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nasse Füße

Ich habe so einiges durch – Überschuhe in unterschiedlichsten Dicken und Material, Winterschuhe und auch diese Neoprenabschlüsse von Gripgrab – und schon häufig unter nassen kalten Füßen gelitten.
Ich nutze seit 1-2 Jahren wasserdichte Socken von Sealskinz – z.B. diese. Die gibt es auch noch in dickerer und dünnerer Ausfertigung. Fühlen sich beim ersten Anziehen komisch an, aber damit fahre ich beim Matsch- und Pfützen-Graveln bei 5° nur mit normalen Schuhe (Shimano SH-XC902) für mind. 2 Std. ohne Probleme. Du musst Dir auch keine Sorgen machen, wenn Du innerhalb der Pfütze stecken bleibst und der Fuß im Wasser landet. Die sind so wasserdicht, dass man sie nach der Waschmaschine auf links ziehen und auswringen muss, ansonsten bleibt das Wasser in der Socken.

Ich habe, wenn es noch kälter wird auch noch Winterschuhe von Shimano. Winterschuhe für Rennrad-Cleatsysteme sind m.E., wegen der Kältebrücke an den Cleats rausgeschmissenes Geld. Die funktionieren nur bei absolut trockenen Bedingungen.
bzgl sealskinz:
Ich habe gerade von denen so gestrickte Handschuhe mit innen Merino in wasserdicht. Das Material fühlt sich irgendwie komisch an, zumindest nicht vergleichbar mit dem was ich unter gestrickt erwartet hätte. Wenn sich die Socken genauso anfühlen... weiß nicht. Als Handschuh, also Außenhülle, geht das, aber zwischen Fuß und Schuh? Ist das nicht ziemlich dick und nachgiebig?

bzgl Rennrad Cleatsystemen gegenüber MTB:
MTB brauchen eine Platte innen zur Justage, bei Rennradcleats sehe ich die Notwendigkeit einer Kältebrücke im Gegensatz zum MTB nicht. Übersehe ich etwas?

Gruß
dasulf
 
bzgl sealskinz:
Ich habe gerade von denen so gestrickte Handschuhe mit innen Merino in wasserdicht. Das Material fühlt sich irgendwie komisch an, zumindest nicht vergleichbar mit dem was ich unter gestrickt erwartet hätte. Wenn sich die Socken genauso anfühlen... weiß nicht. Als Handschuh, also Außenhülle, geht das, aber zwischen Fuß und Schuh? Ist das nicht ziemlich dick und nachgiebig?
Du meinst diese: https://www.bike24.de/p1755906.html … die habe ich auch.
Ja das ist schon ähnlich, wobei die Socken "feiner gestrickt" wirken. Es fühlt sicher nicht wie eine normale Socke an. Je nach dem welche Dicke Du nimmst, tragen die Socken schon auf, d.h. Du brauchst einen Schuh mit etwas Platz. Das mit der "Nachgiebigkeit" ist nur subjektiv. Als ich mir die Socken das erste Mal gekauft und anprobiert habe, habe ich gedacht das geht gar nicht. Das muss doch Falten werfen und das Ganze sitzt überhaupt nicht wie eine normale Socke. Bei Nutzung auf dem Rad ist das (bei mir) alles kein Thema mehr.

Ob das alles für Dich genauso funktioniert, weiß ich nicht. Es ist halt sehr subjektiv. Du verlagerst mit den Socken quasi den wasserfesten Überschuh in den Schuh und direkt an den Fuß. Das hat m.E. Vorteile in Bezug auf das Wärmemanagement, weil die Feuchtigkeit nicht direkt an die Haut kommt. Es fühlt sich natürlich nicht wie eine weiche Wollsocke an.
 
Hat jemand zufällig Erfahrung mit den aktuellen Assos RS Rainbooties und kann berichten?
Diese besitzen gegenüber dem Vorgängermodel nun einen Reißverschluss.

Ich war mit dem Vorgängermodell sehr zufrieden. Dummerweise sind die abhanden gekommen.


RS Rainbooties
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Zuletzt bearbeitet:
Update:
Inzwischen gibt es SPD-SL mit den Flandrien (toller Tragekomfort) bis ungefähr 5°C und ein Paar Lake CX-146X angeblich bis -4°C und wasserdicht. Mit den Flandrien ist man auf jeden Fall sicherer gegen Wassereinbruch von oben, bei den Lake muss ich mir da nochwas einfallen lassen (Beinlinge geben Nässe an Socken weiter und dann zieht die Nässe direkt in den Schuh). Die Flandrien sind länger als die Socken und damit passiert sowas nicht, passen aber auf keinen Fall über die Lake Winterstiefel. Die sind aber zumindest relativ warm und ich bin bedeutend häufiger gefahren als in den letzten Jahren.

Gruß
dasulf
 
Kalt und nass ist immer ne Gratwanderung, vor allem wenn man auch noch zum Schwitzen neigt. Fast schon egal, an welchem Körperteil.
Sealskinz funktionieren bei mir auch nur bei bestimmten Voraussetzungen. Wird es etwas zu warm und ich fange an zu schwitzen kommen sie recht schnell an ihre Grenzen. Wie bei allen Membranen gilt, ja, es geht mehr von innen nach außen als andersrum, aber eben auch nicht soooo viel.
Überschuhe sollten natürlich länger sein als die Socken, Lederschuhe sind ein Problem, wenn sie einmal nass sind (saugen sich voll). Es gibt auch recht niedrige warme Socken, müssen ja auch nicht zwingend Radsport Socken sein.

Weil das Thema Hose auch kurz zur Sprache gekommen ist: Für mich funktioniert eine kurze Regenhose ganz gut. Lange Hose geht nicht wg. dem Feuchtklima, was darin entsteht, kurz schützt aber den Hintern ganz gut.
 
Sealskinz funktionieren bei mir auch nur bei bestimmten Voraussetzungen.
Es gibt die Sealskinz ja in unterschiedlichen Ausführungen (Wärmestufen), wobei ich den Sinn bei der Sommerversion nicht sehe. Wasser von oben in die Socke bleibt immer ein Problem, egal wie gut man es abdichtet. Die große Stärke ist m.E.n. der Offroad-Einsatz bei nassen und matschigen Untergrund. Man muss sich keine Sorgen mehr machen, wo man den Fuß hinsetzt und die Schuhe werden hinterher bei Radputzen einfach mit abgespritzt.
 
Tipp aus dem Endurance Bereich. Habe ich auch nur abgekupfert. 1 Paar Socken dünn anziehen; Kleine Plastiktüten als weitere "Socke" drüber und darüber zweites Paar dünne Socken als Fixierung und Abriebschutz. Das ganze Paket dann rein in die Schuhe und bei Bedarf noch Überschuhe drüber. Da kann Wasser durch die Überschuhe oder Schuhe kommen, wie es will, denn es werden nur der Schuh und das äußere Paar Socken nass. Bei Alpenüberquerung ausprobiert und geht. Sieht zwar voll nach Penner aus, wenn man sich da reinwurstelt, funktioniert aber, denn die Füße und das innere Paar Socken bleiben trocken und können damit Wärme speichern. Wer allerdings zu Schweißfüßen neigt, sollte sich das überlegen, denn es erfolgt 0 Feuchtigkeitsaustausch.
 
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