Ruhr-Haarstrang Tour
20.03.2026
Letzten Freitag war das Wetter ganz annehmbar, mit Sonne und bis zu 15 Grad am Nachmittag. So stellte ich mir eine kleine Tour Richtung Haarstrang zusammen. Zurück sollte es dann flach entlang der Seseke und des Körnebachs gehen. Ich startete am Vormittag in Hörde und fuhr zunächst hoch nach Wellinghofen und dann rüber nach Loh. Ich war unterwegs mit meinem Giant Expedition Reiserad/Randonneur.
Dann ging es über Höchsten in den Schwerter Wald, vorbei am Funkturm. Dann bog ich einmal falsch ab, merkte das, und wollte umkehren. Die Straße war frei, ich fuhr los, klickte beide Füße ein und übersah eine Asphaltkante, an der ich mit dem Vorderrad hängen blieb. Noch im Fallen klickte ich aus, aber es reichte nicht, um den Sturz aufzufangen. Doch kaum hatte ich den Boden berührt, rollte ich geschmeidig ab und stand direkt wieder. Ganz wie in alten Zeiten. Ich hatte keine Prellungen und auch keine blutenden Hautabschürfungen. Noch vor einem Jahr wäre ich beim damaligen Gewicht richtig hart aufgeschlagen und wahrscheinlich erstmal liegen geblieben. Ich schien also relativ fit zu sein. Der Sturz hatte keine Folgen, lediglich das
Lenkerband war etwas angeschrabbelt. Trotzdem ärgerte ich mich über meine Unachtsamkeit.
Am Rande von Schwerte entlang erreichte ich Geisecke, bevor ich runter zur Ruhr fuhr. Ich überquerte die Ruhr und folgte meinem Track von Komoot. Der wollte mich doch glatt über einen gesperrten Privatweg mitten über einen Bauernhof schicken.
Ich plante mithilfe meines Handys eine großräumige Umfahrung des Hofes und stieß in Hennen wieder auf die ursprüngliche Strecke. Das Gleiche passierte mir in der Nähe vom Segelflugplatz Sümmern nochmal. Jetzt hatte ich echt keine Lust mehr auf den weiteren Track. Ich konnte ja nicht einfach über Privagrundstücke fahren. Ich fuhr ein Stück zurück und bog auf einen vielversprechenden Weg Richtung Flugplatz ab.
Der Weg wurde immer mehr zur Gravelstrecke und dann zum schmalen, mit Hindernissen gespickten Wanderpfad. Da musste ich dann doch schieben. Aber schließlich erreichte ich den Segelflugplatz und eine asphaltierte Straße.
Ab hier ließ ich mich einfach treiben und folgte meiner Nase. In einem Bogen erreichte ich Halingen.
Kurz vor Dellwig überquerte ich wieder die Ruhr.
Am Rande von Dellwig machte ich an einem Rastplatz für Radfahrer Pause. Zum Glück hatte ich mir etwas zu essen eingepackt. Es gab Leberwurstbrot und Minisalami. Dazu als Nachtisch Waffeln. Es war echt schön so in der Sonne zu sitzen. Aber nach der Stärkung ging es weiter.
Ich fuhr durch Dellwig und erreichte ein paar Kilometer weiter Billmerich.
Von dort hielt ich mich Richtung Holzwickede. Ich umfuhr den Ort und landete schließlich in Sölde. Doch der direkte Weg nach Hause war mir zu kurz, und so fuhr ich bergauf Richtung Sölderholz. Überhaupt versuchte ich so viele Steigungen und Rampen wie möglich mitzunehmen. Ich wollte mich ja schließlich verbessern. Es fühlte sich mittlerweile auch durchaus gut an, bergauf zu fahren. Eine Bergziege wird aus mir aber sicherlich nicht mehr. Spaß machte es trotzdem. Durch Lichtendorf und den Aplerbecker Wald, erreichte ich die Aplerbecker Mark. Dann ging es über Bennighofen zurück nach Hörde.
Am späten Nachmittag war ich nach über 68 km und 800 Höhenmeter mit einem Schnitt von 15,2 km/h wieder zu Hause. Der niedrige Schnitt ist nicht nur den Höhenmetern zu verdanken, sondern auch den Gravelabschnitten mit einigen Schiebepassagen. Es war trotzdem eine richtig schöne Tour mit durchaus gutem, wenn auch nicht richtig warmen Wetter.