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Cannondale Topstone Carbon 3 oder Canyon Grizl CF 6?

Stefandergrosse

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Hallo,

Ich suche ein Gravelrad mit nicht allzu aggresiver Geometrie.

Zwei Räder stehen zur Auswahl, beide lieferbar:

Cannondale Topstone : Oberrohr horizontal 59cm, Stack to Reach 1,57
Canyon Grizl CF 6: Oberrohr horizontal 63cm, Stack to Reach 1,48 (!)

Die Geometrie des Cannondales kenne ich ungefähr von meinem Pendlerrad, das ganz ähnliche Abmessungen hat, und passt mir ganz gut. Die Kingpin Federung hinten soll gut funktionieren, und das würde mir gefallen. Ich kann auf meinem Pendlerrad mit ähnlicher Geometrie auch 4h fahren, ohne dass mir der Rahmen zu lang wird. Das Cannondale würde also ziemlich sicher passen, ist allerdings auch sehr teuer und dafür Cannondale-typisch schlecht ausgestattet (und wiegt 10kg)

Das Canyon ist deutlich günstiger, hochwertiger ausgestattet, leichter (9,6kg) und gefällt mir optisch sehr gut. Allerdings ist der Rahmen (Oberrohr horizontal gemessen) deutlich länger als das Cannondale: +4cm! Damit ist auch der Reach länger, und das Stack to Reach Verhältnis liegt bei sportlichen 1,48 statt 1,57 beim Cannondale.

Mögliche Lösung: Ich ersetze den 100mm 6 Grad Vorbau beim Canyon durch einen 70mm 17 Grad Vorbau, und reduziere damit die Länge des Canyon wieder um 3cm. Damit wäre die Länge des Canyon ungefähr bei der des Cannondale und ich hätte über 1000 EUR gespart, und vielleicht das bessere Rad für weniger Geld gekauft.

Was spricht gegen diese Lösung?

Stefan

PS: Ich bin 194cm groß mit einer Innenbeinlänge von 94cm. Ich fahre den Sattel 87cm über der Tretlagermitte.

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Cannondale Topstone : Oberrohr horizontal 59cm, Stack to Reach 1,57
Canyon Grizl CF 6: Oberrohr horizontal 63cm, Stack to Reach 1,48 (!)
das Grizl in 2XL ist einfach noch mal eine Nummer größer als das Topstone in XL, das Grizl baut Canyon mit sehr langen Oberrohren u. verwendet dafür kurze Vorbauten (ähnlich wie sich die Mtb-Geometrien entwickelt haben)- deswegen auch der kurze STR. Vorbauten sind dann m.M.n nicht mehr viel verkürzbar. Beim Topstone habe ich keine Angaben zur Vorbaulänge gefunden.
 
Beide Räder haben einen 10cm Vorbau mit 6 bzw. 7 Grad.

Ich würde an den 4cm längeren Canyon Rahmen einen um 3cm kürzeren Vorbau machen.

Das heißt, mit dem Canyon würde ich ein 2XL Rahmen mit einem 7 statt 10cm langen Vorbau fahren.

Ist das ein Problem- abgesehen von einem etwas direkteren lenkverhalten.
 
Die Vorbaulänge ist ja nicht alleine entscheindend. Canyon verbaut ja Lenker mit einem Reach von 70mm bei allen Größen.

Ach ja, die Oberrohrlängen sind schon lange Schall und Rauch ;)
 
Jetzt sieht‘s so aus:

Canyon Grizl
- hat ein um 4cm längeres Oberrohr, dafür Lenker mit 1cm kürzerem Reach, daher 3cm Differenz. Das könnte ich durch einen 7cm Vorbau austauschen
Vorteil: Mit 2300 EUR ist es 1100 EUR günstiger als das Cannondale, dabei , 500 gramm leichter, Optik gefällt mir

Cannondale Topstone Carbon 3
Vorteil:
  • Fahrrad vor Ort erhältlich
  • Geometrie passt gut ohne Umbauten, der um 1,5 Grad flacherer Lenkwinkel als beim Canyon passt gut zum Einsatzzweck
  • Federung hinten funktioniert spürbar (direkter Vergleich mit meinem Cannondale Topstone Alu Rad bei gleichem Reifendruck und Reifenbreite)
  • Nachteil: 1100 EUR teurer und dafür auch noch schlechtere Laufräder und damit schwerer als das Canyon

Was meint ihr?
 
Mich würde interessieren, wie du dich entschieden hast. Ich stehe vor ner ähnlichen Entscheidung: Grizl CF SL 8, Cannondale Topstone Carbon 3 ODER Conway GRV 10.
Bin 1,75m groß mit SL 84cm. Befürchte, dass mir das Grizl in S zu lang ist. Die anderen beiden würden eher passen. Allerdings frage ich mich auch, ob ich das Grizl noch durch Vorbauanpassung für mich gut hinbekommen würde.
 
Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen berichten - es ist das Topstone geworden. Nach gut 1000 km darauf kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass ich KEIN längeres Rad hätte haben wollen. Denn die Erschütterungen beim Graveln sind viel intensiver als beim MTB. Etwas aufrechter zu sitzen hilft, die Schläge besser wegzustecken.

Ein weitere Vorteil des Topstone ist der flachere Lenkwinkel. Das bringt Stabilität und Sicherheit im Gelände. Macht man beim MTB Rahmen auch, und der Trend geht auch dort aus gutem Grund zu immer flacheren Lenkwinkeln. Das Canyon ist hier fast wie ein Straßenrennrad konstruiert, das passt aber eigentlich nicht gut zum Graveln.

Du kannst beim Canyon mit kürzerem Vorbau zwar die gleiche Länge wie beim Topstone konstruieren. Dann hast du aber keinen Spielraum mehr, wenn dir auch das noch zu lang ist.

Aus meiner Sicht sind die Vor- und Nachteile der Räder so:

Canyon Grizl:
  • Preis Leistung
  • Optik des grauen Rahmens
  • Canyon Qualität aus Deutschland (habe persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht)
  • Understatement, keine Premium Marke, sondern ein Canyon zu fahren (in und um Berlin sehr wichtig ;-))
  • Details teilweise besser: Achsen lassen sich rausschrauben ohne Werkzeug, Lenkerband dämpft gut

Cannondale Topstone Carbon 3
  • Geometrie deutlich entspannter, passt für mich besser
  • Hinterbaufederung funktioniert sehr gut und spürbar
  • Lebenslange Garantie auf Rahmen ist ein starke Aussage
  • Detail: Geschwindigkeitssensor schon eingebaut, Cannondale App ist ganz nett
  • Premium Marke (wem‘s gefällt, mir eher nicht)
- Für 3400 EUR baut Cannondale ernsthaft eine knallharte Alu-Sattelstütze ein… geht halt gar nicht. Hat mein Händler aber in Carbon getauscht, was ich jedem empfehlen würde

Unterm Strich bin ich noch nicht Komplett vom Graveln überzeugt. Es macht Spaß. Ja. Viel mehr als Rennrad auf der Straße. Aber ein schnelles MTB (z.B. Canyon Lux) ist nur unwesentlich langsamer als ein Gravel Rad, dafür aber um Welten komfortabler und vielseitiger im Gelände.
 
Ich kenne nur das CF SL8 Grizl und kann sagen, dass diese Flex Satzelstütze sehr gut funktioniert.
Ist ein sehr angenehmes fahren. Nutze dazu ein SQlabs Sattel mit Rapha Hose.

Bin froh, das ich auf das SL8 gegangen bin und nicht wie ursprünglich geplant auf das 7er.
 
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