AW: Schlauchreifen
Naja, die
Schwalbe-Aussage stimmt nur zum Teil.
Vergleicht man nen teuren/guten Drahtreifen mit nem billigen Trainingsschlauchreifen, mag die Geschichte so zutreffen.
Ein Vorteil der Schlauchreifen ist zum einen mal das tendeziell leichtere Gewicht. Das lässt sich schonmal einfacher beschleunigen, dazu braucht es keine aufwändigen Tests, das ist physikalisch einfach so: ein leichterer Körper ist leichter zu beschleunigen.
Bisher ist darüber hinaus aber bei jedem (Vergleichs-)Test rausgekommen, dass die Schlauchreifen besser rollen. Das ist stellenweise marginal und wird beim Dahinfahren nicht bemerkbar sein, es gibt aber von TUFO Hochdruckschlauchreifen (auch für Drahtreifenfelgen, siehe meine Signatur), die im Bereich des vorgesehenen Betriebsdruckes von bis zu 15bar schon ein anderes Fahrverhalten an den Tag legen und leichter rollen, als bei vergleichsweise niedrigerem Druck im Bereich der Drahtreifen.
Verblüffenderweise steht dies ja konträr zu der These (?), dass MTB-
Reifen die breiter sind, nen niedrigeren Rollwiderstand haben, trotzdem die Aufstands- und damit die Walkfläche grösser ist.
Ich sehe das etwas differenzierter, weil ich mitm MTB weniger auf der Strasse fahre als auf Untergründen, die eh konstanten Antrieb verlangen und die Rollerei weniger präferieren, aber wurscht.
Um zu deiner Kernfrage zurückzukommen und die noma knapp zu beantworten:
Nein, Drahtreifen und Schlauchreifen rollen nicht gleich gut, von der Tendenz her rollen Schlauchreifen leichter.
Was die Pannensicherheit angeht, kann ich mich an meinen letzten Platten mitm Rennrad, ehrlich gesagt, nimmer erinnern. Ich möchte fast sagen (es aber nicht laut beschreien), dass ich mich allmählich mal wieder nach nem Reifenschaden sehne. Ich fahre nämlich auchmal übern Feldweg und generell, wo verfügbar, übern Radweg und auch Gehsteige hoch und runter. Mit
Schlauch- und mit Drahtreifen, wobei mehr meiner Räder Schlauchreifen haben und nur eines Drahtreifen.
Keine Ahnung, was ich falsch mache...
