AW: L'Eroica 2011 - An/Abreise und alles Vorort.
Lieber Bridgestone,
nicht bös gemeint, ich finde aber dass Boom da einen wahren Punkt anspricht. Klugschnakken tuen hier ein paar andere Kandidaten...
Greetz,
Graf Toni
Was mich halt nervt, sind die dummen Unterstellungen, die da offenbar immer wiederholt werden müssen, um die "Schuld" eindeutig bei denen zu verorten, denen es nicht so viel Spaß gemacht hat.
Also, noch einmal (... hoffentlich zum letzten Mal !): Ich finde es wundervoll, dass die meisten Mitfahrer bei der L'Eroica Spaß hatten, so soll das sein, und dafür sind wir da ja auch hingefahren.
Mir hat eigentlich auch alles sehr gut gefallen: die Landschaft (sowieso ...), das Wetter (nein, ich fand es nicht zu warm), das Essen, die netten Forumskollegen, die Unterkunft (... wie könnte es anders sein), die Stimmung dort, die Eindrücke, die man so mitnehmen konnte (und die auf meinen Bildern wiederfindet), etc. pp. ... alles.
Und die Fahrt selber hat mir keine großen Probleme bereitet, obwohl ich körperlich (hinreichend) fit war, gute Laune hatte, mein extra für die L'Eroica aufgebautes Rad gut funktioniert hat (o.k., zweimal hat es mir die Kette hinter das große Ritzel geworfen, aber dafür hat man ja ein
Werkzeug mit, um den Schaltanschlag nachzujustieren), die
Reifen keine Probleme gemacht haben, das Übersetzungsspektrum richtig war, die
Bremsen angemessen gut gebremst haben, ich vorher genug auf miesen Untergründen trainiert hatte, mein Rad gut beherrsche etc. pp. ... keine Probleme.
Mit allen anderen "Themen" (Verhalten vieler Mitfahrer und einiger Autofahrer, die lange Strecke bis zur ersten Verpflegung, leere Wasserflasche etc. pp.) bin ich klargekommen - fand ich nicht toll, aber war halt so und gehört dazu.
Nur hat es mir eben letztlich in Summa nicht so viel Spaß gemacht, wie ich erwartet hatte, und mich (und das meint: nur mich) hat halt der "Zuschnitt" der Veranstaltung nicht recht überzeugt. Für mich (und meinetwegen: nur für mich) sollte es doch eher entweder ein "Kostümfest auf Rädern", oder eben eine nicht völlig anspruchslose Tour sein, für die ich lieber richtig gute
Bremsen, Schalter am Lenker, einen zweiten
Flaschenhalter und breite pannensichere
Reifen haben möchte, und nicht bloß wg. "Heroik" immer wieder im Grenzbereich unterwegs bin. Ich gehöre gewiß nicht zu den ängstlichen Fahrern, aber ich möchte die Risiken schon immer noch selber kalkulieren können.
Um das, was da für mich (und nur für mich) nicht zusammenpaßt, vielleicht noch mal etwas eingängiger auf den Punkt zu bringen: Ich habe aus ästhetischen Gründen (also, um das "klassische" Erscheinungsbild nicht zu beeinträchtigen) bewußt auf meinen
Helm verzichtet, meine aber rückblickend, dass er eigentlich nirgendwo so angebracht gewesen wäre wie bei der L'Eroica. Klar, ich hab's überlebt (auch ohne Sturz), aber heroisch finde ich meine entsprechende Entscheidung deswegen noch lange nicht - eher ein bißchen dämlich ...
Das kann und darf jeder gerne anders sehen, und es geht mir gewiß nicht darum, irgend jemandem (nachträglich) den Spaß an der Sache zu verderben, aber ich habe auf der Fahrt für mich ganz klar festgestellt: So macht mir das keinen Spaß. Dort auf den 'strade bianche' Rad fahren - gerne wieder, aber dann bitte mit einem geeigneten Rad, und nicht unbedingt zwischen tausenden anderen Radfahrern, die es mehr oder minder gut drauf haben ...