• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Mal eben schnell ne kleine Bastelfrage

  • Ersteller Ersteller fresh ginger
  • Erstellt am Erstellt am
Hier wird es anders gesehen, nämlich eine asymmetrische Belastung am scheibengebremsten Laufrad:
Das ist auch meine Erfahrung aus der Motorradtechnik mit den 70iger-Jahre luftgekühlten Kisten, die oft nur eine Bremsscheibe vorne und Speichenräder hatten ! Schäden an den Speichen hatte ich eigentlich immer nur linksseitig.
Dass da viel Wissen (und Halbwissen) existiert und auch geglaubt wird, mag ich gerne glauben.
Witzigerweise erzählt einem die KI (in dem Fall ChatGPT) auch zuerst die Story von der einseitigen Belastung.
Ich habe dann aber mal nachgehakt und gefragt, wie das sein könne wenn die Nabe steif genug ist und fest mit der Bremsscheibe verbunden. Dann erhielt ich das:

ChatGPT schrieb:
Du hast recht, und meine Formulierung war zu pauschal.

Wenn man den Nabenkörper als ausreichend steif annimmt (was normalerweise eine gute Näherung ist), dann wirkt das Moment zunächst auf die gesamte Nabe. Die Nabe verdreht sich als Ganzes gegenüber der Felge, und beide Speichenflansche beteiligen sich an der Drehmomentübertragung.

Das Bremsmoment wird zwar über die Bremsscheibe nur auf einer Seite in die Nabe eingeleitet, aber wenn die Nabe als weitgehend starrer Körper betrachtet wird, verteilt sich dieses Moment über den gesamten Nabenkörper auf beide Speichenflansche. Die Speichen beider Seiten übertragen dann gemeinsam das Bremsmoment zur Felge.

Ein Gedankenexperiment verdeutlicht das:
  • Stelle dir eine Nabe mit zwei identischen Speichenflanschen vor.
  • Die Bremsscheibe sitzt links.
  • Die Felge ist mittig und die Speichung vollkommen symmetrisch.
Dann gibt es keinen offensichtlichen Grund, warum ausschließlich die linken Speichen das Bremsmoment aufnehmen sollten. Die Nabe verdreht sich als Ganzes gegenüber der Felge, und die Torsionssteifigkeit des Systems wird von beiden Speichengruppen bereitgestellt.

Der Artikel erwähnt auch die (umgekehrte) Lage am Hinterrad.
Am Hinterrad ist der Fall insofern ähnlich, als auch hier eine Kraft bzw ein Moment, in dem Fall die (weit kleinere) Antriebskraft, an einer Seite des Rades eingebracht wird.

Auch hier bildet die Nabe mit dem Bauteil, an dem die Kraft eingebracht wird (vorne Scheibe, hinten Zahnkranz) eine feste Einheit und kann als starr betrachtet werden.

Tatsächlich sind antriebsseitige Speichen anfälliger - dies liegt aber nicht daran, dass an der Seite das Ritzelpaket sitzt, sondern daran, dass das Ritzelpaket 40mm der insgesamt vorhandenen 130mm braucht und deswegen die Speichen am HR antriebsseitig steiler stehen, was tatsächlich statisch ungünstiger ist - nicht wegen der auf der Seite eingebrachten Kraft.

EDIT: Da fällt mir was ein - irgendwo muß die Scheibe ja hin-- sind Scheiben-Vorderräder asymmetrisch eingespeicht? - das würde das natürlich erklären.
Eine weitere Möglichkeit wäre, wenn die "Zugspeichen" aus irgendeinem Grund links die "inneren" Speichen wären und rechts die "Äußeren" - geringfügig mehr "Dreieck" das kann schon einen Unterschied machen..

Eventuell hat es diese Legende vom Hinterrad auf das Vorderrad geschafft und sich so weit verbreitet, dass die Trainingsdaten der LLMs auch darauf reinfallen 🙂

Fazit: Eine einseitige/asymetrische Belastung der Speichen durch eine Einscheibenbremse ist nicht gegeben. Was es dagegen sehr wohl gibt, ist eine einseitige Belastung der Gabel.


Rein technische Frage der guten Ordnung halber: Bist Du Dir da sicher ?
Der Kraftfluß beim Bremsvorgang kann nach meinem Verständnis nicht auf der Straße anfangen.... .
🙂
Das hängt davon ab, von welcher Seite du das Denken anfängst 🙂 Das System Fahrer + Rad bewegt sich nach vorne mit 1/2 m * v, dem entgegen wirkt die Bremskraft. Und die entsteht halt mal da where the rubber meets the road :D
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige

Re: Mal eben schnell ne kleine Bastelfrage
Hallo liebe Mitforist*innen,
eine Trainingskollegin von mir hat wiederum von einem Patienten ihrerseits dieses wunderschöne Koga Miyata geschenkt bekommen.
Das Radl is die absolute Schau.
Historie voll dokumentiert und aus Erstbesitz.
Sicherlich noch keine 100km gelaufen - wurde im Schuppen nur von links nach rechts geschoben...

Ich habe nun die Ehre, es für sie zu servicen und aufzubereiten.

Sie wünscht sich Hoods / Gummi-Griff-Überzieher für die 600er-Bremshebel (s. Bild 2) und ich brauche in jedem Fall neue Bremsbeläge - s. Bild 3.

Frage an die Schwarmintelligenz:
in welchem Onlineshop bestelle ich sowas am besten?
Ebay?
Sella Berolinum?

Besten Dank im voraus 🤝

Von Kool Stop gibt es drei Kandidaten.
Die hintere Lasche des Trägers aufbiegen (bricht beim zurückbiegen ab, Belagträger ist dann hinten offen wie bei Campagnolo), Bremsbelag raus drücken und messen.
Ich weiß leider nicht mehr welche ich damals genommen habe, das Rad ist verkauft, aber sie haben perfekt gepasst.
Nur die Beläge zu tauschen finde ich besser als moderne, unpassende, Belagträger zu verbauen.

 
Von Kool Stop gibt es drei Kandidaten.
Die hintere Lasche des Trägers aufbiegen (bricht beim zurückbiegen ab, Belagträger ist dann hinten offen wie bei Campagnolo), Bremsbelag raus drücken und messen.
Ich weiß leider nicht mehr welche ich damals genommen habe, das Rad ist verkauft, aber sie haben perfekt gepasst.
Nur die Beläge zu tauschen finde ich besser als moderne, unpassende, Belagträger zu verbauen.

Die Mittleren von den Dreien habe ich bei Shimano verbaut. Die sind etwas zu lang, was sich mit einem scharfen Messer beheben lässt.
 
Oft verbaue ich diese ja klassich aussehenden von Fibrax , dazu bremsen die erste Sahne .
Mit verchromter Hutmutter aufgehübscht nicht falsch .
Ca. 7.- ebay z.B.
Fibrax Brake Pad.webp
 
Hallo zusammen,
IMG_5498.jpg
ich möchte den Sattel wie auf dem Bild montieren bzw. an der Sattelstrebe befestigen. Wäre das eurer Meinung nach so technisch in Ordnung, oder seht ihr dabei Probleme hinsichtlich Belastung, Stabilität oder Sicherheit?
 

Anhänge

  • IMG_5499.jpg
    IMG_5499.jpg
    506,6 KB · Aufrufe: 14
Hallo zusammen,
Anhang anzeigen 1795078ich möchte den Sattel wie auf dem Bild montieren bzw. an der Sattelstrebe befestigen. Wäre das eurer Meinung nach so technisch in Ordnung, oder seht ihr dabei Probleme hinsichtlich Belastung, Stabilität oder Sicherheit?

abgesehen davon das du hier mit dem modernen Zeug im Bereich "Rennräder bis 1990" gelandet bist würde ich das nicht so montieren da die Gewinde bedenklich weit Richtung Sitzfläche herausstehen
 
abgesehen davon das du hier mit dem modernen Zeug im Bereich "Rennräder bis 1990" gelandet bist würde ich das nicht so montieren da die Gewinde bedenklich weit Richtung Sitzfläche herausstehen
Danke für den Hinweis. Ich habe tatsächlich nicht auf den Forenbereich "Rennräder bis 1990" geachtet. Wo wäre meine Frage zur Sattelstützen-/Sattelklemmungs-Montage denn besser aufgehoben?
 
Danke für den Hinweis. Ich habe tatsächlich nicht auf den Forenbereich "Rennräder bis 1990" geachtet. Wo wäre meine Frage zur Sattelstützen-/Sattelklemmungs-Montage denn besser aufgehoben?



Ich denke hier ist dein Anliegen besser aufgehoben:

 
Habe mir für meine (Golden Arrow) Bremsen diese Hoods von Dia-Compe bestellt, passen sehr gut und werden sicherlich auch auf die 600er passen. Bremsbeläge wirst du dort auch fündig, aber ich würde (wenn man schon neue einsetzt) auf Cartridge-Dinger (wie Dura von KoolStop) gehen. Lässt sich später viel schneller und leichter den Belag tauschen. Wenn man es natürlich authentischer haben will, hat Bike24 auch noch so Retro-Dinger im Angebot (oder auch Solche).

Ein tolles Rad!
Ich glaube nicht dass die genannten Dia Compe auf 600 EX Hebel passen. Die 600 EX/Arabesque Bremshebel haben eine andere ,weniger schlanke Form als die 600EX new Nachfolger oder auch die golden Arrow Hebel. Cane Creek Hoods könnten evtl. passen, habs aber selbst noch nicht ausprobiert
Hier gibts aber sicher Jemand der es schon mal ausprobiert hat und es bestätigen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kraftfluß beim Bremsvorgang kann nach meinem Verständnis nicht auf der Straße anfangen.... .
🙂
Haste Recht, das Timing (wo startet es?) ist aber Wurscht wenn es um Festigkeit geht.
Wenn man die Zeitliche Dimension mit Kraft kombiniert, dann ist das im physikalischen Sinn Leistung. Die Speichen werden zwar dynamisch belasted, aber für deren Festigkeit ist in diesem Fall der statischen Zustand von interesse. Speichen sind aus kinetischer Hinsicht als Fachwerkselemente angelegt. Die kennen nur Druck oder Zug.
 
Hallo liebe Mitforist*innen,
eine Trainingskollegin von mir hat wiederum von einem Patienten ihrerseits dieses wunderschöne Koga Miyata geschenkt bekommen.
Das Radl is die absolute Schau.
Historie voll dokumentiert und aus Erstbesitz.
Sicherlich noch keine 100km gelaufen - wurde im Schuppen nur von links nach rechts geschoben...

Ich habe nun die Ehre, es für sie zu servicen und aufzubereiten.

Sie wünscht sich Hoods / Gummi-Griff-Überzieher für die 600er-Bremshebel (s. Bild 2) und ich brauche in jedem Fall neue Bremsbeläge - s. Bild 3.

Frage an die Schwarmintelligenz:
in welchem Onlineshop bestelle ich sowas am besten?
Ebay?
Sella Berolinum?

Besten Dank im voraus 🤝
Passende Repro-Hoods gibts bei Racevelo.com

 
Von Kool Stop gibt es drei Kandidaten.
Die hintere Lasche des Trägers aufbiegen (bricht beim zurückbiegen ab, Belagträger ist dann hinten offen wie bei Campagnolo), Bremsbelag raus drücken und messen.
Ich weiß leider nicht mehr welche ich damals genommen habe, das Rad ist verkauft, aber sie haben perfekt gepasst.
Nur die Beläge zu tauschen finde ich besser als moderne, unpassende, Belagträger zu verbauen.

Vergiss die Kool Stop Continental nicht. Sowas gabs schon zu Kogas Zeiten.
1781847901485.png
 
Die nehme ich auch oft, zumal diese auch nicht zum Quietschen neigen wie die Koolstops.
Bei mir quietschen nur die schwarzen, die orangenen nicht. Diese würde ich auch den Fibrax vorziehen - ich habe vorgestern erst Fibrax gegen Koolstop orange getauscht - m.E. ist die Bremsleistung spürbar besser (oder ich unterliege dem Aberglaube daran).
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück