• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos
  • Rennrad-News User Awards 2026: Jetzt abstimmen und Rennrad im Wert von 4.999 € gewinnen!
    Stimme in einer kurzen Umfrage über deine Produkte des Jahres 2026 ab und gewinne dabei ein Rennrad im Wert von 4.999 €!
    ➡️ Jetzt abstimmen!

Lenkeraufsatz

vueltaner

Neuer Benutzer
Registriert
21 November 2009
Beiträge
27
Reaktionspunkte
0
Ort
irgendwo im Fahrradparadies Münsterland
Hallo
und sorry, dass ich wiedermal zu bequem bin Antworten auf bestehenden Seiten zu suchen.
Ich würde mir gern einen flexibel einstellbaren Lenkeraufsatz zulegen (z.B. Profile Design T2+).
Es wird in unterschiedlichen Foren viel darüber diskutiert, inwieweit man
auch andere Komponenten anpassen muss.
(Sattelstütze, Sattel, Lenker, Lenkervorbau)
Ich habe einen klassichen Rahmen (also z.B. hinten Sattelrohr nicht tiefer).
Aufgrund chronischer Rückenprobleme habe ich meinen (recht kurzen) Lenkervorbau gleich nach dem Kauf umgedreht, damit der Lenker schonmal höher steht.
Den Sattel habe ich soweit wie´s geht nach vorn gezogen.
Natürlich bin ich damit aerodynamisch nicht im Vorteil.
Ein Lenkeraufsatz würde mir aber die Möglichkeit geben, in extremem Gegenwind weniger Widerstand aufzubauen, ohne dauerhaft Rücken-und Nackenmuskeln zu belasten.
Was würdet ihr empfehlen?
Seitenfrage: Wie aufwändig ist die Montage eines 3. Bremshebels am Aufsatz? (das haben ja einige Zeitfahrer)
Schalten muss ich da nicht unbedingt.

Danke und Grüße
 
AW: Lenkeraufsatz

Ein Lenkeraufsatz würde mir aber die Möglichkeit geben, in extremem Gegenwind weniger Widerstand aufzubauen, ohne dauerhaft Rücken-und Nackenmuskeln zu belasten.
Das halte ich für einen Trugschluss. Der Aufsatz entlastet die Arme/Handgelenke, die Krafteinleitung in den Rumpf bleibt in etwa gleich, die Nackenmuskulatur wird in der Hauptsache durch die Vorlage bzw. die Halsüberstreckung, damit man überhaupt was sieht, erzeugt.
Insbesondere, wenn Du nicht die komplette Haltung mit der deutlicheren Vorlage wie bei einem Tri/TT-Rad herstellst, verschenkst Du die Vorteile, hast aber die Nachteile.
In Summe, wenn die Rumpfhaltung ähnlich ist, wie in Unterlenkerhaltung werden die Probleme auch dieselben sein.
Einziger echter Unterschied: durch die engere Armführung sackst Du in den Schultern nicht so leicht durch, das solltest Du aber sowieso langfristig mit entsprechendem Kraftaufbau und regelmässigem "ausbuckeln" auch während der Fahrt, in den Griff bekommen.
Dadurch wird auch die Aerodynamik etwas besser.

Zum Thema 3. Bremshebel hats von Rose eine Zugweiche, kost zwar ein Heidengeld für so ein Kleinteil, in Summe aber kein Vermögen.
 
AW: Lenkeraufsatz

Da widerspreche ich mal aus eigener Erfahrung. Ich hab mir neulich einen Lenkeraufsatz gekauft und auf ein gewöhnliches Rennrad geschraubt (also kein Tria- oder TT-Rad). Und es ist eine Verbesserung:

* Ich komme tiefer als in Unterlenkerhaltung, und bin damit aerodynamischer. Gerade bei Gegenwind ist das Gold wert. (Zwar könnte ich in Unterlenkerhaltung auch so tief gehen, aber nur sehr verkrampft und angespannt mit sehr stark angewinkelten Armen. )

* Es ist entspannter und bequemer als Unterlenkerhaltung. Ich spanne weniger in Armen und Schultern an, wenn ich auf dem Aufsatz liege. Dadurch halte ich den ganzen Rücken, Schulter und Nacken entspannter, und das führt zu weniger Rückenproblemen. Effektiv kann ich so viel längere Strecken fahren bevor der Rücken weh tut als in Unterlenkerhaltung.

Allerdings hat es etwas Eingewöhnung gebraucht, bis ich mich mit dem Ding wohl gefühlt habe.
 
AW: Lenkeraufsatz

Ich liebäugel auch mit so einem Teil.

Was wird denn empfohlen?

Die gestreckte Version - da kann ich mir vorstellen, dass ich mein Handgelenk ungewohnt überstrecke. Oder eben die gewinkelte Form - da denke ich, dass die Hände natürlicher aus der Liegeposition heraus greifen können.
 
AW: Lenkeraufsatz

@peter, Du hast grundsätzlich recht, ich bin bei meiner Aussage von 2 Dingen ausgegangen:
vueltaner hat schon Rückenprobleme und will nicht tiefer in die Vorlage (Sinn/Unsinn lassen wir mal dahingestellt), wenn Probleme in der LWS mehr Vorlage verbieten, bleibt daher eher Auflieger in etwa so tief (bzw. hoch) wie Unterlenker ohne starke Armbeugung, was für den Auflieger einen leichten Turmbau zu Babel bedeutet....

Je nachdem, wie aufrecht vueltaner in Oberlenker/Bremsgriffhaltung sitzt, kommt er ohne Anpassung der Sitzposition in den Bereich, in dem auch die Beinarbeit durch die starke Vorlage eingeschränkt wird.

Letztlich wird es darauf hinauslaufen, daß er es ausprobieren muss, um zu wissen was es bringt. Das ist von diversen Einzelheiten der Sitzposition und der persönlichen Haltungsprobleme abhängig, daher halte ich die Erwartung, daß der Auflieger "das Wundertier" darstellt nach wie vor für geringfügig zu hoch. Wenns hilft, Glückwunsch.

Noch zu der Frage mit dem Bremshebel...Peter sag was, ich würde in der Position eh nicht bremsen, zumindest nicht, wenns sicherheitsrelevant ist. Vielleicht hab ich die Eingewöhnungsphase auch nicht konsequent genug durchgestanden:D
 
AW: Lenkeraufsatz

Was wird denn empfohlen?

Die gestreckte Version - da kann ich mir vorstellen, dass ich mein Handgelenk ungewohnt überstrecke. Oder eben die gewinkelte Form - da denke ich, dass die Hände natürlicher aus der Liegeposition heraus greifen können.

Habe dazu in einem anderen Thread die entsprechenden Hinweis gefunden:)

The extreme adduction of the wrist and hand is apparent in this X-ray using "S" bends.


"S" bend on the left, traditional ski bend aerobar onthe right. You don't have to be a doctor to see which posture will be more comfortable and relaxed.
 
AW: Lenkeraufsatz

Hallo nochmal...

also...
in anderen Foren wird auch auf die insgesamt andere Bauweise von Triathlon- und Zeitfahrrädern verwiesen (steilerers Hinterrohr, 26´´ Räder, weit nach vorn positionierter Sattel...)
womit auch der andere Lenker+Aufsatz erst Sinn mache.
In den Bergen und als Allrounder sei aber ein Rennradrahmen sinnvoller.

Dem gegenüber gab es lange Zeit die "Spinaci"-Aufsätze bei der Tour usw.
/ein Kompromiss, der wohl vereinzelt noch vertrieben wird).
Die sind von der UCI aber inzwischen verboten worden.
(Sehn auch irgendwie blöd aus... aber darum gehts ja nicht)

Interessante Beobachtung:
Viele Profi-Rennradler legen die Arme zwischenzeitlich auf einem gewöhnlichen Lenker in die gleiche Position, was aber die Verkehrssicherheit gefährden dürfte.
Cancellara machte das z.B.dieses Jahr minutenlang während einer langen Alleinfahrt bei einem Klassiker-Sieg. (da sehnte er sich wohl nach seiner Zeitfahrmaschine...)
Dann doch lieber ein halbes Kilo mehr Material einbauen.

Übrigens:
Auch auf das deutlich veränderte Lenkverhalten wird hingewiesen.
Muss man also sicher gut üben.

Eine Lenkerhaltung, die übrigens im Wind auch sehr effektiv ist aber selten genutz wird (und deren Namen ich auch nicht weiss):
Beide Handinnenflächen auf die Bremsgriffgummis. Damit ist man deutlich weiter gestreckt. als wenn man wie üblich die Griffgummis nur mit Daumen und Zeige/Mittelfinger umgreift.
Die leichte Erhöhung am Boudenansatz verhindert ein Abrutschen.
(Nennen wir es mal: "Den Stier bei den Hörnern packen!")
Allerdings bietet der Oberkörper da weiter mehr Angriffsfläche, als bei
der Aufsatznutzung.
 
AW: Lenkeraufsatz

Der Vergleich des Geschwindigkeitsunterschieds ist interessant.

Das hätte ich nicht gedacht. Hab`allerdings vorher auch nicht drüber nachgedacht :)
 
AW: Lenkeraufsatz

Es zeigt die Wichtigkeit einer aerodynamischen Fahrposition im Vergleich zu den anderen technischen "Kleinigkeiten", die ein Rad schneller machen sollen. :D

Habe deine Eingangsfrage leider erst heute gelesen. Ich fahre solche Aufsätze an einem klassischen Rennrad und an einem Rad mit Tria-Geometrie. Wenn man alleine fährt, dann sind diese Aufsätze auch beim klassischen Rennrad sehr zu empfehlen. Man fährt schneller und bequemer.
 
AW: Lenkeraufsatz

Aus meiner eigenen Erfahrung bringt so ein Aufsatz wirklich sehr viel Geschwindigkeit. Selbst wenn der Aufsatz relativ hoch, und damit HWS-schonend eingestellt und benutzt wird, ist der Gewinn an Aerodynamik durch die eng angelegten Arme spürbar.

Aber es gibt auch Nachteile, deshalb liegt mein Aero-Aufsatz seit Jahren ungenutzt im Radkeller:
1. Ist es mir egal, wie schnell ich bin, mir geht es um das Training und das Erlebnis, und da sind für mich 5 Stunden Fahrt genauso gut, ob ich jetzt 150 oder 200 Kilometer gefahren bin.
2. Die Masse am Lenker wird größer, dadurch reagiert das Rad etwas anderes, darauf will ich lieber verzichten.
3. Bergauf fehlen mir durch den Aufsatz ein paar angenehme Griffpositionen zum Abwechseln am Lenker.
4. Sieht das Rad um so schöner aus, je "nackter" es ist.
5. Fahr ich eh fast nur Singlespeed und Fixed, da macht ein Aerolenker natürlich keinen Sinn!
 
AW: Lenkeraufsatz

Ich kann den
syntace c2 clip sehr empfehlen.
Allerdings immer ein Größe kleiner wählen, als angegeben. Wirklich.
Zusatzbremshebel???? Quatsch, wer da vorne draufliegt, kann nicht bremsen, du kannst auch keinen Wiegetritt darauf veranstalten;)
 
AW: Lenkeraufsatz

moin allerseits, heute eine 90-er Runde mit dem Aero gefahren.

Bei knappen 60 km/h hatte ich vor eine Kurve ein wenig Schiss. Bin mit einer Hand - der rechten an den Unterlenker gegangen. Ebenso, wenn die Verkehrs-Situation unübersichtlich schien/wurde.

Wie macht Ihr das?

Anderer Schnack. Als "geübter Unterlenkerfahrer" bereitet mir die Aero-Haltung überhaupt keine Probleme. Kam damit gleich nach der Montage gut zurecht. Um nicht zu sagen, habe mich sofort dran gewöhnt bzw. bin von der Unterlenker- auf die Aeroposition umgestiegen :)

Sofern ich bei Tempi über 30km/h von der Aero- auf die Unterlenketposituion wechsle,fühlt es sich für mich bereits nach 3 Ausfahrten so an, als ob ich einen Bremsfallschirm öffne. Dass das so gravierend ist, hätte ich im Leben nicht gedacht :eek:
 
AW: Lenkeraufsatz

Klar, immer umgreifen, bei unbekannten steilen Abfahrten, also vor Kurven oder bei schlechten Straßen!
Es gibt nichts, was einem mehr bringt als eine aerodynamischere Sitzposition!!!
 
AW: Lenkeraufsatz

Aus meiner eigenen Erfahrung bringt so ein Aufsatz wirklich sehr viel Geschwindigkeit. Selbst wenn der Aufsatz relativ hoch, und damit HWS-schonend eingestellt und benutzt wird, ist der Gewinn an Aerodynamik durch die eng angelegten Arme spürbar.

Das stimmt, in der in den letzten 3 Tagen mit dem Aufsatz erfahrenen Art hätte ich es nicht gedacht.

1. Ist es mir egal, wie schnell ich bin, mir geht es um das Training und das Erlebnis, und da sind für mich 5 Stunden Fahrt genauso gut, ob ich jetzt 150 oder 200 Kilometer gefahren bin.

Geht mir ähnlich, da ich keine Rennen oder ähnliches fahre. Fahre eigentl. nur mich. Dennoch finde ich eine "persönliche Bestleistung" mal ganz spannend. Somit werde ich diese jetzt mit dem Aufsatz versuchen zu verbessern.

2. Die Masse am Lenker wird größer, dadurch reagiert das Rad etwas anderes, darauf will ich lieber verzichten.

Die Masse fand ich bei 3 Ausfahrten nicht bemerkenswert. Auffällig ist natürlich das völlige andere Lenkverhalten. Durchaus als "sensibel" zu bezeichnen.

3. Bergauf fehlen mir durch den Aufsatz ein paar angenehme Griffpositionen zum Abwechseln am Lenker.

Da sind Fahrstile wohl unterschiedlich. Ist mir die Tage bei nicht bewußt geworden. In den Bereich des Aufsatzes greife ich bei meinen Auffahrten nie. Fahre Unterlenker oder im Bereich der STI`s.

4. Sieht das Rad um so schöner aus, je "nackter" es ist.

Okay, Geschmackssache. Vergleiche diesbezüglich - was den Lenker angeht - nicht das RR. Wenn ich mit einem Aufsatz fahren möchte, muss er halt montiert werden.

5. Fahr ich eh fast nur Singlespeed und Fixed, da macht ein Aerolenker natürlich keinen Sinn!

Wenn das so ist. Viel Spaß mit Fixie und Single.

Aber es gibt auch Nachteile, deshalb liegt mein Aero-Aufsatz seit Jahren ungenutzt im Radkeller:

Habe meinem Bruder so ein Teil gestern wärmstens - als aktivem Triathleten - ans Herz gelegt.
 
AW: Lenkeraufsatz

Klar, immer umgreifen, bei unbekannten steilen Abfahrten, also vor Kurven oder bei schlechten Straßen!

Habe ich auch so gesehen. Habe allerdings nur mit einer Hand umgegriffen. Wie ist Deine Empfehlung? Beidhändig? Fühlte mich auch mit einer Hand gut.

Es fehlen mir hierzu allerdings die Erfahrungs-Kilometer. Die sensibelste Situation war heute eine Art Lunke im Asphalt. Da waren allerdings beide Hände am Aufsatz. Nicht ganz fest. Der Reflex fest zu zugreifen kam im Hubbel.

Gewöhnungsbedürftig ist das Übersteuern. War zeitweise echt "auf breiter Spur" unterwegs.
 
AW: Lenkeraufsatz

moin allerseits -allerdings ein wenig früh - verlinke mal mein Haltungsbild mit entsprechender Frage hier

Wenn das Bild durch die Galerie durch ist, wird`s ja doch eher weniger gesehen.
 
Zurück