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Ruhrgebiet queren Süd-Nord mit Industriekultur

Mein Streckenvorschlag sieht ja durchaus die vom TE vorgesehene (Weiter)Fahrt über Sprockhövel/Hattingen und dann weiter über Essen etc. vor.

Wuppertal würde ich mir vermeiden, weil ich persönlich es nicht so sehenswert finde und zum Radfahren ist Wuppertal keine Freude. Daher würde ich die genannte östliche Route fahrenn v. a. weil die ehemaligen Industrieorte im Bergischen, anders als Essen und teilweise auch Bochum, alle Zeichen des Niedergangs aufweisen und eher deprimierend sind (Essen und Bochum und einige andere konnten im Rahmen der Internationalen Bauausstellung sich deutlich aufhübschen. Die kleinen Städte konnten das nicht so.). Aber das ist vielleicht auch Bestandteil der Industriegeschichte, die man sehen sollte - falls man möchte.

Von Herne aus ist die Route über Recklinghausen, die hübsche Marl-Loemühle und weiter Richtung Halten (Stausee) und dann weiter nach Münster durch die Hohe Mark eine schöne Alternativ zur derzeit vorgesehenen Strecke über Datteln, Lüdinghausen nach Münster.
Du meinst diese Strecke, ja?

Köln-Bergisch.Land-Essen Alternative.jpg
 

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Re: Ruhrgebiet queren Süd-Nord mit Industriekultur
Da die einzelnen Wegpunkte nicht namentlich benannt sind bzw. ich nicht in die Strecke reinzoomen kann, kann ich das nicht mit letzter Gewissheit sagen.

Aber dieser Bogen kommt der Sache schon näher und so ungefähr bin ich früher immer bis Ennepetal bzw. Hasslinghausen gefahren (je nachdem wo ich dann gerade im Ruhrgebiet hinwollte). Aber wie man auf dem Höhenprofil sieht, ist da auch ein bißchen Gekraxel bei, das man mögen muss. Aber mir machte das Spaß und landschaftlich ist das recht hübsch und vergleichsweise ruhig .
 
Ich nehme an, du schaust dir den Kölner Dom an und fährst dann über die Deutzer Brücke. Wenn du zeitlich schnell und schön ins Bergische Land möchtest, dich für die Route östlich von Kürten bzw. der Dhünntalsperre entscheidest, und nach dem Besuch des Kölner Doms und der Fahrt über den Rhein den urbanen Großraum Köln gerne verlassen schnell hinter dich bringen möchtest, würde ich mich kurzzeitig leicht südlich halten, so dass du dann durch Heumar + Rath (Villenviertel) kommst, dann nach Nordosten den Königsforst durchquerst und am besten Bensberg/Bergisch-Gladbach nur im Süden streifst und direkt ins Bergische Land fährst.

Mein Routenvorschlag für Rennrad vom Kölner Dom bis Hattingen sähe daher ungefähr so aus, wobei ich v. a. im Bergischen vorzugsweise kleinere Straßen gefahren bin und für den Routenvorschlag gewählt habe.

In der Übersicht:
Route Köln BergischL_HattingenGesamt.JPG


Nachfolgend im Einzelnen, da es letztlich davon abhängt, was für Straßen genau gefahren werden.

Route Köln BergischL1a.JPG


Raus aus Köln, leicht südlich nach Rath-Heumar, dann nordöstlich nach Moitzfeld (oben)

Route Köln BergischL2a.JPG


Unter weitgehender Vermeidung der großen Strapen nach Olpe (im Bergischern). Die direkte Straße Kürten --> Wipperfürth würde ich zugunsten von Nebenstraßen meiden. (oben)

Route Köln BergischL3a.JPG


Vor dem schönen Thier gibt es einen kleinen etwas giftigen Anstieg und im Dorf dann einen schönen und i. d. R. leeren Wanderparkplatz. Wenn du ein paar Meter weiter in den Ort fährst, ist rechts ein kleiner Tante Emma Laden, wo du etwas für eine Rast kaufen und an einem der Tische auf dem erwähnten Wanderparkplatz gemütlich verzehren könntest. (oben)

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Von Thier nach Wipperfürth mit dem optisch fast alpin anmutendem aber leichten Anstieg vor Wipperfürth (oben)

Route Köln BergischL5.JPG


Von Wipperfürth aus gibt es einen kleinen hübhschen Radweg auf einer Bahntrasse bevor du auf die Straße nach Hückeswagen kommst (oben), wo sich auch ein Café für Ausflügler befindet, das allerdings nicht immer offen hat. Diese Variante ist imho der Fahrt auf der B 237 vorzuziehen.

Route Köln BergischL6.JPG


Von Hückeswagen hoch nach Radevormwald (oben), das aber nur kurz gestreift wird.

Route Köln BergischL7.JPG


Von Radevormwald weiter auf der Höhenstraße nach Königsfeld (oben)

Route Köln BergischL8.JPG


Von Königsfeld talabwärts nach Milspe und weiter nach Gevelsberg und von dort aus hoch nach Hasslinghausen. (Die kürzere Variante über die B 483 nach Schwelm würde ich wegen des Verkerhs vermeiden)
 

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  • Route Köln BergischL6.JPG
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Und von Hasslinghausen dann nach Sprockhövel, wobei ich am liebsten im Rücken Sprockhövels nach Hattingen fuhr (unten).

Route Köln BergischL9a.JPG




































Falls du dem schönen Kemnader See doch einen Besuch abstatten wolltest, ginge es durch Sprockhövel hindurch praktisch immer geradeaus. Weiter geradeaus ginge es hoch nach Bochum-Stiepel und zur bereits von Grönemeyer besungenen Königsallee. Du könntest aber auch einen Abstecher zum Hafen machen und von dort auf schmaler Straße teilweise mit Pflasterstein am Golfplatz vorbei nach Stiepel fahren, was sehr hübsch ist.

Route Köln BergischLVarKmndS.JPG







































Falls du aus irgendeinem Grund doch schnell das Ruhrgebiet durchqueren willst, wäre das eine schnelle Variante. Auf Radweg auf der Königsallee bis Bochum-Zentrum und Richtung Herne (Herner/Bochumer
Straße) und dann Richtung Recklinghausen

Das ganze beigefügt als GPX-Datei (Bikerouter-Rennrad) (ohne die Kemnader-See-Recklinghausen-Variante)
 

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Ich nehme an, du schaust dir den Kölner Dom an und fährst dann über die Deutzer Brücke. Wenn du zeitlich schnell und schön ins Bergische Land möchtest, dich für die Route östlich von Kürten bzw. der Dhünntalsperre entscheidest, und nach dem Besuch des Kölner Doms und der Fahrt über den Rhein den urbanen Großraum Köln gerne verlassen schnell hinter dich bringen möchtest, würde ich mich kurzzeitig leicht südlich halten, so dass du dann durch Heumar + Rath (Villenviertel) kommst, dann nach Nordosten den Königsforst durchquerst und am besten Bensberg/Bergisch-Gladbach nur im Süden streifst und direkt ins Bergische Land fährst.

Mein Routenvorschlag für Rennrad vom Kölner Dom bis Hattingen sähe daher ungefähr so aus, wobei ich v. a. im Bergischen vorzugsweise kleinere Straßen gefahren bin und für den Routenvorschlag gewählt habe.

In der Übersicht:
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Nachfolgend im Einzelnen, da es letztlich davon abhängt, was für Straßen genau gefahren werden.

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Raus aus Köln, leicht südlich nach Rath-Heumar, dann nordöstlich nach Moitzfeld (oben)

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Unter weitgehender Vermeidung der großen Strapen nach Olpe (im Bergischern). Die direkte Straße Kürten --> Wipperfürth würde ich zugunsten von Nebenstraßen meiden. (oben)

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Vor dem schönen Thier gibt es einen kleinen etwas giftigen Anstieg und im Dorf dann einen schönen und i. d. R. leeren Wanderparkplatz. Wenn du ein paar Meter weiter in den Ort fährst, ist rechts ein kleiner Tante Emma Laden, wo du etwas für eine Rast kaufen und an einem der Tische auf dem erwähnten Wanderparkplatz gemütlich verzehren könntest. (oben)

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Von Thier nach Wipperfürth mit dem optisch fast alpin anmutendem aber leichten Anstieg vor Wipperfürth (oben)

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Von Wipperfürth aus gibt es einen kleinen hübhschen Radweg auf einer Bahntrasse bevor du auf die Straße nach Hückeswagen kommst (oben), wo sich auch ein Café für Ausflügler befindet, das allerdings nicht immer offen hat. Diese Variante ist imho der Fahrt auf der B 237 vorzuziehen.

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Von Hückeswagen hoch nach Radevormwald (oben), das aber nur kurz gestreift wird.

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Von Radevormwald weiter auf der Höhenstraße nach Königsfeld (oben)

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Von Königsfeld talabwärts nach Milspe und weiter nach Gevelsberg und von dort aus hoch nach Hasslinghausen. (Die kürzere Variante über die B 483 nach Schwelm würde ich wegen des Verkerhs vermeiden)
Zwischen Köln und Wipperfürth bin ich nicht ganz so oft, aber ab Wipperfürth würde ich direkt vor Neye rechts ab, quer durch an Egen vorbei nach Hahnenberg, Feldmannshaus, Studberg und dann erst rüber zur 483, kurz auf dem Radweg um den Flugplatz drumherum und dann direkt hinunter zur Ennepetalsperre (der oftmals angegebene Weg über Hinüber führt über ein Privatgelände und die Umfahrung ist für Rennräder übel), über die Staumauer und dann das Ennepetal (L699) runter bis Ennepetal.
Man kommt im Prinzip an derselben Stelle wie auf der Route von @ZojiLa in Ennepetal heraus, spart sich aber die wirklich nicht schön zu fahrende B483.
Auf dem Bildchen mit Milspe nach Gevelsberg nicht der B7 sondern gegenüber zum Bahnhof Ennepetal hoch und auf der anderen Seite der Ennepe nach Gevelsberg. Über Landringhausen nach Hasslinghausen und über Scheven, Sprockhövel und Hackstück zur Bredenscheider Straße nach Hattingen fahre ich häufig als Rückweg. Ist relativ hübsch dort, bis auf die Bredenscheider nach Hattingen rein, da braucht man Nerven. Auf der Hackstückstraße quert aber die Hattinger Glückauftrasse (vor der Brücke an den Glascontainern links und direkt rechts den fein geschotterten Weg hoch) mit ihrem frisch asphaltierten Teil. Hinterm Schulenbergtunnel dann rechts raus Richtung Altstadt durchschlagen.

Ab Hattingen dann für eine relativ sorgenfreie Süd-Nord Querung der Ruhr bis zur Überfahrt Dahlhausen folgen, Seitenwechsel und zur Springorum Trasse, komplett hoch nach Bochum, quer durch zur Jahrhunderthalle und dann der Erzbahn Trasse und den rechts und links verbundenen Trassen nach Norden folgen und deine ToDo Liste der Industriekultur abarbeiten. Ob ich dabei auch den dazugehörigen Niedergang durch scherbenverseuchte Elendsviertel mitnehmen würde...
Allerdings kann man auch am Kemnader See entlang nach Norden kommen, oder der Ruhr weiter folgen bis Essen Steele und dort in Richtung Norden abbiegen. Dort sind so viele Zechen- und Erzbahnen zu Radwegen umgebaut worden, daß man eigentlich alles gut erreichen kann ohne auf schlimmen Verkehr zu stoßen. Allerdings bilden diese Trassen auch überhaupt nicht das übrige Ruhrgebiet mit seinem Niedergang und den sozialen Brennpunkten ab. Auch Innenstädte werden nicht angesteuert und ehrlich gesagt, das will man eigentlich auch garnicht. Das ist verkehrstechnischer Horror, hier gibt's die längsten Staus, die meisten 1€-Shops und das geringste Einkommen.
 
@dasulf
Natürlich könnte man auch vom Kemnader See die Ruhr entlang nach Essen fahren (falls die Ruhr nicht gerade Hochwasser führt). Aber Hattingen ist wirklich sehenswert. Und ein bißchen tust du Bochum zumindest Unrecht. Wie von mir beschrieben, kommt man sehr entspannt auf Radwegen der Königsallee entlang (eigentlich schon ab Bochum-Stiepel) ins Bochumer Zemtrum und nach Herne gibt es teilweise Radwege. Auch hat sich die Bochumer Innenstadt sich wirklich gemacht.

Ich frage mich allerdings, wenn der TE die Sehenswürdigkeiten, wie Villa Hügel oder Zeche Zollverein sehen will, ob da nicht eine Übernachtung vielleicht eingeplant werden kann, falls sich das anbietet, und er am (frühen) Nachmittag Feierabend macht (irgendwo entlang der Route im Ruhrgebiet) und dann mit dem guten ÖPNV-Netz des Ruhrgebietes, sich die Zeit für Sehenswürdigkeiten nehmen möchte. Andernfalls fährt man ja nur schnell daran vorbei und nicht immer auf verkehrsberuhigten Straßen. Aber dann nimmt man immerhin der industriekulturellen Flair des Ruhrgebietes mit.
 
@dasulf
Natürlich könnte man auch vom Kemnader See die Ruhr entlang nach Essen fahren (falls die Ruhr nicht gerade Hochwasser führt). Aber Hattingen ist wirklich sehenswert. Und ein bißchen tust du Bochum zumindest Unrecht. Wie von mir beschrieben, kommt man sehr entspannt auf Radwegen der Königsallee entlang (eigentlich schon ab Bochum-Stiepel) ins Bochumer Zemtrum und nach Herne gibt es teilweise Radwege. Auch hat sich die Bochumer Innenstadt sich wirklich gemacht.

Ich frage mich allerdings, wenn der TE die Sehenswürdigkeiten, wie Villa Hügel oder Zeche Zollverein sehen will, ob da nicht eine Übernachtung vielleicht eingeplant werden kann, falls sich das anbietet, und er am (frühen) Nachmittag Feierabend macht (irgendwo entlang der Route im Ruhrgebiet) und dann mit dem guten ÖPNV-Netz des Ruhrgebietes, sich die Zeit für Sehenswürdigkeiten nehmen möchte. Andernfalls fährt man ja nur schnell daran vorbei und nicht immer auf verkehrsberuhigten Straßen. Aber dann nimmt man immerhin der industriekulturellen Flair des Ruhrgebietes mit.
Ich gehe mal davon aus, daß er die Strecke sowieso in mehr als drei Tagen machen will und genügend Zeit mitbringt. Er will ja nicht nur von Köln nach Henrichenburg. Letzten Endes finde ich es schwierig. Es gibt sicherlich hunderte von Wegen, die man nehmen könnte. Einer von denen, mit Blick auf Industrie(Kultur) ist sicherlich am Rhein entlang und dann von Duisburg aus ins Ruhrgebiet rein. Das habe ich letztmalig 2007 gemacht und zum Glück habe ich danach durch Kollegen, Karten, RTF und Brevets sehr, sehr viel schönere Strecken kennen gelernt. Im Prinzip grase ich dieses Gebiet seid über 20 Jahren ab, dazwischen ca 8 Jahre Pause, in denen sehr viele dieser Radwege entstanden sind. Auch vorher gab es schon Wege auf verkehrsarmen Landstraßen längs durchs Ruhrgebiet, allerdings sind das schon eher Insider mit sehr vielen Abbiegungen. Ich würde wahrscheinlich halbwegs wahnsinnig werden, wenn ich daraus einen GPS Track basteln wollte.
Und ja, auch Bochum kann schön sein, am Ümminger See, an der Ruhr und auch am Esel. Das gesamte Gebiet südlich der Uni bis zur Kemnade ist durchsetzt von schönen Abschnitten. Aber die Innenstadt ist, wie übrigens die anderen Innenstädte incl Wuppertal auch, hässlich, stressig, von Ampeln durchseucht und mit dem Fahrrad bestenfalls zu vermeiden.
 
Ich mag Bochum.
Wenn man den Starlight Express aber nicht mitnehmen will (starke Empfehlung) oder die Jahrhunderthalle, wird es schnell belanglos.
Für abends ist das Bermuda-Dreieck als Vergnügungsviertel sehenswert.
 
Ich mag Bochum.
Wenn man den Starlight Express aber nicht mitnehmen will (starke Empfehlung) oder die Jahrhunderthalle, wird es schnell belanglos.
Für abends ist das Bermuda-Dreieck als Vergnügungsviertel sehenswert.
Wo fährst du denn als Bochumer Windrichtungstechnisch herum? Eher zu uns ins Bergische, nach Hagen und weiter ins Sauerländische, oder östlich nach Dortmund/Schwerte/Haarstrang, Norden in Richtung Münsterland oder westlich Essen/Mülheim/Duisburg?
 
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