Es hat sich halt durchgesetzt und wird (für mein Empfinden) oftmals viel zu unkritisch hinterfragt. Das mit den Äppz.
Es gibt ja berechtigte Kritikpunkte an vielen Äpps, äh Programmen:
- unnötig, kompliziert und über's Knie gebrochener Nutzen. "Hauptsache Äpp", egal wie nervig das für den Nutzer ist, wir haben ihn ja schon dahingehend konditioniert."
- nötigt in Abonnements (ganz oft klar Sinn und Zweck, aber hier driften Kunden/Unternehmerinteressen halt auch stark auseinander)
- Datenabsaugen und Schattenwirtschaft mit geklauten Inhalten durch KI?!
Ist das alles kein Thema mehr?
Bin keine der "ewig gestrigen Boomer-Kartoffeln", oder mit welchem Kampfbegriff da mittlerweile hantiert wird.
Aber als ich Anfang des Jahrtausends Zwölf Jahre alt war und ein ziemlicher Computernerd, da waren (in meiner Blase jedenfalls) diese ganzen DRM-Geschichten und die TPM-Chips in allen Computern ein ziemliches Thema. Trusted Platform Computing als Auftakt zur digitalen Versklavung der Menschheit, für viele quasi als direkter Weg in den Totalitarismus, als Untergrabung der Demokratie.
Und heute, fast Forward, 25 Jahre später?
Hat sich das alles durchgesetzt, ist das Internet durchkommerzialisiert und überwacht, sind geschlossene Systeme mit Äpp und Kontozwang der Standard.
Aber hauptsache, wir "ewig gestrigen Boomer" müssen uns anhören, dass wir nur meckern, alt und verknöchert im Denken sind?
Im Ernst, das Internet war mal ein Freiraum.
Und Technologieaffinität sollte Technologiekritik immer auch mit einschließen. Alles andere wäre maximal naiv..
Heute ist es komplett in der Hand der Tech-Konzerne, für jeden Scheiss gibt's ne Äpp die "gratis" ist, dafür zahlt man mit seinen Daten und in der Zukunft vielleicht auch mit seiner Freiheit.