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München / Polizei will durchgreifen /Bußgeldkatalog

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K

KLR

Hallo zusammen,

München macht mobil:eek:
Klick

"Mehr als 2500-mal kam es 2011 in München zum Crash mit Radlern. Jetzt will die Polizei durchgreifen. ...2225 Radler wurden nach Polizeiangaben im vergangenen Jahr im Stadtgebiet bei mehr als 2500 Unfällen verletzt, davon 283 schwer."
Was leider nichts aussagt, ob die 2500 Unfälle darauf zurückzuführen waren, dass sich die Unfall-Radler falsch verhielten, oder ob sie lediglich an einem Unfall beteiligt waren (zB. nur als Leidtragende)?

"Nicht nur Radler machen Fehler
...Schwerpunkt der Kontrollen auf Radfahrern, doch auch andere Verkehrsteilnehmer sollen überwacht werden. Während der dreiwöchigen Kontrollphase im Frühjahr zum Beispiel sahen mehr als 18 000 Personen die Polizeikelle – dabei gab es Beanstandungen bei rund 3800 Autofahrern, 6400 Radfahrern und mehr als 1000 Fußgängern."

Ich schätze mal, dass dieses Verhältnis nur daraus entsteht, dass man einen Radler einfach nur anzuhalten braucht, und dann auch etwas an seinem Rad monieren kann - und sei's auch nur ein fehlender Reflektor.

MfG
KLR
 
So verkehrt finde ich die Kontrollen nun auch nicht, auch wenn die einem nicht immer passen.
Wenn ich sehe, wie einige auf Leopoldstraße, da wo manchmal fast schon Radfahrerstaus entstehen, entgegen der Fahrtrichtung fahren und sich dann noch beschweren, dass denen nicht Platz gemacht wird, dann ist es gut so, dass die Polizei diese Leute vor mir in die Finger kriegt.
Ich muss oft genug durch die Stadt, natürlich trifft man viele Autofahrer, die ihren Führerschein bei einer Verlosung gewonnen haben, aber es sind auch genug Radfahrer, die vielleicht nicht "Rambomäßig" fahren, was Ramsauer so kritisiert, sondern komplett ohne Hirn unterwegs sind. Wenn ein Strafzettel es bewirkt, dass da zumindest zwei Synapsen eine Verbindung bilden, dann hat sich das irgendwie gelohnt.
Natürlich bin ich nicht begeistert, wenn da fast schon GSG 9 steht, um einen zu belehren, dass ich eine Klingel an meinem Rad haben sollte. Aber wenn das der Preis dafür ist, dass die absolute Idioten aus dem Verkehr gezogen werden, bin ich bereit hin und wieder 15€ an die verarmten Gemeinden in Münchner Süden zu spenden, weil ich nicht auf dem Radweg unterwegs war.
 
So verkehrt finde ich die Kontrollen nun auch nicht, auch wenn die einem nicht immer passen.[...]
Da hast Du vollkommen recht! Es ist einfach nur krank, krank, krank, wie manche Radfahrer in der Stadt ohne Licht, entgegen der Fahrtrichtung und am besten noch mit einem Fixie ohne (vernünftige) Bremsen unterwegs sind. Mich kränkt das regelrecht in meiner Ehre als Radfahrer, mit denen in einen Topf geworfen zu werden.

Und das "in einen Topf geworfen werden" ist nicht nur ein emotionales Problem meinerseits, sondern hat auch die konkrete objektiv nachvollziehbare Auswirkung, dass manch ein Verkehrsteilnehmer bei Radfahrer von vornherein davon ausgeht "die sind alle so" und "der da vorne, das ist auch einer von denen". In der Hinsicht finde ich es auch nicht verkehrt, wenn die tief schwarzen Schaafe eine deutlich Rückmeldung zu ihrem Verhalten bekommen, mit dem sie sich und andere gefährden.

Da mit solchen Maßnahmen natürlich nicht ausschließlich die schwarzen Schaafe herausgefiltert werden, sondern auch der eine oder andere verantwortungsbewusste Radfahrer zur Spende von 15€ an unseren lieben Staat genötigt wird, wünsche ich uns allen die notwendige Größe, im Fall des Falles damit locker umgehen zu können.
 
WilliW und alfton

Danke für die Stellungnahme - ich bin da ein Landei, und kann das nicht so nachvollziehen (ich meide den Autoverkehr; also insbesondere Städte/Dörfer so weit es mir möglich ist) .
Aus diesem Eurem Blickwinkel, sind diese Kontrollen nötig und auch wichtig.

Was mir halt nur auffiel, war die bloße Angabe 2500radler und Unfall -> das liest sich zunächst so, als wär' in allen 2500 (Un-)Fällen der/die Radler schuld gewesen und deshalb müßte man diese vermehrt kontrollieren und disziplinieren.

Als Landei seh' ich in meiner Umgebung fast ausschließlich Gefährdungen von Autofahrern an Radfahrern (altbekannt!!). I
In 'nem ländlichen Gebiet wär' es auch sehr fatal (=blöd), zB ohne Licht mit dunkler Kleidung, auf der falschen Straßenseite einer kleinen abgelegenen Landstraße zu radeln.
Der Stadtverkehr bringt da anscheinend ganz andere Probleme mit sich.

MfG
KLR
 
also ich fahre auch in münchen viele km (ca 1500-2000km citybike) und mich nerven die radler auf der falschen seite extrem. find ich gut, dass die bezahlen müssen. aber wegen zu schnellem fahren 15 euro, naja, ich hab da noch kein schild gesehen.
 
Also der Artikel bei merkur-online.de zeigt mal wieder sehr schön das Radfahrer doch nur 2. Klasse sind und Verwaltungsvorschriften wohl bei Radfahrern nur Empfehlungen.

In der Situation auf dem Bild soll Schrittgeschwindigkeit maximal erlaubt sein? Super, wieso sieht man dann dort einen Bürgersteig?Bei Fußgängerzonen (auch mit Radfahrer frei) und bei verkehrsberuhigten Bereichen darf kein baulicgher Straßencharakter bestehen. Oder steht da irgendwo ein rundes Schild mit 7 oder 10 in der Mitte und rotem Kreis drum?

Eine Kelle hat der Mann ja, aber kein Gerät zum Tempo messen? Schätzen die da etwa? Seltsam bei PKW Fahrern müssen gut geeichte Messgeräte verwendet werden.
http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/radl-razzia-residenzstrasse-mm-2428747.html
 
... Mich kränkt das regelrecht in meiner Ehre als Radfahrer, mit denen in einen Topf geworfen zu werden.

.

Genau das nervt mich auch am Meisten .
Da hällt man sich in allen Dingen auf dem Zweirad vorbildlich an die StVO , und dauernd muß man sich als Rüpelradler beschimpfen lassen nur weil man mit dem Zweirad angereist ist .
 
Willkommen in Bayern, hier regiert die Staatswillkür der Oberschicht der herrschenden Bauernkaste (landläufig auch als CSU bekannt) , und Gesetze basieren auf dummen Stammtischparolen. Auf dass es dem tumben Bauersmann gefalle. ;)
 
was mich nur wundert: verkehrsverstöße von radfahrern werden aufgebläht bis zum geht nicht mehr.

die permanent von autofahrern begangenen verkehrsverstöße dagegen (zu schnelles fahren in 30er-zonen, parken auf geh-und radwegen, zu schnelles fahren auf dem mittleren ring, mit vollgas noch bei dunkelrot über die ampel drübergerast, handy-telefonieren am steuer, etc. etc.etc., ich beobachte es tagtäglich massenhaft!) werden dagegen offensichtlich als kavaliersdelikte behandelt und nicht weiter verfolgt.

da wird meines erachtens mit zweierlei maß gemessen.

in frankreich gibt es verkehrsschildder, die den autofahrer darauf aufmerksam machen, dass er den radfahrer mit einem mindestabstand von 1,50 m zu überholen hat.

sowas habe ich in deutschland noch nie gesehen, hier wird nur der radfahrer auf seine pflichten aufmerksam gemacht.

das stinkt mir schon ein wenig, als radfahrer.
 
Tja, weil "Autofahrer" auch die stereotypischen "Wähler" der Volxparteien sind. Und diese wollen es mit ihren vermeintlichen Wählern nicht verscherzen. So deklariert man Opfer der Verkehrspolitik zu Tätern um und macht paar "Aktionen".

Im Übrigen: was passiert, wenn man es mit Kontrollen von Gefährdern ernst nimmt, steht in "Betrunken fahren? Aber logisch!" ab Seite 120.
Insgesamt empfehlenswertes Schreibstück (wurde es schon mal gedruckt? ich weiß es nicht). Es wird ansonsten auch klar, warum Stehenbleiben an roten Ampeln für viele führerscheinlosen Radfahrer irrational wäre. So wie Taxiholen für fahrende Trinker.
 
pssst... München = SPD.... pssst
Weiß ich ja, aber München hat keine "Stadtpolizei", das ist Ländersache.
Und das hier passt unserem werten CSU-Verkehrminister sicher gerade gut in die Selbstprofilierung und gleichzeitig Parteiprofilierungsversuche zur Rettung verlorener CSU-Wählerstimmen.
Schliesslich ist dem Guten ja so einiges daneben gegangen: Wechselkennzeichen gefloppt, Flensburg-Reform wenig überzeugend, Rambo-Radler-Attacken brauchen noch Anfütterung, um Stammtische zum Kochen zu bringen.
Sollte hier etwa ein ursächlicher Zusammenhang bestehen??? :eek:
Ein Schelm wer Böses dabei denkt....;)
 
Handy im Auto = 40 Euro + Gebühren + 1 Punkt
Handy auf dem Rad= 25 Euro

Rotlicht mit Auto = 90 Euro + Gebühren + 3 Punkte
Rotlicht mit Rad = 40 Euro + Gebühren + 1 Punkt

Rotlicht länger als 1 Sekunde mit Auto = 200 Euro + Gebühr + 3 Punkte + 1 Monat Fahrverbot
Rotlicht länger als 1 Sekunde mit Rad = 100 Euro + Gebühr + 1 Punkt

Bei Vorsatz verdoppelt sich der Grundbetrag ( z. B. Mit dem Rad an roter Ampel angehalten, absichernd umschauen - Mut zur Lücke und los... = 100 Euro (x 2!!!) zzgl. ca. 25 Euro Gebühren sind rund 225 Euro + 1 Punkt...)

Man ist sich schon bewusst, welche Betriebsgefahr der einzelne verursacht, ich finde die Preise persönlich O.K., denn wer sich an Regeln hält (Anmerkung: die für alle gelten), der zahlt gar nichts - Autofahrer davon übrigens ca. das Doppelte...
 
regeln haben wir schon genug, daran mangelt es jetzt nicht gerade. einzig die kontrolle der einhaltung der regeln, da sieht es eher dünn aus.
deshalb halte ich auch den vorschlag, fächendeckend termpo 30 einzuführen,für wenig zielführend:man soll erstmal in den bestehenden 30er-zonen für eine einhaltung der geschwindigkeitsbegrenzung sorgen, dann sehen wir weiter.
aber damit scheint man ja schon komplett überfordert, tempo 30 interessiert hier kein schwein.
aber vielleicht liegts auch daran, dass die polizei neuerdings, in horden, in kurzen fußgängerabschnitten herumstehen muß (z.B. Verbindung Weißenburger Platz/Rosenheimer Platz), in denen seit jahren ein völlig problemloses miteinander von fußgängern und radfahrern herscht, um omas, senioren und hausfrauen vom rad zu holen, die im schritttempo dort durchrollen.
 
Ist euch mal aufgefallen das bei Berichten über Unfällen in Zeitungen meistens etwas steht wie:

.....übersah der Autofahrer .....
....missachtete der Radfahrer die Vorfahrt......
...gegen 14:00 zur Mittagszeit bei Sonnenschein....der Radfahrer wurde unter dem LKW zerquetscht...der Radfahrer hatte weder Licht noch Helm....
 
Dieser Unterschied in den Presseberichten mir auch schon aufgefallen - der Autofahrer , das Unschuldslamm :rolleyes:
 
tja die Radlrambos haben noch viel Arbeit vor sich, bis Überfahren roter Ampeln, Raserei, selbstverschuldete Unfäle mit Personenschäden bei Fremden ect. endlich, wie bei Autofahrern auch, als selbstverständlich und dazugehörig betrachtet werden ;-)
 
Ist euch mal aufgefallen das bei Berichten über Unfällen in Zeitungen meistens etwas steht wie:

.....übersah der Autofahrer .....
....missachtete der Radfahrer die Vorfahrt......
...gegen 14:00 zur Mittagszeit bei Sonnenschein....der Radfahrer wurde unter dem LKW zerquetscht...der Radfahrer hatte weder Licht noch Helm....

.....der autofahrer konnte nicht mehr bremsen......der fußgänger achtete grundsätzlich beim überqueren der straße nicht auf den verkehr....dass ein autofahrer auch mal zu schnell unterwegs gewesen sein könnte (was ich in der praxis ständig beobachte), das wird man wohl niemals lesen.
 
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