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Projektvorstellung: Velopit - Digitales Scheckheft & Setup-Verwaltung

ich müßte suchen, es gab, meine ich von ceramicspeed, einmal so einen Test, da ging es um Reibungsverluste und Haltbarkeit. Und, ja, Campa lag vorne...
Ich fahre 11x die Wippermann/Connex Edelstahlketten, v.a. als "Wachser" von Vorteil. Für 12x nudele ich aktuell die montierten XTR/Dura Ace oder niederiger Ketten ab - guten Vorschlag für Alternative?
Nein, nicht wirklich. Da ich ausschließlich Campa fahre (z.T. mit KMC Ketten) habe ich den Thread hier im Forum nur nebenbei verfolgt.
 

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Re: Projektvorstellung: Velopit - Digitales Scheckheft & Setup-Verwaltung
@Velopit.app Du kannst hier als Threaderöffner eine Umfrage starten und damit erforschen, wieviel Leute tatsächlich Interesse haben. Das ist zwar nicht repräsentativ, aber gibt zumindest eine Tendenz. Ich weiß gar nicht ob das auch nachträglich in diesem Thread hier möglich ist oder es einen neuen braucht?
 
Die Frage war nicht, ob sinnvoll oder nicht. Sondern was müsste an Funktionen implementiert sein.
Andere Apps haben 100k+ Downloads. Ich denke die Frage ob es sinnvoll ist erübrigt sich. Außer man will unbedingt seine Meinung loswerden, die hier niemandem groß weiterhilft...

Du solltest die Beiträge richtig lesen, bevor Du hier über den Kamm scherst. Es gibt hinsichtlich der Daten berechtigte Zweifel an der generellen Übertragbarkeit, das wird hier diskutiert.

Und wenn jemand schreibt, dass die Sache für ihn nicht interessant ist und warum, dann hilft auch das dem Threadstarter möglicherweise.

Wenn Du von anderen Apps schreibst, ist das unerheblich. Oder sollte man hier die millionenfachen Appstarts diskutieren, aus denen nichts geworden ist?

Es geht dem TE wohl nicht nur darum, die Excel-User aus dem Keller zu holen sondern um einen größeren Ansatz.

Dein inhaltsfreier Regelungsbedarf an anderen Beiträgen ist hier bisher das einzig völlig überflüssige und hilft garantiert niemandem weiter.
 
Nein, nicht wirklich. Da ich ausschließlich Campa fahre (z.T. mit KMC Ketten) habe ich den Thread hier im Forum nur nebenbei verfolgt.
Ein Genießer - cool! Mich hat die MTB-Zeit wohl zu sehr mit Shimano verdorben...
Ich fuhr als Jugendradrennfahrer "Suntour Superbe", und Campa Super Record war der Traum. Habe mich wie Bolle gefreut, als ich für ein gewonnenes Criterium einen Satz LR mit Campa-Naben bekam - die fuhr ich sehr sehr lange!
 
Hallo zusammen,

danke euch allen für die weiterhin lebhafte Diskussion.

Bevor ich auf einige Beiträge eingehe, eine Sache vorab: Ich wollte hier absolut keine Grundsatzdiskussion „App vs. Papier“ oder „Jung vs. Alt“ aufmachen. Im Gegenteil: Ich glaube, wir „Jungen“ können extrem viel von der Erfahrung der „alten Hasen“ lernen.

Aber ich beobachte auch (gerade bei den vielen Neueinsteigern der letzten Jahre): Sobald es über „Kette ölen“ hinausgeht, wird das Thema Wartung oft stiefmütterlich behandelt - einfach weil das Wissen fehlt oder Wartung als nervig empfunden wird. Genau da will ich mit Velopit ansetzen: Ich will das (für einige) trockene Thema Wartung etwas „entstauben“ und zugänglicher machen. Wenn die App es schafft, dass sich jemand überhaupt mit seinem Verschleiß beschäftigt, haben wir am Ende alle sicherere Räder auf der Straße. Zudem kann digitale Unterstützung sicherlich auch dem ein oder anderen Profi den Alltag erleichtern.

Zu euren konkreten Punkten:

1. Zur Nachfrage & Umfrage (@Hans Werner )
Du hattest vorgeschlagen, eine Umfrage zu starten, um das Interesse zu prüfen. Tatsächlich habe ich genau das vor 12 Tagen gemacht - in Form der Warteliste - einfach ob zu sehen, ob ein Bedarf da ist. Die Anmeldungen sind mittlerweile dreistellig. Das zeigt mir: Auch wenn der Wind hier im Thread rau weht, ist der Bedarf da draußen durchaus da.

2. Das Auge vs. Die App @Flo0 @Igor Kraputnik @Sigi Sommer
Ihr habt völlig recht: Keine App ersetzt den Blick auf die Verschleißlehre oder die Erfahrung. Velopit ist kein „Hellseher“, sondern der digitale Assistent, der den Überblick behält, wann man mal wieder prüfen sollte. Natürlich wäre eine komplexe Berechnung unter verschiedenen Bedingungen (Wetter, Matsch etc.) durchaus möglich. Aber ich will bewusst kein „over-engineered“ Produkt zum Start bauen, sondern erstmal die Basics mit (eigenen) Intervallen sauber abbilden.

3. MTB & Setup @Lemming
Danke für den Hinweis Richtung MTB („Federungs-Setup“). Gleiches Feedback habe ich gestern auch noch von einem Zweiradmechaniker erhalten und die Datenerfassung für den Zweck bereits in der Testversion implementiert.

4. Feature-Idee: Teile-Suche @VinceV
„Verschleißteile listen & Bestpreise finden“ ist eine coole Idee und ein spannendes Thema für die Zukunft!

Fazit: Ich nehme die konstruktive Kritik gerne mit und baue weiter für alle, die Lust auf digitale Ordnung haben. Anbei noch ein paar Screenshots zur aktuellen Version für die, die es interessiert.

Ich tauche jetzt wieder in den Code ab. Guten Rutsch an alle!

Michael
 

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1. Zur Nachfrage & Umfrage (@Hans Werner )
Du hattest vorgeschlagen, eine Umfrage zu starten, um das Interesse zu prüfen. Tatsächlich habe ich genau das vor 12 Tagen gemacht - in Form der Warteliste - einfach ob zu sehen, ob ein Bedarf da ist. Die Anmeldungen sind mittlerweile dreistellig. Das zeigt mir: Auch wenn der Wind hier im Thread rau weht, ist der Bedarf da draußen durchaus da.
Wenn Deine Warteliste dynamisch eingestellt ist (wovon ich bei Dir als Programmierer ausgehe), dann ist die Warteliste zweistellig:. Also bitte nicht gleich übertreiben 🤭

Hinzukommt, dass der Preis von unrealistischen 59€ auf 29€ gesenkt wurde. Das lockt natürlich mehr Leute hinter dem Ofen vor. Ist aber immer noch weit entfernt von den klassischen App Preisen

Laß mich mal rechnen:
150 Interessenten * 29€ = 4350€ (wenn denn auch alle später tatsächlich bezahlen, wer garantiert Dir das?)
400 Interessenten * 5 Euro = 2000€ (bei 5 Euro fängt keiner an zu zucken, das geht aus der Portokasse. Das sind garantierte Einnahmen. Außerdem ist die App noch unbekannt, warte mal die Entwicklung auf einem Zeitraum von 1-2 Jahren ab)

Das nur mal so als Gedankenspiel für eine App von der selbst der Entwickler schon im Vorfeld sagt, dass sie eigentlich gar nicht funktionieren kann, Stichwort Hellseher. Dafür 29€ zu bezahlen...für eine "online Excelliste mit Erinnerungsfunktion und chatgpt Interface"...Respekt für alle Investoren.

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Aber ich beobachte auch (gerade bei den vielen Neueinsteigern der letzten Jahre): Sobald es über „Kette ölen“ hinausgeht, wird das Thema Wartung oft stiefmütterlich behandelt - einfach weil das Wissen fehlt oder Wartung als nervig empfunden wird. Genau da will ich mit Velopit ansetzen: Ich will das (für einige) trockene Thema Wartung etwas „entstauben“ und zugänglicher machen. Wenn die App es schafft, dass sich jemand überhaupt mit seinem Verschleiß beschäftigt, haben wir am Ende alle sicherere Räder auf der Straße. Zudem kann digitale Unterstützung sicherlich auch dem ein oder anderen Profi den Alltag erleichtern.

Wenn Du das Thema Wartung "entstauben" willst und tatsächlich einen Beitrag für sichere Räder auf der Straße leisten möchtest, solltest Du so wie viele Andere auch, ehrenamtlich tätig sein, und nur einen kleinen Obulus für die Cloudkosten (laufenden Kosten) verlangen. Denn mit einer Herzensangelegenheit verdient man kein Geld, wenn es denn tatsächlich so sein sollte (was ich bei den Kosten stark bezweifel).
 
@Hans Werner Eigentlich hatte ich mich ja schon verabschiedet, aber auf diesen Kommentar muss ich doch noch einmal kurz reagieren, damit hier keine falschen Tatsachen im Raum stehen bleiben.

1. Zum Zähler (#97 vs. dreistellig): Gut beobachtet! Hier die technische Auflösung: Das Projekt habe einmal komplett überarbeitet und neu aufgesetzt. Der Counter im Screenshot (#97) zeigt lediglich den Batch im neuen Projekt. Zählt man die verifizierten Interessenten aus der ersten Datenbank-Instanz dazu (die noch in der "alten" Datenbank stehen), ist die Aussage „dreistellig“ absolut korrekt. Da wurde also nichts künstlich aufgeblasen. Mir ist Ehrlichkeit wichtig - solche „Marketing“-Spielchen mit falschen Zahlen habe ich schlicht nicht nötig.

2. Zum Thema „Ehrenamt“ & Vision: Das Engagement vieler Freiwilliger ist toll, aber ich verfolge mit Velopit eine größere Vision, die über ein kleines Hobby-Skript hinausgeht. Um diese Vision professionell umzusetzen (stabile Server, API-Anbindungen, Weiterentwicklung), sind Investments und zusätzliche Ressourcen nötig. Das lässt sich langfristig nicht aus der Portokasse finanzieren, wenn die Qualität stimmen soll. Meine Haltung ist simpel: Wenn man am Ende des Tages einen echten Mehrwert für die Leute schafft, die das Produkt nutzen, ist es auch nicht verwerflich, dafür einen Preis zu verlangen. Ob der gerechtfertigt ist, wird der Markt entscheiden.
Jetzt aber wirklich: Guten Rutsch!
 
Was mich noch interessieren würde:


Wie ist denn das, wenn man jetzt den "faundrs päss", also "Äpp lebenslang für 29EUR" kauft?

Was bekommt man dann? Ne Äpp für Android/iOS? Mac/PC?

Ist das dann ein Standalone-Installer für Mac/PC, der einmalig mit einer Serial (offline?) aktiviert wird und dann lebenslang funktionsfähig bleibt, vorausgesetzt, man schafft es, die (irgendwann sicherlich veraltete und inkompatible) Software auf einem kompatiblen (alten) OS zu betreiben?

Oder nur eine Äppstore-Äpp, die bei Nichterfolg des Projekts aus dem Äppstore verschwindet und nicht mehr geplegt wird?

Weil dann stellt sich wie immer das Problem, dass die Kunden spätestens in ein paar Jahren ein neues Handy mit neuem OS haben, das natürlich inkompatibel ist, selbst, wenn die Äpp im Äppstore noch in den getätigten Käufen zu finden ist.

Ist das einfach ne Software für Desktop-Plattformen, die sich unabhängig von irgendeinem Aktivierungsserver theoretisch ewig nutzen lässt?

Oder was ausm Äppstore und nur für Handies? Beide Plattformen?

Auf der Website sehe ich einen Screenshot, der offensichtlich ein MacOS-Fenster zeigt.

Aber keinerlei Angaben, welche Plattformen unterstützt werden und wie das Distributionsmodell aussieht. Hä?

Sowas ist für manche Interessenten maximal kaufentscheidend und diese Information fehlt komplett, oder habe ich auf der Website etwas übersehen?

Ich würde kein Geld ausgeben, wenn ich nicht sicher sein kann, dass die Software, die ich kaufe, auch in Zukunft einschränkungslos nutzbar sein wird, selbst wenn der Entwickler sie einstellt.

Wenn ich jetzt was von Adobe oder Apple (im Äppstore) kaufe, kann ich in der Regel davon ausgehen, dass die gekaufte Software eine gute Weile unterstützt und an neue OS angepasst wird.

Bei einem kleinen Entwickler würde ich wirklich nur kaufen, wenn ich eine DRM-freie Software bekomme, die wirklich auch in Zukunft funktioniert.

Ohne, dass ich von einem dritten Anbieter (Betrieb Äppstore) abhängig bin.

Ohne, dass ein Aktivierungsserver laufen muss, ohne den ich meine Lizenz nicht nutzen kann.


Wenn das garantiert ist, kann man den Kauf überlegen, finde ich. Das wären für den aufgeklärten, mündigen Kunden die Grundvoraussetzungen.

Wieso findet man auf der Website keinerlei Infos zum Distributionsmodell?
 
Was mich noch interessieren würde:


Wie ist denn das, wenn man jetzt den "faundrs päss", also "Äpp lebenslang für 29EUR" kauft?

Was bekommt man dann? Ne Äpp für Android/iOS? Mac/PC?

Ist das dann ein Standalone-Installer für Mac/PC, der einmalig mit einer Serial (offline?) aktiviert wird und dann lebenslang funktionsfähig bleibt, vorausgesetzt, man schafft es, die (irgendwann sicherlich veraltete und inkompatible) Software auf einem kompatiblen (alten) OS zu betreiben?

Oder nur eine Äppstore-Äpp, die bei Nichterfolg des Projekts aus dem Äppstore verschwindet und nicht mehr geplegt wird?

Weil dann stellt sich wie immer das Problem, dass die Kunden spätestens in ein paar Jahren ein neues Handy mit neuem OS haben, das natürlich inkompatibel ist, selbst, wenn die Äpp im Äppstore noch in den getätigten Käufen zu finden ist.

Ist das einfach ne Software für Desktop-Plattformen, die sich unabhängig von irgendeinem Aktivierungsserver theoretisch ewig nutzen lässt?

Oder was ausm Äppstore und nur für Handies? Beide Plattformen?

Auf der Website sehe ich einen Screenshot, der offensichtlich ein MacOS-Fenster zeigt.

Aber keinerlei Angaben, welche Plattformen unterstützt werden und wie das Distributionsmodell aussieht. Hä?

Sowas ist für manche Interessenten maximal kaufentscheidend und diese Information fehlt komplett, oder habe ich auf der Website etwas übersehen?

Ich würde kein Geld ausgeben, wenn ich nicht sicher sein kann, dass die Software, die ich kaufe, auch in Zukunft einschränkungslos nutzbar sein wird, selbst wenn der Entwickler sie einstellt.

Wenn ich jetzt was von Adobe oder Apple (im Äppstore) kaufe, kann ich in der Regel davon ausgehen, dass die gekaufte Software eine gute Weile unterstützt und an neue OS angepasst wird.

Bei einem kleinen Entwickler würde ich wirklich nur kaufen, wenn ich eine DRM-freie Software bekomme, die wirklich auch in Zukunft funktioniert.

Ohne, dass ich von einem dritten Anbieter (Betrieb Äppstore) abhängig bin.

Ohne, dass ein Aktivierungsserver laufen muss, ohne den ich meine Lizenz nicht nutzen kann.


Wenn das garantiert ist, kann man den Kauf überlegen, finde ich. Das wären für den aufgeklärten, mündigen Kunden die Grundvoraussetzungen.

Wieso findet man auf der Website keinerlei Infos zum Distributionsmodell?
Webapp...
Alle reden hier über App, dabei gehts um eine Webapp 🤭
 
Webapp...
Alle reden hier über App, dabei gehts um eine Webapp 🤭

Also heißt "lebenslang" in etwa: so lange der Entwickler die Lust dazu hat, die Infrastruktur bereitzustellen?

Falls es finanziell floppt, wird er den Dienst einstellen und das war's dann gewesen, Geld dahin?

Das wäre kein lebenslang und auch keine Software, die man erwirbt und deren Betrieb man nach Lizenzerwerb eigenverantwortlich sicherstellen kann.

So erwirbt man maximal das Recht, den Dienst eine nicht genauer definierte Zeitspanne nutzen zu dürfen.

Aber ich will nicht rummäkeln, wo ich so wenig darüber weiß. (Nicht wissen kann.)

Hast du Zugriff und falls ja, hast du dafür bezahlt?

Die Seite hat ja nicht einmal ein Impressum, aber man will Geld. 🍿

Dachte, ein Impressum wäre Pflicht und das allermindeste.

Du hast recht, da finde ich nichts. Man will doch wissen, mit wem man es zu tun hat, wo der Gerichtsstand im Zweifel ist, all sowas.

AGB gibt's auch keine.

Da hätte ich gern reingeschaut und meine Fragen selbst beantwortet.

Ist das überhaupt legal?! Sobald ich ein Produkt anbiete, muss ich doch greifbar sein.
 
Also heißt "lebenslang" in etwa: so lange der Entwickler die Lust dazu hat, die Infrastruktur bereitzustellen?
Das ist so ähnlich wie bei der "Lifetime Warranty" für einen Fahrradrahmen. Wenn der Hersteller sein Geschäft schließt, dann kannst Du den Garantieschein auch zum Altpapier geben. Oder - anderes Szenario - Du bekommst zwar einen neuen Rahmen, aber der hat eine hässliche Farbe, und Deine vorhandenen Komponenten passen nicht mehr wegen geänderter Standards.

Ansonsten kannst Du auch bei Kaufsoftware (einmalige Zahlung) nicht erwarten, dass diese auch in beliebig entfernter Zukunft lauffähig ist. Ich habe erhebliche Zweifel, dass ein Word 97 aus den 90ern des letzten Jahrhunderts problemlos auf einem aktuellen Windows11-Rechner läuft.
 
Das ist so ähnlich wie bei der "Lifetime Warranty" für einen Fahrradrahmen. Wenn der Hersteller sein Geschäft schließt, dann kannst Du den Garantieschein auch zum Altpapier geben. Oder - anderes Szenario - Du bekommst zwar einen neuen Rahmen, aber der hat eine hässliche Farbe, und Deine vorhandenen Komponenten passen nicht mehr wegen geänderter Standards.

Ansonsten kannst Du auch bei Kaufsoftware (einmalige Zahlung) nicht erwarten, dass diese auch in beliebig entfernter Zukunft lauffähig ist. Ich habe erhebliche Zweifel, dass ein Word 97 aus den 90ern des letzten Jahrhunderts problemlos auf einem aktuellen Windows11-Rechner läuft.
Verstehe deinen Punkt.

Garantieansprüche nach 50 Jahren geltend machen, wenn's die Firma nicht mehr gibt, ist aber was anderes.


Bei Kaufsoftware gehe ich davon aus, dass mir die Software lebenslang "gehört". Also ich uneingeschränktes Recht zur Nutzung auf unbestimmte Dauer habe und dafür natürlich die Infrastruktur selbst betreibe.


Das betreiben der Infrastruktur hat ja immer schon dazu gehört. Eine Waschmaschine ist ohne Strom/Wasser nutzlos. Ein Auto in der Regel von asphaltierten Straßen und Treibstoff abhängig. Heute wird das aber unangenehm eng zusammengefasst und ich begebe mich in viel größere Abhängigkeiten als früher.


Appstores und DRM untergraben die eigenverantwortliche und freie Nutzung schon komplett.

Ich bin abhängig von einem Dritten, der mir meine Software aus der Ferne deaktivieren kann, den Zugang verweigern kann, etc. Alles, nur kein Eigentum (respektive Lizenz zur Nutzung). Und die Softwarenutzung setzt eine Internetverbindung voraus. Lizenzserver offline, länger nicht eingeloggt? Deine Software wird abgeschaltet.

Und klar kann ich erwarten, dass die in beliebig entfernter Zukunft lauffähig ist!

Ich muss mich halt selbst darum kümmern.

Zugegeben, Hardware aus den 90ern am Laufen zu halten wird zunehmend schwieriger, weil das Zeug alt ist und irgendwann kaputtgeht.

Braucht man aber nicht.

Virtualisierung löst dieses Problem.

Du kannst auf aktuellen Rechnern einfach eine VM mit Win95 oder jedem anderen X-beliebigen OS laufen lassen und so deine (evtl. uralte, aber evtl. sehr spezielle, teure oder alternativlose) Software laufen lassen.

Beispielsweise gibt es sündhaft teure Maschinen, die noch mit alter Software betrieben werden müssen, weil die nie jemand aktualisiert hat, die Firma pleite ist, der Hersteller kein Geld in Support stecken wollte, wasweißich. Es gibt spezielle Software, die einfach exakt das tut, was sie soll und die keinerlei "Updates" benötigt.

Oft spezielle Fälle, klar.

Aber wenn du eine Industriemaschine oder eine Software für deine Rechtsanwaltskanzlei gekauft hast, willst du die einfach nur betreiben, wenn sich die Anforderungen nicht verändern. Da brauchst du kein Update und nichts, die erfüllt ihren speziellen Zweck und ist ausgereift/ausentwickelt. Klar will der Privatanwender dauernd was neues und wird dazu genötigt, aber wenn etwas wirklich funktionieren soll gilt "never change a running system!"

Mein Punkt ist auch und vor allem das Eigentum an der Sache.. Einmal bezahlen und bei Bedarf wirklich lebenslang nutzen.

Das ist halt bei einer Webapp kaum realistisch.

Ganz generell ist das ein Riesenproblem geworden. Die Leute besitzen das Zeug nicht mehr, sie mieten nur den Zugriff auf einen Dienst - und dieser Zugriff kann jederzeit verweigert werden.

Aber solang's halt keinen juckt, wird sich diese Praxis nur verschlimmern.

Das Zeug SOLL niemandem gehören, deine Software SOLL gar nicht lange lauffähig sein, dein Auto SOLL nicht mehr fahren, wenn der Hersteller die Server abstellt.

Einmal verkaufen ist ja auch ein mieses Geschäftsmodell. Leute dazu zwingen, neu zu kaufen, ist viel cleverer.


Und die Abhängigkeiten sind teilweise fatal.

Beispiel aus der Realität: In Russland konnten Besitzer ihre Porsche unlängst einfach nicht mehr starten. Abhängig von einem Internetdienst. Dein Land hat gerade Stress mit jemandem? Ciao Porsche!

Wer sich früher darauf verlassen hat, im Notfall mit einem Auto von A nach B fahren zu können, der sollte das nicht mehr tun. Zumindest nicht mit irgendeinem Auto, da muss man schon genau drauf schauen, welches Auto wirklich noch "offline" funktioniert.

Früher hat man vielleicht penibel auf die Wartung geachtet, hat sein Auto winterfest gemacht, um nicht bei Eiseskälte zu stranden, hat alle Vorsorge getroffen und trotzdem kann dir das Ding heutzutage fernbedient abgeschaltet werden.

https://www.autoblog.com/news/all-of-russias-porsches-were-bricked-by-a-mysterious-satellite-outage
https://www.tagesspiegel.de/gesells...d-stehen-hunderte-porsche-still-15028969.html

Und das ist nicht der Einzige Fall dieser Art.

Man wird so dermaßen leicht enteignet, bzw. hat sich den Besitz nur vorgemacht, DAS ist mein hauptsächlicher Kritikpunkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Verstehe deinen Punkt.

Garantieansprüche nach 50 Jahren geltend machen, wenn's die Firma nicht mehr gibt, ist aber was anderes.


Bei Kaufsoftware gehe ich davon aus, dass mir die Software lebenslang "gehört". Also ich uneingeschränktes Recht zur Nutzung auf unbestimmte Dauer habe und dafür natürlich die Infrastruktur selbst betreibe.


Das betreiben der Infrastruktur hat ja immer schon dazu gehört. Eine Waschmaschine ist ohne Strom/Wasser nutzlos. Ein Auto in der Regel von asphaltierten Straßen und Treibstoff abhängig. Heute wird das aber unangenehm eng zusammengefasst und ich begebe mich in viel größere Abhängigkeiten als früher.


Appstores und DRM untergraben die eigenverantwortliche und freie Nutzung schon komplett.

Ich bin abhängig von einem Dritten, der mir meine Software aus der Ferne deaktivieren kann, den Zugang verweigern kann, etc. Alles, nur kein Eigentum (respektive Lizenz zur Nutzung). Und die Softwarenutzung setzt eine Internetverbindung voraus. Lizenzserver offline, länger nicht eingeloggt? Deine Software wird abgeschaltet.

Und klar kann ich erwarten, dass die in beliebig entfernter Zukunft lauffähig ist!

Ich muss mich halt selbst darum kümmern.

Zugegeben, Hardware aus den 90ern am Laufen zu halten wird zunehmend schwieriger, weil das Zeug alt ist und irgendwann kaputtgeht.

Braucht man aber nicht.

Virtualisierung löst dieses Problem.

Du kannst auf aktuellen Rechnern einfach eine VM mit Win95 oder jedem anderen X-beliebigen OS laufen lassen und so deine (evtl. uralte, aber evtl. sehr spezielle, teure oder alternativlose) Software laufen lassen.

Beispielsweise gibt es sündhaft teure Maschinen, die noch mit alter Software betrieben werden müssen, weil die nie jemand aktualisiert hat, die Firma pleite ist, der Hersteller kein Geld in Support stecken wollte, wasweißich. Es gibt spezielle Software, die einfach exakt das tut, was sie soll und die keinerlei "Updates" benötigt.

Oft spezielle Fälle, klar.

Aber wenn du eine Industriemaschine oder eine Software für deine Rechtsanwaltskanzlei gekauft hast, willst du die einfach nur betreiben, wenn sich die Anforderungen nicht verändern. Da brauchst du kein Update und nichts, die erfüllt ihren speziellen Zweck und ist ausgereift/ausentwickelt. Klar will der Privatanwender dauernd was neues und wird dazu genötigt, aber wenn etwas wirklich funktionieren soll gilt "never change a running system!"

Mein Punkt ist auch und vor allem das Eigentum an der Sache.. Einmal bezahlen und bei Bedarf wirklich lebenslang nutzen.

Das ist halt bei einer Webapp kaum realistisch.

Ganz generell ist das ein Riesenproblem geworden. Die Leute besitzen das Zeug nicht mehr, sie mieten nur den Zugriff auf einen Dienst - und dieser Zugriff kann jederzeit verweigert werden.

Aber solang's halt keinen juckt, wird sich diese Praxis nur verschlimmern.

Das Zeug SOLL niemandem gehören, deine Software SOLL gar nicht lange lauffähig sein, dein Auto SOLL nicht mehr fahren, wenn der Hersteller die Server abstellt.

Einmal verkaufen ist ja auch ein mieses Geschäftsmodell. Leute dazu zwingen, neu zu kaufen, ist viel cleverer.


Und die Abhängigkeiten sind teilweise fatal.

Beispiel aus der Realität: In Russland konnten Besitzer ihre Porsche unlängst einfach nicht mehr starten. Abhängig von einem Internetdienst. Dein Land hat gerade Stress mit jemandem? Ciao Porsche!

Wer sich früher darauf verlassen hat, im Notfall mit einem Auto von A nach B fahren zu können, der sollte das nicht mehr tun. Zumindest nicht mit irgendeinem Auto, da muss man schon genau drauf schauen, welches Auto wirklich noch "offline" funktioniert.

Früher hat man vielleicht penibel auf die Wartung geachtet, hat sein Auto winterfest gemacht, um nicht bei Eiseskälte zu stranden, hat alle Vorsorge getroffen und trotzdem kann dir das Ding heutzutage fernbedient abgeschaltet werden.

https://www.autoblog.com/news/all-of-russias-porsches-were-bricked-by-a-mysterious-satellite-outage
https://www.tagesspiegel.de/gesells...d-stehen-hunderte-porsche-still-15028969.html

Und das ist nicht der Einzige Fall dieser Art.

Man wird so dermaßen leicht enteignet, bzw. hat sich den Besitz nur vorgemacht, DAS ist mein hauptsächlicher Kritikpunkt.
Ich habe jahrelang Microsoft Office-Pakete auch privat verwendet, inklusive Outlook. Als Passwortmanager A.I. Roboform. Nun gibt es beides faktisch nur noch als Abomodel - damit war bei mir das Momentum erreicht, von MS Office auf Libre Office und Thunderbird umzusteigen - um meine alten outlook-emails in Thunderbird importieren zu können, habe ich dann noch einmal Geld für eine Konvertierungssoftware in die Hand genommen. Als PW-Manager KeePass, auf dem Iphone KeePassium.
Ich besaß einmal eine App für's Iphone, die als Kopfhörerverstärker unterschiedliche Hörkurven erlaubte, und v.a. die viel zu starke Stereotrennung der Kanäle, die beim Hören über Kopfhörer extrem unnatürlich klingt, stufenlos reduzieren konnte. Gekauft, "lebenslang". Dummerweise gab es die Firma dann nicht mehr, so daß mit dem nächsten Iphone die App nicht mehr neu installiert werden konnte.
Ich lehne jedes Abomodell konsequent ab, und werde auch z.B. Autohersteller, die mich "Premium"funktionen wie Sitzheizung nur über eine Monatsmiete freischalten lassen, boykottieren. Aktuell hat BMW wohl eine eigene "BMW-Schraube" kreiert, für die man Spezialwerkzeug braucht - kommt nicht wirklich gut an...
Machen wir uns nichts vor- was kann man wirklich besitzen? Gold? Wurde immer mal wieder enteignet, u.a. unter Nixon. Immobilie? Nein - ich zahle zum einen eine "Grundsteuer", die mitnichten zweckgebunden für z.B. Infrastruktur verwendet wird - die bezahlt man ja extra. Zum anderen gab es auch da immer wieder Zwangsenteignungen - 1952 wurden Hausbesitzern einen staatliche Hypothek auf 50% des Immobilienwertes oktroyiert - "Lastenausgleichsgesetz". Autos werden durch Politik - u.a. EU-Richtlinien - und die Hersteller selbst in die Zange genommen - selbst bei "Premium"herstellern gibt es teilweise für 16 Jahre alte Fahrzeuge keine Ersatzteile mehr, und für meinen Mercedes, Baujahr 2016, gibt es kein neues Kartenmaterial - das "aktuellste" ist Stand 2021!
 
Velopit ist doch gar nicht Abo Modell gedacht 🤔

Und "lebenslang" bedeutet natürlich auch nicht lebenslang im Wortsinn. Dass technische Standards irgendwann durch neue abgelöst werden, sollte klar sein. Wenn ich die velopit app kaufen würde, würde ich realistischerweise nicht erwarten, dass die auch im Jahr 2036 noch läuft. Wär mir aber auch egal; das wären dann ja auch nur Kosten von 3 Euro/Jahr, also eigentlich freeware.
 
Man könnte auch sagen, die App ist u.U. gefährlich für Radfahrer. Wenn diese sich auf die App Angaben verlassen. Für die Ermittlung von Verschleiss und Tauschbedarf gibt es Verschleisslehren bzw. entsprechende Markierung am Verschleissteil. Wer diese nicht kennt, sollte besser den Radladen vor Ort aufsuchen. Für das Geld der App bietet der lokale Radladen auch seinen Service an.
Zum Thema KI und Sinnhaftigkeit ist schon genug gesagt.
 
Absolut. Und trotzdem gibts Sachen wie z.B. Kassetten, wo es etwas weniger eindeutig ist und die Gesamtlaufleistung dann doch schon interessant sein kann. Jeder nutzt halt was und worauf er / sie Lust hat.

Aber einige hier haben sich glaube ich auch verlesen und den WEB Teil in der Web-App übersehen ;-)
Den
Bedarf neuer Ritzel oder ganzer Kassette bestimmt man nicht über Gesamtleistung, sondern nach Optik/Verschleisslehre bzw. Kettenverhalten.

Wenn es eine App gäbe, bei der man die Kassette frontal fotografiert und die App dann sagen könnte: 13er Ritzel, 15 und 17 Ritzel etc müssten getauscht werden, das wäre mal eine sinnvolle App. Und da würden einige bestimmt auch zahlen, weil man nur entsprechende Ritzel nachkauft und Geld spart. Und das müsste man mit KI gut umsetzen können. Allerdings müsste man dafür die KI trainieren. Dafür benötigt es sehr vieler hochauflösender Bilder von "guten" und "abgenutzten" Ritzel. Aber am Ende läuft msn trotzdem Gefahr, dass Kette und Kassette nicht mehr zusammenpassen und man doch alles einmal austauscht.
 
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