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Eschborn-Frankfurt

Mal ne, vielleicht doofe, Frage:
Die Fahrer, die meistens bei Jedermannrennen gewinnen oder oben dabei sind, sind ja oft in Amateurteams, z.B. Velolease, Strassacker, Sebamed, etc. Wie sind sie leistungsmässig einzuschätzen? Sind Bundesligateams und Konti-Teams nochmal stärker? Ich mein, die Namen findet man ja selbst beim Ötztaler oben wieder.

Die Leistungen sind ja einfach unfassbar krass.

Wie schon gesagt wurde, die Teams oben sind alles Jedermannteams; diese "Amateurteams" zu nennen, ist nach Duden vielleicht nicht falsch, für Viele aber missverständlich, da Amateur/Elite/.. eher Begriffe aus dem Lizensport sind. Gleichzeitig sind die Teams (ich weiß nicht genau, welche davon alle) mittlerweile auch dazu übergangen, sich bei "German Cycling" zu registrieren, und können daher auch Lizenzrennen mitfahren. Die Fahrer konnten es eh, wenn sie Lizenz hatten, aber man durfte dann nicht die Klamotten tragen, sondern die seines Vereins. Teils vereinfacht ausgedrückt, man möge mich ggf. korrigieren, wenn ich wo falsch liege.

Im Lizenzbereich gibt es aber "immer noch" die Fraktion, die nichts von Jedermannrennen halten, und auch aus Prinzip keins mitfahren würden, man diesbezüglich wohl auch ein wenig belächelt werden würde. Auch wenn dort ganz vorn natürlich richtig Rennen gefahren wird, auf sehr hohem Niveau. Ich hatte es mit solchen schon öfter mal drüber, dass es doch eigentlich auch sponsorentechnisch nice wäre, "auf der großen Bühne" aufzutreten, statt nur bei Rennen, die zwar ultrahart sind ("Steinfurt", .. ), aber es außerhalb von Radnet eigentlich keinen interessiert. Aber irgendwie gibt's darauf dann immer komische Antworten. Ich würde sagen, dass die besten Lizenz-/KT-Fahrer noch einen Ticken "besser" sind, gar nicht mal so sehr von der reinen Leistung her, aber von den Skills, Position fahren, Ellbogen, Windkante.. allein, weil die auch oft in B/NL unterwegs sind, und da wird im Amateurbereich nochmal etwas anders Rennen gefahren als bei uns.

Vielleicht kommen jetzt viele Gegenbeispiele, dass alles ganz anders ist, wer trotzdem gut oder schlecht ist.. aber ich glaub, ein bissl was ist dran.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Strassacker steht hinter dem Team auch ein beim BDR gemeldeter Verein, dem alle Fahrer angehören.

Eine Lizenz wird mittlerweile aber wohl fast ambitionierte Jedermann haben. Alleine schon, weil man die für GF und Gravel WM braucht.
 
Top10 Frankfurt - bisschen Pech wie gesagt in der Abfahrt. Leistungsmäßig evtl (!!!) Top5 - wenn ich mir die Wattwerte anschaue.

Vergleich BuLi: fahr in Österreich, welche tendenziell stärker einzuschätzen ist als die deutsche BuLi. Um Top50 im letzten Jahr, heuer war ich in Leonding auf dem Weg in die Top20-30.

Ötztaler P.30 heuer schiel ich Richtung Top15-20.

Hoffe das hilft bei deiner Einschätzung. Wobei ich mal sage, dass ich da relativ breit aufgestellt bin. Ein Mai kann auch Gran Fondos, ein Palm auf jeden Fall auch (wie viel Berge ala Ötzi ist die Frage). Biederer hat beim Ötzi schon geliefert. Einem Sauer z.B. trau ich das nicht zu

Wenn ich das so lese, merke ich, dass der Begriff "Jedermannrennen" völlig irreführend ist. Ist nicht böse gemeint. Wenn das so gestattet ist, warum nicht, machen andere ja auch. Aber für mich bist du als BuLi-Fahrer einfach ein (Semi-)Pro. Und bei anderen in der Top 100 wirds genauso sein. Darunter sind ja auch einige Ex-Pros und Pros aus anderen Disziplinen (MTB, Gravel).

Das hilft mir bei der Orientierung fürs nächste Mal ungemein.
 
Das Thema kommt natürlich auch immer gern wieder auf. Die meisten sind ganz normal berufstätig (oder Schüler, oder Studenten), sicherlich, mancher reduziert sogar seine Stunden, um mehr radeln zu können. Seine Sache. Mancher kriegt aber auch 30k Kilometer pro Jahr hin, weil er einfach wesentlich disziplinierter ist als wir, die wir grad im Forum abhängen, während er auf dem Rad sitzt. Und bei einigen kommt selbst bei 30k Kilometern nichts Gescheites raus, andere erreichen damit tatsächlich fast Profi-Niveau.. haben aber vielleicht einfach kein Bock auf deren Leben.

Bei wie viel Stunden wöchentlich soll man die Grenze ziehen, bis wie viel man trainieren darf, um dort teilnehmen zu dürfen? Und, auch wenn die Begriffe krass wirken, und Franconi tatsächlich ein sehr guter Fahrer ist, "Lizenz" und selbst "Bundesliga" ist (in D) mit keinerlei Leistungsnachweis verbunden. Eine Lizenz bekommst Du, wenn Du sie beantragst, und wenn ein Bundesliga-Team dich nimmt, weil Dein Papa der Sponsor ist, dann fährst Du ab morgen Bundesliga. Überspitzt gesagt. Wenn man die Regeln verschärfen würde, führt das einfach dazu, dass Einige keine Lizenz mehr lösen, bzw. nicht Bundesliga fahren.
 
Wenn ich das so lese, merke ich, dass der Begriff "Jedermannrennen" völlig irreführend ist. Ist nicht böse gemeint. Wenn das so gestattet ist, warum nicht, machen andere ja auch. Aber für mich bist du als BuLi-Fahrer einfach ein (Semi-)Pro. Und bei anderen in der Top 100 wirds genauso sein. Darunter sind ja auch einige Ex-Pros und Pros aus anderen Disziplinen (MTB, Gravel).

Das hilft mir bei der Orientierung fürs nächste Mal ungemein.

Arbeite Vollzeit und habe zwei Kinder… Du könntest das vermutlich zeitlich genauso. Musst man halt nur wollen…
 
Ja, alles eine Frage der Prioritäten. Das war auch kein persönlicher Angriff. Mir geht es nur darum, das einzuordnen. :daumen:
 
Bei einem beliebten Event mit mehr als 10K Teilnehmer kann man durchaus davon ausgehen, dass einige starke Fahrer dabei sind. Genauso sind am anderen Ende der Skala etliche schwächere Fahrer.
Die hohe Kunst ist sich mit Fahrern ähnlicher Stärke und Ambitionen zusammen zu tun.
Entgegen dem Eindruck aus manchen Beiträgen kann es sogar Spaß machen😉.
 
Arbeite Vollzeit und habe zwei Kinder… Du könntest das vermutlich zeitlich genauso. Musst man halt nur wollen…
Respekt! Verrätst du wieviele Stunden bei dir Vollzeit ist (schwankt ja irgendwo zwischen 35-42h) und wieviele Stunden du jede Woche noch im Schnitt auf dem Rad sitzt?
 
Ach, hier ist ja immernoch was los! Falls mein Senf noch interessiert: ich vergleiche meine eigenen Zielzeiten bei solchen Rennen nicht, weil das einfach nichts aussagt. Je nach Windverhältnissen, Rennsituationen, Gruppenbildungen etc. können die Zeiten stark abweichen. Die schnellste Zeit bei der Tou d'Energie (Jedermannrennen Göttingen) hatte ich beim ersten mal, als ich aus Block B gestartet bin. Da bin ich mit 4 anderen in einer Gruppe einfach konstant schnell gefahren und es gab nicht die ständigen Leistungsspitzen und dann wieder Rollphasen.

Ansonsten ist in meinen Augen völlig klar, dass ein Jedermannrennen wie Eschborn-Frankfurt ein Rennen ist. Da gibt es eine Zeitnahme, eine Ergebnisliste, eine Siegerehrung. Es ist allerdings genauso klar, dass nicht jeder das als Rennen fährt. Für manche ist eine Art "Drop Ride", für andere eine schnelle Ausfahrt mit Freunden, für wieder andere eine Herausforderung bei der es nicht gegen andere, sondern nur gegen die Strecke und das Zeitlimit geht und manche fahren das einfach als interessante Tour wie eine RTF. Das macht die Veranstaltungen ja gerade so beliebt.

Für mich ist sowas schon ein Rennen, auch wenn vorher klar ist, dass ich nicht gewinnen kann. Je nach Größe des Jedermannrennens ist maximal Top 50, bei Eschborn-Frankfurt wahrscheinlich nur Top 150 drin. Mich motiviert das durchaus auf Ergebnis zu fahren, auch wenn es neutral betrachtet auf meinem Niveau bei diesen Rennen etwas albern ist.

Der Vorteil meiner begrenzten Möglichkeiten: Ich muss mich nicht darüber ärgern, dass dort super ambitionierte Teams mit teilweise 10+ Fahrern und klar verteilten Rollen gegen Einzelfahrer antreten. So ein bisschen komisch finde ich das Prinzip der Jedermann-Teams schon. Da gibt es wirklich talentierte und auch sehr nette Fahrer, aber auch echt übertriebene Aktionen.
 
Respekt! Verrätst du wieviele Stunden bei dir Vollzeit ist (schwankt ja irgendwo zwischen 35-42h) und wieviele Stunden du jede Woche noch im Schnitt auf dem Rad sitzt?

Schwankt tatsächlich da ich Lehrer bin. Bin ca 34h in der Schule. Ohne Nachbereitung und Vorbereitung, wobei ich versuche das in meinen Freistunden zu machen. Effektive reine Arbeitszeit 27x45min.

Auf dem Rad 10-15h im Schnitt
 
So ein bisschen komisch finde ich das Prinzip der Jedermann-Teams schon. Da gibt es wirklich talentierte und auch sehr nette Fahrer, aber auch echt übertriebene Aktionen.
Jeder kann ja einem Team beitreten. Bin heuer auch das erste Mal fix in einem Team, fände es vorher nicht schlimm. Man braucht halt solo mehr Rennintelligenz
 
Danke für die vielen Infos! Find ich sehr interessant.
Hab mich schon immer beim Podcast „Krachen gehn“ gefragt, ob die Leistungsunterschiede der beiden so unterschiedlich sind. Einer ist/war Profi, der andere fährt im Conti-Team.
 
Aber für mich bist du als BuLi-Fahrer einfach ein (Semi-)Pro.
Ist aber nicht so. Auch Conti- bzw. teilweise sogar ProTeam-Fahrer arbeiten hauptberuflich bzw. nebenher was anderes. Und in der Bundesliga zu fahren heißt nicht, überhaupt nennenswert Geld damit zu verdienen. Übertrieben gesagt gibt es auf den vorderen Plätzen einen feuchten Händedruck, das war's.
 
Danke für deine Informationen. Beeindruckend auf jedenfall, dass es "nur" so wenige Stunden auf dem Rad sind. Da hätte ich jetzt deutlich mehr erwartet. Spricht für dein Talent 👍🏻

Hatte letztes Jahr bis Juni bzw 22 23 glaub ich deutlich mehr. Aber geht imo einfach nicht. 2x TL und 1x verkürztes TL daheim. In Summe 275h das Jahr
 
Mal ne Frage zur Pre-Registration 2026-
Ich habe jetzt ( da ich mich bis 28.1.25 nicht mehr bei time angemeldet hatte mir schon mehrfach ein neues Passwort angefordert, aber noch keine Mail erhalten?
Habt ihr auch das Problem oder habt ihr direkt eine Mail zwecks Passwort bekommen?
 
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