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Marketing oder Tatsache.

Theodor1

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In der Rennrad gelesen ung verstehs nicht. Bringen die neuen Räder wirklich solche Vorteile?

Moderation: Vermutlich aus Unwissenheit, aber so etwas ist leider eine Urheberrechtsverletzung. Muss daher leider entfernt werden.
 
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Re: Marketing oder Tatsache.
Hilfreichster Beitrag geschrieben von messi

Hilfreich
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Selbst mit einer Schubkarre würde Pogacar ein 1 zu 1 gegen Luke Rowe vermutlich gewinnen.
 
Früher ging es immer ums Gewicht. Da konnte jeder alles auf die Küchenwaage packen und kontrollieren; und wer im Physikunterricht aufgepasst hat konnte ausrechnen, in welchen Situationen überschlagsmäßig wieviel bringt (i.d.R. deprimierend wenig). Das man natürlich doof (für Hersteller und andere Interessenten).

Neben dem generell mangelndem Bildungsniveau sind "Aerodynamik" und "Komfort" super Größen, die man in der Effizienz garnicht mehr selber abschätzen kann. Da kann man nun alles behaupten und kann es glauben oder nicht.
Wer hat denn schon einen Windkanal? Das sind Hersteller, Pro-Teams, Fachzeitschriften. Alle diese sind genau daran interessiert, ständig vermeintliche Revolutionen zu verkaufen. Man muss ja nicht mal wirklich lügen, Studiendesign gestalten und Interpretation genügen völlig.

Das interessante ist: Wenn man in der Gruppe fährt: die mich abhängen oder ich die - bleibt in der Reihenfolge irgendwie gleich, wer sich was neues gekauft oder den 25 Jahre alten Kläpper benutzt ändert sich kaum was.

Ausser, wenn man 165mm-Kurbeln fährt - damit schlägt man alle!

Gruß messi
 
Vor 5 Jahren gab es doch auch schon richtig schnelle und gute Aeroräder. Und vor 10 Jahren denk ich auch dass es sicherlich ein paar Räder gab die halbwegs eine gute Aerodynamik hatten.

Und bei den Laufrädern hat sich halt die Maulweite geändert, wobei es sicherlich auch mit 25mm breiten Rädern möglich sein sollte Radrennen zu gewinnen wenn man die Beine dazu hat.
 
Also mein seit bald 7 Jahren unveränderter Cube-Billig-Rahmen mit 28mm Reifen is die letzten 2 Jahre ja noch recht erfolgreich in der Tour-Sprintwertung mitgefahren :D
 
Es gibt sicherlich messbare Unterschiede und wenn man in einem Bereich unterwegs ist, wo alle Faktoren komplett ausgereizt sind und es auf jedes Prozent ankommt, dann mag es Vorteile bringen oder vielleicht sogar einen Unterschied machen. Für mich spielt es keine Rolle. Und wenn Zeitschriften nicht über Neuerungen berichten würden, hätten sie nichts zu berichten. Ist aber auch ein Grund, warum ich meine Abos gekündigt habe, weil sich die Themen jedes Jahr wiederholen.
Wenn ich an meine bockharten Principia-Rahmen und die 23mm Bereifung von vor 20 Jahren denke, bin ich über die eine oder andere Innovation dennoch froh.
 
Dass Aerodynamik und Komfort wichtiger sind, als man das vor Jahren noch dachte, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Aber dass Pogi auf einem 5 Jahren alten Rad keine Rennen mehr gewinnen würde, ist wohl kaum wörtlich zu verstehen.

Doch, das ist alles die bessere Ernährung und die bessere Technik 😁

"Es stammt nicht direkt aus einem redaktionellen Beitrag der Zeitschrift RennRad, sondern wurde dort in einem Artikel zitiert, der sich mit der Entwicklung der Rennradtechnik beschäftigt.

Der Ursprung des Zitats liegt bei Luke Rowe, einem ehemaligen Radprofi. In dem am 6. März 2026 auf der Webseite von RennRad veröffentlichten Artikel mit dem Titel "Rennrad-Performance: Wie Aerodynamik, Komfort und Technik die Geschwindigkeit maximieren" wird Rowe wie folgt zitiert:

„Wenn Tadej Pogačar ein Rad von vor zehn Jahren fahren würde – oder sogar eines von vor fünf Jahren – würde er keine Radrennen gewinnen. Die technischen Unterschiede sind riesig.“

Diese Aussage fiel laut dem Artikel ursprünglich im Podcast „Watts Occurring“. Der Artikel in der RennRad verwendet dieses Zitat als Aufhänger, um die immense Bedeutung der technischen Fortschritte (Aerodynamik, Komfort, Integration) im modernen Profiradsport zu verdeutlichen."

https://www.radsport-rennrad.de/service/rennrad-performance-tuning/?hl=de-DE
 
Dass Aerodynamik und Komfort wichtiger sind, als man das vor Jahren noch dachte, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Aber dass Pogi auf einem 5 Jahren alten Rad keine Rennen mehr gewinnen würde, ist wohl kaum wörtlich zu verstehen.

Es kommt darauf an, was die Konkurrenz fährt. Oldtimer Rennen wäre echt mal fällig, für das Forum.
 
„Wenn Tadej Pogačar ein Rad von vor zehn Jahren fahren würde – oder sogar eines von vor fünf Jahren – würde er keine Radrennen gewinnen. Die technischen Unterschiede sind riesig.“
Halte ich für völlig überzogen.

2016 gab es auch schon Räder wie ein Cervelo S5, Canyon Aeroad, Specialized Venge Vias oder Scott Foil. Halt noch mit Felgenbremse aber wie viele Watt war so ein Rad denn langsamer als ein aktuelles? 10 Watt? 20 Watt?

Damit würde Pogi immer noch alles rasieren...er hat ja auch auf einem V3Rs die Tour gewonnen, was damals auch schon als "langsam" galt.
 
In der Rennrad gelesen ung verstehs nicht. Bringen die neuen Räder wirklich solche Vorteile?
im Rennbetrieb wo es um Sekundenbruchteile gehen kann bringt aktuelles Material ohne Zweifel Vorteile.

Für Freizeitfahrer wohl nicht, ausser je nach Topologie und Fitness-Stand die kleinen Gänge, die es früher nicht gab und Vorteile beim Fahrkomfort dank den breiteren Reifen.
 
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Es ist ohnehin immer dieselbe Diskussion: Profimaterial für Hobetten und die Implikation auf deren Leistung bei einer Wirthausausfahrt.
Dass im Hochleistungsrennsport jedes Watt zählt woimmer auch es heraus geholt wird, dürfte seit bald 30 Jahren bekannt sein. Oder noch länger. Dass jedoch bei Allerweltsausfahrten in der Gruppe mit Leistungsunterschieden bei den Fahrern andere Aspekte vorrangiger sind als das Material, sollte ebenfalls weithin bekannt sein. Da beobachte ich regelmäßig, wie Leute auf 20+ Jahre alten Rädern am Berg vor allem (im Flachen fährt bald mal jemand schneller) die Mitstreiter stehen lassen, dass es nur so kracht. Meist sogar schon auf einfachen Hügeln mit < 300Hm am Stück.
Oder vermeintliche "Profis" mit entsprechender Kleidung und Material, die nach 2,5h in welligem Terrain (etwa 600-800Hm) die Segel streichen, weil das Essen und Trinken aus ist - wohlgemerkt in einem für mich gemütlichem Tempo von 25-28km/h Schnitt.
 
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