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Schmerzmittel Doping im Freizeitsport

master0651

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Habe folgenden Bericht ( schon etwas älter ) im Presseportal gefunden.

http://www.presseportal.de/pm/56965...hung-schmerzmittel-doping-im-freizeitsport/gn

Das ist eine Streitfrage, wo ich mich auch immer wieder Frage, ist es Doping wenn ich durch Schmerzmittel Ibuprofen, Aspirin usw. meine Schmerzgrenze nach oben verlagere, oder was ist es?

Ich weiß, daß bei den Amateuren A/B/C, Senioren usw. diese Mittel nicht unbekannt sind.

Was meint ihr zu der leidigen Frage??
 

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Re: Schmerzmittel Doping im Freizeitsport
Dein Körper sendet Dir Signale, wenn er nicht mehr kann - die schaltest Du mit Schmerzmitteln aus, was mehr als gefährlich ist.
Dein Gehirn schafft es sogar, Deinen Körper auszubremsen, wenn es nicht mehr geht - die Wahrnehmung nimmst Du Deinem Gehirn.
Während der Belastung entstehen u. a. auch minimale Muskelrisse - bei starken Erschütterungen wie beim Joggen sogar im Bauchfell und nicht nur in der Muskulatur und Aspirin und Co. wirken blutverdünnend - das heißt Du riskierst innere Blutungen, um ein paar Sekunden rauszuholen...

Noch Fragen?
 
Dein Körper sendet Dir Signale, wenn er nicht mehr kann - die schaltest Du mit Schmerzmitteln aus, was mehr als gefährlich ist.
Dein Gehirn schafft es sogar, Deinen Körper auszubremsen, wenn es nicht mehr geht - die Wahrnehmung nimmst Du Deinem Gehirn.
Während der Belastung entstehen u. a. auch minimale Muskelrisse - bei starken Erschütterungen wie beim Joggen sogar im Bauchfell und nicht nur in der Muskulatur und Aspirin und Co. wirken blutverdünnend - das heißt Du riskierst innere Blutungen, um ein paar Sekunden rauszuholen...

Noch Fragen?

Keine Fragen, mir ist das klar, wollte aber so allgemein wissen, was der Rest darüber denkt.
Ich kann mich in meinem Alter mit dem Gedanken abfinden, aus einem Rennen auszusteigen, wenn es nicht mehr geht, Radsportkollegen in meiner Altersklasse sehen das teilweise verbissener und sind der Meinung, mit Jüngeren mithalten zu können/ müssen.
 
...
Was meint ihr zu der leidigen Frage??

Im Artikel steht doch schon alles. Wo es um Geld geht, wird alles gemacht, um vorne zu sein. Wo im Hobbybereich der Ehrgeiz größer ist als der Verstand, ebenso. Es geht kaum ein älterer Hobbyhandballer oberhalb der Kreisklasse ohne Voltaren aufs Spielfeld.
Kriminell wird es, wenn Radsport-Trainer vor dem Kinder- / Jugend-Rennen deutlich Minderjährige mit einem Gläschen Sekt "locker machen".

Was erwartest Du hier? Bekenner-Postings mit "Ja, durch das Mittel X bin ich beim Sparkassen-Giro von Platz 832 auf Platz 789 gekommen." ?

Grüße
Christian
 
@ RuhrBiker

Ich erwarte weder " Bekennerantworten " noch sonst irgend etwas.
Mich interessiert nur die Meinung weiterer Radsportler, mehr nicht.

Wo geht es im Amateursport um das grosse Geld, die 10 Euro die du in einer Prämienrunde ( Kriterien ) gewinnen kannt, oder wo fliesst das grosse Geld, ich wüsste es nicht und habe schon einige Jahre auf dem Buckel, bei den Amateuren ist weder früher einer reich geworden, noch heute.
Also für ein paar Euro die Gesundheit aufs Spiel setzen, ich weiss nicht.
Würde ich einen Trainer bei uns oder in anderen Vereinen ertappen, der " Kindern " oder Jugendlichen irgend etwas verabreicht, ich würde ihn zur Rede stellen oder sogar anzeigen.
Bei Erwachsenen ist das deren Entscheidung.
 
Die meisten Wissen halt nichts von Nebenwirkungen und wenn sie davon höhren glauben sie nicht, daß sie selber davon betroffen sein können.

Aspirin bspw. nehmen viele bei jedem Kater, also mehrmals im Monat. Warum soll es dann beim Sport auf einmal krank machen?
 
Da ich in keiner Sportart, die ich in 40 Jahren mal gemacht habe, in die Turnierklassen gekommen bin, in denen mehr als ästhetisch bedenkliche Urkunden zu holen waren, weiß ich es nur von befreundeten (Tennis-) Vereinsvorständen, (Fußball-) Schiedsrichtern, Eltern von aktiven Kindern und alten Rennradlern.
Der Trainer, der meinem Kind etwas verabreichen würde, wäre froh, wenn ich ihn nur anzeigen würde.
Im Tennis- und Fußball- "Amateur"-Bereich gibt es einen großen Bereich, in dem es um Geld, Ausrüstung, Sponsoren, Trainerstellen etc. geht. Da dürfte die Versuchung sehr groß sein, der Tagesform auf die Sprünge zu helfen. Und der Tennisvereinsvorstand, dem ein Spieler fünfstellige Beträge wert ist, um in einer höheren Liga zu spielen, wird sein Interesse am Return on investment auch äußern.
 
Schmerzen in der Muskulatur sind Warnsignale, Schmerzen in allen anderen Teilen des Bewegungsapparates zeigen aber bereits reale Schädigungen an. Wer dies dauerhaft mit Schmerzmitteln niederknüppelt und weiterbelastet, der richtet sich selbst zugrunde - sowohl im Bewegungsapparat wie auch bei regelmäßigem Verzehr durch unerwünschte Wirkungen der Medikamente in anderen Organen und Systemen. Dennoch ist ein solcher Ge- bzw. Missbrauch der Medikamente formal noch nicht einmal Doping. Insofern ist also der Threadtitel zumindest irreführend. Die Schmerzmittel stehen nicht auf der WADA-/NADA-Liste verbotener Substanzen (Punkt 18 in: http://www.nada-bonn.de/fileadmin/user_upload/nada/Medizin/NADA_Beispielliste_2012.pdf). Vermutlich hat man sich hier der "Notwendigkeit" von Schmerzmitteln im Hochleistungssport gebeugt, wobei Mannschaftssportarten bzw. Sportarten mit direktem Feindkontakt und Sportarten mit stärkerer Belastung von Gelenk- und Bandapparat in der Einnahmehäufigkeit vor dem Radsport stehen dürften.

Ich empfinde persönlich die dauerhafte Anwendung von Schmerzmitteln durch gesunde Personen, die diese mit dem Ziel der Steigerung der Belastbarkeit einnehmen, als eine Form des Dopings. Das Problem dabei: es wird ja auch die Personen geben, die tatsächlich einen Färsensport, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, eine rheumatoide Arthritis, eine Hüftgelenksarthrose, ... oder einfach nur einen Zahnschmerz haben mögen. Diesen Personen kann man ja Schmerzmittel und auch ein Training bzw. Wettkämpfe während der Schmerzmitteleinnahme schwerlich verwehren. Entsprechend würde ein Verbot der Schmerzmittel eine gigantische Flut an Ausnahmegenehmigungen nach sich ziehen, die wegen der nicht-Objektivierbarkeit des Symptoms "Schmerz" auch nicht kontrollierbar wäre. Ergo gibt man die Schmerzmittel einfach frei.

Ich mache meinen Frieden damit in folgender Weise: Schmerzmittel sind einfach für die Betroffenen selbst gefährlich. Die davon abhängigen Personen tun mir leid, zumal die "Notwendigkeit" der Einnahme bei Sportlern ohne Erkrankungen anzeigt, dass sie falsch trainiert haben. Wenn sie sich selbst damit schädigen, hält sich mein Mitleid in Grenzen. Aufpassen sollte man aber im Nachwuchsbereich. Falls dort Schmerzmittel zum Einsatz kommen, läuft etwas mächtig schief!
 
Das Problem dabei: es wird ja auch die Personen geben, die tatsächlich einen Färsensport, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, eine rheumatoide Arthritis, eine Hüftgelenksarthrose, ... oder einfach nur einen Zahnschmerz haben mögen. Diesen Personen kann man ja Schmerzmittel und auch ein Training bzw. Wettkämpfe während der Schmerzmitteleinnahme schwerlich verwehren.

Warum nicht?!
Wer gesundheitlich bedingte Schmerzen hat, dem darf man natürlich keine Schmerzmittel verwehren - wohl aber die unter Schmerzmittel stehende Teilnahme am Sport! Wer krank ist und aufgrund dessen Schmerzmittel einnehmen muss, sollte eben auf Sport verzichten. Die Kombination aus Schmerzmittel und Sport ist nunmal höchst gesundheitsschädlich und daher sollte man die Leute hier vor sich selbst schützen.
Ich bin ganz klar für ein Verbot von Schmerzmitteln im Leistungssport - ohne Ausnahmeregelung!
Hier vergisst man jedoch leicht, dass viel Geld im Geschäft mit Schmerzmitteln steckt. Würde sich ein solches Verbot durchsetzen, würde so manche Wade im Fußball nicht mehr fitgespritzt werden können. Auch die Pharma-Industrie hat natürlich komplett gegensätzliche Interessen und fördert eher das Bild der harmlosen schmerzlindernden Bonbons.
 
Mi67 hat es ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Gerade in der Frühzeit des Doping gings ja meistens Schmerzdämpfung. Bei den unambitionierten Jedermännern - sei es bei Läufern oder Radlern - seh ich aber eine gewisse Grauzone. Wenn die Schmerzmittel nicht nur vorbeugend genommen werden und es nicht darum geht, Plazierungen zu machen, finde ich das einzelfallsweise vertretbar, auch wenn ich persönlich ein "schmutziges finishen" nicht sonderlich genießen könnte.
 
Was ich mich auch immer frage, wie es sich verhält, wenn ich 3-4 Aspirin und eventuell noch Ibuprofen einwerfe und einen Sturz habe, wo die Tapete ab ist oder eventuell eine heftig blutende Wunde entsteht, da man ja weiss, was ASS bewirkt.

Wie verhält es sich, wenn man dann vom Sani Medikamente oder eine Spritze erhält, die sich nicht mit dem Rest verträgt.
Wer haftet dann bei gesundheitlichen Schäden, wird dem Sani oder Arzt ein Strick daraus gedreht, der Verunfallte sagt bestimmt nicht, was er alles genommen hat.
 
Gäbe es keine suffizienten(Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol, ASS, Metamizol ertc.) Schmerzmittel im Bereich des Profisports, wäre die Decke der aktiven Profisportler wohl sehr dünn.
 
...
Im Radsport würe es doping heissen, beim Fußball " fitgespritzt "😕

Yepp. Wenn ich lese, dass mal ein paar Doping-Kommisare einen franz. Radprofi von der Trauerfeier weggeführt haben, nachdem gerade das Kleinkind des Radprofis beerdigt worden war, kriege ich SO EINEN HALS und und wünsche mir, dass diese Sorgfalt der Doping-Kontrolleure auch mal den Bundesliga-Fußballern zugute kommt. Da würden einige Spiele ausfallen...
"Nein, Fußballer dopen doch nicht. Das ist ja keine solche Ausdauerleistung. Das lohnt nicht."
Kappes. Kraftaufbau, Kraftausdauer, 15 km in 90 Minuten im Sprint laufen, Sprungkraft - das lässt sich alles bestens dopen. Und bei den Millionen würden die sogar das Hirn ihrer Oma im Bong rauchen, wenn's helfen würde...
 
Yepp. Wenn ich lese, dass mal ein paar Doping-Kommisare einen franz. Radprofi von der Trauerfeier weggeführt haben, nachdem gerade das Kleinkind des Radprofis beerdigt worden war, kriege ich SO EINEN HALS und und wünsche mir, dass diese Sorgfalt der Doping-Kontrolleure auch mal den Bundesliga-Fußballern zugute kommt. Da würden einige Spiele ausfallen...
"Nein, Fußballer dopen doch nicht. Das ist ja keine solche Ausdauerleistung. Das lohnt nicht."
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Dann gäbe es ja keine Fußballspiele mehr!!!:D
 
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