AW: Paris - Stuttgart am Montag
und schläft und schläft.
Ich kann noch gar nicht fassen was da passiert ist.
In der dritten Gruppe um 20:30 war mein Start und wie es so ist jagen alle los, als ob es eine 100km Tour werden soll.
Da mein Ziel in 24 Stunden nach Brest zu kommen war, jagte ich natürlich mit.
Bei vielen wurde es dann ruhiger und ich brauste alleine meinem Ziel entgegen. Yippie es hat geklappt.
Ich realisiert gar nicht, dass wir nur eine kleine erste Gruppe aus vielleicht 100 Fahrern sind und der Rest noch kommt. DAs merkte ich, als in der 2. Nacht und auch noch am Tag tausende Radler entgegenkamen. (Selbst als ich schon 800km auf dem Tacho hatte, kamen noch welche entgegen)
Deshalb standen an den Kontrollen so viele Helfer rum und betreuten uns wenige rührend. Wie sah das erst ein paar Stunden später aus?
Eine Kontrollstelle nach Brest, als ich eine Stunde geschlafen habe, lagen die Radler schon kreuz und quer in der Verpflegungsstelle, in Bushaltestellen, auf Bürgersteigen....
Die Stunde Schlaf hat Wirkung gezeigt und ich düste wieder los und errechnete meine neue Ankunftszeit in Paris mit 2 Uhr. (es wurde 7:30 daraus)
Und das hätte auch bis km 1000 einigermaßen hingehauen. Ab da ging nichts mehr. Ich bekam ein Mikrophon unter die Nase und blickte wohl den Reporter nur komisch an, denn er verstand, dass ich nicht sprechen werde.
Die Schmerzen im linken Fuss (Wiegetritt) und am Hintern wurden immer größer und ich wurde immer langsamer. Legte mich in Abfahrtshaltung bei 20km/h auf den Lenker, nur damit ich nicht sitzen und nicht treten muss.
Ich glaube für die letzten 100km habe ich dann etwa 7 sTunden gebraucht und das sagt alles.
Es war ein unersetzliches Erlebnis mit vielen Höhen und vielen Tiefen. Ich bin froh, dass es sowas nur alle 4 Jahre gibt und das nächste mal koste ich die vollen 90 Stunden aus, mit Katrin und Tandem

Das Rad hat keinen Defekt gehabt (guter Job von woba in Renningen)
Herzlichen DANK an alle die mitgefiebert haben.
Viele Grüße Stefan