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Shimano 600 Nabe warten

gendreissig

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Hallo,

ich habe gerade, um sie zu warten, eine ältere 600er Hinterradnabe geöffnet (FH-6400). Dabei habe ich den Lagerkonus auf der Freilaufseite abgeschraubt und die Achse zur anderen Seite herausgezogen. Jetzt habe ich im Inet gelesen, dass man die Nabe nie von Freilaufseite aus öffnen sollte. Ich hatte keinen Konusschlüssel in passender Größe hier und konnte daher nicht die Kontermutter+ Konus von der Nichtfreilaufseite öffnen. Wie gehe ich jetzt am besten vor? Werde mir morgen einen passenden Konusschlüssel besorgen, nur weiß ich jetzt dummerweise nicht mehr, wie weit der Konus auf Freilaufseite auf die Achse geschraubt war,so dass ich dann wieder die Gleiche Länge Achse nach dem Konus habe wie vorher.

Wäre sehr dankbar über Antworten,

schönen Abend und Gruß


Börries
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

Moin,

nach getaner Arbeit müssen beide Achsenenden ungefähr gleich weit raus schauen. Dann passt das schon. Wenn Du den Konus so abbekommen hast, kannst Du ihn, sofern er sich sauber einstellen lässt, so auch wieder zusammenbauen. Wichtig ist nur, dass nach dem Einstellen des Lagerspiels noch ein minimales Spiel zu fühlen ist. Dies muss so winzig sein, dass es im eingebauten Zustand, bei geschlossen Schnellspanner, nicht mehr fühlbar ist. Bedarf vermutlich einiger Anläufe bis das passt.

Gruß k67
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

vielen dank für die antwort. Also, die Achse muss auf beiden Seiten gleich weit rausstehen, ok- darauf werde ich achten. Zum einstellen des Lagerspiels werde ich mir dennoch einen Konusschlüssel kaufen, ist dann einfacher. danke noch mal,

gruß


Börries
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

was ich mich dabei immer gefragt habe ist, wie das Spiel durch Schließen der Schnellspanner noch verringert werden kann. Die Muttern sitzen doch auf einer Schraubachse und sollten bei Druck doch nicht weiter nach innen wandern können.
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

Moin,

das sind 1/100 mm. Im Prinzip wird die Achse gestaucht und die Konen wandern weiter in die Nabe. Aber das ist echt miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinimal.

Gruß k67
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

Verfügt die Achse jedoch über eine Vollachse für Flügelmuttern oder Achsmuttern (wie sie auch heute noch bei Bahnrädern gebräuchlich sind) so muß die Achse spielfrei eingestellt werden, denn Vollachsen geben nicht dem Druck nach, den die Muttern auf sie ausüben. Wahrscheinlich würde sie sogar dem Druck einer Konstruktion widerstehen, die einem Schnellspanner ähnelt.

Wichtig ist, daß der Schnellspanner fest geschlossen wird, denn das hält nicht nur das Rad sicher in der Gabel, mehr noch wird die Achse so vor Verbiegung oder gar Bruch bewahrt.
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

Wenn du die falsche Seite aufgemacht hast, dann bau doch erstmal die Nabe wieder ordentlich zusammen. Dann kommt der richtige Überstand doch automatisch wieder zustande.
Aber mal ganz naïf gefragt: Was kann denn passieren, wenn man den Konus der Freilaufseite öffnet? Außer, dass die Kugeln rauskullern, natürlich ...
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

Verfügt die Achse jedoch über eine Vollachse für Flügelmuttern oder Achsmuttern (wie sie auch heute noch bei Bahnrädern gebräuchlich sind) so muß die Achse spielfrei eingestellt werden, denn Vollachsen geben nicht dem Druck nach, den die Muttern auf sie ausüben. Wahrscheinlich würde sie sogar dem Druck einer Konstruktion widerstehen, die einem Schnellspanner ähnelt.

Wichtig ist, daß der Schnellspanner fest geschlossen wird, denn das hält nicht nur das Rad sicher in der Gabel, mehr noch wird die Achse so vor Verbiegung oder gar Bruch bewahrt.

Ganz genau. Aber auf die Gefahr hin, abzudriften, mal eine ganz einfache Frage: Warum werden bei Bahnrennern Vollaxen verwendet und keine Spannaxen? Bei den Tretkräften, die da wirken, wäre das doch nur zu sinnvoll.
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

Ganz genau. Aber auf die Gefahr hin, abzudriften, mal eine ganz einfache Frage: Warum werden bei Bahnrennern Vollaxen verwendet und keine Spannaxen? Bei den Tretkräften, die da wirken, wäre das doch nur zu sinnvoll.

Gute Frage!

Neben traditionalistischem Beharren fällt mir eigentlich nur der Hauptunterschied ein, den das Bahnfahren von der Fahrt auf der Straße trennt: Den stärkeren Seitenbelastungen des Rades beim Fahren auf der Schräge (obwohl die Zentrifugalkraft dies doch wieder ausgleichen müßte, also nicht sicher hier). Vielleicht fürchtet man, daß bei nicht ausreichend geschlossenem Schnellspanner oder oder einer plötzlich nachgebenden Schnellspannerachse das Rad verloren geht oder daß die Seitkräfte ein solches Versagen bewirken könnten.

?
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

Ganz genau. Aber auf die Gefahr hin, abzudriften, mal eine ganz einfache Frage: Warum werden bei Bahnrennern Vollaxen verwendet und keine Spannaxen? Bei den Tretkräften, die da wirken, wäre das doch nur zu sinnvoll.

kann es sein, dass es bei horizontalen ausfallenden einfacher ist, das hinterrad mit muttern mittig einzubauen. man kann erst mal eine seite fixieren und dann die achse auf der anderen seite noch korrigierend verschieben, bis es mittig im rahmen sitzt. da bei schnellspannern ja immer beide seiten gleichzeitig gelöst sind, stelle ich mir das schwieriger vor.
 
AW: Shimano 600 Nabe warten

Oder weil man die Achsmuttern sehr fest anziehen kann, ohne dass es das Lagerspiel beeinflusst.

Es sind sogar im Bereich von 0,05-0,15mm die so ne Achse gestaucht wird wenn man den Schnellspanner/Spannachse gut fest anzieht. Der Konus sollte soviel Lagerspiel lassen, dass der Schnellspanner (mit ner vernünftigen Kraft geschlossen) das Spiel gerade so zum Verschwinden bringt. Hat man den geringst nötigen Druck, wo sich die Lagerflächen freuen. Der Punkt liegt innerhalb einer Umdrehung der Schnellspannermutter zwischen "mit Spiel" und "überspannt".

EDIT: Warum man es nicht auf Freilaufseite öffnet: Bei den vielen Naben ist da nur die Kontermutter, aber nicht der Konus gut zugänglich. Die Kontermutter kann man abschrauben durch Gegenhalten auf der anderen Seite, aber wenn man dann beim zusammenbau es einstellen will, muss man den Konus erreichen können. Lösung des Problems: Konterung von Konus und Kontermutter auf der anderen Seite lösen. Konus und Kontermutter auf Freilaufseite fest(!) kontern, und dann auf der anderen Seite Lagerspiel einstellen.

Aha, das klingt sinnvoll. Nun frag ich mich aber, warum man die zwei Seiten individuell festschrauben können muss. Bei horizontalen Ausfallenden einer Straßenmaschine muss mans doch auch nicht. Beim Lagerspiel ist es genauso. Wenn man bei einer Straßenmaschine das Zusammendrücken der Hohlaxe mit ins Lagerspiel einstellen muss, warum nicht auch auf der Bahn?
Der Faktor "Traditionalismus" der ja die UCI seit jeher charakterisiert, scheint auch hier mal wieder ausschlaggebend zu sein.
Übrigens hab ich bewusst nicht "Schnelspanner" geschrieben, sondern "Spannaxen". Man muss ja eine Hohlaxe nicht zwingend mit einem Schnellspannhebel spannen, was z.B. diese modernen Diebstahlsicherungen anschaulich demonstrieren.
 
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