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Ein Rad für eine Frau - oder die Quadratur des Kreises

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Ich finde das Rad optisch ansprechend, aber so arg "klassisch" nun nicht.
Die alten Bremsen, der mechanische Tacho, Klingel wirken ein wenig gekünstelt.
Dazu wollen die Plaste-Schaltbremshebel nicht passen. Auch der Gepäckträger wirkt ein wenig unvorteilhaft. Am besten gefallen mir eigentlich die Zughüllen.
Entweder ein wirklich "klassischer" Aufbau (d.h. nur mit zeittypischen Komponenten) oder ein moderner, aber nicht so ein Mix.
Ein moderner Aufbau würde das Rad allerdings in ein eher unauffälliges, "modernes" Rad verwandeln. Den seltenen Alan-Rahmen würde niemand der sich nicht auskennt darunter erkennen.

Deine Freundin will ein Rad dass sie in die Wohnung tragen kann. Schon mal daran gedacht wielange das französische Rücklicht das überleben wird?

Egal wie man ihn aufbaut, es wird nie etwas herauskommen was man am Bahnhof stehen lassen kann ohne dass es wegkommt. Außer mit Radikalmaßnahmen zur Häßlichmachung. Dann will Deine Freundin aber sicher nicht mehr mit dem Rad fahren.

Ich würde auch sagen dass das ein typisch "männlicher" Aufbau ist. Und an den Anforderungen vorbei. Ich würd ihr einen schicken Meralrenner mit Schutzblechen schenken.
 
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Vielleicht als Anregung, was ich meiner gebaut habe:
hab günstig(st) ein Moser aus SL bekommen. Der Lack ist schon recht herunter, aber das Chrom drunter auch fein.

Rad: € 120,--
den Croce und Shimano 600 mix der drauf war für etwas das selbe verkauft, blieb ein gratis Moser Rahmen übrig.
Hatte noch 105er 10-stis zu hause.
um € 59,-- im Abverkauf Shimano Systemlaufräder bekommen (neu) und um € 50,-- eine neue Sugino Kompaktkurbel 4-kant.
Dazu einen Bontrager Race gepäckträger in schwarz, crosstop extra bremshebel
und irgendwie sieht das ganze jetzt erstaunlich stimmig aus, bin selbst überrascht.

es geht sich aber jedenfalls im budget aus.

was ich damit sagen will: du brauchst bissl geduld für günstige angebote, dann geht das. Aber von Alans für den Alltag halt ich auch wenig...
 
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...zumal der Rahmen mit Pech schon nach ein paar Wochen über den Jordan geht..
 
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klingt wie meine anforderungen an mein stadtrad :ka: naja, waldtauglich pff was soll das in berlin, he?

ach ja, ein unterschied wäre da noch. möglichst so hässlich, das es mir gerade noch gefällt und mich die hipster an der ampel nicht angaffen. hat nicht geklappt, mir gefällts nicht und die hipster glotzen immernoch
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das alan is zu schick. wenn ichs finde, nehm ichs mit
 
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Hoffentlich hat Deine Freundin ein ausgeprägtes Antiklau-Charma.. :ka:

skeptische Grüße

Martin

da hab ich ja eine. die ihr rickert spezial mit dura ace ex jetzt schon seit c.a. 4 oder mehr? jahren immer immer IMMER überall stehen lässt und bis jetzt wurden nur diverse rück und frontstrahler abgemacht:lol:
 
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Du hast Glück. Wenn das Rad so, wie auf den Fotos zu sehen, passt, dann ist die Frau nicht allzu klein und auch nicht ungewöhnlich proportioniert. Damit bleibt Dir der größte Teil der Standardproblematik "Frau + Rennrad" erspart.

Gewöhnst Du die Dame von Anfang an an eine noch halbwegs sportliche Sitzposition, wirst Du das typische Satteldrücktundschulterntunwehgemecker mit etwas Glück ebenfalls nicht hören, zumal der Super Turbo ein vergleichsweise bequemer Sattel ist. Besagtes Gemecker ersteht erstaunlicherweise viel eher dann, wenn Frau zu aufrecht sitzt und daher jede Bodenwelle voll in Hintern und Wirbelsäule schlägt - und die aufrechte Haltung es ermöglicht, die Schulten labbrig zu halten und damit noch mehr Probleme zu bekommen. Habe ich schon sehr oft so erlebt und in zwei Fällen war die Abhilfe ausgerechnet - ein Rennrad.

Allerdings ist das Rad das genaue Gegenteil von diebstahlsicher. Es ist hübsch, es fällt auf und was eine Dura Ace ist, weiß wirklich jeder Depp.
 
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Ok, ich glaube, ich muss das noch mal präzisieren.

Ich würde mich ja freuen, wenn besagte Freundin ein - und nicht zwangsläufig dieses - Fahrrad im Alltag bewegen würde.
Sooooo viele Kilometer kommen wahrscheinlich aber gar nicht zusammen. Sie wohnt auch nicht in Mitte oder Friedrichhain, wo ein Rad quasi das natürliche und logische Fortbewegungsmittel ist, sondern in Nikolassee / Wannsee, wo man doch eher zum Auto greift, wenn man in die Stadt will.

Das Rad wird wohl eher ein Freizeitinstrument. Und wenn ich "Wald" sage, dann meine ich nicht mal solche Wege, die mit den Reifen in 32er Breite gerade noch zu bewältigen sind, sondern eher mal sandiges Terrain oder einen geschotterten Feldweg. Davon wird das Alan ja nicht gleich zusammenklappen - die waren doch erfolgreich im Cross-Sport.

Insgeheim hoffe ich, dass sie Gefallen an einem klassischen Rad findet und es in Ehren hält. Dann wünsche ich mir natürlich auch den Rückau auf eine "passendere" Lenker- und Bremsgriff-Kombination. Die Gute ist grösser als ich - Rückenprobleme hat sie bereits.
Knobi, Deinen Tip behalte ich im Kopf !

Die ausgeleierten XT-Hebel schalten sowieso eher mies. Gerne hätte ich direkt die erste Generation der XT-Daumenschalthebel und ansprechendere Bremshebel verbaut. Aber solche Schalthebel kosten mittlerweile bereits über 50 Euro bei Ebay.

Ich werde nochmals darauf hinweisen, dass "Stehenlassen" keine Option bei dem Rad ist.
Bei mir hier in der Schweiz hat vor rund zwei Jahren mal jemand aus dem Ort ein Colnago Master Olympic mit 7400er Dura Ace unangeschlossen vors Haus gestellt und mit Tesa einen Zettel drangeklebt: "250,-".
Für Zweihundert habe ich es dann mitgenommen - in Berlin hätte es wohl schon früher einer mitgenommen. Für weniger...

Eine Frage zur Dauerhaftigkeit der Alan-Rahmen: Lässt die Klebekraft im Alter nach und die Rahmen zerlegen sich von allein oder ist eher die Rissbildung an den Muffen ein Thema?
Und was, wenn der Rahmen dann einen Riss bekommt. Ist die Stabilität dann nicht mehr gewährleistet? Sind diese Rahmen nur noch was fürs Wohnzimmer und allenfalls gelegentliche Demorunden?
 
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Na ja, Alan war auch deshalb so erfolgreich im Crosssport, weil die gesponserten Fahrer ihre Rahmen nach jedem zweiten Rennen wegschmeißen und gegen neue tauschen konnten.

Scherz beiseite, die Dinger hielten das derbe Gerüttel so gut aus, weil sie eben gerade instabiler als andere waren und dadurch für eine Weile die Verwindung anstelle des schnellen Bruches trat.
Auf eine Dauer von 20 oder 30 Jahren geht das natürlich auch nicht gut, wobei das Problem der sich lösenden Klebestellen ausgerechnet bei Alan keines ist: Die Dinger haben an den Verbindungsstellen zusätzlich noch Gewinde (die meisten jedenfalls). Klingt bescheuert und super-aufwendig, war es auch.
Eher wirst Du Alans finden, deren Muffen leicht "oval" geworden sind oder Risse haben. Ein Aluminiumteil mit Riss würde ich generell nicht mehr beanspruchen, egal, worum es geht.

Die Story aus der Schweiz ist klasse, aber da stehen ja auch Cannondale-Wettkampfgeräte unabgeschlossen an Bahnhöfen rum. Tagelang. Und keiner nimmt sie mit.
Seltsames Land.
 
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Die Story aus der Schweiz ist klasse, aber da stehen ja auch Cannondale Wettkampfgeräte unabgeschlossen an Bahnhöfen rum. Tagelang. Und keiner nimmt sie mit.
Seltsames Land.

Fahradiesisch...

Überflussgesellschaft eben.
 
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die Dinger hielten das derbe Gerüttel so gut aus, weil sie eben gerade instabiler als andere waren und dadurch für eine Weile die Verwindung anstelle des schnellen Bruches trat.

Ich habe generell Respekt vor deinen Expertisen, dies allerdings klingt für mich nicht plausibel.
 
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@Knobi mein Wissenstand war zumindest bislang, daß Alu weit schneller Materialermüdung zeigt, und gerade deswegen immer so dickwandig verbaut wird.

@thread ersteller: bei solchen Themen frage ich mich immer, ob hier nicht einfach Kommunikationsprobleme mit besagter Dame vorliegen. Am wichtigsten in solchen Dinge ist es immer die Erwartungshaltung richtig zu stellen, alles andere endet im Desaster :)
Meiner hab ich die Vor- und Nachteile eines schönen Rennrades erklärt, sie kann damit leben, gurkt in der Stadt mit ihrer 140,-- Baumarkt Gurke herum und freut sich auf den Wocheendausfahrten übers Rennrad.
 
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Da ist was dran. Die meisten können sich heute den früher dekadenten Luxus von mehr als einem Rad leisten...
 
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Ich habe generell Respekt vor deinen Expertisen, dies allerdings klingt für mich nicht plausibel.

Ich weiß, dass das bescheuert klingt - es ist aber wahr. Die frühen, geklebten Alurahmen hatten noch typische Stahlrahmen-Rohrdurchmesser und waren entsprechend verwindungsanfälliger/"weicher", was ganz klar am Material selbst liegt. Allerdings waren sie durch die vergleichsweise großzügigeren Muffen auch genau dort verstärkt, wo die Belastung am höchsten und damit die Bruchgefahr am wahrscheinlichsten ist.
Beides zusammen ergab wild flexende, schwingende und nicht immer leicht zu fahrende Rahmen, die genau dadurch einen ordentlichen Teil der Unebenheiten beim Crossen wegbügeln konnten, ohne den Fahrer zu überlasten und vor allem auch, ohne selbst gleich irgendwo durchzubrechen. Dabei nimmt die Verwindung bzw. Biegung auf die gesamten Rohrlängen den Belastungen ihre Spitzen und überfordert nicht die Verbindungsstellen.
Das kann man in etwa mit dem Verhalten einer Angelrute vergleichen, die ja auch bei hohen Lasten gerade deshalb nicht bricht, weil sie sich verbiegen und die Last damit verteilen kann. Oder mit der in der Mitte dünneren Dehnschraube, die genau deshalb beim Anziehen nicht abreißt (unsere heißgeliebte DD-Speiche ist nichts anderes).
Dass so etwas mit dem weniger dauerschwingfesten Alu nicht ewig gut geht, versteht sich natürlich von selbst und man kann deshalb bei den meisten heute noch lebenden Alan oder Vitus auch Risse oder aufgeweitete Verbindungsstellen finden.

Natürlich hätte man dieses sonderbare Verhalten auch mit Stahlrahmen erreichen können, indem man einfach die Rohrdurchmesser verringert hätte - so, wie es bei den ganz frühen Kreuz- und Diamantrahmen-Peugeots vor über hundert Jahren zu finden war. Allerdings wäre der geklebte Alurahmen auch dann noch deutlich leichter gewesen.

Tatsächlich ist das allgegenwärtige Oversizing nicht in jeder Hinsicht sinnvoll, da es, einmal begonnen, letztendlich eine Überdimensionierung vieler anderer Teile nach sich zieht, ohne im Gesamtzusammenhang tatsächlich haltbarer zu sein. Steifer vielleicht - haltbarer eher nicht.
Zum Beispiel gaben die klassischen 1-Zoll-Gabeln der ersten Ofenrohr-Alurahmen ziemlich oft am Schaft den Geist auf, weil der nun die schwächste Stelle darstellte und der restliche Rohrverbund keine Spannungsspitzen mehr durch elastische Verformung abbauen konnte. Das führte dann zum 1-1/8- und 1-1/4-Zoll-Gabelschaft. Scheibenbremsen brauchten plötzlich steife Gabelscheiden und fette Hinterbauten, die nicht mehr flexen konnten und eine Federung endgültig unverzichtbar machten. Als nächstes waren dann hohle Riesenkurbeln und fette Tretlagerwellen nötig.
Sehr interessant fand ich in diesem Zusammenhang einen Lenker-Vorbau-Dauertest der Tour vor etlichen Jahren. Diesen überlebte kaum einer der modernen Oversize-Lenker, während die klassisch dünnen allesamt problemlos durchhielten - eben WEIL sie flexen konnten und damit dem Querschnittsprung am Übergang zum Vorbau die "Schärfe" nahmen.
 
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ich klink mich mal eben hier rein, und stell mal eine kleine bastelfrage. hab das bauer rennrad soweit für meine freindin hergerichtet. sind gestern auch schon die erste kleine runde gefahren und es gefällt ihr soweit. für den anfang den sattel wtas tiefer und vorbau etwas höher aber trotzdem novh "sportlich". das einzige problem sind die bremsagriffe. sie kann sie nicht bedienen, das sie einfach zu kleine hände hat. sind weinmann bremshebel. ich erinner mich vor ner ganzen weile im forum mal etwas zu genau dem problem gelsesen zu haben, kann es nur nicht mehr finden.

grüße,

neo_aux
 
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Das kenne ich gut und Du musst jetzt versuchen, die Hebel irgendwie ein Stück näher an den Lenker zu bekommen. Für moderne STI gibt es kleine Keile zum Einclipsen bzw. -kleben zwischen Hebel und Griffkörper, die so aber bei den alten Schätzchen nicht funktionieren. Du kannst Dir eine ähnliche Lösung aus Plastik oder Alu selbst basteln, oder einen Lenker mit wesentlich engeren Bögen ausprobieren (was meistens nicht viel bringt), oder den Griffkörper so ausarbeiten, dass der Hebel näher an den Lenker kommt.
Das verändert natürlich nur die Erreichbarkeit der Hebel vom Unterlenker aus, nicht aber ihr Übersetzungsverhältnis, das bei kleinen Händen in Bremsgriffhaltung verdammt schlecht ausfallen kann.
 
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es gäbe dann noch Kinder-Bremshebel, die sind kleiner.
Oder Cane Creek SCR-5C (C=Compact) für kleinere Hände...hm...gibts auch mit braunen Hutis, dann schauen sie nicht ganz so kaks aus am Klassiker.
 
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meinst du in etwa sowas

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sorry für die schlechten fotos, hab mal auf die schnelle improvosiert. ich glaub ich probiers dan auf die bastellmethode. werd mir morgen mal ein stück alu oder metall besorgen und es in form schleifen und einfügen.
 
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Ja, so in etwa. Wirkt aber, als wäre es fast schon zu viel - probier es einfach aus, falls das irgendwie geht.
 
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werd morgen mal schon ob ich da morgen was draus basteln kann. nochmals danke.
 
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