AW: Grenzfahrer Viersen/Heinsberg/Mönchengladbach
Und hier mein persönlicher Rennbericht von meiner ersten Top- Plazierung beim Triathlon in Buschhütten:
Buschhütten sollte mein erster Triathlon in der Saison 2009 werden, und darum bin ich dann zusammen mit meinem Freund Ulli bereits 2std vor dem Wettkampfstart angereist, um mir unnötigen Streß zu ersparen. Da es hier 2 getrennte Wechselzonen gibt muß man zuerst seinen Wechselplatz auf dem Sportplatz (auch gleichzeitig das Ziel) mit den Laufschuhen einrichten. Danach ging es dann mit meinem Wettkampfrad zum Schwimmstart im Buschhüttener Freibad (lockeres Warmfahren). Was hier anders als bei allen mir bekannten Wettkämpfen ist, ist die Tatsache das dort ein Start in sogenannten Wellen erfolgt. Erst wenn der letzte zugehörige Teilnehmer das Wasser verlassen und auch sein Fahrrad aus der Wechselzone geschoben hat, dann wird erst die Zone für die nächsten Teilnehmer frei gegeben. Warum alle anderen Teilnehmerinnen nach dem sie ihr Rad abgestellt hatten eiligst zum Schwimmstart liefen, war mir erst unklar.
Ich ließ mir die genügend Zeit und schob dann noch einen Toilettenbesuch ein. Als ich dann aber hörte nur noch 5 min. bis zum Start mußte ich mich schon sehr beeilen noch pünktlich am Beckenrand anzukommen. Da dort bereits alle anderen Athletinnen im Wasser versammelt waren und der Starter nur noch 10 sek zum Start angegeben hatte, mußte ich erst einmal warten, bis alle anderen losgeschwommen waren. Ein Hechtsprung von mir und ich war sofort am Pulk dran. Eine in der Mitte sich aufgetane Lücke benutzte ich um erste Plätze wieder gut zu machen. Leider schloss sich diese genauso schnell wie sie sich gebildet hatte und nun bekam ich von allen Seiten Fußtritte zu spüren. Der Erfolg hierdurch war das ich meine Schwimmbrille verloren habe. So mußte ich teilweise Wasserballkraul schwimmen, um mich im Becken besser orientieren zu können. Irgendwie ist mir durch mein Mißgeschick auch mein Rundenzählen durcheinander geraten, sodass ich dann noch 100m zu viel geschwommen bin. (Siehe super schlechte Schwimmzeit von über 17 min.)
Doch anstatt nun völlig die Nerven zu verlieren, wußte ich ja das nun meine Spezialdisziplin das Einzelzeitfahren kommen würde. Durch die Teilnahme an den Zeitfahrserien in Krefeld (Cycletec- Cup) und in Duisburg (Raesfelder Zeitfahren) konnte ich bereits meine Bestzeit auf 34,4 km auf 52:08 min (enspricht einem Schnitt von 39,59 km/h) herunterdrücken. Auch der nun erfolgte schnelle Wechsel habe ich dem Wechseltraining mit der Mannschaft unter Leitung von Frank Brünsing (Vereins- Coach) zu verdanken. Schnell ließ ich die ersten Frauen hinter mir und nun konnte die Aufholjagd beginnen. Auf der Stadtautobahn angekommen, die einen welliges Streckenprofil aufweist, mußten dann 6 Runden gefahren werden. Da ich mich bereits vorher nach der Radstrecke erkundigt hatte, bin ich respektvoll die ersten 2 Runden angegangen. Doch obwohl ich bereits nun schon viele Starterinnen eingesammelt hatte, zeigte mit meine Duchschnittsgeschwindigkeit von gerade einmal 36 km/h, das dass zu verhalten gewesen war. Also nun nicht mehr unnötig zurückschalten sondern die Wellen durchtreten. Sofort konnte ich auch beobachten, (auf der Gegengerade) das ich auch näher an die führende Frau Ina Reinders heran gekommen bin. Nun stieg meine Durchschnittsgeschwindigkeit stetig an. Der Lohn hierfür war der 4-beste Bike- Split aller gestarteten Athletinnen (40km in 1:03:41 std) und gerade einmal 44 sek. Rückstand auf die Radperformence der Führenden.
Da ich Buschhütten als Vorbereitungswettkampf auf den Ironman Lanzarote nutzte, nahm ich mir dann in der Wechselzone zum Laufen die Zeit hier meine Ceps- Kompressionsstrümpfe anzuziehen. Die Laufstrecke war dann eine ebensfalls wellige Wendepunktstrecke die teilweise auch über die Stadtautobahn verlief und je 2,5km Runde eine giftige Steigung (Brücke) enthielt. Auch nach der ersten Runde fühlten sich immer noch meine Beine locker an und auch in meiner Haßdisziplin (war bisher immer meine schwächste Disziplin) lief es bis dahin sehr gut. Das dies so gewesen ist, verdankte ich in erster Linie dem harten Lauftrainingsplan von meinem Coach Peter Sauerland und dem vereinsinternen Intervalllauftraining unter Leitung von Frank Brünsing. Auch nach Runde 3 gab es keinen Einbruch bei mir, sondern ich sammelte weiter Läuferinnen ein. Eine mir vorher unbekannte Tatsache. Nun konnte ich bereits Silke Hamacher auf der Gegengerade erblicken und knabberte kontinuierlich an ihrem Vorsprung gegenüber mir. Im Ziel fehlten mir dann nur noch 36 sek. auf meine erste Top- 10 Plazierung. Überglücklich über meinen 11. Gesamtrang in einer Gesamtzeit von 2:07:45 std und gleichzeitigem 2- Platz in der AK 35 überquerte ich dann das Zielbanner. Meine Generalprobe für Lanzarote habe ich mit Bravour gemeistert.
Bei einen der bestbesetzten Frauenstartfeldern im Triathlon mit 6 Profis und mehreren 1. Frauenbundesliga- Starterinnen konnte ich auf Anhieb Platz 11 gesamt und den 2-Platz in der AK 35 erreichen. Auch zeigt meine 4- beste Radzeit aller 65 Starterinnen das ich auf einem guten Weg Richtung Lanzarote zusteuere.