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Umwerfer, dringend Hilfe benötigt

Klappstuhl

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Hallo liebe Rennradfreunde, ich brauche dringend eure Hilfe.
Mein Umwerfer schleift an der Kette, und da ich eine absolute Null bin was Technik angeht und auch noch relativ neu in der Radszene Unterwegs bin, brauch ich eure Hilfe und bin für jeden Beitrag dankbar.
Habe schon auf einer Website geguckt aber irgendwie habe ich das nicht so recht verstanden. (Mögt mich jetzt für dumm halten, aber dass ist mit in dem Fall egal ;))
Also, es ist echt wichtig da ich morgen eine Tour geplant hatte.

Vielen dank schonmal und schönes Wochenende.


(PS: hier noch ein Bild falls es euch helfen sollte. Auf der linken Seite schleift es.)
 

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Hallo,
wenn weder Ahnung noch Werkzeug vorhanden ist, kann es schon helfen, den Schaltzug strammer ein zu stellen.
Manchmal rückt so der Umwerfer auch die nötigen 2-3 Zehntelmillimeter weniger raus. Dazu die Schraube circa 1/4 bis 1/2 Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn am Unterrohr rausdrehen.

Ansonsten gibts es zu beachten, wenn ein Kreuzschlitzschraubendreher vorhanden ist:
- wird der Umwerfer von oben (Schraube H ist näher am Sitzrohr) oder unten (Schraube H ist weiter weg vom Sitzrohr) angelenkt
- die zwei Schrauben mit L und H gekennzeichnet bestimmen den Anschlag des Umwerfer
- in deinem Fall interessiert die mit H gekennzeichnete

Die beiden Einstellschrauben sehen auf deinem Foto aber schon ziemlich weit rausgedreht aus, also kann es sein, das Sie gar nicht die Anschläge begrenzen, deßhalb oben genannter Tip.
Ansonsten mit Werkzeug die mit H gekennzeichnete Schraube, welche den äußeren Anschlag begrenzt, eine viertel bis halbe Umdrehung reindrehen, Probe fahren, mehrmals hoch und runter schalten ist sinnvoll nach jeder Einstellung.
 
Vielen dank für die Antworten, werde mal sehen was sich machen lässt. :)
Mmh, auf jeden Fall solltest du das alles mal ausprobieren. Einen wichtigen Hinweis haben die Vorredner allerdings vergessen: Wenn du eine Einstellung veränderst, solltest du sie wieder zurücknehmen, wenn es nicht funktioniert hat.

Ich schätze auch das Problem ein wenig anders ein: Das Bild sagt mir nämlich, daß die Kette, als es aufgenommen wurde, hinten auf einem großen Ritzel, also weit links lag. Ich denke, daß die Kette in der Stellung des Überwerfers nicht schleift, wenn du das allerkleinste Ritzel, also ganz rechts wählst. Probiere dies als allererstes mal aus.

Ist das Problem jetzt weg? Wenn nein, probiere jetzt den Rat von "laid-back" aus, allerdings hat er sich ein klein wenig vertan, es muß genau umgekehrt gemacht werden, der Zug muß ein wenig weniger stramm eingestellt werden, also die besagte Schraube am Unterrohr mit dem Uhrzeigersinn drehen.

Wenn das Problem beim Wechsel auf das kleinste Ritzel jedoch weg war, ist damit dein Grundproblem noch nicht beseitigt. Auch kann es passieren, daß das schleifen nach der o.g. Einstellung zwar beim kleinsten Ritzel weg ist, bei der wesentlich stärker nach links zeigenden Kette bei großen Ritzeln immernoch auftaucht.

Damit sind wir beim wesentlichen Punkt: du nutzt die technischen Voraussetzungen des Überwerfers nicht. Der Überwerfer hat eine Feineinstellung, d.h. er schaltet in einem Schritt nicht um den Abstand zwischen den beiden Kettenblättern, sondern etwa die Hälfte davon. Um es ein bischen verständlicher zu machen, erklär ich es mal ausführlich anhand der Einstellungen meines eigenen, die natürlich so nicht 1:1 auf deinen übertragbar ist:
Er hat 4 Stellungen:
  1. Die Kette liegt auf dem kleinen Blatt und hinten auf einem großen Ritzel, die Kette läuft einwandfrei. Schalte ich nun aber auf ein sehr kleines Ritzel, schleift die Kette am Überwerfer, weil sie jetzt schräg nach rechts verläuft. Also schalte ich auf ...
  2. Ich gebe einen kleinen Tick mit dem Überwerfer-Schalthebel, der Überwerfer bewegt sich dadurch soz. um einen "Halbschritt" nach links. Die Kette liegt jetzt immernoch sicher auf dem kleinen Blatt und schleift auch nicht.
  3. Um jetzt auf das große Blatt zu wechseln, muß ich wiederrum nur einen "Halbschritt" machen. An der Stelle liegt möglicherweise schon ein Teil des Problems: Wenn man sich nämlich angewöhnt hat, immer "kräftig reinzulangen" und dabei immer zwei Halbschritte macht, landet man in Stellung 4! Dies kann bei einer falschen Einstellung (d.h. das ganze ist einen Tick zu weit nach links (meist!) oder rechts verschoben) auch schwierig sein, weil der Schaltzug bereits zu stark oder zu wenig vorgespannt ist. Dann hilft nur das experimentieren mit der Schraube (s.o.).
    Stellung 3. ist nur optimal, falls die Kette auf großen Ritzeln liegt. Für Übersetzungen, bei denen die Kette auf dem großen Blatt liegt und auf einem kleinen Ritzel (rechts-rechts), verwendest du
  4. Dazu nochmal einen Tick mit dem Hebel geben, und damit einen weiteren Halbschritt nach rechts verschieben.
Kurz:
  • Für "Links-links" (=kleines Blatt, großes Ritzel) - Stellung 1
  • für "links-rechts" (=kleines Blatt, kleines Ritzel) - Stellung 2
  • für "rechts-links" (=großes Blatt, ...) - Stellung 3
  • für "rechts-rechts" - Stellung 4
Du must also beides rauskriegen: 1. richtig schalten 2. die entsprechende Einstellung vornehmen, damit die Kette auch tatsächlich immer auf dem richtigen Blatt landet und dort auch bleibt. Das erfordert ein bischen Geduld beim "Fummeln" mit der besagten Schraube am Unterrohr.
 
Mmh, auf jeden Fall solltest du das alles mal ausprobieren. Einen wichtigen Hinweis haben die Vorredner allerdings vergessen: Wenn du eine Einstellung veränderst, solltest du sie wieder zurücknehmen, wenn es nicht funktioniert hat.

Ich schätze auch das Problem ein wenig anders ein: Das Bild sagt mir nämlich, daß die Kette, als es aufgenommen wurde, hinten auf einem großen Ritzel, also weit links lag. Ich denke, daß die Kette in der Stellung des Überwerfers nicht schleift, wenn du das allerkleinste Ritzel, also ganz rechts wählst. Probiere dies als allererstes mal aus.

Ist das Problem jetzt weg? Wenn nein, probiere jetzt den Rat von "laid-back" aus, allerdings hat er sich ein klein wenig vertan, es muß genau umgekehrt gemacht werden, der Zug muß ein wenig weniger stramm eingestellt werden, also die besagte Schraube am Unterrohr mit dem Uhrzeigersinn drehen.

Wenn das Problem beim Wechsel auf das kleinste Ritzel jedoch weg war, ist damit dein Grundproblem noch nicht beseitigt. Auch kann es passieren, daß das schleifen nach der o.g. Einstellung zwar beim kleinsten Ritzel weg ist, bei der wesentlich stärker nach links zeigenden Kette bei großen Ritzeln immernoch auftaucht.

Damit sind wir beim wesentlichen Punkt: du nutzt die technischen Voraussetzungen des Überwerfers nicht. Der Überwerfer hat eine Feineinstellung, d.h. er schaltet in einem Schritt nicht um den Abstand zwischen den beiden Kettenblättern, sondern etwa die Hälfte davon. Um es ein bischen verständlicher zu machen, erklär ich es mal ausführlich anhand der Einstellungen meines eigenen, die natürlich so nicht 1:1 auf deinen übertragbar ist:
Er hat 4 Stellungen:
  1. Die Kette liegt auf dem kleinen Blatt und hinten auf einem großen Ritzel, die Kette läuft einwandfrei. Schalte ich nun aber auf ein sehr kleines Ritzel, schleift die Kette am Überwerfer, weil sie jetzt schräg nach rechts verläuft. Also schalte ich auf ...
  2. Ich gebe einen kleinen Tick mit dem Überwerfer-Schalthebel, der Überwerfer bewegt sich dadurch soz. um einen "Halbschritt" nach links. Die Kette liegt jetzt immernoch sicher auf dem kleinen Blatt und schleift auch nicht.
  3. Um jetzt auf das große Blatt zu wechseln, muß ich wiederrum nur einen "Halbschritt" machen. An der Stelle liegt möglicherweise schon ein Teil des Problems: Wenn man sich nämlich angewöhnt hat, immer "kräftig reinzulangen" und dabei immer zwei Halbschritte macht, landet man in Stellung 4! Dies kann bei einer falschen Einstellung (d.h. das ganze ist einen Tick zu weit nach links (meist!) oder rechts verschoben) auch schwierig sein, weil der Schaltzug bereits zu stark oder zu wenig vorgespannt ist. Dann hilft nur das experimentieren mit der Schraube (s.o.).
    Stellung 3. ist nur optimal, falls die Kette auf großen Ritzeln liegt. Für Übersetzungen, bei denen die Kette auf dem großen Blatt liegt und auf einem kleinen Ritzel (rechts-rechts), verwendest du
  4. Dazu nochmal einen Tick mit dem Hebel geben, und damit einen weiteren Halbschritt nach rechts verschieben.
Kurz:
  • Für "Links-links" (=kleines Blatt, großes Ritzel) - Stellung 1
  • für "links-rechts" (=kleines Blatt, kleines Ritzel) - Stellung 2
  • für "rechts-links" (=großes Blatt, ...) - Stellung 3
  • für "rechts-rechts" - Stellung 4
Du must also beides rauskriegen: 1. richtig schalten 2. die entsprechende Einstellung vornehmen, damit die Kette auch tatsächlich immer auf dem richtigen Blatt landet und dort auch bleibt. Das erfordert ein bischen Geduld beim "Fummeln" mit der besagten Schraube am Unterrohr.
Vielen dank für deine Ausführliche Antwort. Das Problem hat sich jetzt behoben und ich kann morgen eine schöne Tour fahren. Großes Danke :)
 
Hallo Leute,

Ich habe wohl das gleiche Problem. Habe aber meines Erachtens schon die oben beschriebenen Möglichkeiten ausprobiert und hänge nun ein wenig.

mein Problem ist , daß die Kette beim Schalten auf das kleine Blatt und das größte Ritzel innen ein wenig am linken Leitblech schleift. Ich habe an der Spannschraube des Zuges schon gedreht, der Umwerfer müsste meiner Meinung nach aber noch ein wenig mehr nach innen zurückgehen.
Wie kann ich es denn noch bewirken, dass der Umwerfer im kleinsten Gang innen nicht an der Kette schleift??
 
Die Zuganschlagschraube für die innere Position am Umwerfer so weit herausdrehen, dass bei größtem Ritzel / kleinstes Kettenblatt das Leitblech gerade so nicht schleift.
 
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