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Ramsauer und die Kampfradler

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Re: Ramsauer und die Kampfradler
Voller Erfolg: er ist mal wieder in den Medien. Außerdem bedient er damit viele Stammtische. Populismus pur.
Seine Wähler werden es Ihm Danken, selbst wenn den Worten ( hoffentlich/wahrscheinlich) nichts folgt. Du bist vermutlich nicht seine Zielgruppe ;-).
Sehr schön, dass dann rote Ampeln überfahren und Helme gleich verbunden werden.... sollte genauso verboten werden, oder wie??

Der Spiegel hat es auch fast wörtlich gleich... Heute wird wohl jede Presseerklärung dankbar gedruckt, Journalismus war gestern ... :-(

r.

PS: Mir gehen z.B. rücksichtslos durch die Fussgängerzone radelnde Idioten auch auf die Nerven. Bin aber heute früch auch über eine rote Ampel: Oma war schon rüber und Fußgänger hatten schon wieder rot. Helm habe ich nur aus Versicherungsgründen.
 
Wobei ich die Idee den 7. Sinn wiederzubeleben nicht schlecht finde.

Könnte man etliche Sendungen darüber machen, daß die Autofahrer mit Abstand zu überhohlen haben, Aufpassen müssen beim Rechtsabbiegen, nicht jeder Radweg benutzungspflichtig ist, ....
 
Wobei ich die Idee den 7. Sinn wiederzubeleben nicht schlecht finde.

Könnte man etliche Sendungen darüber machen, daß die Autofahrer mit Abstand zu überhohlen haben, Aufpassen müssen beim Rechtsabbiegen, nicht jeder Radweg benutzungspflichtig ist, ....
Finde ich auch nicht schlecht.
Iwie müssen auch die NEUEN Verkehrsregeln unter die Leute gebracht werden.
 
Finde ich auch nicht schlecht.
Iwie müssen auch die NEUEN Verkehrsregeln unter die Leute gebracht werden.

Ach, wie schön wäre das denn:)
Ich wäre ja schon froh, wenn bekannt würde, dass nicht alles gleich automatisch ein Radweg ist, was rot gepflastert bzw. angemalt ist.

Leider ist bei Verkehrsregeln die selektive Wahrnehmung sehr ausgeprägt, besonders bei den Dosenfahrern. Was ich mir schon anhören musste, wenn ich an roten Ampeln rechts an den Stinkern vorbeirollte:rolleyes:
 
Auch wenns Populismus von Ramsauer ist UND es viele Autofahrer genauso nötig hätten (und das Gefährdungspotential viel höher ist) UND die "Zielgruppe" die Sendung eh nicht sehen würde UND er dem staatsfernen :rolleyes: ö-r. Rundfunk gefälligst nichts zu sagen hat , find' ich die Idee "7. Sinn" grundsätzlich nicht verkehrt. Ich mach mich damit vielleicht unbeliebt, aber wenn man die Sportradler mal ausnimmt, hält sich hier kein Schwein an die StVO oder kennt sie auch nur so weit, zu wissen, auf welcher Straßenseite er/sie/es ;) trotz Radwegs nicht fahren darf. Lockerflockig ohne zu gucken linksseitig auf dem Gehweg bei rot über die Fußgängerampel, unbeleuchtet, nachts, am besten mit dem Handy am Ohr oder der Bierflasche in der Hand ... freihändig geisterradeln auf nem schmalen Radstreifen, die richtig fahrenden Radler werden schon in den starken MIV nebendran oder gegen die Bordsteinkante ausweichen ... mit mindestens drölf hippen spoke cards und ohne Rücksicht auf Verluste fixedgearig durch die Fußgängerzone, immer drauf los. Ich bin mittlerweile auf andere Radfahrer ähnlich sauer wie auf die Muttipanzer-Fraktion mit eingebauter Vorfahrt und Parkberechtigung überall, die Rücksichtslosigkeit nimmt sich nicht viel (der Unterschied liegt, wie gesagt, in der Eigen- vs. Fremdgefährdung).

Tendenziell mehr zu erreichen wäre aber mit ner Sendung "Der gesunde Menschenverstand" für Verkehrsplaner. Aber Autofahrer genießen im Verkehr sogar dort Vorzüge, wo man es nie erwarten würde.
 
Im großen und ganzen finde ich an den Aussagen Herrn Raumsauers nichts verwerfliches!
 
Im großen und ganzen finde ich an den Aussagen Herrn Raumsauers nichts verwerfliches!

Ich schon. Selbstverständlich gibt es viele Radler mit keinem Respekt vor Regeln. Das ist bei anderen Verkehrsteilnehmern aber auch nicht anders. Gerade Radler herauszunhehmen ist billigste Profilierung auf Kosten von sowieso benachteiligten und besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern.
Solche Aussagen von zuständigen Regierungsmitgliedern kommen gerade bei denen, die sich am liebsten über Radfahrer aufregen, den Autofahrern, gut an. Wenn schon qualifizierte Stellen so reden, muss da ja was dran sei, und das führt dann zu noch mehr Aggression gegenüber uns Radlern:mad:
 
Am besten finde ich die Aussage das Herr Ramsauer selbst beobachtet habe dass....... und nun geschieht endlich was.

Vielleicht sollte Herr Ramsauer auch mal andere, ebenfalls essentielle Probleme des Straßenverkehrs beobachten. Vielleicht hilfts? ;)
 
Wenn man mit dem Dienst-A8 mit 250 Sachen durch die Republik knattert, bekommt man von den Problemen im Autoverkehr nichts mit - man ist das Problem...

Aber mal ernsthaft: Über die Sache kann man ja diskutieren, es gibt genug Radfahrer, die sich nicht an grundlegende Regeln halten. Der Ton, den unser bayrischer Problembär hier anschlägt, ist nur leider nicht konstruktiv. Wenn ich sage, es gibt genung Radfahrer, die sich nicht an grundlegende Regeln halten, meine ich eigentlich: Es gibt genausoviele Radfahrer wie Autofahrer, die sich nicht an grundlegende Regeln halten. Man ändert ja nicht seine Persönlichkeit, nur weil man das Verkehrsmittel wechselt. Die Wortwahl unseres Autoministers lässt aber eine ernsthafte Debatte nicht zu, sondern schürt weiter Ressentiments. Der wütende Autofahrer darf sich seine Geschwindigkeitsübertretung weiterhin als Kavaliersdelikt denken, denn er beherrscht ja sein Auto. Der böse Kampfradler aber... So kann man effektiv verhindern, dass ALLE mal über ihr Verhalten nachdenken. Irgendwie habe ich das Gefühl, die CSU will schnellstmöglich zurück ins Jahr 1950: Frauen an den Herd und freie Fahrt für freie Männer...
 
Wenn man mit dem Dienst-A8 mit 250 Sachen durch die Republik knattert, bekommt man von den Problemen im Autoverkehr nichts mit - man ist das Problem...

Aber mal ernsthaft: Über die Sache kann man ja diskutieren, es gibt genug Radfahrer, die sich nicht an grundlegende Regeln halten. Der Ton, den unser bayrischer Problembär hier anschlägt, ist nur leider nicht konstruktiv. Wenn ich sage, es gibt genung Radfahrer, die sich nicht an grundlegende Regeln halten, meine ich eigentlich: Es gibt genausoviele Radfahrer wie Autofahrer, die sich nicht an grundlegende Regeln halten. Man ändert ja nicht seine Persönlichkeit, nur weil man das Verkehrsmittel wechselt. Die Wortwahl unseres Autoministers lässt aber eine ernsthafte Debatte nicht zu, sondern schürt weiter Ressentiments. Der wütende Autofahrer darf sich seine Geschwindigkeitsübertretung weiterhin als Kavaliersdelikt denken, denn er beherrscht ja sein Auto. Der böse Kampfradler aber... So kann man effektiv verhindern, dass ALLE mal über ihr Verhalten nachdenken. Irgendwie habe ich das Gefühl, die CSU will schnellstmöglich zurück ins Jahr 1950: Frauen an den Herd und freie Fahrt für freie Männer...


Leider ist es zu einfach das so zu sagen. Denn es gibt bei weitem nicht so viele Autofahrer wie Radfahrer, die alle roten Ampeln ignorieren. Das ist einfach so. Ich würde mich manchmal freuen wenn manch einer meiner Kollegen einfach mal auf grün warten würde, denn das erlaubt es mir doch eher mich über Fehlverhalten der Autofahrer aufzuregen, aber leider ist es nicht so. Und zu den Rot-Ignoranten gehören Radfahrer sämtlicher Coleur. Da ist der Rennradfahrer wie die Mutti mit Kindersitz dabei und ich finde das schon irgendwie verwerflich.
Jetzt ist es natürlich völlig richtig zu sagen "Vom Auto geht aber die größere Gefahr aus", dennoch würde ich mich freuen wenn das Bild des Radfahrers in den Köpfen der Autofahrer nicht nur geprägt wäre von den ganzen "Eiligen" und "Gehetzten", denen es wirklich zu viel ist mal eben an einer roten Ampel anzuhalten.
Ich war anfangs ja nicht besser. Aber seit ich mich daran halte und immer brav warte fahre ich wesentlich entspannter durch die Stadt. Das ist in etwa vergleichbar mit 130-150 oder immer über 200km/h auf der Autobahn. Die paar Minuten Ersparnis heben für mich den Stressfaktor nicht auf.

LG
 
Ich schon. Selbstverständlich gibt es viele Radler mit keinem Respekt vor Regeln. Das ist bei anderen Verkehrsteilnehmern aber auch nicht anders. Gerade Radler herauszunhehmen ist billigste Profilierung auf Kosten von sowieso benachteiligten und besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern.
Solche Aussagen von zuständigen Regierungsmitgliedern kommen gerade bei denen, die sich am liebsten über Radfahrer aufregen, den Autofahrern, gut an. Wenn schon qualifizierte Stellen so reden, muss da ja was dran sei, und das führt dann zu noch mehr Aggression gegenüber uns Radlern:mad:
Und dann tut man so als ob die Autofahrer sich nicht in aller Regelmäßigkeit strengeren Regeln unterwerfen müssen. Und das Geschwindigkeitsüberschreitungen überhaupt nicht geahndet wird.
 
Da hat wohl so'n "typischer" Berliner Fixie Rüpel Herrn Ramsauer per Handsignal zum Handeln aufgefordert. :)

Ich find's immer noch lustig. Auch dem seine Legislaturperiode geht mal vorbei.
 
Leider ist es zu einfach das so zu sagen. Denn es gibt bei weitem nicht so viele Autofahrer wie Radfahrer, die alle roten Ampeln ignorieren.

Mit den Ampeln hast du recht. Jedes Verkehrsmittel hat da so seinen eigenen Regelbruch. Bei den Radfahrern ist es die rote Ampel ("Hab doch geguckt, kam niemand"), das fahren auf der rechten Straßenseite ("Muss man das?") oder der Alkohol ("Besser als mit dem Auto, oder?"). Im Auto ist es dann eher die Geschwindigkeitsübertretung ("Ich hab mein Auto unter Kontrolle"), Drängeln ("Was fährt der Depp denn so langsam") oder das Rechtsabbiegen ohne Gucken ("Oh, da kam ein Radfahrer"). Das Problem ist doch, dass sich niemand als "schlechter Verkehrsteilnehmer" fühlt, weil jeder bei "seinem" Regelbruch glaubt, alles unter Kontrolle zu haben. Schuld sind immer die Anderen und gerade da ist Ramsauers Getöse kontraproduktiv, weil es das Fehlverhalten einer Minderheit (die meisten Verkehrsteilnehmer eines JEDEN Verkehrsmittels verhalten sich Rücksichtsvoll, man nimmt eben nur die mit dem Fehlverhalten wahr) zur Norm erhoben wird. Ramsauer "eint" damit praktisch sein Wahlvolk gegen einen äußeren Feind.
 
Mir schwillt auch des öfteren der Hals an wenn ich von Sonntagsradlern fast vom Rad geholt werde. Da gibt es viele die es nicht für wichtig halten Ihre Sehschlitze in Fahrtrichtung offen zu halten,sondern in die Landschaft gucken und dabei auf die Gegenseite kommen. Oder es gibt die Spezialisten die,ohne sich umzusehen oder Handzeichen zu geben,die Spur wechseln,natürlich ausgerechnet in dem Moment wo man selber überholt. In der Stadt fahren die In wilder Hatz und in Schlangenlinien aud dem Gehweg und einem fast die Hacken weg. Wenn man sich beschwert kommt noch der Spruch,"pass doch auf".:mad: Vom Befahren der Radwege in die falsche Richtung will ich gar nicht reden. So oft wie ich mich darüber schon geärgert habe kann ich nicht mehr zählen. Letztens hat ne Mutti unmittelbar vor mir gewendet und wollte auf dem Radweg zurück!!! fahren. Ich konnte gerade noch ausweichen.
Soviel Stress wie mit Radfahrern,wohlgemerkt nicht mit geübten Sportradlern,hab ich noch nie mit Autofahrern gehabt. Für diese Gattung Radler sollte es ne Fahrprüfung geben.
 
Soviel Stress wie mit Radfahrern,wohlgemerkt nicht mit geübten Sportradlern,hab ich noch nie mit Autofahrern gehabt. Für diese Gattung Radler sollte es ne Fahrprüfung geben.

Ja, rücksichtslose Radfahrer nerven mich auch tierisch. Trotzdem hat das eine ganz andere Qualität wie Autofahrer die viel zu dicht überholen, beim rechts abbiegen nicht gucken, dich versuchen einen auf den Radweg zu hupen, oder zu schnell unterwegs sind.

Ich glaube nicht mal daran, dass die seltener sind als ignorante Radfahrer! Aber: wieviele Menschen werden jedes Jahr von Autofahrern getötet oder schwer verletzt und wieviele von anderen Radfahrern?
 
Kein Wort von Strafandrohung etc, einfach nur staatlichen Eingriff in die Freiheit des ÖR? Ramsauer muss falsch zitiert worden sein. Das klingt ja geradezu erschreckend vernünftig, fast zurückhaltend!

Oder das ganze ist ein langfristig angelegtes Projekt, um die nächste Gebührenerhöhung den Radfahrern in die Schuhe zu schieben. ;)
 
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