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PAS Normal Gründer und CEO Peter Lange Interview: „Mit World-Tour-Team ein Monument gewinnen“

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Re: PAS Normal Gründer und CEO Peter Lange Interview: „Mit World-Tour-Team ein Monument gewinnen“
der thread hier ist eine wunderbare antwort auf die frage wieso viele "neue" (also beginn in den letzten 4-5 jahren) radfahrer sich in rennrad clubs unwohl fühlen.

Aber dieses Fremdeln ist halt keine Einbahnstraße. Auf der einen Seite sind diejenigen, die in Radsportvereinen, und -gruppen, in RTFs und Rennen radsporttechnisch sozialisiert wurden und viele Jahre und zehntausende Kilometer Erfahrung haben. Auf der anderen Seite diejenigen, die in den letzten Jahren Radfahren als Lifestyle-Element v.a. auf social media kennengelernt haben. Beide Seiten versuchen sich gegenseitig klarzumachen, wie Radsport "richtig" geht und was alles dazugehört. Und das führt auf beiden Seiten zu Unwohlsein.

Anekdotischer "Beweis" dafür, dass Unverständnis auch auf der anderen Seite vorkommt:
Mein Radsportverein hat das große Glück, Zugang zu einem ehemaligen Fliegerhorst zu haben. Dort bieten wir einmal die Woche Radsporttraining mit Fokus Radrennfahren an, also schnelles Fahren in der Gruppe, Kurvenfahren usw. Dort kam neulich ein junger Mann vorbei, der alle Stilelemente der "new school" bediente (weißes Aeroad, aero-Socken und S-Works-Helm ebenfalls in weiß, PNS Kit). Mehr als selbstsicheres Auftreten, die kleine Einführung, die wir mit allen neu dazu Gekommenen kurz durchsprechen, fand er unnötig. Er könne gut schnell Rad fahren, kenne sich gut aus, wäre richtig in der Szene drin usw. Schon in den ersten Runden stellte sich aber raus, dass er weder in der Gruppe noch um die Kurve fahren konnte, geschweige denn schnell. In der Pause kam dann raus, dass er erst seit reichlich zwei Monaten Rennrad fuhr. Zum Training kam er nie wieder. Aus den Rennen, an denen er seither teilnimmt, ist er mehrfach rausgestürzt.
Diejenigen, die das Training anbieten und leiten, geben ihre jahrelange Rennsporterfahrung gerne weiter. In dem konkreten Fall ist jetzt aber angekommen, dass es dafür keine Wert-, sondern eher Geringschätzung gab von jemandem, der erst vor kurzem auf Insta mit dem Rennradfahren in Kontakt gekommen ist. Und natürlich gibt es auch eine gewisse Schadenfreude, dass er sich dauernd sein teures Kit zerreißt, weil er nicht Kurven fahren kann - was er aber im Vereinstraining durchaus hätte lernen bzw. verbessern können.
 
Auch ohne Insta & Co fallen in Großstädten bei Veranstaltungen, egal ob Rennen oder "ride" vielen und auch mir, eben diese homogenen Gruppen von meist sehr jungen (und damit schonmal ganz anders als der gemeine RR Forumist), oft gut aussehende Menschen und das dazu mit hohem Frauenanteil auf.
Merkmale sind dann diese Uniformierung mit PAS, Maap und Ryzon.
Teilweise erstaunliche Abbilder von Idealtypen der Werbung. Dazu Schuhe, Helm und Brillen passend.
Mir tun sie etwas leid manchmal diese hilflosen Marketingopfer. Aber viele steigen direkt auch ambitioniert ins "Rennradgame" ein. Das finde ich gut.

Zugehörigkeit ist vielen wichtig. Da Vereine nicht anziehend sind, verbindet dann die Kleidung / Erscheinung.

Und ja - Attaquer ist der nächste heiße Scheiß. Die legen bei den Preis nochmal gut was drauf und sind mit ihrem Rose Racingteam gut vertreten.
Mal schauen ob die Massen da auch drauf anspringen.

Rapha war und ist dagegen ja was für alte Menschen oder? Zeigt ja auch das Forum hier.
 
Aber dieses Fremdeln ist halt keine Einbahnstraße. Auf der einen Seite sind diejenigen, die in Radsportvereinen, und -gruppen, in RTFs und Rennen radsporttechnisch sozialisiert wurden und viele Jahre und zehntausende Kilometer Erfahrung haben. Auf der anderen Seite diejenigen, die in den letzten Jahren Radfahren als Lifestyle-Element v.a. auf social media kennengelernt haben. Beide Seiten versuchen sich gegenseitig klarzumachen, wie Radsport "richtig" geht und was alles dazugehört. Und das führt auf beiden Seiten zu Unwohlsein.

Anekdotischer "Beweis" dafür, dass Unverständnis auch auf der anderen Seite vorkommt:
Mein Radsportverein hat das große Glück, Zugang zu einem ehemaligen Fliegerhorst zu haben. Dort bieten wir einmal die Woche Radsporttraining mit Fokus Radrennfahren an, also schnelles Fahren in der Gruppe, Kurvenfahren usw. Dort kam neulich ein junger Mann vorbei, der alle Stilelemente der "new school" bediente (weißes Aeroad, aero-Socken und S-Works-Helm ebenfalls in weiß, PNS Kit). Mehr als selbstsicheres Auftreten, die kleine Einführung, die wir mit allen neu dazu Gekommenen kurz durchsprechen, fand er unnötig. Er könne gut schnell Rad fahren, kenne sich gut aus, wäre richtig in der Szene drin usw. Schon in den ersten Runden stellte sich aber raus, dass er weder in der Gruppe noch um die Kurve fahren konnte, geschweige denn schnell. In der Pause kam dann raus, dass er erst seit reichlich zwei Monaten Rennrad fuhr. Zum Training kam er nie wieder. Aus den Rennen, an denen er seither teilnimmt, ist er mehrfach rausgestürzt.
Diejenigen, die das Training anbieten und leiten, geben ihre jahrelange Rennsporterfahrung gerne weiter. In dem konkreten Fall ist jetzt aber angekommen, dass es dafür keine Wert-, sondern eher Geringschätzung gab von jemandem, der erst vor kurzem auf Insta mit dem Rennradfahren in Kontakt gekommen ist. Und natürlich gibt es auch eine gewisse Schadenfreude, dass er sich dauernd sein teures Kit zerreißt, weil er nicht Kurven fahren kann - was er aber im Vereinstraining durchaus hätte lernen bzw. verbessern können.
Anekdote aus Mallorca, erlebt in einem einschlägigen Radcafe. Große Gruppe der hier angesprochenen SYN/PAS/-Jünger. Passend mit S-Works und weißen Canyons. Dazu mehrere mit einer Leica umgehängt.

Haben sich im Cafe kein bisschen über Radfahren an sich unterhalten, sondern geschlagene 30 Minuten nur über Dinge wie man z.B. durch Änderung Frisur! bei den Followern möglichst viele Likes abholen kann. Der Eindruck war (evtl. auch falsch), dass das Rennrad ein beliebig austauschbares Hobby ist, sobald etwas anderes mehr Aufmerksamkeit und Follower verspricht. Gefühlt auch sehr abgehoben und wenig Interesse an Kontakt oder Austausch mit der restlichen Radcommunity.

Ich sage nicht mal, dass die nicht fit sind oder schlecht fahren, aber es ist halt nicht ansatzweise das ehrliche Interesse am Rad oder Radsport zu spüren, wie man es vielleicht selber "gelernt" hat. Und ich kenne auch viele Radlerinnen und Radler unter 30, die komplett anders sind. Die tragen auch lieber unifarben und moderner, aber nicht ansatzweise so extrem Uniform nur von einer Brand.

Sicherlich sind nicht alle die das tragen wie oben erlebt, aber alle die so sind, sind so angezogen. Denke aber auch die wollen sowieso nicht in ein Vereinsumfeld.
 
Wie findet jemand der keine Kontakte zu einem Radsportverein/ anderen Fahrern hat, die richtigen Klamotten? Das ist gar nicht so einfach. Der Markt ist riesig. Jeder Hersteller behauptet, dass er die besten Stoffe, Polster, Verarbeitung usw. hat. Vergleichtests helfen oft auch nicht weiter und Influencer vertreten nur ihre Marke und das selten ehrlich.
Am Ende schauen dann viele auf den Preis als Indikator und hoffen, dass die Qualität bei höherpreisigen Produkten dann auch passt.
Du siehst Probleme, wo keine sind. Große objektive Unterschiede gibt es zwischrn den Marken kaum oder, wenn, dann sind sie auf dem Rad nicht relevant. Du kannst dir also einfach kaufen, was dir gefällt. Und wenn ein Einsteiger erstmal zu irgendeinem günstige Marke greift, schränkt das den Fahrspaß auch nicht ein. Der Mehrpreis, der für irgendwelche Hype-Marken wir PAS gezahlt werden muss, repräsentiert keinesfalls, dass diese Marken soviel besser sind, sondern spiegelt nur die durch den Marketing-Hype angestachelte Nachfrage in bestimmten Kreisen. Es liegt an Dir, ob Du das Spielchen mitmachen willst. Für deine Erlebnisse auf dem Rad ist es völlig unerheblich, wieviel dein Trikot kostet und welche Marke darauf steht, da kommt es nur auf dich und deine Beine an.
 
Zum ersten Punkt, zum ersten Mal hier beinen jungen Paar im Café, sind kurz nach ihnen los, haben sie eingeholt und es tat in den Augen weh wie talentfrei (sie) sich auf dem Rad bewegt wurde.
Zum zweiten Punkt, wie kann jemand toll sein (in einer Sportart) ohne das es in den Ergebnislisten erkennbar ist?
OK cool, und deswegen sind alle so? Und selbst wenn? Was ist das Problem? Und hätten sie jetzt nichts "hippes" angehabt, wäre es OK gewesen?

Und wen interessieren denn Ergebnislisten? Darf man all das hier nicht mehr aus Spass machen?

Aber dieses Fremdeln ist halt keine Einbahnstraße. Auf der einen Seite sind diejenigen, die in Radsportvereinen, und -gruppen, in RTFs und Rennen radsporttechnisch sozialisiert wurden und viele Jahre und zehntausende Kilometer Erfahrung haben. Auf der anderen Seite diejenigen, die in den letzten Jahren Radfahren als Lifestyle-Element v.a. auf social media kennengelernt haben. Beide Seiten versuchen sich gegenseitig klarzumachen, wie Radsport "richtig" geht und was alles dazugehört. Und das führt auf beiden Seiten zu Unwohlsein.

Anekdotischer "Beweis" dafür, dass Unverständnis auch auf der anderen Seite vorkommt:
Mein Radsportverein hat das große Glück, Zugang zu einem ehemaligen Fliegerhorst zu haben. Dort bieten wir einmal die Woche Radsporttraining mit Fokus Radrennfahren an, also schnelles Fahren in der Gruppe, Kurvenfahren usw. Dort kam neulich ein junger Mann vorbei, der alle Stilelemente der "new school" bediente (weißes Aeroad, aero-Socken und S-Works-Helm ebenfalls in weiß, PNS Kit). Mehr als selbstsicheres Auftreten, die kleine Einführung, die wir mit allen neu dazu Gekommenen kurz durchsprechen, fand er unnötig. Er könne gut schnell Rad fahren, kenne sich gut aus, wäre richtig in der Szene drin usw. Schon in den ersten Runden stellte sich aber raus, dass er weder in der Gruppe noch um die Kurve fahren konnte, geschweige denn schnell. In der Pause kam dann raus, dass er erst seit reichlich zwei Monaten Rennrad fuhr. Zum Training kam er nie wieder. Aus den Rennen, an denen er seither teilnimmt, ist er mehrfach rausgestürzt.
Diejenigen, die das Training anbieten und leiten, geben ihre jahrelange Rennsporterfahrung gerne weiter. In dem konkreten Fall ist jetzt aber angekommen, dass es dafür keine Wert-, sondern eher Geringschätzung gab von jemandem, der erst vor kurzem auf Insta mit dem Rennradfahren in Kontakt gekommen ist. Und natürlich gibt es auch eine gewisse Schadenfreude, dass er sich dauernd sein teures Kit zerreißt, weil er nicht Kurven fahren kann - was er aber im Vereinstraining durchaus hätte lernen bzw. verbessern können.
Vielleicht sind die Leute aber auch null interessiert in einen Radsportverein einzutreten. Ich war es vor 20 Jahren nicht und bin es auch heute nicht. Es könnte ja sein das sie einfach nur bissl Radfahren wollen. Ja, ich finde gewisse Gruppen auch lustig anzuschauen und da werden viele Klischees erfüllt. Würde sogar oft soweit gehen das man eine gewisse Arroganz vernehmen kann wenn man nicht Teil dieser Gruppe ist. Aber vielleicht... vielleicht sind die ja auch alle einfach ganz nett.

Und dein Beispiel ist jetzt auch wieder... Wäre seine Kleidung, Rad was auch immer anders gewesen (retro stahlrad mit schlapperlook), wäre auch das wieder weniger schlimm?

Und zu guter letzt noch das ganze Influencer Game... Ich blocke da inzwischen einen Großteil einfach weg, weil mich das auch nervt.
Anekdote aus Mallorca, erlebt in einem einschlägigen Radcafe. Große Gruppe der hier angesprochenen SYN/PAS/-Jünger. Passend mit S-Works und weißen Canyons. Dazu mehrere mit einer Leica umgehängt.

Haben sich im Cafe kein bisschen über Radfahren an sich unterhalten, sondern geschlagene 30 Minuten nur über Dinge wie man z.B. durch Änderung Frisur! bei den Followern möglichst viele Likes abholen kann. Der Eindruck war (evtl. auch falsch), dass das Rennrad ein beliebig austauschbares Hobby ist, sobald etwas anderes mehr Aufmerksamkeit und Follower verspricht. Gefühlt auch sehr abgehoben und wenig Interesse an Kontakt oder Austausch mit der restlichen Radcommunity.

Ich sage nicht mal, dass die nicht fit sind oder schlecht fahren, aber es ist halt nicht ansatzweise das ehrliche Interesse am Rad oder Radsport zu spüren, wie man es vielleicht selber "gelernt" hat. Und ich kenne auch viele Radlerinnen und Radler unter 30, die komplett anders sind. Die tragen auch lieber unifarben und moderner, aber nicht ansatzweise so extrem Uniform nur von einer Brand.

Sicherlich sind nicht alle die das tragen wie oben erlebt, aber alle die so sind, sind so angezogen. Denke aber auch die wollen sowieso nicht in ein Vereinsumfeld.
Der Zugang ist halt heute ein anderer. Quereinsteiger. Nie Rad gefahren. Ist halt grad hyped. Jobrad bringt das Rad nach hause usw. Wahrscheinlich ist ein großteil wieder weg irgendwann. Ein paar werden bleiben und tiefer ins Hobby gehen. Aber hat sowas nicht jeder? Irgendwo mal ein Hobby starten wo man neu ist?
 
I hob e koi Ahnung von dere ganze Influenzabubble, also fahr i Ekoi. 🤷‍♂️

Aber auch bei dieser Marke wirds schwer, was zu finden, was sich recht deutlich vom ganzen Unifarben-Einheitsbrei abhebt, nur dass da halt nicht SYN oder PNS oder MIEP MIEP 🐦‍⬛💨💨 draufsteht.. so ist halt die Radmode allerweil.
 
Ich trage selbst kein PAS Normal, sondern mehrheitlich Assos. Preislich ist das kaum günstiger, nur regt sich darüber erstaunlicherweise niemand auf.

Bei PAS scheint dagegen schon eine Pastellfarbe und etwas Instagram Marketing zu reichen, damit sich Teile der alten Rennradgarde persönlich angegriffen fühlen.

Man muss den Stil nicht mögen und auch keine 300 Euro für eine Bib ausgeben. Aber dieses reflexartige Hipster und Influencer Bashing wirkt teilweise schon etwas verbittert. Rennradfahren besteht heute eben nicht mehr nur aus Vereinsrunde, und der Frage, wer früher am meisten Rennen gefahren ist.

Der Sport ist breiter und moderner geworden. Das ist kein Untergang des Radsports, sondern vermutlich eher seine Zukunft.

Das kann euch schmecken oder nicht, ist dem angedeuteten Publikum, ob 20er Schnitt oder 35er Schnitt vermutlich komplett egal.
 
Du siehst Probleme, wo keine sind. Große objektive Unterschiede gibt es zwischrn den Marken kaum oder, wenn, dann sind sie auf dem Rad nicht relevant. Du kannst dir also einfach kaufen, was dir gefällt. Und wenn ein Einsteiger erstmal zu irgendeinem günstige Marke greift, schränkt das den Fahrspaß auch nicht ein. Der Mehrpreis, der für irgendwelche Hype-Marken wir PAS gezahlt werden muss, repräsentiert keinesfalls, dass diese Marken soviel besser sind, sondern spiegelt nur die durch den Marketing-Hype angestachelte Nachfrage in bestimmten Kreisen. Es liegt an Dir, ob Du das Spielchen mitmachen willst. Für deine Erlebnisse auf dem Rad ist es völlig unerheblich, wieviel dein Trikot kostet und welche Marke darauf steht, da kommt es nur auf dich und deine Beine an.
Deswegen fahren wir auch alle Cube und Radon. ;)
Letztlich hast du natürlich Recht.

Ich habe aber auch schon mit Trikots von Ryzon, PNS und SYN geliebäugelt. Nicht wegen irgendwelchen Influenzern (die Typen von denen ich ab und zu Videos anschaue, tragen das nicht) oder Rides (bei uns ist es eher ein Mix aus klassischen Radsportmarken und Decathlon), sondern weil ich manche Designs tatsächlich schön finde.
 
Zum ersten Punkt, zum ersten Mal hier beinen jungen Paar im Café, sind kurz nach ihnen los, haben sie eingeholt und es tat in den Augen weh wie talentfrei (sie) sich auf dem Rad bewegt wurde.
Zum zweiten Punkt, wie kann jemand toll sein (in einer Sportart) ohne das es in den Ergebnislisten erkennbar ist?
Ganz bitter, wenn man dann extra die Aerosachen von RYZON für 400 Tracken gekauft hat.
 
Ich trage selbst kein PAS Normal, sondern mehrheitlich Assos. Preislich ist das kaum günstiger, nur regt sich darüber erstaunlicherweise niemand auf.

Bei PAS scheint dagegen schon eine Pastellfarbe und etwas Instagram Marketing zu reichen, damit sich Teile der alten Rennradgarde persönlich angegriffen fühlen.

Man muss den Stil nicht mögen und auch keine 300 Euro für eine Bib ausgeben. Aber dieses reflexartige Hipster und Influencer Bashing wirkt teilweise schon etwas verbittert. Rennradfahren besteht heute eben nicht mehr nur aus Vereinsrunde, und der Frage, wer früher am meisten Rennen gefahren ist.

Der Sport ist breiter und moderner geworden. Das ist kein Untergang des Radsports, sondern vermutlich eher seine Zukunft.

Das kann euch schmecken oder nicht, ist dem angedeuteten Publikum, ob 20er Schnitt oder 35er Schnitt vermutlich komplett egal.
Sehr interessante Perspektive - meine ich ernsthaft.
Einen Punkt sehe ich allerdings völlig anders: Das mag die Zukunft des Rennradfahrens sein, aber nicht des Radsports. Weil in dem ist die Gruppe schon jetzt so gut wie gar nicht vertreten.
 
Soll doch einfach jeder kaufen was ihm gefällt. Dass grundsätzlich das Preisschild nix mit der Qualität zu tun haben muss, ist heute ja jetzt keine so neue Erkenntnis mehr.

Grundsätzliche sehe ich Stärken und Schwächen sowohl bei Oldschoolradsportmarken (auch bei welchen die insbesondere bei oldschool Lizenzlern weit oben auf der Liste stehen) wie auch bei einigen der Influenzermarken. Ich stimme dann je nach Bedarf einfach mit meiner Kaufentscheidung ab und das kann und soll doch auch einfach jeder andere so tun können.

Ob es "peinlich" ist oder was auch immer... die Ansichten dazu können sehr verschieden sein. Ich hab schon eine Reihe "interessanter" Kandidaten aus allen "Lagern" und Käuferschichten gesehen. Könnte mich jetzt nicht so festlegen wenn mich jemand zwingen wollte mich festzulegen was ich da besser oder schlechter fände in Summe.
 
Das ist bei Castelli und so aber auch nicht anders

"Castelli & so" machen nach, was Rapha, PAS & Co. vorgemacht haben. Aber das reicht eben nicht. Typo, wie man die Typo aufs Trikot setzt, wie Trikots mit Hosen zusammen gehen, auch in verschiedenen Kombis ... das alles gehört zum Design. Und da haben sich die "Modelabels" ein deutliches Markenbild erarbeitet, Castelli & Co eben nicht.

Ich meine, das muss ja nicht zwingend jedem gefallen - aber den genannten marken abzusprechen, dass sie das was Rennradfahrer tragen stilistisch auf eine ganz neue Ebene gehoben haben, ist halt absurd.
 
der thread hier ist eine wunderbare antwort auf die frage wieso viele "neue" (also beginn in den letzten 4-5 jahren) radfahrer sich in rennrad clubs unwohl fühlen.
Schon richtig.

Andersherum betrachtet, schmachtet die PNS Community nun auch nicht unbedingt nach Integration wenn sie ihre Community Rides anpreisen. Da wird auch implizit vorausgesetzt, dass man im PNS Kit erscheint. Würde mich stets davon abhalten, dort mitzufahren, auch wenn es die einzige Community in meiner Ecke wäre. Die Uniformiererei ist halt auch iwie ne Art des Gate Keepings.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn eine Marke sich selbst „nicht normal“ auf die Kleidung bzw. gleich in den Markennamen schreibt und dann via Social Media und dem dazugehörenden Influencertum zur „angesagten Marke“ einer bestimmten Bubble aufsteigt, dann könnte das unter Umständen Reaktionen – und vor allem Reaktanz – hervorrufen.

(Man wird auch nicht zwangsläufig zum Punk wenn man sich das Wort Punk oder PNK auf die Kleidung druckt.)

Dazu könnte eventuell auch beitragen, dass die Marke mit riesigen Buchstaben „PAS“ und „PNS“ auf ihre Kleidung schreibt. Aus Marketingsicht spricht natürlich überhaupt nichts dagegen. Im Gegenteil: Das ist sogar ziemlich clever. Sehr aufdringlich, springt einem halt extrem ins Gesicht und hat den unschlagbaren Vorteil, dass die Marke auch beim Scrollen durch Social Media sofort sichtbar bleibt. Man muss kein Marketingprofessor sein, um zu erkennen, dass genau das die Absicht dahinter ist.

Irgendwann entsteht dann allerdings ein interessantes Phänomen:
Aus einer Marke wird ein Statement. Aus einem Trikot wird eine Zugehörigkeit. Und aus ein paar Buchstaben auf der Brust wird für manche fast schon eine Lebenseinstellung. Spätestens an diesem Punkt beginnen sich Menschen in Lager aufzuteilen – die einen finden es cool, die anderen rollen mit den Augen
.

Die allgemeine Abneigung hat mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nichts mit der Qualität der Kleidung zu tun. Die dürfte sogar ziemlich gut sein. Die meisten Diskussionen drehen sich jedenfalls selten um Nähte, Sitzpolster oder Stoffqualität. Stattdessen geht es um das Marketing-Narrativ, den Hype und das, was anschließend durch Social Media daraus wird.

Denn je erfolgreicher eine Marke darin ist, Begehrlichkeit zu erzeugen, desto größer wird zwangsläufig auch die Gegenbewegung. Das ist bei Rennrädern nicht anders als bei Uhren, Sneakern, Autos oder Kaffee. Niemand regt sich über die Marke auf, solange sie nur eine Marke ist. Spannend wird es erst dann, wenn sie zum Symbol wird.

Und vielleicht liegt genau dort die Antwort auf die Frage, warum Pas Normal Studios so polarisiert: Nicht weil die Kleidung schlecht wäre, sondern weil das Marketing außergewöhnlich erfolgreich war, und die Leute darauf „hereinfallen“.

Ähnliches passiert bei MAAP und besonders das selbsternannte Syndikat „the SYN“ reitet auf dieser Welle, den Menschen eine Lifestyle-Erzählung zu liefern, mit denen sie sich identifizieren und zugehörig fühlen sollen. Bei SYN ebenfalls mit an Uniform erinnernder Kleidung mit aufdringlich großen 3 Buchstaben und einer sektenartigen Fanbase.
(Gemeinsam ist bei diesen „angesagten“ Marken wie PNS und SYN, dass Mitglieder dieser Sekten fast immer im kompletten Outfit als „Full Kit Wanker“ , von den Socken bis zum Trikot herumlaufen/fahren. Auf jedem Kleidungsstück prangt möglichst riesig das 3-Buchstaben-Erkennungszeichen.)

Man könnte fast sagen: Die Marke heißt „Pas Normal Studios“ – und die Reaktionen darauf sind mittlerweile erstaunlich normal.

Langer Text, der in entscheidenden Punkten leicht zu widerlegen ist. Denn es gibt gerade von PAS sehr viele Sachen mit sehr dezentem Logo.

Und aus Marketingsicht: Besser eine Marke, die geliebt und gehasst wird, als eine, die nirgends aneckt.


Jedesmal, wenn es hier um "Lifestyle-Marken" geht, frage ich mich übrigens, was die Hardcore-Kritiker tragen. Und denke dann wieder an die vielen RTFs, bei denen der typische Rennradfahrer in seinen muffigen Vereinstrikots aufläuft mit Design-Templates aus den 80-igern, alten Gonso-Trikots oder üblen Kombinationen aus Neongelb & rot ...

Oder kauft ihr dann doch die neue Castelli-Lifestyle-Klamotte, auch wenn sie bescheidener sitzt aber 10 € günstiger ist?
 
Darf jetzt jeder selber entscheiden, ob die immateriellen Eigenschaften Prestige und (relative) Exklusivität ihr Geld wert sind. Ich persönlich verarsche mich halt ungern selbst...in diesem Ausmaß.

vs
So billiges Zeug sieht halt leider oft genug auch nicht so gut aus, wie das teurere. Solche Marken investieren ja schließlich gerade in die Ästhetik und kann sich hier keine Zweitklassigkeit leisten.

Merkst Du selbst?
 
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