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Eure Rennberichte...

Bully

Klingberg - ja gerne
Moin,

die Runde war wieder nett zu fahren. Was mich verwundert, bei den Jedermänner fehlen auf der 120 km Runde ca. 1.200 Ergebnisse. Ich habe bereits ein Mail abgesandt und als Antwort erhalten, Zitat "Wir haben von dir jetzt noch keine Zielzeit vorliegen. Sobald die Fotos von Finisherpix vorliegen, werden wir deine Zielzeit anhand von den Fotos hinzufügen." Innerhalb meiner ungefähren Zielzeit fehlen für zwei Minuten die Ergebnisse.:mad:.

Gab es bei anderen Rennen des Veranstalters auch schon Probleme?
 

Huegelreiter

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Lange hat's gedauert, aber nun ist meine komplette Berichtsserie zu meiner Transcontinental Race Teilnahme vollendet.
Es sind insgesamt fünf Teile geworden. Eine jeweils etwas längere Lektüre. Aber ich hoffe, mit genügend schönen Bildern aufgelockert.

Unter folgendem Link sind alle Beiträge versammelt: https://torstenfrank.wordpress.com/tag/tcrno5-tagebuch/

Viel Vergnügen :)
 

kendo05

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Rennrad-Hamburg.de

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Huegelreiter

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Jede Menge Lesestoff und Fotos für Euch: Mein Bericht zum Three Peaks Bike Race von Wien nach Nizza.

... …und der Weg vom Sehnenriss bis zum Transcontinental Race 2018!

Mit Ausführungen und Exkursen zur Ausrüstung, zur BikePacking-Rennen Routenplanung im Allgemeinen und Komoot im Besonderen, hochverdienten Lästereien zur Deutschen Bahn und Seitenhieben auf 3T und ihr Strada.

https://torstenfrank.wordpress.com/2018/07/13/das-three-peaks-bike-race-von-wien-nach-nizza-mein-erfahrungsbericht-von-der-erstausgabe-im-juni-2018/
 

kendo05

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@Huegelreiter, wieder ein sehr lesenwerter Bericht von Dir, wie schon letztes Jahr vom TCR:daumen:

Einige Teile der Strecke kenne ich auch, den einen oder anderen Supermarkt, sowie vermutlich dasselbe "Schachtelhotel" in Albertville.
 

FreeriderMuc

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Falls es auch ein MTB Bericht sein darf...

20. Oberstdorfer MTB Marathon am 06.10.2018

Kurze Vorgeschichte

Eigentlich komme ich aus der MTB Ecke und bin vor 20 Jahren meine ersten Downhillrennen (damals gab es sogar noch eine Hardtailklasse :) ) auf dem MTB gefahren. War auch unter anderem dreimal beim Megavalanche am Start bis ich mein Big Bike vor sieben Jahren verkauft habe. Nachwuchs war unterwegs und die überschaubare freie Zeit hab ich mit wandern/bergsteigen/klettern verbracht. Vor einigen Jahren schaffte ich mir dann ein klassisches 29er Hardtail an, was ich vor allem für bike & hikes nutze, aber auch gerne mal eine Runde Trails an der Isar, etc. fahre. Letztes Jahr hat mich dann das Rennradfieber gepackt und ich hab in einem Jahr nun gut 5000km auf dem Rennrad gefahren und war auch bei zwei RTFs (Rosenheimer Radmarathon 220km und Wendelsteinrundfahrt 170km) am Start. Nachdem es nun im Herbst aber keine Rennradveranstaltungen mehr hier in der Gegend gab, stach mir in der Termindatenbank der Oberstdorfer MTB Marathon ins Auge. Und wieso nicht mal ein MTB Marathon Rennen ausprobieren? Herausfordernd muss es schon sein, also gleich mal für die „Extrem“ Variante mit 61km und etwas über 2.000HM angemeldet. Wenn schon, denn schon. Vom Rennrad ist man ja eh andere Distanzen gewohnt... ;)

Samstagmorgen also um kurz nach fünf von München nach Oberstdorf gedüst und dank wenig Verkehr konnte ich in Ruhe die Startnummer abholen und dann auch noch entspannt frühstücken. Es war morgens dann doch wärmer als gedacht (12 Grad), Armlinge sollten reichen und zur Not noch eine kleine Windstopperjacke eingepackt und zum Start gerollt. Da war schon gut was los und ich stellte mich so ca. im hinteren Drittel an. Hab mich dann noch nett mit einem Mitstreiter unterhalten (der letztes Jahr im Rahmen der Ritchey Challenge einen schönen Stahlrahmen hier in Oberstdorf gewann, wenn du auch hier bist, dann schönen Gruß!) und dann ging es auch schon per neutralisiertem Start los. Wow, das fängt aber gut an, durch Oberstdorf ballerten ca. 200 Teilnehmer mit über 40 durch die engen Gassen. Dachte der neutralisierte Start ist dafür das Tempo etwas rauszunehmen? Aber ich bin gut durchgekommen, wenn es auch schon die ersten Stürze gab. Eigentlich bekloppt, wenn man sich die Distanz anschaut. Beim ersten Anstieg zur See-Alm zog sich dann aber schnell alles auseinander und ich hab mich auf mein Tempo konzentriert. Kurz vor dem Ende des ersten Anstiegs gab es dann auch die erste Versorgungsstation wo ich mich schon wie ein Profi fühlte als ich mir im Fahren einen Becher Wasser griff und den anschließend direkt in eine große Tonne warf ohne anzuhalten. :) Dann begann auch bald schon die erste Abfahrt und ich konnte mir auf den Schottertrails um einige Plätze verbessern. Bei der Schiebepassagen bergab (fahren war dort verboten, aber bis auf Vertrider fährt das sicherlich auch keiner, ein extrem! verblockter Trail) konnte man sich dann etwas ausruhen bis es dann über eine Skipiste ins Tal ging. Die nasse Wiese war gar nicht so ohne, aber irgendwie konnte ich dann doch noch einige Plätze gut machen. Ganz fremd ist mir das Thema Downhill ja wie erwähnt nicht.

Anschließend ging es im munteren auf- und ab zur Spielmannsau. Hier waren auch tlw. nette Singelrails zu fahren. Hat echt Spaß gemacht. Auch die Langlaufübungsstrecke war lustig mit den ganzen Wellen. Die zweite und dritte Versorgungsstation hab ich dann links liegen gelassen, hatte noch genug zu trinken (zwei 0,75l Flaschen waren vielleicht etwas zu großzügig geplant) aber zwischendurch mal einen Riegel gemampft. Nicht weil ich Hunger hatte, aber weil ich wusste der 1.000HM Schlussanstieg kommt ja noch…. Bald ging es dann los mit dem letzten Anstieg zum Fellhorn. Der begann mit einem recht steilen Single Trail, wo ich, als der Boden zu weich wurde, auch schieben musste. Aber das war egal, denn kurze Zeit später begann eh der Wandertag! Ca. 150HM musste man sein bike schieben, tragen, wie auch immer, denn das war zwar ein schöner Wanderweg, aber absolut fahruntauglich. Als begeisterter Bergsteiger, kam mir das aber auch nicht so ungelegen und was muss, das muss. Irgendwann war aber auch die Forststraße wieder erreicht und man konnte endlich weiterfahren. Der Anstieg hat sich dann aber echt gezogen! Man, man! Mehr als einmal hab ich überlegt ob ich mal eine Runde schieben soll, hab’s dann aber doch gelassen, die Ehre und so, ihr kennt das ja. Überholt haben mich dort aber nur eine Handvoll Fahrer und ich selber konnte mir auch den einen oder anderen schnappen. Am höchsten Punkt wartete dann die letzte Versorgungsstation wo ich schnell einen Becher Coke exte, das war auch nötig! Und dann ging es auch schon rasant runter. Zunächst wieder auf Schotterwegen (wieder Stürze anderer Teilnehmer) aber auch bald zu einem tollen Singletrail, den ich bis auf ein paar Meter auch komplett fahren konnte. War aber gar nicht so ohne und einmal war es ganz schön knapp und ich wäre auch den Abhang runtergerasselt! Anschließend dann auch noch eine recht steile Teerstraße runter, mein Tacho zeigte 79kmh! So schnell war ich auf dem MTB noch nie. Und dann war man auch schon fast in Oberstdorf. Unterwegs konnte ich noch ein paar Plätze gut machen (im Ergebnis gesehen, das der letzte den ich überholte aber auch Baujahr 1958 war, also nix zum drauf einbilden ;) ) und als ich sicher war das mich keiner mehr einholen kann, und der nächste auch zu weit weg war, die letzten Meter etwas entspannter ins Ziel gerollt. Die große Uhr zeigte: 3h:57min

Nach einem alkoholfreien Weißbier (3€, nix für lau, das war bei den Rennrad RTFs aber besser!) erstmal zum bike wash. Danach auf die Ergebnisliste geschaut, 88. bin ich geworden (174 gefinished hab ich später daheim gesehen). Da ich alleine da war und zu Hause die Familie wartetet, hab ich dann aber auch bald zusammengepackt und bin bei schönstem sonnigen Herbstwetter nach Hause gedüst. War ja schließlich mein Hochzeitstag…

Fazit: Schön Veranstaltung bei bestem Herbstwetter. Das Allgäu in goldenen Oktober hat natürlich seinen Reiz. Das Wetter kann Anfang Oktober aber auch ein ganz anderes sein.
 

rr-mtb-radler

Making Menschlichkeit Great Again
Dann will ich auch mal......

Da ich nun in einem Alter bin, indem ich nicht mehr schneller, höchstens ausdauernder werde, habe ich mich nach einem Langstreckenrennen umgesehen und bin auf die MSR300 gestoßen. Sicherlich lächeln da die Brevetfahrer nur, für mich jedoch eine Schallmauer. Bis dahin bin ich die Gold-Tour beim Bodenseemarathon und die lange Strecke beim Tannheimer Tal Marathon erfolgreich gefahren. Den ÖRM konnte ich bis jetzt nicht beenden.

Da Neubrandenburg von uns 750 km entfernt ist, haben meine Frau und ich beschlossen, schon Donnerstags anzureisen.
Von der Stadt und dem Tollensesee waren wir aufs angenehmste überrascht worden. Beides schon alleine eine Reise wert.

Am Freitag habe ich dann die Startunterlagen abgeholt. Im Start-/Zielbereich gab es einige Aussteller, Massagezelt, Verpflegungsstände und ein Stand von Tupperware :D
Eine BMX-Bahn war aufgebaut und es gab Freitag und Samstag mehrere Kinderrennen.

Am Samstag war ich nach einer sehr kurzen Nacht, wie vor jedem Rennen, spät dran, raste vom Hotel zum Start und bekam dann mit, dass meine Gruppe erst um 06:00 statt um 05:40 Uhr startet :D

Ich war voller Vorfreude, nervös und hatte auch die Hose gestrichen voll.
Als wir losgelassen wurden, war alles negative wie weggeblasen. In der Gruppe (geführte Gruppe) lief es gut, auch wenn es mir etwas schnell vorkam. Als wir zum ersten Verpflegungspunkt kamen, schallte es durch die Gruppe „für die geführte Gruppe hier KEIN Halt“ :eek: Ein Schlag in die Magengruppe. Ich hatte mich darauf eingestellt, in 40 km Abständen zu denken, von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt. Nun wurde weiter gefahren. Nach ein paar Km war es auch vom Kopf ok, aber der deutlich höhere Schnitt lies mich Fragen, ob ich in der richtigen Gruppe sei?
An der zweiten Station hielten wir an und ich fragte nach. Mir wurde gesagt, dass die Standzeiten zum Schnitt zählen und das natürlich rausgefahren werden muss. OOOOOOOK.
Ab hier sollte jedoch an jeder Station, bis auf die letzte, von der es „nur“ noch 21 km bis ins Ziel waren, angehalten werden.

Bei der Verpflegungsstation 3 war es, wie zuvor, recht voll. Für die Toilette und Verpflegung musste man anstehen. Standzeit war mit 10 min. vorgegeben. Um beides zu erledigen viel zu kurz. Ich bekam die Abfahrt nicht mit, war aber nicht böse drum. Das wurde mir zu stressig.

Ein paar hundert Meter nach der Verpflegungsstation traf ich auf ein Gruppe, die aus Cuxhaven, Hannover, Köln, .... kamen und sich gemeinsam zu solchen Events trafen. Ich fragte freundlich an, ob ich mich ranhängen kann, was freundlich bejaht wurde und es ging im belgischen Kreisel los. Wir waren 10 und es klappte richtig gut. Mit dieser Gruppe fuhr ich bis zum Punkt 5. Kurz nach verlassen von diesem hatte ich Krämpfe und mir fiel einmal die Kette runter. Da ich auch das Tempo nicht mehr halten konnten, trennten sich unsere Wege, trotzdem DANKE an die Gruppe.

In der sechsten Verpflegungsstation gönnte ich mir eine Massage. Danach hatte ich bei ca. 250 km ein mentales Loch, neue Krämpfe, schwindende Kraft und keine Gruppe liesen mich ans Aufhören denken. Da ich aber eh bis zur letzten Verpflegungsstation fahren musste, um den Shuttlebus zu nehmen, fuhr ich weiter.

Dort angekommen war es aber keine Frage, dass ich zu Ende fahren oder schieben werde. Ich hatte für die letzten 21 km noch über 4 Stunden Zeit bis zum Zielschluss. Ich telefonierte noch mit meiner Frau, dass sie sich auf mind. 1,5 Std. einstellen sollte, bis ich ins Ziel komme, ich wäre total fertig.

Wie das dann so ist, mit jedem Km lief es besser. Keine Krämpfe mehr, die letzten Hügel „locker“ genommen und das Hochgefühl, es tatsächlich zu packen, kam immer mehr auf. 4000 m vor dem Ziel rief ich meine Frau an, dass ich gleich ankomme. Ich hatte Pippi in den Augen und einen Kloß im Hals.
Die letzten paar Km „flog“ ich dahin, ich war nach knapp 50 min. im Ziel.
Meine Frau und ich lagen uns in den Armen, die Schleusen öffneten sich. Ein irres, unbeschreibliches Gefühl durchflutete mich. 300 km am Stück, nicht in der Woche.......IRRE, ich hatte es tatsächlich geschafft.
Reine Fahrzeit 11:45 Uhr und der Schnitt über 25 km/h.

Die Streckenführung war toll, vom Höhenprofil her recht einfach, 1750 m bergauf, an allen neuralgischen Punkten standen Schilder und Helfer. Wenn eine Gruppe ankam, wurde der Verkehr angehalten.
Die Verpflegung war einfach, aber voll ausreichend. Die Helfer leisteten hervorragende Arbeit und waren super freundlich. Die KOSTENLOSE Massage grandios.

Wer in die Langstrecke rein schnuppern möchte, ist bei der MSR300 wirklich gut aufgehoben. Und gemessen an einem Tag im Freizeitpark, Kirmesbesuch o.ä. auch nicht überteuert. Ich war jedenfalls mit dem Gegenwert für mein Startgeld voll zufrieden.

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FreeriderMuc

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Dreiländergiro am 30.06.2019

Ich hatte mich im letzten Herbst angemeldet, da ich vielfach gehört habe, dass der 3LG ein super Event sei. Außerdem hat mich ein „echtes“ Rennen mit Zeitmessung dann schon gereizt. Zudem wollte ich schon lange mal das Stilfser Joch erklimmen! Da ich im letzten Jahr zwei längere RTFs gefahren bin (Rosenheimer Radmarathon und Wendelsteinrundfahrt) hab ich mich auch gleich für die lange Strecke entschieden. Ursprünglich war geplant mit Frau und Kindern ein WE in der Gegend zu verbringen, Hotelzimmer war auch schon gebucht, bis meine Frau eine Geburtstagseinladung für den 29.06. bekam, an dem sie ungern fehlen wollte. Also Hotelzimmer wieder abgesagt und überlegt morgens vor dem 3LG aus München anzureisen… Letzte Woche hat mir meine Frau diese (zugegebenermaßen) Schnappsidee allerdings ausgeredet und hat gesagt, ich MUSS Auf jeden Fall am Abend vorher anreisen. Hab dann am Samstag noch ein Zimmer in Pfunds bekommen (Hotel Edelweiß, sehr zu empfehlen, gab für die Handvoll 3LG Teilnehmer sogar ein top Frühstück um 05:00 Uhr!) und bin gut 3h ohne Probleme aus München angereist. Gar nicht erst am Hotel angehalten sondern direkt weiter nach Nauders um gegen 20:00 Uhr noch die Startnummer abzuholen. Zur Nummer gab es dann noch ein Gel, einen Apfel und einen Gutschein für die Pastaparty. Direkt rüber ins Zelt, da ich noch nichts zu abend gegessen hatte, allerdings gab es keine Speisen mehr. Also zurück nach Pfunds und im Hotel zu Abend gegessen. Im Anschluss noch die Startnummer befestigt und ab in die Falle.

Morgens nach dem erwähnt guten Frühstück dann mit dem Auto nach Nauders und oberhalb des Orts an der Seilbahn geparkt. Es hatte zwar schon 15 Grad, aber es war natürlich noch keine Sonne im Tal und dazu ging auch ein leichter Wind. Hab mich dann doch entschlossen Armlinge und Windweste anzuziehen und bin dann locker zum Start gerollt. War um zehn nach sechs da und stand somit gefühlt ziemlich in der Mitte:

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Den Start selber konnte ich nicht sehen, aber dank obligatorischem Moderator war man dann doch ganz gut im Bilde. Hab mich noch nett mit meinem Nebenmann unterhalten (Gruß nach Bochum) und dann ging es auch los (vorher noch schnell die Weste ausgezogen). Zunächst locker die Reschenstraße mitgeschwommen, war dann aber doch der Meinung, das geht auch schneller und hab mich dann einer schnelleren Gruppe angeschlossen und dann fast durchgehend auf der linken Spur überholt. Die Strecke war an den meisten Stellen komplett für die Teilnehmer gesperrt und somit gings auch sehr flott runter ins Vinschgau. Kurze Zeit später begann dann auch der lange Anstieg zum Stilfser Joch. Die erste Labe hab ich gleich rechts liegen gelassen, Wasser hatte ich wirklich noch genug. So richtig steil ist der Stelvio ja nicht, trotzdem war ich froh auf meinem Endurace zu sitzen, die 34 – 32 Übersetzung erlaubte auch eine ordentliche Kadenz. Beim Abfahren hab ich mir dann aber doch manchmal mein Oltre gewünscht, aber die 36 -25 hätte wohl bergauf echt zu viel Kraft gekostet. Unterwegs hab ich noch ein paar Fotos gemacht

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Laut Ergebnis nach 2h58m (genau 2h für das ganze Strava Stelvio Segment) war ich dann am höchsten Punkt, wo ich dann doch kurz zum Wasser nachfüllen und Banane essen an die Labe reinbremste. Das haben alle anderen auch mit dem Rad gemacht, es ging aber trotzdem gesittet zu. Trikot Reißverschluss zu und dann ab runter zum Umbrailpass.

Hier konnte man es dann echt schön laufen lassen, fast gar kein Verkehr und beste Straßenbedingungen erlaubten wirklich schnelles abfahren, laut Strava bin ich 520. von 24.000 Teilnehmern, und es fühlte sich auch schnell an. J Irgendwann ist aber auch die Abfahrt vorbei und der nervigste Teil mit dem Ofenpass wartete. Die Temperaturen bei bis zu 38 Grad taten ihr Übriges und gefühlt hatten alle ganz schön zu kämpfen. Oben dann nochmals die Flaschen aufgefüllt und die lange Strecke ins Engadin folgte. Hier war ich aber erneut in einer recht schnellen Gruppe mit ca. 15 Teilnehmern, was ich später dann auch bei Strava sehen konnte. Für die Strecke vom Ofenpass nach Scuol (47,7km) hab ich 1h23 gebraucht. An der Führungsarbeit haben sich zwar wirklich nicht alle beteiligt, was tlw. zu komischen Situationen führte, aber es war auch echt heiss + Gegenwind. Der letzte Anstieg zur Norbertshöhe ging dann eigentlich ganz gut und hier hätte ich sicherlich noch etwas schneller fahren können, aber langsam wurden die Beine dann doch schwer. Vom höchsten Punkt ist es dann auch nur ein Katzensprung ins Ziel und nach 6:48 überquerte ich die Ziellinie um mich direkt unter die kleine Dusche dort zu stellen, das ist auch der Grund warum das Fahrrad so matschig war. Hab mir noch ein alkoholfreies Weißbier gegönnt und hab anschließend die Startnummer zurückgebracht um im Gegenzug das Finishertrikot zu bekommen.

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Fazit: Eine echt super Veranstaltung mit Toporganisation und persönlich bin ich mit Platz 308 von 1.162 Finisher (meine Altersgruppe 104. von 230) auf der Engadinstrecker auch sehr zufrieden! Sicherlich das Highlight meiner bisgherigen Rennradkarriere (fahre aber auch erst seit knapp zwei Jahren). Der Dolomiti und natürlich der Ötztaler wären dann sicherlich auch noch mehr als attraktive nächste Pläne.
 

lumacagabi

www.gabiwinck.wordpress.com
Mein Rennbericht Three Peaks Bike Race 2019 ... Bericht und Film!!!
Spannendes Rennen! Für uns lief es mega abenteuerlich ...
 

fn2

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Hallo,

Nach zwei Stürzen mit clavicula hab ich keine Lust mehr auf Hobbyrennen mit den Möchtegern-Idioten und habe auf RTF umgeschwenkt. Da unterhält man sich auch und fährt nicht nur aneinander vorbei. Dort habe ich sehr schnelle Radfahrer getroffen, die genau so urteilten wie ich, teilweise sogar noch gnadenloser über die Hobbyrennen urteilten als ich.

Nachdem ich jedes Jahr eine Leistungssteigerung erfahre, komme ich üblicherweise bei RTFs in der 1. Gruppe an. Ich komme noch aus der GCC Zeit, wo die Hobbyraser sich alle für die 120 Runde entschieden hatten, weil die GCC Rennen auch 120 km lang waren. Dann überzeugte ich die Leute in der 1. Gruppe, die 150 km Runde zu fahren, weil die schnellsten auch die meisten Kilometer fahren müssten. Das hat dazu geführt, dass die RTF Fahrer jedes Jahr schneller fahren. Genau wie ich. Das hat sich auch unter den Lizenzfahrern herumgesprochen, wonach man die bei RTFs trifft.
Bei uns im Flachland setzen die sich sofort mit 48 km/h an die Spitze. Ich kann so viel trainieren wie ich will, ich eiere immer mit letzter Kraft hinterher. Zuerst mit 280W, dann 320W, jetzt sind es sogar über 400W im Windschatten in der Ebene. Und die Steigungen kommen noch.
Das Internet (Strava) sagt, dass man heutzutage 260W auf 150 km treten muss, um in der 1. Gruppe reinzukommen. Damit meine ich nicht NP, sondern Schnitt. Teilweise reichen 230W/150 km aus, aber dann hechelst du vorwiegend im Windschatten hinterher.
Dazu kommt die Überlegung, dass man im Straßenverkehr nicht immer Gas geben kann. Wäre das ein Rennen, wäre die Leistung natürlich höher.

Im Vergleich zu den Profirennen ist das Wahnsinn, aber im Prinzip eine positive Entwicklung, die zum Teil auf mein Konto geht. :daumen:

Was mich nervt ist, dass ich so viel trainieren kann wie ich will, es gibt immer einen Deppen, der noch schneller fährt. :p
Zweitens: Es setzt sich der Trend durch, dass die meisten ohne Startnummer fahren. Warum, ist mir schleierhaft. Die Startnummer bedeutet:
1. Ich unterstütze den örtlichen Verein und sorge dafür, dass auch weiterhin RTFs stattfinden
2. Versicherungsschutz
3. Gute Verpflegung an den Kontrollstationen :bier:
4. Wir fahren zusammen und sind ein Team und ich gehöre zum Team.
5. Signal für die Autofahrer: diese sind eher bereit, Rücksicht zu nehmen -> Unfallgefahr ist geringer.

Dazu kommt: mittlerweile treten die Radfahrvereine bei RTFs in "Teams" an. D. h. sie nehmen keine Rücksicht auf andere, die nicht zum "Team" gehören. Die Idee, in Teams zu fahren, kommt von den Profis. Das hat sich später auch in den Idiotenrennen ("Hobbyrennen") durchgesetzt. Wegen der Leistungssteigerung bei RTFs scheint sich das leider auch bei RTFs durchzusetzen. Bei den Profis ist das logisch: jedes Team hat seinen eigenen Zug. Bei den Hobbyfahrern ist das anders. Es gibt Radvereine, die sind so schwach, dass sie ein Team bilden müssen, um hinter der Spitze (das sind 1-3 Lizenzfahrer) herfahren zu können. Im Team kann man sich den Windschatten erzwingen, was man als Einzelfahrer nicht kann.

Eine zeitlang war es üblich, alle Kontrollstationen zu überspringen (vielleicht bis auf die letzte wegen der Kohlenhydrate), weil man ein GCC Rennen auch ohne Pause durchfahren muss. Mittlerweile habe ich es durchgesetzt, dass die "Trimmfahrer" nur die 1. Station überspringen und schon bei der zweiten anhalten. Sinn des Ganzen ist der Kontakt und das Gespräch unter Gleichgesinnten.

Ok, ich kann damit leben, wenn ich mich mit 350W an eins verausgabe, um dann mit 450W im Windschatten hinten rauszufallen, also sich selbst abzuschießen (das ist der Unterschied zu Radrennen, wo man so etwas nie machen würde. Früher hab ich mich aus Ahnungslosigkeit ständig auf diese Weise abgeschossen, mittlerweile mache ich es absichtlich, obwohl ich weiß, dass es ungeschickt ist, denn es ist kein Rennen, es ist Training).

Ich kann den Leuten sagen, wollt ihr die 150 km Runde fahren? Das ist kein Problem. Aber wie soll ich denen sagen, dass sie sich bitteschön ihre Startnummern anheften sollen? Die halten mich alle für wahnsinnig. Dem Veranstalter scheint es egal zu sein, oder er weiß es nicht? Fragen über Fragen... Gruß


edit: Den Radfahrern, die Erfahrungen sammeln wollen, darf ich den Tipp geben: Fahrt keine Hobbyrennen, da trefft ihr nur auf Idioten und Hobbyluschen, die Stürze verursachen, sondern fahrt RTFs. Da trefft ihr Profis und vernünftige, erfahrene Fahrer. Dieser Beitrag soll vermeiden, dass sich die Idiotie des Hobbyrennens auch bei den RTFs durchsetzt, das ist meine Befürchtung.
 
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lumacagabi

www.gabiwinck.wordpress.com
Ich vermute die RTF sind vergleichbar mit Granfondo in Italien. Der Renncharakter ist hier doch stark ...
Wir fahren haben seit ein paar Jahren die Randonnées, Brevets für uns entdeckt. Der Geist dieser Veranstaltungen ist finde ich sehr schön. Man fährt lange Strecken (200, 300, 400, 600 oder über 1000), man hilft sich gegenseitig ... Es gibt keine Wertung, es ist nur wichtig innerhalb der Minimal- bzw. Maximalzeit anzukommen, um homologiert zu werden. Das heißt nicht schneller als ein 30er Schnitt, aber nicht langsamer als ein 15er, die Zeit läuft bei den Pausen. In Italien gibt es unzählige Brevets (Straße, Gravel, MTB): Audax italy in Dtl. kenne ich nur die von der Ara München
Auch auf dem REnnsektor haben wir inzwischen wunderbare Events gefunden, die aufgrund ihrer Länger auch eher Brevetcharakter haben, wie zum Beispiel die Veranstaltungen der Adventure Bike Racing.
Auf meinem Blog habe ich unsere favorisierten Veranstaltungen mit Bericht und Film zusammengestellt: https://gabiwinck.wordpress.com/
Viel Spaß am Radeln
 
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