Ich habe die Etappe gestern nicht geguckt, war selber auf dem Rad, daher meine Gedanken:
Erst einmal ist das Moto-Pacing ja eine Annahme, aber wir wissen ja offenbar nicht, wie nah die Motorräder wirklich waren!? Zumindest bei der Zusammenfassung sieht's auf den Bildern so aus, als sei genügend Abstand zwischen Ausreißergruppe und Motorrädern, siehe z. B. hier:
Und Max Walscheid kann's ja auch nicht wissen, der war ja nicht dabei. Mag ja sein, dass er sich total verausgabt hat, aber vielleicht die anderen im Peloton bzw. die anderen Sprinterteams nicht, weil sie einfach gezockt haben, dass die anderen es schon richten werden!? So richtig koordiniert zusammenarbeitend wirken die Sprintermannschaften in der Zusammenfassung nicht. Der Fokus/Wahrnehmung der Sprinterteams scheint mir eher auf den anderen Sprinterteams zu sein als darauf, die Ausreißer einzuholen. Das ist ja das klassiche Dilemma, wenn die beim Einholen der Ausreißer zu viel ballern, können sie den Sprinter nicht mehr so gut anfahren und lauern daher auf die anderen. So wie in Hamburg oder Frankfurt.
Für mich ist das mit dem Moto-Pacing erst einmal eine Behauptung, bis es nicht mehrere konkrete Bilder gibt. Nur weil etwas nicht sein
darf (Sieg der Ausreißer), bedeutet es nicht, dass es nicht sein
kann. Und nun sucht man wieder einen Schuldigen dafür, dass es dieses Mal wieder nicht geklappt hat. Mal ist es die Streckenführung, mal das Motorrad. Aber vielleicht gibt es ja auch andere Erklärungen.