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Projektvorstellung: Velopit - Digitales Scheckheft & Setup-Verwaltung

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Re: Projektvorstellung: Velopit - Digitales Scheckheft & Setup-Verwaltung
Nun lasst ihn doch erstmal machen.

Da sind ja auch ein paar gute Ideen dabei (Manuals und so, eventuell Einbinden von Tutorials). Auch wenn ich persönlich glaube, dass man sich mit sowas unendlich viele Pflegegräber auf den Hof holt...

...und dann eventuell noch eine Grabpflege-App für den App-Entwickler benötigt;).

g.
nein, da ist nicht eine sinnvolle EIGENE Idee darin, aber jede Menge Abgreifen - denn jeder, der in die App einpflegt, füttert damit die Datenkrake. Interessant wären dann copyright-Betrachtungen - s. google etc., die ihre KIs mit "frei verfügbaren", aber eben nicht zwingend für jegliche Weiternutzung freigegebene Dokumente scannen und verarbeiten...
 
Hallo zusammen,

ich arbeite gerade an einem privaten Projekt namens Velopit. Kurz gesagt: Ich wollte weg von unübersichtlichen Excel-Tabellen und habe eine Web-App gebaut, die als "digitales Scheckheft" für den eigenen Fuhrpark dient.

Frage an euch:
Was ist euch bei so einem Tool am wichtigsten? Was sind eure absoluten "Must-Haves", damit die App für euch nützlicher ist als die klassische Excel-Tabelle?

Viele Grüße,
Michael
Interessantes Projekt, aber ich sehe die Realisierung auch eher skeptisch.
Was ist denn die klassische Excel Tabelle und warum ist die unübersichtlich?
Für wen ist das Tool gedacht:
  1. Diejenigen, die alles an ihren Rädern selber machen?
  2. Leute, die sich bisher nicht trauen aber mit dieser Hilfestellung (z.B. welche Teile brauche ich?) vielleicht schon?
  3. Fahrer, die eh alles beim Fahrradhändler machen lassen und nur wissen wollen, wann der nächste Service sein sollte?
Was die App macht:

• Smart Maintenance:
Berechnet Wartungs- und Austauschintervalle für alle Komponenten basierend auf Laufleistung und Zeit. Feature: Komponenten können zwischen mehreren Rädern getauscht werden - die Laufleistung wandert dabei automatisch mit.
Da geht es schon los.
Wie soll das Tool z.B. die Zuverlässigkeit des Rohloff Calibers erreichen? Der berücksichtigt automatisch, ob auch bei Schlechtwetter gefahren wird und ob die Fahrer ihr Material pflegen und schonend fahren.
Als ich mein erstes Rennrad kaufte (1989) hieß es, Kette nach 2.000km wechseln. Da hat mir die Kettenlehre inzwischen schon viele Kettenkäufe gespart, es gab hier aber auch schon Leute, die nur 1.000km/ Kette schaffen.
Bsp. Reifen: Manche haben alle 60km einen Platten, andere fahren mit dem gleichen Setup 10.000km ohne Defekte.

Was die App macht:

• Setup Vault:
Speichert eure Setups (Fitting-Daten, Reifendruck-Szenarien) individuell für jedes Rad und jeden Einsatzzweck.
Haben die Freaks hier schon in ihrer Excel Tabelle
Was die App macht:

• AI Crew Chief:
Ein integrierter Bot, der die exakten Spezifikationen eurer Räder kennt. Statt Google zu durchforsten, fragt ihr einfach den Crew Chief nach Reparaturanleitungen, kompatiblen Ersatzteilen und Optimierungspotenzialen.
Hier gibt es immer wieder Fragen zur Kompabilität, die nicht mit ja/nein beantwortet werden können. Bsp. "kann das SS Schaltwerk noch ein 32er Ritzel schalten?", "Brauche ich einen neuen Umwerfer, wenn ich die Ultegra Kurbel gegen eine GRX tausche"?
Ich probiere auch gerne Sachen aus und fahre an meinem Ratt DA Komponenten aus 3 verschiedenen Generationen. Steht so in keiner Shimano Spezi.
Nicht zu unterschätzen ist auch der Pflegeaufwand des Tools - bei täglichen Neuerscheinungen von Teilen...

Bin gespannt auf das Ergebnis und drücke Dir (bei aller Skepsis) die Daumen.
 
in der Tat, man muß dann der App noch das geputzte bike zeigen -ich denke, wir sind uns hier einig, daß es eine Totgeburt ist, oder :-) ?

Ich sehe dahinter eine gute Intention, die Umsetzung ist aufgrund der vielen hier genannten Variablen schwierig. Am Ende arbeitet man mit Standardwerten, die man dann doch wieder mit dem tatsächlichen Verschleiß am Objekt abgleichen muss. Die App wird somit kein zuverlässiges Tool sein, eher ein ,Erinnerungsmarker', dass man sich einen Bremsbelag oder eine Kassette mal anschauen sollte. Der Interessentenkreis hierfür scheint mir überschaubar, imo eher was für Rennradneulinge, aber vllt bin ich bei aktuellen Ansprüchen der Informationsgesellschaft auch nicht mehr auf dem Laufenden.

Nebenbei und ganz persönlich ist ein Rennratt in meinen Augen ein wunderbares analoges und auf das wesentliche reduzierte Gerät, dem ich gern auch die notwendige Aufmerksamkeit ohne digitalen Firlefanz widmen möchte.
 
Muss eher was mit der "App-ifizierung" des Lebens zu tun haben.

Und nein, ich würde mich nicht als hängengebliebene "Herbstgeneration" (oder wie das hier hieß) bezeichnen, aber nicht alles Analoge muss ne App-Begleitung haben. Zumal apps ja auch nerven können. :rolleyes:
Stimmt, hab bei vielen Rad-Inseraten so präzise Kilometerleistungen wie "laut Strava exakt 8742km gelaufen" lesen müssen.

Als ob da lückenlos jeder Meter dokumentiert wurde und man nicht einfach mal vergessen hat, die Äpp einzuschalten und diese dann auch keine Fehlfunktion hatte, der Akku leer war oder sonstwas. Aber da steht's schwarz auf weiß, also MUSS es stimmen. :p
 
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PS: Ich nutze bei Erreichen der Verschleißgrenze die Kleinanzeigen-App.
 
Darum geht es Doch gar nicht. Aber warum muss ich der ganzen Welt 24/7 auf die Nase binden, was ich alles doof finde. Tobt Euch im Höhlenmalerei Forum aus.
Ahem, hier will jemand eine kommerzielle App erstellen, und will potentielle Kunden befragen. Warum also soll ich ihm nicht die Freundlichkeit erweisen, mich dahingehend zu äußern?
Es ist echt süß, wie hier Leute, die vermutlich nicht eine einzige höhere Programmiersprache beherrschen, selbst nicht ein einziges Computerprogramm geschrieben haben, auf "Höhlenmalerei" verweisen... Ihr Jungen seid "digital natives"? Nein, Ihr könnt wischen, und sonst gar nichts!
 
Darum geht es Doch gar nicht. Aber warum muss ich der ganzen Welt 24/7 auf die Nase binden, was ich alles doof finde. Tobt Euch im Höhlenmalerei Forum aus.
Doch, genau darum gehts es. Der Ersteller wollte doch Feedback.

Danke für den Zuspruch! Ich nehme die Kritik der anderen trotzdem gerne an. Eine App-Lösung ist sicherlich nicht etwas für jeden - aber ich war einfach neugierig, jetzt schon Feedback einzuholen, bevor ich an den Usern vorbei entwickle.
Die App ist in meinen Augen zum scheitern verurteilt, weil einfach zu viele Parameter nicht berücksichtigt werden können und dies wird halt Rückgemeldet, wie es sich der TE erwünscht hat.
 
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Es ist echt süß, wie hier Leute, die vermutlich nicht eine einzige höhere Programmiersprache beherrschen, selbst nicht ein einziges Computerprogramm geschrieben haben, auf "Höhlenmalerei" verweisen... Ihr Jungen seid "digital natives"? Nein, Ihr könnt wischen, und sonst gar nichts!
Na ja, digital native heißt ja nicht, dass ich mich in irgendeiner IT Spezialdisziplin auskennen muss. Ich würde schon sagen, dass sich jüngere Generationen schneller und selbstverständlicher mit so app Gedöns auseinandersetzen als ältere.

Der eigene Blick auf die Welt ist niemals allgemeingültiger Maßstab. ;)
 
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Creme de la Creme der grimmigen Griesberts unterwegs hier 😅 Furchtbar

WAYNE interessiert es, was ihr alles nicht mögt, braucht und auf Papier kritzelt...
Eingangspost nicht gelesen, nicht verstanden oder schon wieder vergessen?
Frage an euch:
Was ist euch bei so einem Tool am wichtigsten? Was sind eure absoluten "Must-Haves", damit die App für euch nützlicher ist als die klassische Excel-Tabelle?
 
Es hat sich halt durchgesetzt und wird (für mein Empfinden) oftmals viel zu unkritisch hinterfragt. Das mit den Äppz.

Es gibt ja berechtigte Kritikpunkte an vielen Äpps, äh Programmen:

- unnötig, kompliziert und über's Knie gebrochener Nutzen. "Hauptsache Äpp", egal wie nervig das für den Nutzer ist, wir haben ihn ja schon dahingehend konditioniert."

- nötigt in Abonnements (ganz oft klar Sinn und Zweck, aber hier driften Kunden/Unternehmerinteressen halt auch stark auseinander)

- Datenabsaugen und Schattenwirtschaft mit geklauten Inhalten durch KI?!

Ist das alles kein Thema mehr?

Bin keine der "ewig gestrigen Boomer-Kartoffeln", oder mit welchem Kampfbegriff da mittlerweile hantiert wird.

Aber als ich Anfang des Jahrtausends zwölf Jahre alt war und ein ziemlicher Computernerd, da waren (in meiner Blase jedenfalls) diese ganzen DRM-Geschichten und die TPM-Chips in allen Computern ein ziemliches Thema. Trusted Platform Computing als Auftakt zur digitalen Versklavung der Menschheit, für viele quasi als direkter Weg in den Totalitarismus, als Untergrabung der Demokratie.



Und heute, fast Forward, 25 Jahre später?

Hat sich das alles durchgesetzt, ist das Internet durchkommerzialisiert und überwacht, sind geschlossene Systeme mit Äpp und Kontozwang der Standard. Fabulieren Politiker von einer Klarnamenpflicht und gibt es digitale Blockwarte und Meldestellen zur anonymen Denunziation.

Aber hauptsache, wir "ewig gestrigen Boomer" müssen uns anhören, dass wir nur meckern, alt und verknöchert im Denken sind? :p

Im Ernst, das Internet war mal ein Freiraum und nicht der feuchte Traum eines jeden Wildwestkapitalisten!

Und Technologieaffinität sollte Technologiekritik immer auch mit einschließen. Alles andere wäre maximal naiv..

Heute ist es komplett in der Hand der Tech-Konzerne, für jeden Scheiss gibt's ne Äpp die "gratis" ist, dafür zahlt man mit seinen Daten und in der Zukunft vielleicht auch mit seiner Freiheit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es hat sich halt durchgesetzt und wird (für mein Empfinden) oftmals viel zu unkritisch hinterfragt. Das mit den Äppz.

Es gibt ja berechtigte Kritikpunkte an vielen Äpps, äh Programmen:

- unnötig, kompliziert und über's Knie gebrochener Nutzen. "Hauptsache Äpp", egal wie nervig das für den Nutzer ist, wir haben ihn ja schon dahingehend konditioniert."

- nötigt in Abonnements (ganz oft klar Sinn und Zweck, aber hier driften Kunden/Unternehmerinteressen halt auch stark auseinander)

- Datenabsaugen und Schattenwirtschaft mit geklauten Inhalten durch KI?!

Ist das alles kein Thema mehr?

Bin keine der "ewig gestrigen Boomer-Kartoffeln", oder mit welchem Kampfbegriff da mittlerweile hantiert wird.

Aber als ich Anfang des Jahrtausends Zwölf Jahre alt war und ein ziemlicher Computernerd, da waren (in meiner Blase jedenfalls) diese ganzen DRM-Geschichten und die TPM-Chips in allen Computern ein ziemliches Thema. Trusted Platform Computing als Auftakt zur digitalen Versklavung der Menschheit, für viele quasi als direkter Weg in den Totalitarismus, als Untergrabung der Demokratie.



Und heute, fast Forward, 25 Jahre später?

Hat sich das alles durchgesetzt, ist das Internet durchkommerzialisiert und überwacht, sind geschlossene Systeme mit Äpp und Kontozwang der Standard.

Aber hauptsache, wir "ewig gestrigen Boomer" müssen uns anhören, dass wir nur meckern, alt und verknöchert im Denken sind? :p

Im Ernst, das Internet war mal ein Freiraum.

Und Technologieaffinität sollte Technologiekritik immer auch mit einschließen. Alles andere wäre maximal naiv..

Heute ist es komplett in der Hand der Tech-Konzerne, für jeden Scheiss gibt's ne Äpp die "gratis" ist, dafür zahlt man mit seinen Daten und in der Zukunft vielleicht auch mit seiner Freiheit.
wenn ich einfach nur überlege, wie sinnvoll eine google-Recherche in den späten 00er Jahren war: ja, auch da stand die eine oder andere Anzeige ganz oben, aber man fand rechts schnell, was man suchte. Heutzutage ist es selbst mit DuckDuckGo o.ä. schwierig, wirklich sinnvollen Ratschlag zu finden... nein, früher war nicht alles besser, aber einiges!
 
Darum geht es Doch gar nicht. Aber warum muss ich der ganzen Welt 24/7 auf die Nase binden, was ich alles doof finde. Tobt Euch im Höhlenmalerei Forum aus.


Die technischen und klar skizzierten Probleme einer solchen Idee als Höhlenmalerei bezeichnen, ist wirklich sehr reflektiert. Wie möchtest du denn diese sinnvoll lösen, wenn du schon auf der Schiene fährst?

Ich mein ich kann auch planen fliegend aus dem zehnten Stock zu hüpfen. Es wird halt sehr wahrscheinlich nicht klappen.🫣

Oder liegt der Denkfehler hier?
Eine KI kann nichts erzeugen. Und ein NN (hier mM nicht das richtige Modell, aber halt hip) ist auch nichts anderes als eine mehrstufige lineare Regression mit Beiwerk... da passiert keine Magic. Was nicht da ist, kann nicht entstehen. Das ist leider so.
 
Im Ernst, das Internet war mal ein Freiraum und nicht der feuchte Traum eines jeden Wildwestkapitalisten!
Der britische Maler David Hockney hat mal von der Kubifizierung (im Sinne des Kubismus) der Realität durch das Internet gesprochen. Sollte heißen, dass es dem Nutzer möglich wird, die Realität von jeder Seite aus zu betrachten und dadurch der "Wahrheit" näher zu kommen als beispielsweise durch lineares Fernsehen.

Ein schöner Traum ...
 
Nur, dass Ihr mal seht, dass Boomer-Bernd nicht nur nörgeln kann, sondern auch echt geile Ideen hat: Ein echter Gamechanger wäre zum Beispiel eine App, die Carbonkratzer nach Relevanz bewertet. Programmiertechnisch easy, man lässt das Foto entweder heimlich durch ne KI laufen, oder würfelt das Ergebnis 50:50, was dann dem üblichen Ergebnis der Foren-Bewertung gleich käme. Das Ganze koppelt man mit Werbung für Carbonrepair-Firmen und wird binnen 6 Monaten zum Millionär.

Copyright liegt bei mir, Anfragen erwünscht. ☝️
 
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Der britische Maler David Hockney hat mal von der Kubifizierung (im Sinne des Kubismus) der Realität durch das Internet gesprochen. Sollte heißen, dass es dem Nutzer möglich wird, die Realität von jeder Seite aus zu betrachten und dadurch der "Wahrheit" näher zu kommen als beispielsweise durch lineares Fernsehen.

Ein schöner Traum ...
Das ist kein Traum. Die Möglichkeiten, die uns - bei allem Kritikwürdigen - die technisch-digitale Entwicklung gebracht hat und bringen wird, sind famos. Allein, welche Möglichkeiten geschaffen wurden, als Verbraucher um Größenordnungen mündiger zu werden. Das Forum ist ein gutes Beispiel dafür. Bei aller reflektierter Vorsicht im Umgang mit allem, überwiegen die Vorteile bei weitem. Ein Segen für die Menschheit und eine absolute Wohlstandshebung in großen Teilen der Welt, die es vorher und ohne den technologischen Fortschritt nie gegeben hätte - vor allem nicht in dieser rasanten Geschwindigkeit. Und es ist aus Sicht unserer heute noch sehr begrenzten Horizonte für viele unvorstellbar, was es in 20 oder 50 Jahren alles geben wird.

Und das "Googeln" ist ein sehr gutes Beispiel: Ich bin selbst ein sehr guter Suchmaschinennutzer und finde vieles (alles), was ich suche, zielgerichtet schnell. Aber ich merke, dass ich langsam abgehängt werde, weil ich KI-Instrumente nur zurückhaltend nutze. Durch diese (altersbedingte?), latente Verweigerungshaltung werde ich eines Tages zurückgelassen am Rand stehen geblieben sein. Sie ist der papierne Überweisungsträger "meiner Generation", der meine Eltern damals nicht hat den Schritt aus der Vergangenheit in die Zukunft gehen lassen.

Aber so ist das Leben und die Evolution und man ist jeden Tag selbst gefordert, (halbwegs) am Puls der Zeit zu bleiben. Oder man koppelt sich bewusst ab - das kann natürlich auch ein individuell legitimes Modell sein.
 
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