahre die mit 8-8,5bar. Bei einer Panne zischt es eine ganze Weile, bis die Milch abdichtet (wenn sie es denn tut :rolleyes: ). Pumpe ich danach wieder auf Originaldruck, öffnet sich der Defekt wieder.
 
So, ich zitiere mich am liebsten selbst, um einen Einstieg zu kriegen.. :rolleyes:

Da es hier auch um Rollwiderstände geht, mal eben eine Erfahrung, die ich aktuell wieder, zum 2. Mal machen durfte. Geht gar nicht um den direkten Vergleich zu TL, sondern eher um die wundersamen Eigenschaften von Latex, werfe ich mal einfach in den Raum. Eigentlich fahre ich immer Latex-Schläuche, nach einem Defekt (Uupsi..) am Winterrad vor ein paar Wochen aber hinten Standard-Butyl reingezogen und erstmal drin gelassen, hatte grad nix anderes da.

Als dann jetzt öfters Schnee und Eis lag, mit dem Rad auf die (widerstandslose) freie Rolle, dann vorn 4, hinten 5 Bar, um den System-Widerstand etwas zu erhöhen. Dickster Gang, 107er Kadenz, da fahre ich dann z.B. 330 Watt, man kurbelt ganz gut, aber es sind halt feine Motorik-Intervalle, so 4 bis 10 Minuten. Das war noch Butyl, wie gesagt.

So, dann einfach mal wieder auf Latex gewechselt, gleicher Luftdruck, ohne an den Nebeneffekt zu denken, denn auf einmal konnte ich die Wattzahlen überhaupt nicht mehr erreichen, ohne mich totzukurbeln. 295 Watt bei 109er Kadenz, 300 bei 110-111.. ich kann die Intervalle ja sehr gut in der Auswertung ausschneiden, es ist also bei gleicher TF ein Unterschied von 40 Watt, und wir reden nur vom Hinterrad.

Klar, auf der freien Rolle werden die Reifen anders eingedrückt, wir reden hier von Geschwindigkeiten von 60+ Km/h, das muss man sicherlich alles hoch- und runterrechnen, aber der Unterschied ist so oder so echt heftig. Reifen waren alles Conti GP 5000, Wattmesser Assioma, stehts frisch kalibriert.

Hab mir daher jetzt für die freie Rolle ein extra Butyl-Laufrad aufgezogen, schon sind die Wattzahlen wieder höher, und ich kann die Intervalle vernünftig fahren.
Systhemwiderstand hab ich durch einen 2ten Antriebsriemen erhöht.
 
Ich habe keine Erfahrung mit Tubeless, aber bei meinen Tubulars funktioniert die Milch oberhalb von 5,5-6bar nicht. Ich fahre die mit 8-8,5bar. Bei einer Panne zischt es eine ganze Weile, bis die Milch abdichtet (wenn sie es denn tut :rolleyes: ). Pumpe ich danach wieder auf Originaldruck, öffnet sich der Defekt wieder.
Der Druck ist viel zu hoch. Ich habe bis zum heutigen Tag auch kein schlauchlos. Diverse Tests bestätigen immer wieder dass Latex + Clincher immer noch das Maß ist. Schlauchreifen mit Latex-Innereien ebenfalls. Problem ist nur die Reparatur.
Warum ein Profiteam noch auf altbewährte Technik setzt, liegt vielleicht an wenig Erfahrung und/oder schlauchlose Reifen bieten (noch) keine Vorteile.
Warum sollten die auch auf Tubeless umrüsten? Bei einem Defekt bekommen die Fahrer sowieso ein neues Laufrad. Dann lieber auf geringes Gewicht und Leichtlauf setzen. Anders beim Hobbyfahrer, der hat keinen Materialwagen hinter sich. Und 5min später ankommen wegen höherem Rollwiderstand sollte auch uninteressant sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und 5min später ankommen wegen höherem Rollwiderstand sollte auch uninteressant sein.
😱😱
Also ich repariere Latex mit dem selben Zeug wie Butyl. Keine Probleme.
Musste ich auch nach einem Tipp erstaunt feststellen, Latex lässt sich viel problemloser als Butyl flicken (keine Nähte, verbindet sich besser), bzw. Butyl hab ich beim RR nie geflickt, aber kennt man ja vom normalen Rad. Geflickte Latexschläuche kommen dann i.d.R. aufs Winterrad, halten da dann aber problemlos ewig weiter.
 
[...] Und 5min später ankommen wegen höherem Rollwiderstand sollte auch uninteressant sein.
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Es geht ja nicht nur um den Schnitt, sondern auch um die Vmax! Und da hatte/habe ich den Eindruck, dass mit Latex gerade bergab mit der maximalen Übersetzung ein Tacken mehr drin ist (1-1,5 km/h), wie wohl überhaupt der Unterschied selbt zu den Supersonic-Schläuchen erst bei höheren Geschwindigkeiten voll zum Tragen kommt, bergauf ist es fast schon egal. Mit dem neuen DT Swiss ARC Dicut 1100 80mm kann ich allerdings keine Latexschläuche fahren
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(Michelin etwa untersagt explizit die Verwendung seine Latexschläuche in Verbindung mit Carbonfelgen), ich hoffe mal, dass die (deutlich?) bessere Aerodynamik als beim vorher verwendete Cosmic Carbon SSC zumindest bergab immer noch einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs bringt, und selbst im Flachen der fehlende Latexschlauch mehr als ausgeglichen wird. Für bergab kommen vorne noch zwei Zähne mehr drauf (wenn ich das passende Kettenblatt noch finde
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), dann sollte das zumindest passen.
 
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