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Insolvenz beim Reifendruck-Pionier: Das Aus für Gravaa?

Ist wohl dem geschuldet, dass das außerhalb vom Rennen kaum einer braucht. Und selbst da ist es ja ein Nischenprodukt für extrem spezielle Rennen. Mir fällt da spontan nur Roubaix ein. Selbst bei Flandern, Strade Bianche oder Gravel-Rennen sieht man das Teil quasi nicht.
 
War es nicht so, das die Naben/Laufräder Visma oder Cervelo exklusiv waren? Falls ja, wohl nicht die beste Idee...
 
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War es nicht so, das die Naben/Laufräder Visma oder Cervelo exklusiv waren? Falls ja, wohl nicht die beste Idee...
Ne, die konnte man regulär als Händler kaufen.
Wir haben auch ein Set, weil uns die Technik interessierte.

Das projekt scheitert an der nötigen Skalierung. Sie kommen halt mit so kleinen interessierten Experten nicht auf die nötigen Stückzahlen um überhaupt erstmal Produktion und Entwicklung wirtschaftlich zum laufen zu bringen. Der Große Sprung in den OEM-Markt oder den breiten Profizirkus ist halt in der Kürze der Zeit nicht geschafft wurden. Offenbar ist hier einem Finanzier sehr früh das Geld ausgegangen.

Gruss, Felix
 
Nette Idee für bestimmte Rennen, wenn es auf jeden kleinen Vorteil ankommt, aber überflüssig für den normalen Radsportler. Technik-Freaks verlieren sich gerne in der Idee und stellen sich nicht die Frage, wieviele Leute das Produkt überhaupt kaufen würden. Gilt auch für andere Dinge, die bei RRN vorgestellt werden.
 
Immerhin haben sie anscheinend das Problem elektrisch steuerbares Ventil klein und leicht gelöst.

Meine "Erfindung" (Fantasie passt besser, weil eben dieses "wie" fehlt, und "Erfindung" ist es in meinen Augen sowieso erst wenn es umgesetzt ist) wäre ja im Hochprofil einen zusätzlichen Drucktorus zu haben und den Schlauch bzw TL-Reifen mittels eben dieser steuerbaren Ventile aus diesem Torus nachzufüllen. Torus muss eben gelegentlich mit dem Rennkompressor nachgeladen werden und wenn der auf 12 bar ist reicht das auch eine Weile. In echter (!) Torusform sollte das Mehrgewicht in Carbon auch denkbar gering ausfallen: man stelle sich einen Reifen vor bei dem das ganze Gummi sowie der/die/das Wulst weggelassen ist und man die verbleibenden Fasern durch viel leistungsfähigere ersetzt.

Edit: sehe gerade dass bei denen die Steuerventile ebenfalls in der Nabe sind, die Leitung entlang der Speiche steht wohl einfach nur 1:1 unter Reifendruck. Was noch ein wenig schade ist am gravaa-System: hätten sie nicht das elektrische aufladen ebenfalls an die Kupplung hängen können? Also quasi 'nen gaaanz kleinen Dynamo mit den Pumpen koppeln..

Aber letztendlich alles egal, Laufräder sind einfach viel zu emotional aufgeladen um da zusätzliche Features reinzubringen. Daran ist schon Powertap zugrunde gegangen.
 
Immerhin haben sie anscheinend das Problem elektrisch steuerbares Ventil klein und leicht gelöst.

Meine "Erfindung" (Fantasie passt besser, weil eben dieses "wie" fehlt, und "Erfindung" ist es in meinen Augen sowieso erst wenn es umgesetzt ist) wäre ja im Hochprofil einen zusätzlichen Drucktorus zu haben und den Schlauch bzw TL-Reifen mittels eben dieser steuerbaren Ventile aus diesem Torus nachzufüllen. Torus muss eben gelegentlich mit dem Rennkompressor nachgeladen werden und wenn der auf 12 bar ist reicht das auch eine Weile. In echter (!) Torusform sollte das Mehrgewicht in Carbon auch denkbar gering ausfallen: man stelle sich einen Reifen vor bei dem das ganze Gummi sowie der/die/das Wulst weggelassen ist und man die verbleibenden Fasern durch viel leistungsfähigere ersetzt.

Edit: sehe gerade dass bei denen die Steuerventile ebenfalls in der Nabe sind, die Leitung entlang der Speiche steht wohl einfach nur 1:1 unter Reifendruck. Was noch ein wenig schade ist am gravaa-System: hätten sie nicht das elektrische aufladen ebenfalls an die Kupplung hängen können? Also quasi 'nen gaaanz kleinen Dynamo mit den Pumpen koppeln..

Aber letztendlich alles egal, Laufräder sind einfach viel zu emotional aufgeladen um da zusätzliche Features reinzubringen. Daran ist schon Powertap zugrunde gegangen.
Powertap ist mit ihren leistungsmessenden Naben nicht wietergekommen, weil es dann zunehmend Pedal- und Kurbelbasierende Leistungsmesser gab, die günstiger, genauer oder leichter waren.

Das einzige andere Feature in der du eine Druckregulierung für unterwegs unterbringen kannst ist deine Trikottasche.

Gravaa hat stets das Problem, dass das System zu schwer (ca. 500gr mehr Gewicht) und zu teuer (ca. 3000€ für den Nabensatz alleine.)
Letzteres hätten sie über eine Skalierung mindern können, haben dafür aber keinen ausreichend großen Absatzpartner gefunden. Es ist auch davon auszugehen, dass das System mit entsprechendem Entwicklungsaufwand auch noch kleiner und leichter werden könnte.

Gruss, Felix
 
Gravaa hat stets das Problem, dass das System zu schwer (ca. 500gr mehr Gewicht) und zu teuer (ca. 3000€ für den Nabensatz alleine.)
Die proprietären Bremsscheiben fehlen in der Aufzählung.
Und vielleicht war es für einige auch ein Gegenargument, dass man für Einstellungen schon wieder das Smartphone und eine App benötigt hat.

P.S.
An die Redaktion: als „Reifendruck-Pionier“ am Fahrrad würde ich Adaptec betrachten. Über die wurde schon 2012 berichtet. Das wurde halt damals noch konventionell über die Achse und Drehdurchführung gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die proprietären Bremsscheiben fehlen in der Aufzählung.
Das stimmt, hier müssen eigene Scheiben verbaut werden.
Und vielleicht war es für einige auch ein Gegenargument, dass man für Einstellungen schon wieder das Smartphone und eine App benötigt hat.
Das stimmt nur bedingt. In der basiskonfiguration bei der nur Druck abgelassen oder aufgebaut werden soll, geht das auch ohne Smartphone und App. Diese wird nur benötigt, wenn man Presets will um dann mit nur einem Klick zwischen zwei voreingestellten Drücken zu springen.

Gruss, Felix
 
Wird es dann wohl bald auf Aliexpress geben.
ganz bestimmt nicht!
1) fake gibt es primär bei Dingen, die eher einfach herzustellen sind, wie Ketten
2) schon jetzt findet man da eher wenig Nischenprodukte
3) der business case ist schlicht nicht gegeben - wie schon andere darlegten, ist das ein Produkt, was nur in ganz ganz bestimmten Fällen seine Daseinsberechtigung haben mag. Wenn ich im Gelände weniger Druck/mehr Traktion will, steige ich kurz ab. Bei Wechsel zurück auf Straße das Gleiche. Niemals käme ich auf den Gedanken, mir für die paar Tage im Jahr, wo ich von so etwas Gebrauch machen könnte, entweder ständig einen unnötig schweren LRS zu fahren, oder für die wenigen Fälle gar einen weiteren LRS vorzuhalten.
 
Powertap ist mit ihren leistungsmessenden Naben nicht wietergekommen, weil es dann zunehmend Pedal- und Kurbelbasierende Leistungsmesser gab, die günstiger, genauer oder leichter waren.
Würde eher sagen, deren nabenbasierte CycleOps Powermeter waren am Ende ausentwickelt (sprich technisch ausgereizt).
Und als die pedalbasierten Powermeter auf den Markt kamen, hat Saris/Powertab sich mit o-synce zusammengetan und deren bereits in der Entwicklung fortgeschrittenen pedalbasierten Powermeter zu Ende entwickelt und dann auch auf den Markt gebracht (P1/P2 Pedale).

Allerdings waren sie wohl etwas zu spät und dann ist es halt sehr schwer, die neuen Platzhirsche in dem Segment aufzumischen, selbst wenn man einen guten Ruf wie Powertap hatte. Dass es Zeit für einen Technologiewechsel war, hatten sie wohl erkannt, aber wie immer gilt, wer zu spät kommt...
 
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