• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Sind mechanische Scheibenbremsen brauchbar?

Scar

Aktives Mitglied
Registriert
22 Januar 2023
Beiträge
236
Reaktionspunkte
84
Hallo,

ich suche gerade ein günstiges Gravel Bike welches als Ersatz für das Uralt Mountainbike meiner Freundin dienen soll. Es muss nichts besonders können und soll als Pendelrad oder auch kurze Touren dienen.

Nun habe ich das Cube Nuroad Pro gefunden welches 1200€ kosten soll. Die Komponenten sind soweit in Ordnung für den Preis nur habe ich keinerlei Erfahrung mit der Mechanischen Scheibenbremse. (TRP Spyre MD-C610C).

Ist diese Bremse brauchbar oder denkt ihr wird man damit nicht glücklich?

Wie gesagt es geht hier um ein Alltagsrad mit nur etwa 150-200km Laufleistung im Monat.
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von sickgirl

Hilfreich
Zum Beitrag springen →
Hilfreichster Beitrag geschrieben von sickgirl

Hilfreich
Zum Beitrag springen →
Hallo,

ich suche gerade ein günstiges Gravel Bike welches als Ersatz für das Uralt Mountainbike meiner Freundin dienen soll. Es muss nichts besonders können und soll als Pendelrad oder auch kurze Touren dienen.

Nun habe ich das Cube Nuroad Pro gefunden welches 1200€ kosten soll. Die Komponenten sind soweit in Ordnung für den Preis nur habe ich keinerlei Erfahrung mit der Mechanischen Scheibenbremse. (TRP Spyre MD-C610C).

Ist diese Bremse brauchbar oder denkt ihr wird man damit nicht glücklich?

Wie gesagt es geht hier um ein Alltagsrad mit nur etwa 150-200km Laufleistung im Monat.
Bei dem Anforderungsprofil reichen mechanische SBremsen aus. Später dann eventuell andere Beläge und wenn muss noch andere Scheiben. Alles gut eingestellt bremsen die auch ausreichend gut. Mein Stadtrad hat Felgenbremsen und es hält an wenn ich es will.
 
Mein Pendelcrosser hat auch mechanische Scheibenbremsen (BB7 an Ultegra). Das Ding hat jetzt schon ca. 12 Jahre und zigtausend Kilometer hinter sich und die Discs haben nie Probleme gemacht - was man von den hydraulischen Discs (shimano an ST-R785) an meinem neueren Gravelbike nicht behaupten kann. Da ist die vordere schon undicht.

Ich würde also für diesen Einsatzzweck die mechanischen sogar vorziehen.
 
Okay vielen Dank euch das klingt sehr gut.

Hätte auch nicht erwartet dass ein Markenhersteller was verbaut das zu Problemen führt, da wird heute bestellt.
 
Ja , warum nicht , es kommt nur auf das Übersetzungsverhältnis Hebel zu Kolben an , ob deine Handkraft per Öldruck oder per Bowdenzug übertragen wird ist ziemlich schnuppe , der Wirkungsgrad eines guten Zuges ist auch nahe eins , das eine Hydraulik das automatisch verbessert ist ein Laiengerücht .
Ich hatte mal ein Cannondale Alubomber mit mech. Discbremsen von Shimano und das bremste erste Sahne .
 
Musst halt regelmäßig die Beläge manuell nachstellen. Ich fand es auf Dauer nervig
Dafür musst die hydraulischen immer wieder entlüften - und das ist ne ganz schöne Sauerei und Zeitaufwändig.

Das nachstellen der mechanischen Discs geht ohne Werkzeug in ein paar Sekunden. Und lustigerweise musste ich in den 12 Jahren bisher erst 2x die Beläge nachstellen (und kein einziges Mal wechseln). Bei den Rädern mit Shimano-Disc musste ich im gleichen Zeitraum jedes schon mehrmals entlüften, obwohl ich mit denen viel weniger fahre.

Da gewinnt bei mir die mechanische Disc.
 
Bei der Fahrleistung hält sich das aber sicherlich im Rahmen. Bei meinen mechanischen hab ich nun nach 1300km das erste Mal nachgestellt.
Im Allwetterbetrieb war das bei mir eher die Hälfte.

Aber vielleicht war ich auch zu pingelig. Mich hat das extrem gestört wenn sich der Leerrweg spürbar verändert hat

Andere mache vielleicht erst was wenn sich die Hebel bis an den Lenker ziehen lassen
 
Dafür musst die hydraulischen immer wieder entlüften - und das ist ne ganz schöne Sauerei und Zeitaufwändig.

Das nachstellen der mechanischen Discs geht ohne Werkzeug in ein paar Sekunden. Und lustigerweise musste ich in den 12 Jahren bisher erst 2x die Beläge nachstellen (und kein einziges Mal wechseln). Bei den Rädern mit Shimano-Disc musste ich im gleichen Zeitraum jedes schon mehrmals entlüften, obwohl ich mit denen viel weniger fahre.

Da gewinnt bei mir die mechanische Disc.
Dann fährst du die falschen Hydraulischen Bremsen.

Bei meinen Mineralöl entlüften bei der Erstmontage, bei meiner Ekar war das sogar nicht notwendig und danach ist ruhe

Bei den DOT Bremsen halt alle zwei drei Jahr Bremsflüssigkeit tauschen.
 
Das Problem wird da ehr sein das der Sattel/Kolben fest wird wenn das bei jedem Wetter als Alltagsrad gefahren wird.
Ich fahr meins auch bei jedem Wetter als Alltagsrad (ist auch mein einziges mit festen Schutzblechen). Da war bisher noch kein Kolben fest. Das ist mir bisher nur bei meiner hydraulischen Formula Bremse passiert. Das Rad an dem die hängt, hab ich zugegebenermaßen aber auch in der Münchner Salzpampe bewegt die im Winter hier rumliegt.
 
Dann fährst du die falschen Hydraulischen Bremsen.

Bei meinen Mineralöl entlüften bei der Erstmontage, bei meiner Ekar war das sogar nicht notwendig und danach ist ruhe
Shimano XT, Shimano Zee, und Shimano 785er. Alle mit Mineralöl. Die mussten alle schonmal ran, die Zee bereits mehrfach. Von der ist auch eine bereits defekt, ebenso von der 785er. Und die sind grade mal halb so alt wie die BB7, die noch tut wie am ersten Tag.

Vielleicht habe ich ja nur Glück bzw. Pech, aber für mich stellt es sich halt so dar.

Die Magura MT-5, die ich mal hatte, war die einzige die ich nicht entlüften musste bevor ich den Bock verkauft habe.

Bei den DOT Bremsen halt alle zwei drei Jahr Bremsflüssigkeit tauschen.
Hatte ich bisher erst einmal, besagte Formula. Die musste ich aber erst einmal entlüften, danach war auch die kaputt und ich hab sie abgebaut und durch die XT ersetzt.
 
Ja , warum nicht , es kommt nur auf das Übersetzungsverhältnis Hebel zu Kolben an , ob deine Handkraft per Öldruck oder per Bowdenzug übertragen wird ist ziemlich schnuppe , der Wirkungsgrad eines guten Zuges ist auch nahe eins , das eine Hydraulik das automatisch verbessert ist ein Laiengerücht .
Ich hatte mal ein Cannondale Alubomber mit mech. Discbremsen von Shimano und das bremste erste Sahne .
Laiengerücht mitnichten – da das Routing der Züge gerade bei Rahmenaustritten oder Befestigungen kurz vor der Außenhüllenabstützung oft sehr unglücklich oder sagen wir nicht optimal ist, addieren sich da schon einige kurze/gegenläufige Bögen zusammen. DAS macht definitiv mehr Reibung als für die Funktion der mech. Disk hilfreich.
Aber Du hast recht, mechanische Bremsen können durchaus sehr gut funktionieren und perse schlecht würde ich sie nicht machen.
 
Ich fahre eine schöne Hope Mini Pro von 2008. Die bremst immer noch wie am ersten Tag. In der Zeit dreimal wegen Dot die Bremsflüssigkeit getauscht

Die Formula R0 hat auch ohne Probleme 8 Jahre funktioniert bis ich sie verkauft habe

Die Ekar jetzt 18 Monate alt, habe vor zwei Monaten hinten die Leitung nochmals gekürzt, selbst das ging ohne entlüften

Da haben mich die zwei mechanische Scheibenbremsen die ich hatte deutlich mehr Zeit gekostet

Bremsen tun die schon aber nach meiner Erfahrung brauchen die mehr Zuwendung
 
Hydraulische Bremsen lassen sich schon besser dosieren - das ist aber IMHO hauptsächlich Esoterik, in der Praxis fehlt mir bei der mechanischen nichts.

In der Theorie sind die hydraulischen Discs auch wartungsärmer, weil geschlossenes System. Bei den mechanischen Discs können theoretisch die Züge rosten, wenns bei Wind und Wetter draussen steht.

Meine Erfahrung ist halt leider genau andersrum. Mechanische Discs absolut wartungsfrei, hydraulische Discs haben immer nur Ärger, Aufwand und Defekte gebracht. Ist bei @sickgirl offenbar anders.

Also siehst Du: funktionieren kann beides.
 
Hydraulische Bremsen lassen sich schon besser dosieren - das ist aber IMHO hauptsächlich Esoterik, in der Praxis fehlt mir bei der mechanischen nichts.

In der Theorie sind die hydraulischen Discs auch wartungsärmer, weil geschlossenes System. Bei den mechanischen Discs können theoretisch die Züge rosten, wenns bei Wind und Wetter draussen steht.

Meine Erfahrung ist halt leider genau andersrum. Mechanische Discs absolut wartungsfrei, hydraulische Discs haben immer nur Ärger, Aufwand und Defekte gebracht. Ist bei @sickgirl offenbar anders.

Also siehst Du: funktionieren kann beides.
und auf welcher wundersame Weise stellen sich bei deinen mechanischen die Beläge nach?
 
Dafür musst die hydraulischen immer wieder entlüften - und das ist ne ganz schöne Sauerei und Zeitaufwändig
Das deckt sich nun ueberhaupt nicht mit meinen Erfahrungen. Und wenn, dann halt einfach einen Gummizug an den Griff und ueber Nacht stehen lassen. Das reicht eigentlich immer.
Bei den ersten MTB Bremsen kenne ich das auch noch, aber alles der letzten Jahre musste ich noch nie lueften und da sind schon ein paar dutzend Tausend km drauf.

Ich sass neulich kurz auf dem Cross Race Pro meines Schwiegervaters, der die Spyre dran hat.
Mal ganz ehrlich, zu sowas will ich wirklich nicht zurueck. Wozu soll ich Scheibe schleppen, wenn ich dann so ne Bremse habe, dann doch gleich ne V-Brake verbauen....
Das ist sehr viel naeher an meiner Felgenbremse mit Carbonrad als an meinen hydraulischen Scheiben. Zumal ich mich nur allzu gut erinnere, wie oft man diese Dinger reinigen muss und Zuege tauschen, kalibrieren sowieso, damit sie gut dosierbar bleiben. Ein klares "nein danke" meinerseits.

Und mal so, mein Radladen verlangt 25e fuer einen Oelwechsel, quasi das Gleiche qie fuer einmal Schlauch tauschen, wenn man sich da wirklich selbst zu schade fuer ist. Ist keine grosse Sache.
 
Zurück
Oben Unten