AW: Rahmen oder Ausstattung - was ist wichtiger?
Kanonental Räder sind immer teurer im Vergleich. Dafür hat der Rahmen beim Erstbesitzer auch lebenslange Garantie. Wobei ich bisher noch nie Defekte an Rahmen jeglich Art/Fabrikat hatte. Das sei dahingestellt.
Speziell zur Frage: Es sollte alles im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Der Handel ist voll mit einerseits Dura-Ace Rädern für 750-900 € (erinnere mich an die BOC Aktion) und grundsoliden (=schweren) Rahmen. Dafür eben Dura Ace, ob es das bringt?
Andererseits "begeistere" ich mich für Aufbauten eines Scott CR1 für 1700 € mit
Shimano 105 und WHR 550 oder
Mavic Aksium. Noch schlimmer sind Räder über 2000 € mit Einstiegslaufrädern. Nicht, dass die schlecht wären, aber es steht einfach in keinem Verhältnis.
So habe ich bei meinem Aufbau durchgängig Komponenten der guten Mittelklasse verwendet und bin mit den reinen Materialkosten so bei recht genau 1500 €. Stunden, Werkzeugkosten und Bier für alles selber Schrauben rechne ich nicht mit, weil Spass muss sein und gehört einfach dazu. Individuell nach Optik, Funktion, Preis, Gewicht, passend zum Gesamtbild abgewogen. Für diesen Preis würde man das Rad nicht im Handel bekommen, zumal die meisten Kunden und Händler dem Mischen von Komponenten abneigend gegenüber stehen. Ich kanns nur empfehlen. Es findet sich am Rad kein Teil wo man entweder sofort sabbernd in den Staub sinkt oder das andere Extrem, versucht ist, es der Altmetallverwertung zu zuführen.
In deinem Fall kannst du das Rad ruhig nehmen. Gerade die neue Tiagra hat optisch und technisch wohl noch mehr aufgeholt. Am Speedbike fahre ich 3x9 Tiagra Kurbel und Flatbar-Schalthebel. Das ist grundsolides und perfekt laufendes Material. Verschleißteile kannst du ja beim Austausch auf 105 oder Ultegra upgraden. Was man merkt, ist der Wechsel von etwas ausgelutschter Campa Mirage 2x9 auf neue 2x10 Chorus/Centaur/
Veloce.