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Wie prüfen, ob Lenker fest genug

AW: Wie prüfen, ob Lenker fest genug

Jan hat nicht behauptet, er würde es nicht glauben. Es gibt andere Gründe sowas sehen zu wollen :lol:
 
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Aber keine Sorge: Der Lenker rutscht vielleicht 1 oder 2cm nach unten, danach hält er erst einmal wieder durch die Reibkräfte. Ist also kein nennenswertes Sicherheitsrisiko, zeigt nur, dass du ihn zuvor eben doch nicht fest genug angezogen hast.

Richtig, genauso ist es und habe das gerade mit neu aufgebautem Rad so erlebt.....hatte eh Werkzeug dabei, um auf eventuelle Schraubaktionen vorbereitet zu sein und somit war das kein Problem.
Ich habe es beim stärkeren bremsen festgestellt ...auf einmal dreht sich der Lenker etwas in meine Richtung, komisches Gefühl, aber nicht weiter gefährlich. (übrigends so in etwa 1 - 2 cm.....)

Gruss Horst
 
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Wenn es ein Vorbau ist mit geteilter Klemmung und 4 Schrauben, dann reichen 4Nm. Ich denke das auch viel kaputt geht durch falsche Drehmomentangaben.
 
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Naja der Hersteller wird sicherlich keine falschen Drehmomentangaben angeben. Wenn man pauschale Tabellen nimmt, wie vom ADFC könnte es Probleme geben, aber die sind ja auch pauschal und nicht empfehlenswert.
 
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Ich habe es beim stärkeren bremsen festgestellt ...auf einmal dreht sich der Lenker etwas in meine Richtung,

Also ... beim stärkeren Bremsen? Dann war er aber schon ziemlick locker. "In meine Richtung" heißt wohl, dreht sich im gleichen Sinn wie die Räder, oder? Andersherum wäre komisch, weil der Hebel ja gerade in Laufrichtung der Räder wirkt.

Bei mir war es manchmal auch so, dass das unmerklich über mehrere km passierte (offenbar bei jedem stärkeren Schlag so 2mm). Am Ende habe ich mich dann über die seltsame Sitzposition gewundert :)

Elmar
 
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Die meisten Probleme vorn kommen daher, dass sich die meisten Leute schlicht schwer damit tun, sich in den vom Hersteller angegebenen Drehmomenten zu bewegen.
Ich werde zwar nie verstehen, was daran so schwer ist, aber es ist eben so.

Wenn man zu fest anknallt, was meistens getan wird, kann halt der Lenker kaputt gehen oder die Schrauben. Bei zu lockerem Anziehen kann sich der Lenker plötzlich lösen und wegrutschen.
Auch beliebt ist das Fetten im Bereich der Klemmung, was die Hersteller einheitlich auch "verbieten".

Also - einfach an die Regeln halten und fertig.


Wenn da steht 6.2Nm (aktuell bei mir am MTB) zieht man mit 6Nm an (die Kommazahl kann man gerade sein lassen). Wenn da steht 6.1 bis 7.5 zieht man halt mit 7Nm an.

Wieso vertrauen die meisten ihrem Hersteller nicht? Die Ingenieure haben sich darüber Gedanken gemacht, wieso weshalb warum.

Wohlbemerkt sollte man die Herstellerangaben für das jeweilige Modell beachten, und nicht auf pauschale Tabellen zurückgreifen, die man vom Hinz oder Kunz irgendwo im Netz getroffen hat.
 
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Naja der Hersteller wird sicherlich keine falschen Drehmomentangaben angeben. Wenn man pauschale Tabellen nimmt, wie vom ADFC könnte es Probleme geben, aber die sind ja auch pauschal und nicht empfehlenswert.

Falsch direkt nicht aber wenn an der Lenkerklemmung vom Vorbau 7Nm draufstehen, wer sagt denn das der Lenker soviel aushält und das überhaupt soviel notwendig ist? Es sind immer Maximalangaben!

Manchmal sind die Angaben knapp unter Zerstörungsgrenze (wer da noch einen ungenauen Drehmomentschlüssel hat!) oder sogar darüber (Ritchey).

siehe hier:
http://content.delius-klasing.de/interfaces/payment/?id=178
 
AW: Wie prüfen, ob Lenker fest genug

Falsch direkt nicht aber wenn an der Lenkerklemmung vom Vorbau 7Nm draufstehen, wer sagt denn das der Lenker soviel aushält und das überhaupt soviel notwendig ist? Es sind immer Maximalangaben!

Manchmal sind die Angaben knapp unter Zerstörungsgrenze (wer da noch einen ungenauen Drehmomentschlüssel hat!) oder sogar darüber (Ritchey).

siehe hier:
http://content.delius-klasing.de/interfaces/payment/?id=178

Wie die Tour rät:

Aus diesem Grunde fahre ich prinzipiell NUR Vorbauten und Lenker vom gleichen Hersteller und gleicher Baureihe. Beispielsweise am MTB Race Face Deus XC - wenn der Lenker dann die Vorbau-Vorgabe nicht hält, weiß ich auch nicht.

Also immerhin hab ich mal mit erlebt, wie einem Fahrer beim "Reißen" am Lenker im Wiegetritt das Ding seitlich schön rausflutschte. Warum? Weil es nicht ordnungsgemäß geklemmt war, statt mit 6Nm nur mit 3Nm, weil der Fahrer meinte, dass das reicht, tja. Das kann halt zu wenig sein, am Montageständer mag es halten, da hält meine Kurbel auch mit 10Nm, aber in der Praxis brauchts halt dann doch 45Nm ;)

Beim Lenker sollte man sich an die Herstellerangabe halten. Auch ein Grund, wieso ich keine Carbonlenker kombiniere, von denen ich nicht weiß, wieviel sie aushalten.

Das Rantasten ist ok, wenn ich aber eine Spanne von 6,2 bis 7,5 habe, halte ich es extrem gewagt, bei 3Nm aufzuhören. Das ist immerhin mehr als das doppelte unter dem angegebenen Maximaldrehmoment. Wenn ich dem Hersteller nicht traue, dann lasse ich die Finger von ihm ;) und kauf mir ein anderes Modell.
 
AW: Wie prüfen, ob Lenker fest genug

Ritchey hats bewiesen, die haben 8.8Nm zum Lenker angegeben und später das auf 5Nm zum Lenker und Gabel revidiert. Siehe Tourtest, da sind am Gabelschaft irrwitzige 14.7Nm angegeben. Bei den Italienern ists ähnlich, deswegen ist da Vorsicht angesagt.

Das ein Lenker seitlich rausrutscht bevor er sich nicht nach oben oder unten dreht, kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
 
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Ich verstehe deine Ansicht durchaus, bei mir am Scott Vorbau steht auch dran 12Nm, persönlich ist mir das zu heftig.

Aber .... Rantasten ist mir persönlich auch zu kritisch. Für gewöhnlich halte ich es so, dass ich wenn ich mir unsicher bin, etwas unter dem angegebenen Drehmoment bleibe. Wenn das Ding reißt, dann kann ich mich immerhin an den Hersteller halten.

Ich kann nicht garantieren, dass ich Schrauben am Vorbau per hand so gleichmäßig anziehen kann, dass ich hinterher auf allen die gleiche Klemmung habe. Abgesehen davon walten halt beim Fahren ganz andere Kräfte, als am Montageständer oder im Hof beim Testen. Wenn ich eindeutige Angaben habe, dann halte ich mich meist exakt dran. Kommen sie mir zu hoch vor, bleib ich ein wenig darunter. Wenn ich Spannen habe, bleib ich häufig im Mittelwert oder bei der unteren Angabe.

Grundsätzlich ist es leider nicht so leicht, Denken ist auch mit Drehmomentschlüssel gefragt.

Zugegeben schwimmt bei einigen Bauteilen insbesondere im Vorbau/Lenker bei mir nie die absolute Sicherheit mit.
 
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Was mich an dem Test in der Tat beunruhigt ist, dass selbst Syntace deutlich mit den Drehmomenten übertreibt - zwar wird das von der Tour (wie fast immer, wenn was von Syntace getestet wird :eyes) ziemlich stark heruntergespielt aber 2Nm versus 8Nm ... wenns bei 2Nm bereits sicher klemmt, braucht Syntace da normal keine 8 Nm draufschreiben. Die Werte weichen auch extrem ab und gerade Syntace ist ja nun eigentlich bekannt dafür, dass man den hauseigenen Drehmomentschlüssel verwenden sollte, um sicher zu gehen. Wird sogar im Lehrvideo gezeigt.
 
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Ich kann mir nicht so recht vorstellen das der Vorbau mit 2Nm an einem Carbonschaft hält ohne Montagepaste. Ich dachte Anfangs schon die haben die Werte von Lenker und Gabel vertauscht. Ein Problem am Gabelschaft ist nämlich immer das der Vorbau nach einer Weile nach oben wandert und der Steuersatz dann locker ist.
 
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Wenn ich sehe, wie die Tour prüft, ob ein Lenker fest ist, dann hab ich halt immer meine Zweifel, ob ich das als Privatmann auch kann. 60Nm oder gar 90Nm per Hand am Lenker zerren und einschätzen - ok das sind jetzt 60Nm .... naja. Aus dem Grund verlass ich mich gern auf Drehmomente, wenigstens so halbwegs. Wenn es sich im Rahmen hält und 6Nm oder 4Nm am Vorbau sind, zieh ich da normal durchaus auch an, aber wenn es 20Nm sein sollen, werd ich da auch stuzig. Dann hilft auch nur "raten".
 
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In der Tat ist es etwas schwierig, wenn man Drehmomentbandbreiten hat. Persönlich würde ich keinesfalls das Maximum nehmen, sondern "wenn überhaupt, den Mittelwert". Ich hab am Mountainbike mal einen Lenker gehabt, der 6 bis 8 Nm hatte. Ich hab erst 4 Nm angezogen und geschaut, wie sich das ganze verhält, dann bin ich auf 5,8 Nm hochgegangen.

Ich war mir auch nicht sicher, aber wenn es mit weniger hält, ist es natürlich immer gut. Man sollte stets beachten, um welche Klemmverbindung es sich handelt.

Alu auf einen Stahlschaft dürfte deutlich mehr vertragen, als die vordere Lenkerklemmung.

Konkret empfehle ich hier erstmal das Anziehen der Schrauben auf 3,4, oder 5Nm, also schön gleichmäßig über Kreuz und dann den unteren Wert der Bandbreite. Erst wenn es dann noch immer nicht hält, weiter vorgehen. Vorbauten halten meistens schon mit 5Nm bei schlechter Klemmung auch mit 6Nm. Allein bei Carbon gilt obige Faustformel bei mir nicht.
 
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