Steckachse oder Schnellspanner

Dieses Thema im Forum "Cyclocross Technik" wurde erstellt von Salzbutter, 5 Dezember 2017.

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  1. Crocodillo

    Crocodillo reißt die Klappe weit auf

    Registriert seit:
    29 Juni 2010
    Beiträge:
    5.975
    Solange der Crosser nur artgerecht im Gelände bewegt wird, reichen auch Cantis. Bei der ersten Passabfahrt imn Regen ist man für Scheibenbremsen dankbar. Mindestens mechanisch, besser hydraulisch. Und wenn die Bremse nach dem Radeinbau schleift, findet man Steckachsen nicht schlecht. Klar, man braucht das alles nicht unbedingt, aber wenn man die Wahl hat, ist es doch nett.
     
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  3. andreas s

    andreas s bewegt ein(en) Ti-ger

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    Beiträge:
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    ... öffnet man den Schnellspanner nochmals, lässt das Rad bis zum Anschlag in die Ausfaller gleiten und schließt den Schnellspanner wieder und freut sich über eine schleiffreie Bremse.
     
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  4. hawiro

    hawiro Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7 August 2011
    Beiträge:
    600
    ... und hetzt dann dem Fahrer hinterher, der sich dank Steckachsen diese zusätzliche Aktion gespart und deswegen schon ein paar hundert Meter Vorsprung hat. :D
     
  5. Powerhouse

    Powerhouse Aktives Mitglied

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    Beiträge:
    263
    Ich habe sowohl an meinem Stahl-MTB wie auch an meinem Crosser Schnellspanner mit Scheibe. Das Ganze läuft völlig Stressfrei. Du kannst bedenkenlos zuschlagen.
     
  6. Salzbutter

    Salzbutter Neuer Benutzer

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    18
    Danke für eure interessanten Ausführungen.

    Ich habe mich letztendlich für ein 2016er Stevens Vapor mit Schnellspannern entschieden. Die originalen Schnellspanner habe ich gleich durch Pitlocks ersetzt. Die erste Ausfahrt heute hat schon Fall viel Spaß gemacht, kein Quietschen oder ähnliches. Ich bin mit den Schnellspannern zufrieden.
     
  7. Dave Mumpitz

    Dave Mumpitz Wa wa... was ist denn?

    Registriert seit:
    20 November 2014
    Beiträge:
    110
    Hi, da schalte ich mich mal mit drauf... Also ich habe ein Vapor mit Schnellspannern und Hydro-Disc und überlege gerade auf einen Carbon-Rahmen zu wechseln. Dort will ich dann alle Vaporteile anschrauben. Leider haben die neuen Modelle meist nur Steckachsaufnahmen und ich möchte eigentlich meinen LRS (Novatec Light Naben und H+Son Archetype mit Schnellspanner) weiterfahren.
    Gibt es die Möglichkeit die Naben auf Steckachse umzurüsten, oder irgendwelche Adapter für Rahmen und Gabel, um mit Schnellspannern fahren zu können? Viele Grüße, Dave
     
  8. peddarson

    peddarson MItglied

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    14 April 2017
    Beiträge:
    72
    Also so weit ich weiss, gibt es bei novatec Adapter. Da sind die enden lediglich aufgesteckt. Frage doch einfach mal bei einem laufradbauer an.
     
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  9. xdriver

    xdriver Neuer Benutzer

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    Adapter gibt es mittlerweile für alle Durchmesser und allen Spannsystemen....
    Wirkliche Nachteile kann und konnte ich mit meinen 88 kg am QR9 keine Feststellen bzw. Spüren. RR / CX & MTB ist alles noch QR9 und Tune DC14, einzig am RR musste ich hinten auf einen Stabilere Spanner umrüsten...
    Ich habe mir vor kurzem erst einen neuen LRS für Schnellspanner (5 (QR9) x 100/135 machen lassen.

    Also machst Du mMn mit Schnellspannern gar nichts falsch ;-)
     
  10. xdriver

    xdriver Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    26 November 2012
    Beiträge:
    17
    NOVATEC Umrüstkit auf 15 mm Steckachse QR15

    https://r2-bike.com/NOVATEC-Umruestkit-auf-15-mm-Steckachse-QR15
     
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  11. Flat Eric

    Flat Eric Stradivari der A....geigen

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    27 August 2012
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    5.817
    Schnellspanner sind erfunden für einen schnellen Radwechsel im Pannenfall , mehr nicht .
    Es ist m.E. völlig egal welche Mimik die Klemmkraft für das Rad in den Ausfallern hält , Muttern oder Exzenter .
    Die Klemmkraft muss nur genügen .
     
  12. xdriver

    xdriver Neuer Benutzer

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    17
    Absolut
     
  13. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    2.193
    Schön wäre es, wenn es so einfach wäre, ist es aber leider nicht.
    Besonders schlimm ist es, wenn die Anschlagsfläche(mutter) der Naben nicht rund ist.
    Auch ein unterschiedlich festes Schließen des Schnellspanners führt zu einer anderen Lage der Bremsscheibe zu Gabel/Bremssattel.
    Das System Bremsscheibe ist hier noch deutlich penibler einzustellen als Mini-Vs.

    Mensch, was bin ich froh am Randonneur (nach Diskerfahrungen am, CX - jedoch mechanisch) dann doch klassische lange Rennbremsen genommen zu haben. Bremsentechnik kann so herrlich unkompliziert sein. Keine nervigen Einstellungen, keine verzogenen Scheiben, kein nerviges Schleifen im Wiegetritt, kein Bremsstottern, kein Gequietsche ...
    Vielleicht würde mein Urteil anders ausfallen, wenn ich in den Bergen wohnen würde. So im platten bis leicht hügeligen Land und gelegentlichen Ausflügen ins Gebirge bin ich mit Felgenbremsen deutlich zufriedener.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Dezember 2017
  14. andreas s

    andreas s bewegt ein(en) Ti-ger

    Registriert seit:
    27 Dezember 2008
    Beiträge:
    4.978
    Du irrst! Es ist exakt so einfach, wie ich beschrieben habe.
    Es gibt allerdings eine Voraussetzung, dass meine oben beschriebene Methode funktioniert. Die Ausfallenden müssen ausreichend genau gearbeitet und ausgerichtet sein. Das ist bei Rädern über Baumarktniveau meist der Fall. Bei schlecht gearbeiteten Ausfallenden kann ein Rad mit der Achse am Anschlag liegend tatsächlich schief mit allen negativen Begleiterscheinungen für eine Scheiben- oder Felgenbremse in Rahmen oder Gabel hängen.
     
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  15. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    2.193
    Hatte/Habe 3 Gabel *1, alle das selbe Problem unter den besagten Voraussetzungen.

    Solche Abschlussmuttern sind jedenfalls ungünstig für eine definierte Einbaulage

    https://www.bike24.de/i/p/1/0/65001_01_c.jpg

    Trotzdem, am besten funktioniert es noch beim Dynamo-Vorderrad, weil ich durch den Stromanschluss fast immmer die gleiche Einbaulage habe.
    Bei den anderen Laufrädern mit nicht-runder Anschlagsfläche der Nabe zu den Ausfallenden drehe ich so lange die Achse bis es halbwegs passt.
    Einfach rein auf Anschlag der Gabel führt zu so unterschiedlichen Ergebnissen, dass ich teils schon den Bremssattel hätte neu ausrichten müssen, weil der Verstellbereich der Pads nicht ausreicht.

    Am besten funktioniert es noch mit einem XT Hinterrad am Rahmen meiner Lebensgefährtin. Dort ist die Abschluss(Konnter)mutter zum Ausfallende aber komplett rund.

    Disk zu fahren ist leider mit Nachteilen für Fahrer mit geringem Budget behaftet. Es gibt die besagten technischen Probleme und bei günstigen Kompletträdern handelt man sich locker 1 kg Mehrgewicht ein.
    Mein Hoffnung war es damals weniger Verschleiß zu haben, aber jede Saison, trotz diversen Umbauten/Neueinstellungen, verleidet einem das elendige Bremsrubbeln an der Gabel das definierte Anbremsen in den Kurven.
    Und ja, auch Radwechsel und damit Wechsel der Reibpartner (Scheiben) führen immer wieder zu den besagten Problemen. Diesen Ärger hatte ich mit Mini-Vs an der Front nicht (natürlich, wenn man eine einheitliche Felgenbreite [bei mir 19,5 bis 21 mm außen] fuhr).

    *1

    Eine davon [wie du weißt], die Kinesis Crosslight, hat den Dienst bald mit einem Riss an der Schweißnaht Gabelholm/Diskaufnahme den Dienst quittiert. Davor gab es mit der Mini-V an ein und der selben Gabel keine Probleme (außer, dass die Gabel, wie wohl alle halbwegs günstigen Diskgabeln, durch eine größere Steife die Handgelenke/Schultern und auch Vorbauten und Lenker mehr fordert.).
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Dezember 2017
  16. DerBergschreck

    DerBergschreck Aktives Mitglied

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    1.587
    2019 soll ja 14/100 ganz gross rauskommen - um dann 2023 durch das revolutionäre 16/100 ersetzt zu werden.
    Und niemand wird dann mehr nachvollziehen können, wie man damals überhaupt mit *Schnellspannern*:eek: fahren konnte ohne dass das Rad nach 100 m kollabierte.
     
  17. Thomthom

    Thomthom Kugelblitz

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    9 Mai 2007
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    9.537
    Shimano hatte zwischendurch Truaxle-Steckachsen in 8mm/100mm Einbaumaß,nur an ,nicht mehr lieferbaren ,RST-Gabeln zu verbauen.
     
  18. talybont

    talybont Rheinländer im Exil

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    26 Februar 2004
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    Im direkten Vergleich sind Schnellspanner schon schlechter als Pitlocks, die fester und definierter angezogen werden können. Nutze die Kombination aus Disc und Pitlock seit drei Jahren am Rove AL mit zwei LRS, da schleift beim Wiedereinbau der LR nichts.

    Seit vier Monaten habe ich kpl. auf Disc umgerüstet (bis auf Altmetall), und auch das günstige Diverge macht mit zwei LRS und simpler Tektro-Disc keine Probleme. Da kann keine Canti oder Mini-V gegen anstinken, zu keiner Zeit (und ich bin TRP 8.4 gefahren). In Verbindung mit der Steckachse schleift auch nichts beim Wiedereinbau. Man muss halt beide LRS exakt ausrichten, was den Scheibensitz auf der Nabe angeht.
     
  19. zollstock

    zollstock Aktives Mitglied

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    Die sehen ja interessant aus. Damit habe ich einen Kandidaten um meine Hinterachse zu ersetzen :)
     
  20. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    2.193
    @talybont

    Beim fester Anziehen muss man, je nach Nabentyp, auch beachten, die Lager nicht zu verspannen.

    Wobei die Shimano Spanner (im Vergleich zu vielen anderen) schon ordentlich Power (glaube bis um die 8000 N) haben - natürlich werden sie durch Pitlocks und Derivate (wo geschraubt wird) nochmals getopt. Die günstigen "Schnellspanner" von Mounty/Contec/Trans-X (welche man mit einem 5 oder 6 Kant [Inbus] schließt) bringen wohl um 10000 N.

    Die genannten Werte stammen aus einem Test von um die Jahrtausendwende.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Januar 2018 um 15:52 Uhr
  21. zollstock

    zollstock Aktives Mitglied

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    Gibt es da eine Faustregel o.ä. wie stark man seine Schnellspanner anziehen sollte?