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Road to mehr Leistung (Familienvater mit mittlerem Zeit Budget)

Um mich herum haut es schon in steter Regelmäßigkeit Leute für Wochen aus den Latschen. Sieht man ja auf Strava immer ganz gut; aber hey: Sie alle kommen wieder und nicht selten hinterher stärker als zuvor!

Du bist ein "runder" Sportler, fit im Ausdauerbereich und körperlich/physisch - wovon ich ausgehe - sehr robust (stark!). Und auch deine angegebenen 4,1 w/kg klingen jetzt nicht nach fehlendem Talent; kombiniert mit deiner Power dürftest du auf dem Rad schon ganz sportlich unterwegs sein! :daumen:

Im Ausdauerbereich gehöre ich halt offenbar zur Gruppe der "High Responder", da würde ich mir jetzt also eher kein Beispiel dran nehmen bzw. sehr vorsichtig sein. Ich hab ja 6 Monate nach Trainingsstart schon ca. 3,5 w/kg auf dem Sattel leisten können, wie ich aus alten Daten herleiten kann. Da sollte ich jetzt (nach 2 Jahren) eigentlich stehen und nicht bei 4,5 w/kg. Aber im Kraftsport ist es ja nicht anders: Da gibt es Leute, die müssen nur eine Hantel anschauen und explodieren und andere kämpfen jahrelang für minimale "Gainz". Schlimm finde ich nur, wenn man sich großartig was drauf einbildet und den eigenen Erfolg als weltbewegende Errungenschaft verkauft. Glückwunsch zum Gewinn der Gen-Lotterie. Und fertig. 🤫
Jo die 4W/kg bekomme ich an einem Renntag im Sommer hin. Ansonsten eher nicht und ist auch von Interval.icu zu hoch geschätzt. Ich erhoffe mir aber schon diesen Sommer die 4W/kg zu knacken.

Ob das mit den 4.5W/kg noch was wird werden wir sehen. Aber ich denke aufgrund der momentanen Lebensumständen nehme ich mir dieses Ziel erst in ein paar Jahren vor, wenn ich mehr Zeit für Regeneration habe.

Mein primäres Zielt ist es, die nächsten Jahre sauber und konstant das ganze Jahr trainieren zu können und mich so körperlich in eine Position zu bringen, dass ich in ein paar Jahren nochmals richtig gas geben kann. Bis dahin erhoffe ich mir auch genügend Erfahrungen mit meinem Körper gesammelt zu haben, so dass ich die Belastung und Regeneration optimal steuern kann.

Ja du hast recht. Sportlich bin ich unterwegs. Aber im vergleich bei einem UCI Grandfondo qualifiers, reichen 4 Watt gerade mal fürs Mittelfeld. Da ich ja auf dem Rad die andern Fahrer nicht umboxen 😉 darf, muss ich mich wohl an der Ausdauer noch verbessern.
 
Bis dahin erhoffe ich mir auch genügend Erfahrungen mit meinem Körper gesammelt zu haben, so dass ich die Belastung und Regeneration optimal steuern kann.
Da ich ja auf dem Rad die andern Fahrer nicht umboxen 😉 darf, muss ich mich wohl an der Ausdauer noch verbessern.

Das ist wahrscheinlich ein ganz wichtiger Punkt, dass man das Verhältnis zwischen Reize setzen (also an die Grenzen gehen ganz gezielt) und Regeneration langfristig im Blick behält. Wenn man sich durch hohes Volumen in einen dauermüden Zustand fährt, kann man auch keine intensiven Intervalle (zur Anhebung der Schwelle) fahren und man kommt nicht vom Fleck. Da liegt definitiv der Pudel begraben.

Schachboxen gibt es ja inzwischen, aber Radboxen müsstest du erst noch erfinden. Vielleicht die Idee für 2026? :D
 
Guten Abend

Der letzte Beitrag ist schon ziemlich lange her. Mit der Aussicht wieder aufs Dach zu bekommen, Therapien verschrieben oder mein ganzes Dasein zu überdenken, erzähle ich mal ein wenig von den letzten Monaten. 😛

Nachdem mich die alljährliche Winterdepression wieder eingeholt hatte, diesmal ein wenig später als sonst, sowie ich direkt Anfangs Jahr die 2 Erkältung, abbekommen habe, entschloss ich mich kurzerhand Anfangs Januar, da für mich die Saison bevor diese überhaupt gestartet ist, schon beendet war, meinen linken Fuss operieren zu lassen, der mich seit 1 1/2 quälte.

Sorry für mein Deutsch und die Rechtschreibung. Ich war in beidem noch nie eine Kanone. Aber Ihr versteht es hoffentlich.

Hab von Mitte Januar nach der Erkältung 5 Wochen mit jeweils 4h auf dem Rad und noch 2-3x die Woche im Gym trainiert. Wetter war in dieser Zeit grausam und meine Motivation hat migezogen. 1 Woche vor OP wurde es dann richtig geiles Wetter und war da so 7h auf dem Rad. Fuss OP war am 4. März wo zwei Zehenknochen durchbohrt wurden, so das die Gelenke zurückkommen. Natürlich war es danach gefühlt 4 Wochen schönes Wetter, so dass ich Strava aus Selbstschutz 2x geöffnet habe. 2 Tage später Stand ich mit den Stöcken im Gym. War ne semi gute Idee. Allgemein war ich zu viel Unterwegs und hab mir schön noch was in meinem linken Unterarm Ellbogen eingefangen, was ich bis jetzt nicht wegbekommen habe.

Vor der Osterwoche bin ich dann mit Turnschuhen Indoor so zwischen 30-60min gefahren, um zu schauen ob der Fuss schmerzt. War alles mit Turnschuhen und normalen Pedalen. Da dies nicht der Fall bin ich Gründonnerstag also 4 Wochen 2 Tage nach OP das erste Mal Draussen gefahren. War direkt ein Grouperide mit Leuten aus dem Verein. Konnte es natürlich nich sein lassen und habe kurz über 8min mein System durchgepustet. War unglaublich befriedigend nach der vielen Rumsitzerei.
Da es so schön war bin ich am nächsten Tag direkt nochmals mit zwei Kollegen aufs Rad. Hab danach ein Tag Pause eingeschoben um dann am Ostermontag nochmals zu fahren.

Das ging danach die Woche so weiter. Kollege hatte 4x5min VO2max und 6x10min Schwelle im Plan. Da ich einfach Bock hatte, bin ich das mitgefahren. Hat alles funktioniert. Nicht gerade der klassische Ansatz von einem sanften Trainingsstart, aber naja. Die Sonne schien und ich hatte Bock auf Radfahren.

Da ich mich letztes Jahr für ein Rennen am 10.Mai angemeldet hatte. Hatte ich 4 Wochen nach OP, noch 6 Wochen Zeit um ein wenig in Form zu kommen.

Woche 1: 6h40min Start 80kg
Woche 2: 10h33min
Woche 3: 8h30min
Woche 4: 11h47min
Woche 5: 11h38min
Wiche 6: 9h13min inkl. Race 77kg

Die ersten zwei Wochen waren just for fun, wobei ich wie bereits erwähnt hatte, VO2max und Schwelleneinheiten dabei waren.
Woche 3-6 waren dann wieder mit Plan und mehr Struktur.

Warum auch immer konnte ich nach 5 Wochen schon die Werte vom letzten Oktober vor dem Race in Italien reproduzieren. Was mir jedoch sorgen machte, war die durability, da meine längste Einheit 88km in knapp über 3h war.

Das Race ca. 122km/2000Hm
Coach meinte noch ich müsste an den ersten zwei kurzen Anstiegen ein wenig investieren um die Gruppe zu halten, soll jedoch nicht all zu lange über 350Watt gehen, da es hintenraus ansonsten unangenehm werden könnte.
Naja. Um nach dem Start an die zweite Gruppe heranzufahren musste ich 27min 305avg/328np fahren. Da waren etliche Spitzen mit weit über 400 Watt drinne. Ich wusste eigentlich nach den ersten 7min (350avg/380NP) schon, dass dies ein top oder flop werden würde. Konnte zwar an die Gruppe ranfahren und über den ersten grösseren Anstieg auch dran bleiben. Beim zweiten liess ich diese Bewusst fahren, da ich wusste, dass ich sonst das Ziel nicht sehen würde. Danach bildete sich eine kleinere 3 Gruppe. Coach meinte in der Gruppe verstecken. Hat nicht funktioniert. Es sind wie immer die gleichen die Führungen fahren. Dafür bin ich aber zu 90% auf den Fotos perfekt abgelichtet. :D
Nach 2h15min hatte ich Krampfansätze im Schneidermuskel im rechten Oberschenkel. Von da an musste ich schauen, dass der nicht komplett zu macht. Ich konnte es einigermassen kontrollieren. Beim zweitletzten Anstieg im Schnitt 3.8-4% bin ich alles von vorne gefahren. Hab nochmals alles rausgequätscht was ging, da ich auf der langen gerade eine grössere Gruppe ca.20Mann, ich dachte es sei die 2. Gruppe gesehen habe. Das Loch wurde kleiner, jedoch konnte ich es bis Oben nicht zufahren. Danach so rasch als möglich runter und noch in die Gegensteigung. Dort die Gruppe nochmals gesehen. Waren vielleicht 250m und ich hab nochmals draufgedrückt. Dadurch zerviel jedoch meine Gruppe. Es war genau noch einer am Hinterrad, um den ich aber später sehr froh war. Danach ging es nur noch über 25km wellig in Richtung Ziel. Zu zweit konnten wir die Gruppe nicht mehr einholen und ich war danach so leer, dass ich nur noch sehr kurze Führungen fahren konnte und dem Kollegen dankbar war, dass er nicht voll durchgedrückt hat und ab und an in der Fläche rausgenommen hat. Wir sind danach zusammen ins Ziel gefahren und ich war sehr Stolz auf meine Leistung.

Hätte nicht gedacht, dass ich nach 6 Wochen Training annähernd solch eine Leistung abrufen könnte
Schlussendlich 3h43
Garmin: 259avg/287NP
Trainingspeak: 259avg/284NP

Meine absolut beste Performance die ich je gefahren bin.

Das stimmt mich sehr positiv für die Saison, die ich mitte Januar schon abgeschriebe habe.

Ich ziehe meine Lehren daraus, wenn meine nächste Winterdepression, sich wieder anbahnt oder ich ansonsten an vielem zweifeln werde.

Wer bis hier gelesen hat, 🔥, frei.

Tschüü
 
Guten Morgen

Nach dem Wettkampf am 10. Mai war Abends noch Muttertagsessen angesagt. Pizza, Rösti und ein wenig Cordonbleu.
Danach hatte ich eine top Nacht, was mich sehr verwundert hat.

Montag war Ruhetag.
Dienstag Regeneration
IMG_5141.png

Mittwoch war schönes Wetter und ich war mit meinem Kollegen Radfahren. Hat sich alles seht gut angefühlt und war gefühlt nicht anstrengend. Rückblicken wer eventuell noch lockerer zu fahren besser gewesen, da sich zwei Tage später die Ansätze am Knie der beiden Schneidermuskel, sowie gute Verhärtungen im Muskel bemerkbar gemacht gaben.
Mittwoch:
IMG_5136.png

Da ich mich Donnerstag immer noch Top gefühlt habe, stand wieder das erste strukturierte Training im Sweetspotbereich 3x8min an. Lief super und hatte da noch keine Zimperleien.

Donnerstag:
IMG_5137.png

Freitag wieder Ruhetag. Abends dann keine gute Stimmung zu Hause mit schlechter Nacht. Da ich ja Ziemlich vernünftig bin :cool: (Ironie off) war ich Samstag für eine längere Tour unterwegs. Leistung war im Standgas super. Berghoch im oberen Bereich ging gar nichts. HF völliger out of order. Durch schlechten Schlaf und Stress keine guten Vorrausetzungen. Danach begannen die Zimperleien mit den Ansätzen.
Samstag:
IMG_5138.png

Da Sonntag richtig gutes Wetter und wieder gute Stimmung zu Hause, ging es Nachmittags nochmals für Fatmax aufs Rad. Leistung zur HF wieder dort wo es sein sollte.
Sonntag:
IMG_5139.png

Montag klassisch Ruhetag. Passte perfekt zu dem Sauwetter.

Gestern standen VO2max Intervalle 4x4min mit 4min Pause an. Viel zu hart gestartet. 1 Intervall bei 375 Watt. Nach 2min gingen die Oberschenkel zu. In den nächsten reduziert, jedoch auch 7-10 Watt zu hoch. Ging aber um einiges angenehmer wie das erste. Nächstes mal in der Range vom Trainingsplan bleiben. Dann bin ich auch nicht den Rest des Tages komplett platt.
Dienstag:
IMG_5140.png

Bin mal auf den Rest der Woche gespannt. Jetzt kommt in den nächsten Tagen der Sommer.

Bis dahin. Tschüü
 
Guten Morgen

Jo schon sind wieder ein paar Wochen rum.
Seit dem letzten Beitrag, wo ich mich gerade in der Woche vor dem nächste Event befand, ist schon wieder einiges an Trainings und Events passe.

19.06.2026 war Jurace Grandfondo 140km/3500Hm
Ein super Event im schweizerischen/französischen Jura. Die Strassenversion fand zum 2. Mal statt. Dadurch noch nicht so viel Teilnehmer, aber ich hoffe, dass sich dies in den nächsten paar Jahren noch ändern wird.
Da der erste Event zwei Wochen zuvor so super lief, bin ich euphorisch in das Event gestartet. Leider nur nicht bedacht, dass das ganze Ding 20km länger und 1500Hm mehr hat. Dazu kam noch die Hitze. Bis 3h30 alles super. Danach war der Ofen aus. Die nächsten 2h20 hab ich mich im Grundlagentempo ins Ziel geschleppt. Inklusiv zweimaligem Absteigen, da wieder Krämpfe.

Danach war die Woche bis Donnerstag ziemlich locker. Samstag in der Früh 06:00 bin ich zu einem Fatmax Training vor der Arbeit gestartet. Unterwegs wurde ich von einem anderen Radfahrer angequatscht. So sind wir ins Gespräch gekommen und aus den 1 1/2h wurden 2 1/2h.

Sonntag war Stelvio Simulation angesagt, da eine Woche später der Event war.
Start 06:30 Uhr
45min Aufwärmen
90min Vorbelastung
2x20min Schwelle
1x30 Sweetspot
40min Ausfahren
Insgesamt 4h12
Geile Einheit die super lief, danach aber den ganzen Tag komplett Platt. Den Nachmittag auf der Leichtathletikanlage beim Event vom Sohnemann verbracht und Kuchen gefuttert.

Die nächsten Tage waren danach semi lustig, da die Einheit gut Energie gezogen hat.

War zum Glück die Racewoche und somit nur noch die Beine frisch halten.

Samstag 06.06.2026 ging es mit zwei Kollegen los nach Bormio. Zum Glück musste ich nicht fahren und durfte hinten Sitzen.
Was mir nicht bewusst war. Kollege hat in Bormio 2000 ein Hotel ausgesucht. Das 2000 stand für Höhenmeter. 😱
Schlafen auf 2000Hm als Flachländer vor dem Event, nicht gerade optimal. Naja. Sagen wir mal die Nacht war Bescheiden. Das Wetter aber bombastisch und so ging es ziemlich müde an den Start, wo um 07:30 Uhr das Event startete. Immer so in 3min Wellen von 4 verschiedenen Richtungen.
Die ersten 17km das Tal hinunter war einfach geil. Direkt mal like Spur mit Karacho runter bis in die erste kleine Steigung. War ein kleines Aufwärmen für 1.8km. Danach wieder runter bis zum Rogorbello. Ca. 3km mit 10% Steigung im Schnitt. Das war dann schon härter und mit 303/307NP musste ich für eine anständige TF 83 schon ziemlich drücken. Trotzdem sind da lässig einer nach dem anderen an mir vorbei gefahren. 😳 Da wusste ich schon, dass ich mit der TF ziemlich Probleme bekommen werde, da meine wohlfühl TF zwischen 90-100 liegt.
Die Abfahrt war eng und kurvig und der Belag war italienisch.
Weiter gings und so begann der Anstieg zum Guspessa/Mortirolo. Vor diesem Anstieg hatte ich gehörig Respekt da 10.7km/12xx Hm. Durchschnittlich über 10% und Rampen mit 15 und mehr Prozent, wobei die letzten 1.5km die Steilsten waren. Der Aufstieg war wunderschön. Aber wenn man leidet nimmt man nicht mehr soviel wahr.
Zeitweise hatte ich eine TF von unter 60. Im Schnitt 71. Ich konnte somit nicht unter 260 Watt fahren. Oben waren dann bei knapp unter 3h Fahrzeit und war schon wieder einmal leergefahren. Bis dorthin 230/261NP IF 0.89.
Die Abfahrt war ein Genuss und der Belag war nicht typisch italienisch. Im oberen Bereich noch ein wenig holprig und im unteren ein Genuss.
Im Tal angekommen ging's wieder das gleiche Tal hinauf zurück nach Bormio. Zwischendrinn paar schöne kurze Rampen zwischen 800-1500m die richtig weh taten.
Das ganze Tal hoch haben sich meine Gedanke darum gedreht, ob ich Bormio rechts abbiege und den Stelvio nicht mehr hochfahren werde. Natürlich anders entschieden und mich danach endlose 2h im Grundlagenbereich da nach oben geschleppt.
Ich musste wenigstens nicht absteigen und schieben. :D

Sehr schöner Event und top organisiert. Kann ich nur jedem empfehlen. Bei schönem Wetter zumindest.

Weil es ja so schön war, sind wir am nächsten Tag von Bormio mit dem Auto nach Schlanders ins Südtirol. Von dort aus ging es danach nochmals den Stelvio von der schönen Seite hoch und den Umbrailpass hinunter zurück ins Hotel.

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Es gab ein paar tolle Fotos für das Erinnerungsalbum.

Jetzt sind erst mal 2 Ruhetage angesagt, um den Reiz zu verarbeiten. Der Rest der Woche werde ich gemütlich herumrollen.

Tschüü
 
Guten Morgen

Jo schon sind wieder ein paar Wochen rum.
Seit dem letzten Beitrag, wo ich mich gerade in der Woche vor dem nächste Event befand, ist schon wieder einiges an Trainings und Events passe.

19.06.2026 war Jurace Grandfondo 140km/3500Hm
Ein super Event im schweizerischen/französischen Jura. Die Strassenversion fand zum 2. Mal statt. Dadurch noch nicht so viel Teilnehmer, aber ich hoffe, dass sich dies in den nächsten paar Jahren noch ändern wird.
Da der erste Event zwei Wochen zuvor so super lief, bin ich euphorisch in das Event gestartet. Leider nur nicht bedacht, dass das ganze Ding 20km länger und 1500Hm mehr hat. Dazu kam noch die Hitze. Bis 3h30 alles super. Danach war der Ofen aus. Die nächsten 2h20 hab ich mich im Grundlagentempo ins Ziel geschleppt. Inklusiv zweimaligem Absteigen, da wieder Krämpfe.

Danach war die Woche bis Donnerstag ziemlich locker. Samstag in der Früh 06:00 bin ich zu einem Fatmax Training vor der Arbeit gestartet. Unterwegs wurde ich von einem anderen Radfahrer angequatscht. So sind wir ins Gespräch gekommen und aus den 1 1/2h wurden 2 1/2h.

Sonntag war Stelvio Simulation angesagt, da eine Woche später der Event war.
Start 06:30 Uhr
45min Aufwärmen
90min Vorbelastung
2x20min Schwelle
1x30 Sweetspot
40min Ausfahren
Insgesamt 4h12
Geile Einheit die super lief, danach aber den ganzen Tag komplett Platt. Den Nachmittag auf der Leichtathletikanlage beim Event vom Sohnemann verbracht und Kuchen gefuttert.

Die nächsten Tage waren danach semi lustig, da die Einheit gut Energie gezogen hat.

War zum Glück die Racewoche und somit nur noch die Beine frisch halten.

Samstag 06.06.2026 ging es mit zwei Kollegen los nach Bormio. Zum Glück musste ich nicht fahren und durfte hinten Sitzen.
Was mir nicht bewusst war. Kollege hat in Bormio 2000 ein Hotel ausgesucht. Das 2000 stand für Höhenmeter. 😱
Schlafen auf 2000Hm als Flachländer vor dem Event, nicht gerade optimal. Naja. Sagen wir mal die Nacht war Bescheiden. Das Wetter aber bombastisch und so ging es ziemlich müde an den Start, wo um 07:30 Uhr das Event startete. Immer so in 3min Wellen von 4 verschiedenen Richtungen.
Die ersten 17km das Tal hinunter war einfach geil. Direkt mal like Spur mit Karacho runter bis in die erste kleine Steigung. War ein kleines Aufwärmen für 1.8km. Danach wieder runter bis zum Rogorbello. Ca. 3km mit 10% Steigung im Schnitt. Das war dann schon härter und mit 303/307NP musste ich für eine anständige TF 83 schon ziemlich drücken. Trotzdem sind da lässig einer nach dem anderen an mir vorbei gefahren. 😳 Da wusste ich schon, dass ich mit der TF ziemlich Probleme bekommen werde, da meine wohlfühl TF zwischen 90-100 liegt.
Die Abfahrt war eng und kurvig und der Belag war italienisch.
Weiter gings und so begann der Anstieg zum Guspessa/Mortirolo. Vor diesem Anstieg hatte ich gehörig Respekt da 10.7km/12xx Hm. Durchschnittlich über 10% und Rampen mit 15 und mehr Prozent, wobei die letzten 1.5km die Steilsten waren. Der Aufstieg war wunderschön. Aber wenn man leidet nimmt man nicht mehr soviel wahr.
Zeitweise hatte ich eine TF von unter 60. Im Schnitt 71. Ich konnte somit nicht unter 260 Watt fahren. Oben waren dann bei knapp unter 3h Fahrzeit und war schon wieder einmal leergefahren. Bis dorthin 230/261NP IF 0.89.
Die Abfahrt war ein Genuss und der Belag war nicht typisch italienisch. Im oberen Bereich noch ein wenig holprig und im unteren ein Genuss.
Im Tal angekommen ging's wieder das gleiche Tal hinauf zurück nach Bormio. Zwischendrinn paar schöne kurze Rampen zwischen 800-1500m die richtig weh taten.
Das ganze Tal hoch haben sich meine Gedanke darum gedreht, ob ich Bormio rechts abbiege und den Stelvio nicht mehr hochfahren werde. Natürlich anders entschieden und mich danach endlose 2h im Grundlagenbereich da nach oben geschleppt.
Ich musste wenigstens nicht absteigen und schieben. :D

Sehr schöner Event und top organisiert. Kann ich nur jedem empfehlen. Bei schönem Wetter zumindest.

Weil es ja so schön war, sind wir am nächsten Tag von Bormio mit dem Auto nach Schlanders ins Südtirol. Von dort aus ging es danach nochmals den Stelvio von der schönen Seite hoch und den Umbrailpass hinunter zurück ins Hotel.

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Es gab ein paar tolle Fotos für das Erinnerungsalbum.

Jetzt sind erst mal 2 Ruhetage angesagt, um den Reiz zu verarbeiten. Der Rest der Woche werde ich gemütlich herumrollen.

Tschüü
Stark, was du da nach der Fuß-OP in so kurzer Zeit wieder abgerufen hast — und dann gleich Jura und Stelvio/Mortirolo hinterher. Hut ab. 👏

Was mir beim Lesen aufgefallen ist (und ich kenne das von mir selbst nur zu gut): das Muster mit dem „bis 3h30 top, danach Ofen aus“ ist fast immer schon in der ersten Stunde entschieden, nicht erst dann, wenn’s weh tut. Bei langen Bergevents kostet die Euphorie am Anfang gefühlt nichts — die Rechnung kommt einfach zwei, drei Stunden später. Dein Coach hatte mit dem Watt-Deckel auf den ersten Anstiegen eigentlich genau den Punkt. Die eigentliche Kunst ist, eine Gruppe am Anfang ziehen zu lassen, obwohl die Beine schreien, dass es geht. Das ist mental brutal, aber genau das rettet hinten raus die letzten zwei Stunden.

Das Zweite ist die Durability, die du ja selbst ansprichst. 88km als längste Einheit vor einem 122er ist halt knapp — und bei 3500Hm-Events potenziert sich das. Was bei mir am meisten gebracht hat, war nicht einfach „länger fahren“, sondern die Intensität bewusst ans Ende der langen Einheiten zu legen: die letzten 30–40min nach 3+ Stunden nochmal Schwelle/Sweetspot, wenn die Beine schon müde sind. Unangenehm, klar — aber der Körper lernt genau das, was im Rennen ab Stunde vier fehlt.

Die Krämpfe sind oft eh die Quittung aus beidem zusammen (zu hart früh + Hitze), weniger ein eigenständiges Problem. Meine finale Lösung dafür ist am Ende aber immer ganz simpel: mehr trinken und vor allem deutlich mehr Salz/Elektrolyte — gerade bei Hitze hat das bei mir die Krämpfe am verlässlichsten weggehalten.

Wie auch immer — die Saison, die du im Januar schon abgeschrieben hattest, liest sich gerade ziemlich geil. Bleib dran. 🤙
 
Die Krämpfe sind oft eh die Quittung aus beidem zusammen (zu hart früh + Hitze), weniger ein eigenständiges Problem. Meine finale Lösung dafür ist am Ende aber immer ganz simpel: mehr trinken und vor allem deutlich mehr Salz/Elektrolyte — gerade bei Hitze hat das bei mir die Krämpfe am verlässlichsten weggehalten.

Hab mir da jetzt Schweden-Tabletten zugelegt für harte u. lange Fahrten in Sommerhitze. Test steht aber noch aus. 🙂
 
Guten Morgen
@supercocus Danke für deine Rückmeldung und netten Worte.

Das mit den nach oben begrenzten Watt, habe ich letztes Jahr in zwei Rennen gut hinbekommen. Hat auch super funtioniert.

Beim Jurace hätte ich Anfangs sicher einiges weniger und in einem realistischen Bereich treten können. Die Anstiege wo es danach über 9% geht, funktioniert nur bedingt, da ich meine TF sehr stark runterschrauben müsste mit meiner Übersetzung. Dadurch bewege ich mich dann in einem Bereich der TF, wo ich mich gar nicht wohfühle.

Die Übersetzung kann ich nicht anpassen, da ich ein Classified System fahre und schon das grösste Ritzelpaket fahre. Ich müsste beim grossen Blatt auf 46 runter, aber dann hätte ich noch mehr Situationen, wo ich einfach ins leere treten würde, wenns nach unten geht.

Beim Stelvio Santini hätte ich die ersten 17min konservativ fahren können, danach nicht mehr, da konstant immer über 10% Steigung und das einfach über eine lange Zeit. Dort hätte ich sehr gerne eine andere Übersetzung gehabt.

Ich Trinke schon 1L pro Stunde mit Salz und Elektrolyten. Wenn ich noch mehr trinken soll, habe ich noch ein grösseres logistisches Problem. Aber ich könnte mal über einen Trinkrucksach nachdenken. 🤔

Durability sind wir dran. Genau solche Einheiten stehen zur Zeit mehr im Trainingsplan.
Dort spielt meine zeitliche Verfügbarkeit den grössten Faktor. Meist ist bei mir eine lange Tour nur Samstags möglich.

Gestrige Einheit war z.Bsp. 20min Warmup
60min Vorermüdung und danach 4x8min Schwelle mit 4min Pause
Da ich spät losfuhr, morgens seit 4 Uhr wach war und den ganzen Tag sowieso schon für die Katz war, habe ich nach 2x8min aufgehört. Kopf wollte gestern nicht.

Bin zur Zeit ziemlich platt. Ich merke die Belastung der letzten 12 Wochen. Hab mich entschieden, diese und nächste Woche durchzuziehen und danach gehts für 8 Tage in den Familienurlaub. Meine Radsachen ohne Rennrad kommen mit. Falls ich Lust verspühren würde, um ein wenig zu fahren, würde ich mir dann ein Rad leihen. Ansonsten gibts la dolce vita, oder so. 😂

Leider fangen wieder die innere Stimmen an zu zweifeln. Stimmt das Training, gehts Leistungstechnisch vorwärts oder bin ich schon wieder an dem Punkt, wo die Leistung stagniert. Unzufriedenheit mit dem Körpergewicht, jedoch unzufrieden mit mir selbst, da ich einfach in dem Bereich den Schalter nicht umlegen kann. Die Resilienz zu Behalten ist meine grösste Herausforderung.
 
Leider fangen wieder die innere Stimmen an zu zweifeln. Stimmt das Training, gehts Leistungstechnisch vorwärts oder bin ich schon wieder an dem Punkt, wo die Leistung stagniert. Unzufriedenheit mit dem Körpergewicht, jedoch unzufrieden mit mir selbst, da ich einfach in dem Bereich den Schalter nicht umlegen kann. Die Resilienz zu Behalten ist meine grösste Herausforderung.

Das kenne ich auch sehr gut. Es ist auch einfach schwer, wenn man schon fortgeschritten ist und die großen Anfängerfrüchte geerntet sind, die Leistungsfortschritte klar auszumachen. Da macht man sich schnell mal verrückt.

Beispielsweise hab ich gestern ein Segment (10 Minuten) angegriffen und war total enttäuscht, dass ich kaum schneller war als vor einem Jahr. Bei genauerer Draufsicht sah ich dann, dass ich 45 Watt (!) mehr getreten hatte bei nur geringfügig höherer Herzfrequenz. Der Unterschied war einfach, dass es gestern drückend heiß war und ich leichten Gegenwind hatte, letztes Jahr war es deutlich kühler und Rückenwind.

Ich hatte übrigens dieselben Wattwerte wie der aktuelle KOM-Halter des Segments. Der ist es halt mit Sturm im Rücken gefahren. Tagesform, Tapering, Glycogenspeicher, äußere Bedingungen etc. überlagern einfach sehr schnell die Fortschritte. Am besten leitet man das aus einem Gesamtbild ab und das ist bei mir eindeutig ein leichter, aber wahrnehmbarer Aufwärtstrend.
 
Aber ich könnte mal über einen Trinkrucksach nachdenken.
Ist vor allem auf der Langstrecke ein Gamechanger, wenn man einfach nur fahren kann und muss höchstens einmal das Mundstück umstecken, wenn eine Blase leer ist.

Ich habe einen kleinen Deuter Race, da gehen problemlos zwei 3-Liter Deuter Streamer rein und etwas Proviant. Am Rad habe ich dann nur Kohlehydrate, das klappt für Fahrten ab 200 km wirklich gut.
 
Ist vor allem auf der Langstrecke ein Gamechanger, wenn man einfach nur fahren kann und muss höchstens einmal das Mundstück umstecken, wenn eine Blase leer ist.

Ich habe einen kleinen Deuter Race, da gehen problemlos zwei 3-Liter Deuter Streamer rein und etwas Proviant. Am Rad habe ich dann nur Kohlehydrate, das klappt für Fahrten ab 200 km wirklich gut.

Würde ich mir nie antun, schwitzige Rucksäcke auf dem Rücken. Wir fahren ja nicht in der Wüste rum, man kann wirklich überall anhalten und bekommt immer problemlos kostenlos Leitungswasser in Imbissbuden, Restaurants oder klassisch Friedhöfe oder einfach Trinkwasserbrunnen.
 
Ich Trinke schon 1L pro Stunde mit Salz und Elektrolyten. Wenn ich noch mehr trinken soll, habe ich noch ein grösseres logistisches Problem. Aber ich könnte mal über einen Trinkrucksach nachdenken. 🤔

Nichts für ungut -wenn das Wetter nicht extrem ist, sind 1l/h schon eine gute Trinkmenge. Ich würde davon ausgehen, dass deine Krämpfe eher mit der Ermüdung, ob der ungewohnten Belastung zusammenhängen und nicht aufgrund eines "Elektrolytmangel"🤷‍♀️

Diese Formel: Krämpfe = Dehydrierung + Elektrolytmangel ist ähnlich zu bewerten wie Nüchterntraining kurbelt den Fettstoffwechsel an...


PS das ist lieb gemeint.
 
Würde ich mir nie antun, schwitzige Rucksäcke auf dem Rücken.
Du hattest offenbar noch nie einen anständigen Rucksack auf dem Rücken. Und am Ende schenkt so ein Ding noch ein paar Watt Aerodynamik. 😉

Wir fahren ja nicht in der Wüste rum, man kann wirklich überall anhalten und bekommt immer problemlos kostenlos Leitungswasser in Imbissbuden, Restaurants oder klassisch Friedhöfe oder einfach Trinkwasserbrunnen.
Ich will Fahrrad auf der Langstrecke fahren, das möglichst schnell und unterbrechungsfrei. Da will ich weder irgendwo zum Einkaufen anhalten und anstehen, noch meine Route nach Getränkemärkten und Friedhöfen umleiten.
 
Das mit dem Trinkrucksack ist für mich eine Option, wenn ich in einem Rennen nicht halten möchte und ich keinen habe der mir Flaschen anreicht.

Beim Tre Valli letztes Jahr war ein anderer und ich, die einzigen die bei der einen Verpflegung anhielten, die Falschen auffüllten und Pulver in die Flaschen kippten. Auch wenn man sich beeilt gehen gut und gerne 1-2min flöten, wo die Gruppe wegfährt.

Ich denke auch nicht, dass es mit dem Wasser und Elektrolyten zusammen hängt. Es ist die Ermüdung der Muskulatur. Es ist auch immer der gleiche Muskel auf beiden Seiten, der anfängt zu krampfen.
Letztes mal habe ich das mal mit der Sensomotorik im Mund versucht und habe zwei Quetschbeutel mit Senf vom Restaurant mitgenommen. Soweit hat das ganze mal funktioniert. Werde ich nächstes Mal nochmals testen.

Habe über die letzten Jahre sicherlich einiges an Leistungsfähigkeit gewonnen. Es ist nicht ganz einfach das ganze zu vergleichen, da ich Gefühlt von Saison zu Saison schwerer geworden bin. :rolleyes:

Ich bin Grundgetrieben von immer besser werden, so das die kleinen Verbesserungen für mich nicht sichtbar sind und wenn ich diese sehe, einfach zu wenig schätze und ich darauf stolz bin.
 
Du hattest offenbar noch nie einen anständigen Rucksack auf dem Rücken. Und am Ende schenkt so ein Ding noch ein paar Watt Aerodynamik. 😉


Ich will Fahrrad auf der Langstrecke fahren, das möglichst schnell und unterbrechungsfrei. Da will ich weder irgendwo zum Einkaufen anhalten und anstehen, noch meine Route nach Getränkemärkten und Friedhöfen umleiten.

Da gehe ich voll mit, ich fahre auch gerne durch. Pausen unterbrechen den Rhythmus. Generell bin ich ja immer offen, neue Dinge zu probieren. Was soll das für ein Wunderrucksack sein, der nicht stört und am Ende sogar die Aerodynamik positiv beeinflusst? 🤨
 
Da gehe ich voll mit, ich fahre auch gerne durch. Pausen unterbrechen den Rhythmus. Generell bin ich ja immer offen, neue Dinge zu probieren. Was soll das für ein Wunderrucksack sein, der nicht stört und am Ende sogar die Aerodynamik positiv beeinflusst? 🤨
Prinzipiell wird jeder kleine und eng anliegende Rucksack Watt sparen, das ganze wirkt ja wie eine Verkleidung.

Dylan Johnson hat mal eine Menge im Windkanal getestet und schon eine einfache Trinkflasche im Trikot brachte 3,6 Watt.


Aber das wird Off-topic, zurück zu Familienvater mit mehr Leistung.
 
Ich bin Grundgetrieben von immer besser werden, so das die kleinen Verbesserungen für mich nicht sichtbar sind und wenn ich diese sehe, einfach zu wenig schätze und ich darauf stolz bin.
Solche Dinge wird Dein Coach ja sicherlich analysieren und mit Dir besprechen. Du selbst wirst da keinen neutralen Blick auf Dich selbst haben, insofern ist es gerade gut wenn von außen drauf geschaut wird. Da solltest Du dann Coach und Prozess vertrauen, dafür bezahlst Du ihn ja letztlich. Zu viel Zweifel haben noch nie geholfen - Kopf hoch und positiv denken. 🙂
 
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