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Gore stellt Geschäftsbereich Gorewear ein: Produktion läuft noch bis 2026

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Re: Gore stellt Geschäftsbereich Gorewear ein: Produktion läuft noch bis 2026
schade die Marke meiner Kindheit / Anfangs Rennrad Zeit , damals sind wir noch 23mm gefahren (das war damals mega breit, da gab es noch die Verfechter von unter 23mm Reifen) nun ist der normale Rennrad Reifen 10mm breiter und kaum noch jemand fährt noch unter 32mm der zumindest einen Hauch von Komfort haben möchte.
was ein Junghüpfer! Zu meiner Zeit waren 21mm das Maximum, und natürlich geklebte Schlauchreifen, die ich nach flicken dann stundenlang wieder mit Zwirn und Nadel zunähen durfte :) .
Ich fahre an einem RR 28mm, am anderen 32mm - das 28er hat einen Federvorbau von Redshift und die sehr leichte eeSilk-Carbonfedersattelstütze von Cane Creek, und fährt sich eigentlich komfortabler....
 
Ich hatte mich gefragt was Castelli dann ohne Gore macht. Aber die neueste Generation verwendet ja mittlerweile hauseigene Stoffe.
 
Ich hatte mich gefragt was Castelli dann ohne Gore macht. Aber die neueste Generation verwendet ja mittlerweile hauseigene Stoffe.
Es ändert sich nichts, denn
die Produktion von Gore-Tex bleibt davon unberührt.
Es geht nur um Gorewear. Der Geschäftsbereich wird eingestellt.
Ich hätte immer gerne mal eine shakedry Jacke haben wollen, aber die haben sie irgendwann auch eingestellt.
 
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Es wäre schon interessant, mal ein paar finanzielle Zahlen von Radbekleidungsanbietern zu sehen.

Ich denke, dass der Markt aktuell zu stark fragmentiert ist. In den späten 10er- und frühen 20erjahren sind zahlreiche teure ("hipster"-) Marken mit dem Fokus auf Social Media-Präsenz entstanden (die Namen wurden hier schon genannt), aber eigentlich ist dafür gar kein Platz. Zwar ist der Markt zwei bis drei Jahre lang stark gewachsen, aber seitdem herrscht wieder klassischer Verdrängungswettbewerb. Dazu kommt der immense Aufwand für Werbung (der Gründer einer Marke - ich meine es war PNS - sprach mal von 50% des Nettoumsatzes), und die Schwierigkeit, in der schnellebigen Welt von Social Media-Trends langfristige Markentreue aufzubauen.

Einige Anbieter haben auch einfach ein zu tiefes Sortiment. Was z.B. Castelli oder Assos an verschiedenen Lycras bzw. Prints haben, deutet auf zu viele Produktmanager/ -designer hin, die alle kosten und Folgekosten (fehlende Skalierung) verursachen.

Von Rapha sickern immer mal wieder Infos durch, dass das Geschäft nicht profitabel sei bzw. nie war. Und wenn Rapha es nie geschafft hat - auch nicht zu den Zeiten, als gefühlt jeder zweite damit rumgefahren ist - dürfte das bei vielen anderen erst recht ein Problem sein. Bliebe dann noch die Frage, wer das alles finanziert. Eventuell das Hobby reicher "Investoren" mit Rennradaffinität.
 
Uff, das war eigentlich über die letzen Jahre meine GoTo Marke! Preis/Leistung IMHO Top.
Mit den Hipster Marken konnte ich bisher nichts anfangen.
Sehr Schade!
 
Vor einigen Jahren gab es irgendwie Änderungen bei der Passform und Größen. Auch Handschuhe der gleichen Größe passten nicht mehr, bei einem Modell war es für die Finger zu lang, bei anderen zu kurz. 🤷‍♂️ Da bin ich weg von Gore. Schlichtes Design ist aber jetzt in der Tat Mangelware.
 
In Gore Klamotten fahren einfach auch viele "uncoole" Otto-normal Radler rum. Gore bietet einfach auch viele gute und praktischen Sachen für Trekking- und Alltagsradler an. Da kannst du noch so groß Gore drauf schreiben. "Cool" wird das nie. Wirkt oft etwas angestaubt. Für viele ist das dann sofort raus. Man will sich ja abheben. Das gleiche z.B. bei Gonso oder Löffler.

Marketing Experten würden von einem „Stuck-in-the-Middle“-Phenomen bzw. Problem sprechen.

Die Marke ist nicht wirklich Premium, aber auch nicht wirklich billig.

Deswegen sind auch Marken, wie Esprit, Gerry Weber, Ted Baker oder Scotch & Soda verschwunden.
Beides vollkommen richtige und gute Beobachtungen!

Wobei anzumerken wäre, dass Gore wesentlich bessere Voraussetzungen hatte als Gonso und Löffler, da die Marke aufgrund des Einsatzes der Membranen durch High-End-Drittfirmen immer schon einen Qualitätsglaubwürdigkeitsvorschuss genoss. Dazu muss man wissen - Vorsicht! Opa erzählt jetzt vom Krieg -, dass es eine Zeit gab, in der Gore, jedenfalls in D, einfach allgegenwärtig war. Der große Player. Da spielte Assos noch keine große Rolle. Auch wesentlich präsenter als die Italiener - Sportful, Biemme, Nalini, Castelli.
Den haben sie aber schlecht ausgespielt. In den 90ern/00ern hatten sie ewig lang Voll-Lycra Trikots im Programm, die sich im Laden sehr weich und anschmiegsam angriffen, bei denen nach ein paar Mal Tragen aber die Trikottaschen ausbeulten und sich längten, so dass die auf den Hintern absanken und man aussah wie ein Pavian. Premium zum (damaligen) Premiumpreis! :cool:
Ferner sind sie in 40 Jahren irgendwie nie dazu gekommen, mal einen Designer einzustellen. Wäre aber vielleicht nicht schlecht gewesen.
Auch erinnere ich kein Engagement im Profiradsport. Und dann greift das zweite oben zitierte Problem eben brutal. Denn schlichte, qualitativ gute Trikots bekommt man inzwischen aus China direkt für 15-18€, während Gore UVP 90-100€ aufruft, was sich real um 40-65€ einpendelt. Real sind das übrigens so ziemlich dieselben Nominalpreise, wie vor 25 Jahren! Nur damals mit deutlich weniger Märchensteuer (nämlich 16% - für die Jüngeren unter uns).
 
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