Schwanger und Radfahren?

Dieses Thema im Forum "Ladies only!" wurde erstellt von mmoebiu3, 22 Februar 2016.

Willkommen! Registriere dich jetzt in der Rennrad-Community! Anmeldung und Nutzung sind kostenlos, die Anmeldung dauert nur ein paar Sekunden.
  1. mmoebiu3

    mmoebiu3 Beiseite ich komme!

    Registriert seit:
    9 September 2013
    Beiträge:
    233
    Hallo zusammen

    ich bin der Meinung das Thema gab es schonmal...finde es aber nicht mehr.

    Gibt es denn von Euch einige, die schwanger auch noch Rad gefahren sind? Wenn ja wie war das bei euch und wie habt Ihr das so gemacht?

    LG Melanie
     
  2. Rennrad-News.de Anzeige

  3. KLR

    KLR Guest

    Hallo mmoebiu3,

    als Mann kann ich nur dies beifügen:

    * Klick Sporthochschule Köln*

    Aus Gelesenem erinnere ich mich daran, dass Radfahren (in Maßen) OK wäre, Rennradfahren dagegen wegen der vorgebeugten Haltung nicht OK.

    Schöne Sschwangerschaftszeit...
    MfG
    KLR
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25 Februar 2016
  4. Onni

    Onni Watch out where the Huskys go

    Registriert seit:
    21 Oktober 2006
    Beiträge:
    6.914
  5. Thomthom

    Thomthom Kugelblitz

    Registriert seit:
    9 Mai 2007
    Beiträge:
    8.759
    Eine ehemalige Deutsche Meisterin ist noch im 8.Monat MTB-Rennen gefahren, der Sohn ist mittlerweile auch wieder Nationalfahrer...
    Empfehlen würde ich das aber nicht!
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Juli 2016
  6. bärbulon b

    bärbulon b Bergflitzer

    Registriert seit:
    24 Mai 2008
    Beiträge:
    1.783
    Die Empfehlung von meinem Gynäkologen war nicht aufs MTB zu steigen. Die Erschütterungen seien kontraproduktiv. Außerdem hält man eine zu große Körperspannung, das Kind braucht allerdings ja Platz im Bauch. Deswegen ab dem vierten Monat auch keine Sit-Ups mehr.
    Aufs RR und ein normales Rad hätte ich gedurft, allerdings haben da dann andere Gründe dagegen gesprochen.
    Nicht wirklich zu empfehlen ist Radeln mit Übelkeit ;), die wird davon nicht wirklich besser.
    Ich persönlich hab mich schon geärgert, dass ich jetzt seit fast einem Dreiviertel Jahr nicht mehr auf dem Rad saß, rückblickend ist es mir aber selten so gut gegangen, dass ich zu sportlichen Leistungen fähig gewesen wäre. Und die Unfallgefahr sollte man auch nicht unterschätzen.
    Mein Tip: Höre auf deinen Körper, der teilt dir recht deutlich mit was geht und was nicht. Und Radeln ist eben auch nicht alles :)
     
    Speedaholic gefällt das.
  7. grandsport

    grandsport fährt Rad

    Registriert seit:
    11 November 2010
    Beiträge:
    4.955
    Meine Frau ist bis wenige Tage vor der Geburt unseres ersten Kindes Rad gefahren. Allerdings Trekkingrad in eher aufrechter Haltung. Zur Haltung brauchte es auch keinen ärztlichen Rat, es war anders schlechterdings unmöglich. Fiel dann natürlich weniger unter "Sport", als vielmehr unter "Bewegung".
     
  8. kochlöffel

    kochlöffel Exilfischkopf

    Registriert seit:
    25 Oktober 2012
    Beiträge:
    259
    Ist das die, die ihrer Freundin versprechen musste nicht mit dem Rad zur Entbindung zu fahren?
     
  9. kochlöffel

    kochlöffel Exilfischkopf

    Registriert seit:
    25 Oktober 2012
    Beiträge:
    259
    Ach ne die war ja Weltmeisterin.
    [​IMG]
     
  10. Thomthom

    Thomthom Kugelblitz

    Registriert seit:
    9 Mai 2007
    Beiträge:
    8.759
    Wenn wir dieselbe meinen-die hat es ja doch getan?
     
  11. Thomthom

    Thomthom Kugelblitz

    Registriert seit:
    9 Mai 2007
    Beiträge:
    8.759
    [​IMG]

    Ach ne die war ja Weltmeisterin.[/QUOTE]
    Die Okupation endete am 8.5.1945,seitdem haben die wieder eigene nationale Meisterschaften.
     
    kochlöffel gefällt das.
  12. Veloma

    Veloma jetzt wieder schraubenlos

    Registriert seit:
    9 Mai 2013
    Beiträge:
    1.132
    Kann jetzt nicht aus eigener Erfahrung berichten. Aber....

    meine Freundin ist in der letzten Schwangerschaft bis relativ spät (ich weiss nicht _wie_ spät) ziemlich viel Mountainbike gefahren (RR ging dann nicht mehr wegen der Murmel), diesmal gings ihr schlechter, da war weniger drin, aber wir sind letztes WoE nochmal aufn "Hausberg", halt insgesamt nur noch 20 km und nur breite Waldwege + Asphalt, und nicht zu steil... und in 5 Wochen soll es soweit sein :)
    Sie fährt nicht mehr gerne Strasse (wegen des Risikos einer Kollision), und passt das Tempo entsprechend an. Trails fährt sie nicht mehr.
    Ich denke, man sollte einfach auf den eigenen Körper hören...
     
  13. Thomthom

    Thomthom Kugelblitz

    Registriert seit:
    9 Mai 2007
    Beiträge:
    8.759
    Eine unserer Teamfahrerinnen litt unter Formschwäche,als sie im 4-er Team Race across Amerika fuhr:
    anfang 3.Monat!
     
  14. __Stefan__

    __Stefan__ Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16 Februar 2010
    Beiträge:
    117
    Meine Frau ist bei allen Kindern (3 Stück, einmal Zwillinge) noch so im etwa 3. Monat ihren traditionellen Damen-MTB-Alpencross gefahren. Bis so zum 6-7. Monat ist sie hier noch so mit dem Bike auf den Berg, danach war es dann zu mühsam, ging dann nicht mehr. Sie brauchte immer einige Zeit, bis sie das einsehen konnte.
     
  15. La Celestina

    La Celestina I believe I can fly

    Registriert seit:
    7 April 2008
    Beiträge:
    1.181
    Um mal nicht nur vom Hörensagen zu berichten: Ich bin in beiden Schwangerschaften so lange weiter Rad gefahren, wie es irgend ging, so bis etwa 6 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin - mit dem RR, später dann, wegen der aufrechteren Sitzhaltung, Crosser. Irgendwann waren sich nämlich Sattelnase und Bauch doch etwas im Weg. Irgendwann sieht es sehr lustig aus. Wegen des Bauches und der Symphysenlockerung hockt frau schließlich recht froschbeinig auf dem Rad. Frau sollte also den Druck auf dem Pedal etwas dem Kniewohl anpassen.

    Meine Gyn hatte mir zwar umgehend nach Feststellung der Schwangerschaft nahegelegt, sofort mein genetisches Thromboserisiko feststellen zu lassen (seltsamer Weise hat sie mir vorher jahrelang die Pille verschrieben, ohne sich besonders um eben dieses dann ja gesteigerte Risiko zu scheren), bei der Erwähnung von Sport hat sie aber direkt selber Herzklabastern bekommen. Was mich aber nicht abhielt und die Hebamme war da auch deutlich entspannter (im Wochenbett hat sie mir dann verraten, dass sie mal auf den RaAM trainiert hat - go figure).

    Für mich hat es sich sehr gelohnt, eine Pulsuhr zu haben. Da der Herzschlag des Fötus höher liegt, als der der Mutter, sollte man nicht zu lange in hohen Pulsbereichen fahren (als klassische Hochpulserin habe ich versucht, nicht länger als 10 Min. am Stück über 160 Schläge zu kommen). Dementsprechend sollte man auch die Strecken planen. Denn schon Autobahnbrücken können - dem erhöhten Blutvolumen sei Dank - ganz schön den Puls durch die Decke schießen.

    Distanzen und auch Untergrund haben sich schlicht im Verlauf der Schwangerschaft verändert. In den ersten Monaten war ich noch crossen - Down-hill mit dem MTB hätte ich vermutlich wegen der erhdöhten Sturzgefahr nicht gemacht. Das nicht zu tun, fällt einem in Berlin und Umland aber auch nicht schwer, eher das Gegenteil - aber querfeldein geht in vielen Fällen problemlos. Wenn es keine Hinweise auf Probleme gibt (Vorwehen z.B. oder andere Schmerzen oder vergangene Fehlgeburten), sollte das kein Problem sein. Ein Embryo fällt nicht einfach aus der Gebährmutter, nur weil es etwas rüttelt. Wem da der Arsch auf Grundeis geht, sollte es einfach lassen. Die Schwangerschaft ist nicht die Zeit, gegen den inneren Schweinehund zu kämpfen und frau sollte das vielleicht nicht in der Schwangerschaft anfangen. Auf's eigene Gefühl hören ist da alles.
    So ab dem 5-6 Monat war es damit bei mir z.B. vorbei, denn dann wurde jeder Stoß unangenehm. Babypopo-Asphalt hatte plötzlich tatsächlich eine Existenzberechtigung.

    Die Umfänge der Runden haben sich genauso "natürlich" reguliert. So schnell wie das Gewicht in der Schwangerschaft steigt, kann keine Rückenmuskulatur sich mitentwickeln. Irgendwann waren alle Tourenlängen >60 km nur unter viehischen Rückenschmerzen möglich. Dazu muss aber gesagt werden, ich fahre sonst auch gerne lange Touren, gerne auch mal 200+. Da kann frau also ggf. auch schon nach 40 km oder weniger scheitern.

    Letztendlich gilt in der Schwangerschaft mehr als sonst das, was sonst auch immer gelten sollte: auf das eigene Körpergefühl hören. Und im Gegensatz zu sonst: nicht versuchen, die eigenen Grenzen zu verschieben. Frau wird langsamer, die Strecken kürzer, weil der Körper irgendwann gar nicht mehr anders kann.

    Das ist auch eine gute Möglichkeit, um "abzutrainieren", denn die ersten Wochen nach der Geburt ist weder Radfahren noch Sex das größte Verlangen der Frau und wenn frau stillt auch nicht so viel Freiraum für längere Touren. Ich hatte beide Male richtig Entzugserscheinungen und unglaubliche Glücksgefühle, als ich nach einigen Wochen dann wenigstens wieder für die normalen Alltagswege auf dem Sattel saß!.

    Nun aber genug Tapete. Tipps einer Hebamme und Erfahrungsberichte findet frau hier.

    P.S.: Pukyracer No 1 kam übrigens am Tag der Zeitfahr-WM zu Welt. 48 Minuten nach Tony Martin kam sie ins Ziel. Wenn das keine Pränatalesuchterzeugung war!
     
  16. NewKidOnTheBike

    NewKidOnTheBike Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    3 März 2016
    Beiträge:
    3
    Hallo Melanie, deinen schönen Post suche ich Neuling mir gleich mal für meinen ersten Beitrag aus :)

    Gegen moderates Fahren spricht während der gesamten Schwangerschaft sicher nichts - so hat mir meine Frauenärztin das damals erklärt. Ich bin auch bis wenige Tage vor Entbindung noch mit meinem Trekking-Bike unterwegs gewesen, zum Teil war das auch die angenehmste Art der Fortbewegung. Und mein Mann und ich haben auch noch Touren gemacht, halt gemütlich und nur auf gut ausgebauten Strecken.
    Erschütterungen etc. sind mit zunehmender Schwangerschaft nämlich tatsächlich nicht unbedingt angenehm.

    Ich bin aber z.B. auch bis zur 23. Woche noch Snowboard gefahren, war gar kein Problem. Dafür habe ich im Winter eine Pause vom radfahren eingelegt, als alles vereist war. Man muss seine eigenen Fähigkeiten und die Konditionen abschätzen. Stürzen sollte man nicht. Wenn du das Gefühl hast, dass du gute Kontrolle über dein Bike hast und dich wohl fühlst mit dem, was du tust, spricht nichts dagegen, sportlich aktiv zu bleiben. Im Gegenteil: Das kann sogar positive Auswirkungen auf Geburt etc. haben!
     
    La Celestina und kochlöffel gefällt das.
  17. Bianch**era

    Bianch**era MItglied

    Registriert seit:
    30 April 2014
    Beiträge:
    93
    Mal eine Frage zu den Radklamotten: muss ich mich mit zunehmendem Babybauch neu einkleiden? Oder sitzt dann einfach der Hosenbund tiefer? Oder wie macht ihr das?
    Schließlich sind die Sachen ja doch alle recht körperbetont geschnitten.
     
  18. La Celestina

    La Celestina I believe I can fly

    Registriert seit:
    7 April 2008
    Beiträge:
    1.181
    Du brauchst definitiv neues Zeug ab einem bestimmten Moment. Es ist ja nicht nur nen Bischen Fett, wo dann die Klamotten reinschneiden - unangenehm, aber möglich.... Die Murmel ist ja doch recht fest. Deine alten Klamotten kannst du dann nur tragen wenn du: a) sicher sein willst, dass sie nach der Schwangerschaft nicht mehr sitzen und es dir b) egal ist, dass das Bündchen dann maximal auf Höhe der Schambehaarung sitzt, oder in der Mitte davon... oder so...

    Ich habe mir das Leben einfach gemacht und eine Hose und ein Trikot in 42 gekauft (statt 36 und ich habe nur 7 kg Gewicht insgesamt zugelegt, während der Schwangerschaft). Trocknet ja schnell, das Funktionszeug, brauchst jetzt keinen ganzen Kleiderschrank.

    Je nach dem wie dein Körper sich so entwickelt - und wie du zum Race Fit stehst -, brauchst du die ersten 4-5 Monate nichts Neues. Aber irgenwann wirst du dich sehr beengt fühlen.
     
  19. mmoebiu3

    mmoebiu3 Beiseite ich komme!

    Registriert seit:
    9 September 2013
    Beiträge:
    233
    sooo jetzt möchte ich mich auch mal wieder zurück melden, nachdem ich ewig hier nicht angemeldet war und die frage für mich persönlich etwas verworfen worden war. ich war ja der meinung ich kann FAST so weitermachen wie bisher...da ich aber in den ersten Monaten arge Probleme hatte machte mir dies einen Strich durch die Rechnung und jeglicher Sport wurde von ärztlicher seite verboten. Mittlerweile darf ich wieder gemäßigt rad fahren, es werden aber nur kürzere Strecken (bis 20/30 km) und das auch nur im gemässigten Tempo....ich fahre auch kein Rennrad sondern nur Moutainbike..auch keine Trails sondern eher maximal waldwege. Der bauch ist schon leicht im Weg und ich versuche daher immer leicht breitbeinig zu fahren ;-) wenn man schwanger trails fährt oder gar rennen kann ich persönlich nicht nachvollzeihen aber das ist ja jedem sein ding.

    Dadurch dass ich auch die letzten monate nichts gemacht habe (plus wegen bauch) ist meine Kondition so ziemlich dahin und jedes höhere Tempo und jeden kleinen Berg höre ich mich an wie eine Dampflock. .... was solls ;-)
    ich fahre trotzdem nicht sehr viel und wenn dann nur mit meinem freund zusammen ...er hat angst dass ich hinfalle und mir was tu und vielleicht niemand vor ort ist. ich bin aber froh um jede sekunde die ich auf dem rad verbringen kann. :)

    zum Thema klamotten...bis jetzt passte ich immer noch halbwegs in meine alten sachen rein...habe aber festgestellt, dass diesmittlerweile ganz schön "verboten" aussieht ... hihi....also die hose werde ich daher noch eine weile nehmen. als trikot ziehe ich ab sofort welche von meinem freund an..die arme schlackern zwar etwas rum, aber ich möchte mir nichts neues kaufen.
     
  20. Bianch**era

    Bianch**era MItglied

    Registriert seit:
    30 April 2014
    Beiträge:
    93
    Das ist gut, wenn man auf Partner-klamotten zurückgreifen kann :)
    Kann ich nicht, daher werde ich auf den Beitrag von @La Celestina zurückgreifen und wohl doch das ein oder andere Teil anschaffen.
    Zur Zeit läuft alles prima, da ich aber bis in den Herbst hineinfahren werde/ möchte, werden es dann wohl eher die wärmeren teile werden.
     
  21. Voodooschaaf

    Voodooschaaf Rollstuhl oder Rennrad? Rennrad.

    Registriert seit:
    9 Juli 2016
    Beiträge:
    14
    Ich bin bis zur Entbindung meines ersten Kindes (mit 21) bis zum siebten Monat gefahren, auf nem Rennrad weil nix anderes da war.
    Hab das damals auch mit meinem Gyn abgeklaert, der sagte ich haette so eine gute Beckenbodenmuskulatur das das kein Thema waere.
    (Auch hatte ich keinerlei Schwangerschaftsbeschwerden und eine entspannte Entbindung mit viereinhalb Stunden.)
    Ab dem Siebten war mir allerdings auch der Bauch ein wenig im Weg.
    Trotzdem bin ich bis kurz vor der Entbindung gefahren, halt kurze Strecken und mit anderer Haltung.
    Ging aber alles problemlos...und ja, prinzipiell waere ich sogar zur Entbindung gefahren...aber Fruchtwasserfeuchtigkeit auf dem Sattel waere fuer mich keine so dolle Motivation gewesen.
    Mit den Klamotten hab ichs auch eher entspannt gehalten da ich generell Trikots aus dem Tanzbereich (Vicard) zum Fahren verwende...und das Zeug waechst echt gut mit, das kann man auch nachher wieder ganz normal benutzen.

    LG vom Schaaf
     
    Chicks_on_Slicks und Bianch**era gefällt das.