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Altes bianchi Rad retten?

SchanSolo

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7 Januar 2015
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Hallo Leute, ich brauche euren Rat. Seit ca. 6 Monaten steht bei mir um die Ecke auf nem großen bahnhofsvorplatz ein mit ner Dicken absu kette abgeschlossenes Rad. Bzw. Es war eins... Reifen weg, selbst öde bremszüge wurden geklaut. Ist also nur noch en Lenker USW. Rahmen und die Kurbel. Dachte erst da hängt ne super Record dran. Leider doch nicht, konnte aber auch nicht so genau schauen.


Nunja, hab ich also bei der Stadt köln angerufen und mal beim Müll und Abfallamt nachgehört. Die verwiesen mich ans Ordnungsamt. Dort soll ich morgen früh anrufen und das mit denen klären. Doch jetzt hängt da schon ein gelber Zettel dran und ich glaube es wird morgen geholt. Mal ehrlich, der Besitzer hat es abgeschrieben und es ist ein Creme weißes bianchi mit halb verchromter Gabel. Das ist doch zu Schade für Altmetall oder?

Was soll ich tun?
 
bilder!!!
wären hilfreich....

wenns wirklich so ist, dass das rad nicht mehr abgeholt wird vom besitzer, würd ich es, bevor es auf dem schrott landet ( und, wenn es nur noch als ersatzteil dasteht, wird es das) mit nem bolzenschneider erlösen.
Da is mir die straftat dann immer scheißegal.
 
Bei so Aktionen wäre ich am Bahnhof aber dann extrem vorsichtig. Diebstahl ist kein Kavaliersdelikt.
Ich würde jetzt nicht auf ein "MACH ES!" von irgendjemanden, den du gar nicht kennst, warten...
Wenn du es für legitim hält, dann ist es dein Ding.

An deiner Stelle würde ich dann aber die Straftat nicht noch publizieren ... ;)

Vg
olli
 
Habe auch gerade so einen Fall im Auge und hätte das Rad gern, würde das aber gern korrekt abwickeln wollen. Jemand aus der Münchner Runde hat das Vorgehen schon mal praktiziert und dargelegt, aber ich krieg's nicht mehr 100%ig zusammen. Man muß zur Polizei (oder zur Gemeinde/zum Ordnungsamt?), die hängen einen Zettel mit einer Frist (kurz, 14 Tage, oder so...) dran, nach der Frist wird das Rad entfernt (auch mit dem Bolzenschneider), sichergestellt und zur Fundsache erklärt (ich bin der Finder). Das Rad wird amtlich aufgeboten. Nach einem halben Jahr wird verfügt, daß der Eigentümer das Eigentum aufgegeben hat und ich kann ich das Rad beim Fundbüro abholen. Das Eigentum geht dann rechtssicher auf mich über. So in der Art...

Stimmt das oder wie geht's genau?
 
Ja das mit dem Diebstahl ist so eine Sache. Wenn ich etwas besitze, möchte ich auch das es mir ist. Komplett mir und nicht irgendwie erschlichen. Ich rufe morgen früh direkt mal beim Köln Ehrenfelder Ordnungsamt an.

Ansonsten hatte ich auch schon die Idee, die Entsorgungsleute abzufangen, jedem nen Zehner zu stecken damit die mir das Aufflexen und ich dann schön mit heimnehmen kann...

aber mal abwarten was der offizielle weg so für überraschungen bereit hält.

Besten Dank Leute!
 
Stimmt das oder wie geht's genau?

Ich denke, dass ich das mal am Stammstisch erzählt habe. Inzwischen habe ich 3 "aufgegebene" Räder so bekommen. 2 Waren unabgeschlossen tagelang irgenwo in der Gemeinde rumgelegen und mehr und mehr zerstört worden. Die hab ich mit genommen und zur Polizei gebracht. Das 3. Radl habe ich Monate lang vor dem Supermarkt abgesperrt gesehen; mit gebrochenem Vorbau und anderen Blessuren. Da hab ich dann auf dem Fundbüro Bescheid gegeben. Dort wurde veranlasst, dass das Rad von Gemeindearbeitern "entsperrt" wurde. Aber ohne Zettel und Wartezeit. Dann muss man ein halbes Jahr warten, ob sich der Eigentümer meldet. Wenn nicht, dann kann man das Rad abholen (man wird schriftlich benachrichtigt). Dazu bekam ich eine Bestätigung, dass ds Eigentum an mich übergegangen ist.
Ist nicht kompliziert.
Das Rad einfach mitzunehmen, auch wenn es offensichtlich aufgegeben wurde, käme für mich nicht in Frage. Das ist einfach Diebstahl.

Grüße

Klaus
 
naja, ob es über den "amtsweg" funktioniert, ist nicht sicher - es ist von gemeinde zu gemeinde bzw. auch den grundstückseigentümern (z.b. bahngesellschaften) recht unterschiedlich, was sie mit ihren fundrädern machen. vieles landet auf versteigerungen oder in sozialprojekten, einen wirklichen anspruch auf ein gefundenes rad hat man in den meisten fällen wohl nicht.

ich hatte auch mal ein schönes cromovelato Moser im auge, das jahrelang am bahnhof abgesperrt war, habe dann aber immer gezögert weil auf der anderen seite ein taxistand war. irgendwann wars dann weg, und ein paar wochen später sah ich einen von den bahnhofs-asis damit... :(
 

"§ 973 Eigentumserwerb des Finders

(1) Mit dem Ablauf von sechs Monaten nach der Anzeige des Fundes bei der zuständigen Behörde erwirbt der Finder das Eigentum an der Sache, es sei denn, dass vorher ein Empfangsberechtigter dem Finder bekannt geworden ist oder sein Recht bei der zuständigen Behörde angemeldet hat. Mit dem Erwerb des Eigentums erlöschen die sonstigen Rechte an der Sache.
(2) Ist die Sache nicht mehr als zehn Euro wert, so beginnt die sechsmonatige Frist mit dem Fund. Der Finder erwirbt das Eigentum nicht, wenn er den Fund auf Nachfrage verheimlicht. Die Anmeldung eines Rechts bei der zuständigen Behörde steht dem Erwerb des Eigentums nicht entgegen."

…einen wirklichen anspruch auf ein gefundenes rad hat man in den meisten fällen wohl nicht.
 
Hallo Leute, ich brauche euren Rat. Seit ca. 6 Monaten steht bei mir um die Ecke auf nem großen bahnhofsvorplatz ein mit ner Dicken absu kette abgeschlossenes Rad. Bzw. Es war eins... Reifen weg, selbst öde bremszüge wurden geklaut. Ist also nur noch en Lenker USW. Rahmen und die Kurbel. Dachte erst da hängt ne super Record dran. Leider doch nicht, konnte aber auch nicht so genau schauen.


Nunja, hab ich also bei der Stadt köln angerufen und mal beim Müll und Abfallamt nachgehört. Die verwiesen mich ans Ordnungsamt. Dort soll ich morgen früh anrufen und das mit denen klären. Doch jetzt hängt da schon ein gelber Zettel dran und ich glaube es wird morgen geholt. Mal ehrlich, der Besitzer hat es abgeschrieben und es ist ein Creme weißes bianchi mit halb verchromter Gabel. Das ist doch zu Schade für Altmetall oder?

Was soll ich tun?

Leider darf ich dir aus moralischen Gründen nicht zum Diebstahl raten, aber wenn schon ein Zettel dranhängt und es eh schon abgeklaubt ist, ist es bei Dir in wahrscheinlich in besseren Händen als in denen des Besitzers.
 
Ich denke, dass ich das mal am Stammstisch erzählt habe.
Genau, danke nochmal für die Erläuterung.
Jetzt steht der alte Schinder auch noch auf gewerblichem Privatgrund, allerdings sehr öffentlich zugänglich. Das macht's nicht leichter. Ich werde mal zuerst mit dem Pächter sprechen. Die Gemeinde wird das Rad auf meinen Zuruf dort wahrscheinlich nicht abholen. Muß mal sehen. Wenn ich da gleich mit einer Streife auftauche, kommt das auch nicht so gut an... :D

Ich denke, rechtssicher ist das Vorgehen schon, wenn ich als Finder einen Anspruch auf die Fundsache stelle. Die Gemeinde kann sich auch nicht über das BGB hinwegsetzen, nur bestenfalls über Fundsachen verfügen (Versteigerung, etc.), auf die keine Ansprüche gestellt werden.
 
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