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L'Eroica 2011 - An/Abreise und alles Vorort.

AW: L'Eroica 2011 - An/Abreise und alles Vorort.

* Ist der eigentlich empfehlenswert? Sollte man ja wissen, bevor man sich in 2012 auf die 135 festlegt entscheidet.

keine ahnung. ich hab noch den 2010er im keller liegen.
wenn mal ein paar kegel..äh...klassikerbrüder hier auflaufen und ich ihnen ein paar à la tedesca asphaltierte straszen im spessart vorgeführt habe werden die korken ins ende eines rennlenkers wexeln und wir werden ah und oh rufen.
jenachdem ;-)
 
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Irgendwie bekomme ich hier was nicht auf die Reihe.

Meines Wissens nach ist ein Gründungszweck der Veranstaltung doch unter anderem der Erhalt der alten Wirtschaftswege im Chianti gewesen. Diese sind die Strade Bianchi.

Sollen denn diese Wirtschaftswege nun doch asphaltiert werden, da manch ein Teilnehmer mangels fahrerischem Können, körperlichen Unzulänglichkeiten oder Angst um sein chromblitzendes NOS-Schätzchen nicht mit den Schotterpassagen zurecht kam?

boom
Bist Du denn überhaupt schon mal mitgefahren ? Dann kannst Du mitreden - ansonsten ist alles nur Klugschnackerei.
 
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Bist Du denn überhaupt schon mal mitgefahren ? Dann kannst Du mitreden - ansonsten ist alles nur Klugschnackerei.

Lieber Bridgestone,
nicht bös gemeint, ich finde aber dass Boom da einen wahren Punkt anspricht. Klugschnakken tuen hier ein paar andere Kandidaten...
Greetz,
Graf Toni
 
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Lieber Bridgestone,
nicht bös gemeint, ich finde aber dass Boom da einen wahren Punkt anspricht. Klugschnakken tuen hier ein paar andere Kandidaten...
Greetz,
Graf Toni
Was mich halt nervt, sind die dummen Unterstellungen, die da offenbar immer wiederholt werden müssen, um die "Schuld" eindeutig bei denen zu verorten, denen es nicht so viel Spaß gemacht hat.

Also, noch einmal (... hoffentlich zum letzten Mal !): Ich finde es wundervoll, dass die meisten Mitfahrer bei der L'Eroica Spaß hatten, so soll das sein, und dafür sind wir da ja auch hingefahren.

Mir hat eigentlich auch alles sehr gut gefallen: die Landschaft (sowieso ...), das Wetter (nein, ich fand es nicht zu warm), das Essen, die netten Forumskollegen, die Unterkunft (... wie könnte es anders sein), die Stimmung dort, die Eindrücke, die man so mitnehmen konnte (und die auf meinen Bildern wiederfindet), etc. pp. ... alles.

Und die Fahrt selber hat mir keine großen Probleme bereitet, obwohl ich körperlich (hinreichend) fit war, gute Laune hatte, mein extra für die L'Eroica aufgebautes Rad gut funktioniert hat (o.k., zweimal hat es mir die Kette hinter das große Ritzel geworfen, aber dafür hat man ja ein Werkzeug mit, um den Schaltanschlag nachzujustieren), die Reifen keine Probleme gemacht haben, das Übersetzungsspektrum richtig war, die Bremsen angemessen gut gebremst haben, ich vorher genug auf miesen Untergründen trainiert hatte, mein Rad gut beherrsche etc. pp. ... keine Probleme.

Mit allen anderen "Themen" (Verhalten vieler Mitfahrer und einiger Autofahrer, die lange Strecke bis zur ersten Verpflegung, leere Wasserflasche etc. pp.) bin ich klargekommen - fand ich nicht toll, aber war halt so und gehört dazu.

Nur hat es mir eben letztlich in Summa nicht so viel Spaß gemacht, wie ich erwartet hatte, und mich (und das meint: nur mich) hat halt der "Zuschnitt" der Veranstaltung nicht recht überzeugt. Für mich (und meinetwegen: nur für mich) sollte es doch eher entweder ein "Kostümfest auf Rädern", oder eben eine nicht völlig anspruchslose Tour sein, für die ich lieber richtig gute Bremsen, Schalter am Lenker, einen zweiten Flaschenhalter und breite pannensichere Reifen haben möchte, und nicht bloß wg. "Heroik" immer wieder im Grenzbereich unterwegs bin. Ich gehöre gewiß nicht zu den ängstlichen Fahrern, aber ich möchte die Risiken schon immer noch selber kalkulieren können.

Um das, was da für mich (und nur für mich) nicht zusammenpaßt, vielleicht noch mal etwas eingängiger auf den Punkt zu bringen: Ich habe aus ästhetischen Gründen (also, um das "klassische" Erscheinungsbild nicht zu beeinträchtigen) bewußt auf meinen Helm verzichtet, meine aber rückblickend, dass er eigentlich nirgendwo so angebracht gewesen wäre wie bei der L'Eroica. Klar, ich hab's überlebt (auch ohne Sturz), aber heroisch finde ich meine entsprechende Entscheidung deswegen noch lange nicht - eher ein bißchen dämlich ...

Das kann und darf jeder gerne anders sehen, und es geht mir gewiß nicht darum, irgend jemandem (nachträglich) den Spaß an der Sache zu verderben, aber ich habe auf der Fahrt für mich ganz klar festgestellt: So macht mir das keinen Spaß. Dort auf den 'strade bianche' Rad fahren - gerne wieder, aber dann bitte mit einem geeigneten Rad, und nicht unbedingt zwischen tausenden anderen Radfahrern, die es mehr oder minder gut drauf haben ...
 
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Hey Don Bridgestone,

die Windmühlen stehen in der Wüste... :p ;)

Daß Dir die Veranstaltung nicht gefallen hat bzw. Du mit der Strecke nicht zurande gekommen bist, weil Du für Dein persönliches Empfinden und Deiner Bedürfnisse mit dem falschen Rad, ungeeignten Reifen, zu wenig Wegzehrung und untauglicher Kopfbedeckung angetreten bist, ist Dir unbenommen. Nur solltest Du dann die Schuld nicht beim Veranstalter suchen. Denn letztlich tust Du dieses mit Deinen Ausführungen. So frei von in die Richtung zielender Unterstellungen, wenn auch relativ subtil verpackt, wie Du tust, sind Deine Ausführungen nämlich in meinen Augen nicht... :o

Damit tust der Veranstaltung unrecht. Dafür hast Du zu recht von launig über veralberndes bis "nüchtern" konstruktives Contra bekommen. Darum empfinde ich es, sorry etwas selbstgerecht anderen unfeine bis dumme Unterstellungen, gar, überspitzt formuliert, schmerzbefreites Risikojunkytum (Befahrfähigkeit der unbefestigten Streckenabschnitte, Stoffmützen) "vorzuwerfen", nur weil sie eine andere Sicht auf die Dinge haben und dies auch kundtaten, im Umkehrschluß aber zu suggerieren, daß die eigenen Einsichten und Ansprüche die "richtigeren" seien.. :(

Es mag sein, daß ich das zu übersensibel sehe bzw. fehlinterpretiere, aber, naja so ist da mit den liebsten Spielzeugen, auf die will man ja, wenn es irgend geht, nix kommen lassen. ;) Mit ein bißchen mehr Nonchalance und laissez faire hätte man sich diesen ganzen Zinnober sowohl dort als auch hier sparen können... :bier:

aufgelockerte Grüße

Martin
 
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Ich glaub ich hol jetzt doch mal die Chipstüte...da will ja keiner der "Kontrahenten" so wirklich "beigeben" ;)

Aber Kompliment - alle(s) auf höxchtem Niveau! :cool:
 
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So hat hier jeder seine persönliche Sicht, aus der er die Dinge betrachtet. Wenn ich bei so einer Veranstaltung mitmache, will ich auch an meine Leistungsgrenze gehen. Und da ist
mein ALAN einfach zu schade. Aber das ist jetzt wieder eine andere Baustelle...
 
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Für mich (und meinetwegen: nur für mich) sollte es doch eher entweder ein "Kostümfest auf Rädern", oder eben eine nicht völlig anspruchslose Tour sein, für die ich lieber richtig gute Bremsen, Schalter am Lenker, einen zweiten Flaschenhalter und breite pannensichere Reifen haben möchte, und nicht bloß wg. "Heroik" immer wieder im Grenzbereich unterwegs bin. Ich gehöre gewiß nicht zu den ängstlichen Fahrern, aber ich möchte die Risiken schon immer noch selber kalkulieren können.
Schalter am Lenker geht wegen der Regeln nicht, aber am Rest kannst Du schon was machen. Das ist wohl ein Grund weshalb die Fahrer der längeren Strecken (135, 205) eher Räder aus den Siebzigern und Achtzigern fahren.

Ich habe aus ästhetischen Gründen (also, um das "klassische" Erscheinungsbild nicht zu beeinträchtigen) bewußt auf meinen Helm verzichtet, meine aber rückblickend, dass er eigentlich nirgendwo so angebracht gewesen wäre wie bei der L'Eroica.
Das schrieb ich im letzten oder vorletzten Jahr schon mal so ähnlich.
Objektiv gesehen hast Du Recht.
Aber einerseits sind Helme sind im Ggs. zu Lenkschalthebeln nicht verboten.
Ansonsten muss man eben entsprechend eigener Risikoeinschätzung fahren. Weil man mit Rennrädern unterwegs ist muss man ja kein Rennen draus machen. Dazu fehlt ja auch die Zeitnahme. Man kann es dann entweder touristisch angehen. Oder wenn man körperlich an die eigene Grenze gehen will, muss man sich vor Erschöpfung hüten und die gegebenen Pausenchancen konsequent zum Auffüllen der Reserven nutzen. Die Herausforderungen sind eben ein bisschen anders als bei einem x-beliebigen Radmarathon. Aber das ist ja allen im voraus bekannt.

Es ist nicht allein wichtig das Material für die l'Eroica vorzubereiten, sondern auch sich selbst, körperlich wie mental. Und modische Selbstdarstellung ist davon der letzte und unwichtigste Teil.
Mein Fazit wäre: "heroisch" und "einfach dämlich" liegen oft nur um Haaresbreite auseinander ...
ersetze "einfach dämlich" durch "völlig sinnfrei" und ich könnte zustimmen... Aber vielleicht bin ich nächstes Jahr auch wieder mit von der Partie.

Was den (anscheinend typisch deutschen) Gedanken der "Pflege des Materials" angeht, dem man eine solche Tortour angeblich nicht zumuten kann, bin ich derselben Ansicht wie hunderte Italiener die ihre echten Veteranen und kaum wiederherstellbaren Einzelstücke rücksichtslos einsetzen. Was ist dagegen schon ein Alan von der Stange? Auf diesem Ritt lernt man erst was richtige Qualität ist, und was sie wert ist.
 
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Es mag sein, daß ich das zu übersensibel sehe bzw. fehlinterpretiere, aber, naja so ist da mit den liebsten Spielzeugen, auf die will man ja, wenn es irgend geht, nix kommen lassen. ;) Mit ein bißchen mehr Nonchalance und laissez faire hätte man sich diesen ganzen Zinnober sowohl dort als auch hier sparen können... :bier:
Es täte mir leid, wenn meine Beiträge als Miesmacherei angekommen wären - darum geht es mir absolut nicht, und das sage ich auch gerne noch mal deutlich. Die L'Eroica ist eine schöne Sache, und es ist toll, dass es sie gibt. Aber ich finde, ich darf durchaus auch sagen, dass mir nicht alles gefallen hat, und das es in dieser Konstellation eben (wider Erwarten) nicht so mein Ding ist (das haben übrigens andere ganz unabhängig von mir für sich auch so festgestellt und werden daraus für das nächste Mal ihre Konsequenzen ziehen - natürlich gibt es ein nächstes Mal ... :)).
 
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Schalter am Lenker geht wegen der Regeln nicht, aber am Rest kannst Du schon was machen. Das ist wohl ein Grund weshalb die Fahrer der längeren Strecken (135, 205) eher Räder aus den Siebzigern und Achtzigern fahren.
Das verstehe ich gut - ich habe ja ganz bewußt auch ein Rahmenset und Teile aus den frühen 1980ern verwendet. Das ist zwar völlig regelkonform, aber für meinen Geschmack beißt sich das dann doch irgendwie mit dem Grundgedanken der Veranstaltung, denn in den 1970er/1980er Jahren ist man doch eigentlich in den (großen) Straßenrennen nicht mehr mit Rennrädern auf Staubstraßen gefahren - diese Räder sind wohl vorwiegend für Asphaltstraßen konstruiert und gebaut. Das einzige klassische und traditionell in Bezug auf die Straßenbedingungen richtig harte Rennen war für lange Zeit Paris-Roubaix, wenn ich das richtig sehe - dass der Giro d'Italia im vorigen Jahr auch mal wieder eine Etappe lang über die 'strade bianche' geführt wurde, war m.E. eher einem "Retrotrend" (oder der Suche nach neuen "Kicks" für das Publikum) geschuldet, steht aber nicht wirklich in einer durchgehenden Traditionslinie, so weit ich weiß.
Und da wird es dann eben für mich von der Logik her ein bißchen seltsam - Radrennen sind natürlich immer (bis heute) eine harte Sache, aber die eigentliche "heroische" Epoche (im Sinne der L'Eroica-Veranstalter) endet ja dann wohl doch eher schon spätestens um 1965, und im Prinzip müßte man dann auch die Altersgrenze für die Fahrräder (und ihre technische Ausstattung) eher dort ansiedeln. Und im Grunde genommen wollen die Jungs das wohl eigentlich auch, wenn ich mir die offiziellen/offiziösen Bilder so anschaue, auf denen ganz klar die wirklich alten Räder und die entsprechend gekleideten Fahrer(innen) dominieren.

Ich fände es jedenfalls zumindest einleuchtend, wenn man (angesichts der ja inzwischen wirklich großen Teilnehmerzahl) eine "Vintage"- und eine "Klassik"-Unterscheidung machen würde, wobei "Vintage" eben die Räder wären, die vom Alter her tatsächlich noch auf Staubstraßen gefahren sind oder dafür gebaut worden sind, und "Klassik" wären dann alle klassischen Rennräder bis 1987 mit den bekannten Ausstattungsregeln (wobei ich das Lenkerendschalter-Verbot nicht so überzeugend finde, da es die ja schon in den 1950er Jahren gab, und sie tatsächlich in Profirennen gefahren wurden).
Das Fahren dort bleibt natürlich auch mit "modernen" Rädern eine Herausforderung für Mensch und Maschine, ganz klar, aber mit den wirklich alten Geräten (teilweise nur mit einem Gang, und mit Bremsen, die ... na ja :cool:) ist es ja doch noch mal eine ganz andere Sache.
So halten's jedenfalls die Auto-Oldtimerleute, und ich finde das auch sinnvoll - ein offener Tourenwagen mit 20 PS und Messingkühler aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg ohne Vorderradbremsen ("Front brakes are for Girlies" ! :D) ist ja doch etwas ganz anderes als ein Formel-1-Rennwagen der frühen 1970er Jahre, und sie verhalten sich auf unterschiedlichen Straßenoberflächen auch durchaus unterschiedlich ...
 
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Ja möglich, aber das ist jetzt eine ganz andere Diskussion... :)

Ich glaub, jeder hat seine persönlichen Grenzen was für ihn "vintage" ist. Für mich ist Golf-I von 1974 kein Oldtimer sondern die 1. Generation eines üblen Massenprodukts, ein gleichalter Käfer oder K-70 dagegen schon. Ich bin da inkonsequent. Ein Rad mit 5-fach hinten noch nicht unbedingt "vintage", für die meisten andern vermutlich schon. Mein Philippe (1975-1979) ist für mich kein Museumsrad, obwohl es nichts von dem hat was für heutige Rennradfahrer modern ist, und was wohl die meisten auch als zwingend erforderlich ansähen um eine 200km Strecke mit ca. 40% Schotter zu bewältigen.
Für mich ist es ein Rad mit der Technik aus meiner Kinderzeit. Ich war damals 10. Etliche der Komponenten gab's in den 60'ern auch schon (MAFAC Bremsen), aber ich hab mir beim Aufbau Freiheiten herausgenommen, wie die Cyclotouriste Kurbel, auf die ich in Italien vielfach positiv angesprochen worden bin. Mit 42/24 kann ich mit meinen Knien keine l'Eroica mehr fahren, mit 36/24 aber schon... die Italiener sind eher praktisch veranlagt, fahren hinten MTB-Kränze auf der l'Eroica und finden nix dabei. Ich spar lieber Gewicht und fahr vorne und hinten kleinere Kränze, aber warum nicht?

1975 gab es zumindest hier noch etliche unasphaltierte Strassen, und Alpenpässe wie Gavia waren noch in den frühen 90'ern geschottert. In Frankreich und Spanien waren unasphaltierte Nebenstrassen bis vor kurzem auch noch üblich. Meine Rennräder sehen immer mal unasphaltierte Radwege wenn ich damit mir unsympathische Straßenstücke abkürzen, oder an der Lahn langfahren kann. Also den Punkt warum das "unklassisch" sein soll sehe ich nicht wirklich. Auf diesen Kiespisten hier sehen immer einige MTB-Fahrer mein Rücklicht, also aus meiner Sicht ist so ein Rennrad dafür besser geeignet. Mag ja sein dass auf den "großen Rennen" in den Achtzigern kein Schotter mehr gefahren wurden, aber ich seh den Profisport nicht irgendwie als Vorbild.

Was sind "Klassiker"? Ich setze meine persönliche Grenze auch ein paar Jährchen vor 1990. Ich hab hier in Forum Bilder gesehen von alten Koga Miyata oder sogar einem Centurion Rad wo ich jetzt sagen würde - vor einigen Jahren hätte ich das nicht so gesehen - na klar sind das Klassiker! Schöner und qualitätvoller als die war damals kein Italienisches oder Französisches Rad, höchstens "anders"... muss man heute eingestehen. Shimano AX feiert dieses Jahr seinen 30.! --bitte nicht lachen, aber ich find die Gruppe funktional einfach zu gut, zu weich, zu komfortabel, um sie zu den "Oldtimern" einzuordnen...

Mein Vitus 979 mit Suntour Cyclone erfüllt alle l'Eroica Kriterien, wär mir aber gleichfalls "viel zu modern".

Im letzten Jahr sah ich dort einige mit wirklich sehr alten Rädern, Cambio Corsa Schaltung u.ä. auch noch auf der langen Runde, dass ich jetzt aber von Eingang- oder Dreigangfahrern überholt wurde ist mir jetzt nicht in Erinnerung.. :rolleyes: Klar genießen diese Fahrer besondere Achtung, weil sie es mit ihrem Material noch schwerer haben als die anderen, aber ehrlich: ich wollte nicht mit ihnen teilen. Die Herren im Vorkriegsoutfit mit Schweißerbrillen fallen besonders auf, sind vielleicht auch Identifikations- oder Werbefiguren für das Event. Aber: wenn ich 200km mit einem Rad von 1975 fahren kann, oder 50 mit einem von 1950, ist meine Wahl die, mich an den 200km zu versuchen, solange ich dazu körperlich noch in der Lage bin. Das schöne an diesem Event ist ja, dass jeder sein Ziel selbst setzen und sich hinterher als Held fühlen kann...
 
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Schalter am Lenker geht wegen der Regeln nicht, aber am Rest kannst Du schon was machen. ...

Jein,

so pauschaul stimmt das auch nicht... ;)

... “Bici eroiche”‐ Historical bikes means all road race bikes built before 1987, with switch lever on the oblique loom tube, toe clips and belts, external brake wires. The Organisation would allow other types of bikes with new looms but with vintage characteristics and assembled with original old components (switch, handlebars, pedals etc.). It is allowed to adapt the wheel ratio to the difficulties of the runs. ...

Im Zweifel bei Claudio, Cheffe vom Janzen, vorbeitigern und sich Absolution abholen ... "tutto bene, bella machina" und ..."these Shifters, were made for Sprinters"... war die Quintessenz der Segnung von höchster Stelle für meine Quer-Gazelle mit ihren Lenkerendschalthebeln. Wynklah ist übrigens ebenfalls ohne Beanstandung mit seinem Radl durch die "Homologation" gekommen... :cool:

Ob eine Einteilung in Klassen sinnvoll ist, halte ich für eher akademisch. Die l'Eroica ist letztlich kein Rennen, auch wenn es dem einen oder anderen so vorkommen mag. RTF wäre diesbezüglich die zielführendere Einordnung, da es keine Zeitnahme, somit keine Ergebnisliste gibt und deswegen auch keine "Waffengleichheit" hergestellt werden muß. Auch in dieser Hinsicht darf man ruhig südländischer Lockerheit frönen, statt tedescenem Ordnungswillen zu gehorchen... :dope:

Daß die l'Eroica trotzdem eine Sportveranstaltung ist, auf die man sich, besonders will man die langen Distanzen (135 km 205 km) unter die Räder nehmen, explizit konditionell, materialtechnisch und mental vorbereiten sollte, haben wir ja nun dezidiert herausgearbeitet, nachdem wir hoffentlich die mißverständlichen Momente ausgeräumt haben... ;)

Immer schön an:

.... aber mal ganz ehrlich, wenn man bei einer fahrt nicht an den punkt kommt an dem man sich fragt warum man sich das überhaupt antut, die antwortt darauf auf später verschiebt und es zu ende bringt, dann hat man eine schwere spur in seine liebhaberseele graviert die beim späteren berühren immer wieder große emotion auslöst.
wartet ab wenn es wieder auf die anmeldezeit zu gehen wird, dann reißt es wieder in der brust ;-) ...

denken und alles wird gut... :cool:

limbische Grüße

Martin
 
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wie schonmal erwähnt: mein rad war aus 1950 und ich bin die 135 damit gefahren. ich würde auch ohne weiteres die 205er strecke fahren, wenns der körper hergeben würde (und ich eine andere übersetzung montiere). das rad stammt aus der zeit der schotterstraßen, wurde wahrscheinlich auch oft genug drauf bewegt. ein wesentlicher vorteil gegenüber neuerem material ist der gabelvorlauf und die dünnen rohre der gabel. das ding federt einfach sensationell. in kombination mit reduziertem reifendruck verlieren die waschbrettpisten gleich ihren schrecken.
also im gegensatz zu taunide würde ich sagen: lieber 200 auf dem 50er-jahre gaul, als 50 auf einem aus 1970 ;):D

@jonasonjan: ja.
 
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Da bricht einer eine Lanze für die 50'er Jahre Räder, gut so! Vielleicht sollte ich mich mal nach einem umschauen!

Dass man die Regeln nicht so teutonisch auslegt, fand ich auf der l'Eroica schon immer sympathisch.... hoffentlich kommen die noch nicht mal auf die Idee "Klassen" einführen zu wollen oder so'n Schwachsinn.
 
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Da bricht einer eine Lanze für die 50'er Jahre Räder, gut so! Vielleicht sollte ich mich mal nach einem umschauen!

Dass man die Regeln nicht so teutonisch auslegt, fand ich auf der l'Eroica schon immer sympathisch.... hoffentlich kommen die noch nicht mal auf die Idee "Klassen" einführen zu wollen oder so'n Schwachsinn.

jepp. gut so.
ich stehe aktuell auf die räder die es in meiner jugend so +/- gab. und die sind ja verfügbar. gerade bei der l'eroica hab ich aber auch gelegnheit um ältere maschinen herum zu schleichen. vielleicht springt auch mal ein funke. beeindruckt bin ich auf jeden fall.
das andere ist, daß ich alle meine räder fahre. ich erfreue mich an jedem rad von 78 bis 010, freu mich wenn die speichen fliegen, die kette schmatzt. vor allem freu ich mich übers fahren selber, ob da nun die kette auf dem 6-fach kranz mit sattem klack die ritzel wexelt oder ob da die ergos leise klicken, hauptsache ich schwitze und hab das gefühl ich bin schnell.
so ein vorkriegsbock mit wendenabe und ballonreifen ist reizvoll, aber nix für alle tage. da braucht man zeit.
die stehl ich mir aber jetzt schon wirklich reichlich ;-)

gruß
klaus



ich mag die unschärfe des bildes weil es so etwas wie ein traum ist​
 
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Mir geht's da ähnlich, Klaus. Ein 50'er Jahre Rad wär für mich ein Museumsrad, dafür bräuchte ich Xtra Zeit, und ich fahr sowieso schon zu wenig (deshalb hab ich ja diesmal die l'Eroica ausgelassen).
Und die jüngeren Räder haben bei den Bergübersetzungen echt Vorteile, mit 48/24 würd ich nicht weit kommen.
 
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Was den (anscheinend typisch deutschen) Gedanken der "Pflege des Materials" angeht, dem man eine solche Tortour angeblich nicht zumuten kann, bin ich derselben Ansicht wie hunderte Italiener die ihre echten Veteranen und kaum wiederherstellbaren Einzelstücke rücksichtslos einsetzen. Was ist dagegen schon ein Alan von der Stange? Auf diesem Ritt lernt man erst was richtige Qualität ist, und was sie wert ist.

Hab meinem ALAN letztes Jahr den Ötztaler angetan, wo viele meinten, daß sei nicht ungefährlich, von wegen weicher Rahmen und dergleichen. Ich weiß ja um seine Qualitäten. Und wir beide haben die Sache gut hinter uns gebracht. Aber verheizen muß ich ihn nicht. Und wenn die "Pflege des
Materials" ein typisch deutscher Gedanke sein soll, nehme ich das gerne auf meine Kappe.
 
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na klar soll man das Material pflegen -- nach Benutzung...

Auf meiner ersten l'Eroica hab ich einen Italiener kennengelernt der ein wunderhübsches Alan fuhr. Natürlich frug ich ihn neugierig ob er denn keine Bedenken hätte wegen der bekannten Weichheit des Rahmens. Er meinte dass sei völlig unbedenklich, er fahre das Rad schon viele Jahre ohne Probleme, seit Ende seiner aktiven Sportlerkarriere. Der schlanke, athletische Mann sah nach mindestens 10.000km jährlich aus, und das Rad wirkte nicht heruntergeritten...
 
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