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Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

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Re: Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?
Also das exakt gleiche Teile mit gleichem Service, Garantie etc. in China nur 20,- statt 100,- kosten halte ich nicht für realistisch.
Und der Verbraucher ist auf jeden Fall Teil des Problems, in Deutschland ganz besonders, da werden typische Eigenschaften gelebt die nicht schön sind. Darüber werden jetzt einige beleidigt sein, aber vielleicht sind es ja genau die? Natürlich sind viele Händler (branchenübergreifend) schlechte Kaufleute, liegt aber nicht an allen.

Ein typische Beispiel sind Klamotten. Trikot UVP 150,-€, da geht der Shop auf 115,- € weil ja sonst nichts läuft, die Leute kucken sich das an, probieren und gehen wieder, es wird online sicher irgendwo für 99,- zu schiessen sein. Es muß auch das fetteste Auto her aber über Werkstattkosten und Benzinpreise wird gejammert.
Wo werden denn die Trikots hergestellt? In Billiglohnländern. Wie hoch ist dann die Marge für den Hersteller, wenn er bzw der Händler das Trikot für EUR 99 verkauft? Es sind aber die bösen Käufer, die nicht EUR 150 ausgeben wollen, um dem Hersteller noch eine größere Marge zu geben...

ALDI hat die Tante Emma Läden platt gemacht. Alle ALDI Käufer sind schuld...
 
Wo werden denn die Trikots hergestellt? In Billiglohnländern. Wie hoch ist dann die Marge für den Hersteller, wenn er bzw der Händler das Trikot für EUR 99 verkauft? Es sind aber die bösen Käufer, die nicht EUR 150 ausgeben wollen, um dem Hersteller noch eine größere Marge zu geben...

ALDI hat die Tante Emma Läden platt gemacht. Alle ALDI Käufer sind schuld...
Du fühlst Dich ja sehr angesprochen. Es hat niemand von alle gesprochen.

Es sagt auch niemand das der Händler sich die Taschen voll machen soll und für 150,- verkaufen kann, das macht schon lange keiner mehr. Ist aber schwierig die Diskussion mit typischen deutschen Verbrauchern zu führen, zu viel haben will Mentalität.
Wenn Rad zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, wo ist der Discounter, wo ist das nächste Leasing möglich.
Wenn Auto zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, wie kann die Finanzierung gestemmt werden.
Wurst zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, 100gr Wurst für 99 cent, egal wie produziert.
Wer sich über hohe Preise beschwert für Dinge die man nicht unbedingt benötigt, der ist selbst das Problem.
 
Du fühlst Dich ja sehr angesprochen. Es hat niemand von alle gesprochen.

Es sagt auch niemand das der Händler sich die Taschen voll machen soll und für 150,- verkaufen kann, das macht schon lange keiner mehr. Ist aber schwierig die Diskussion mit typischen deutschen Verbrauchern zu führen, zu viel haben will Mentalität.
Wenn Rad zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, wo ist der Discounter, wo ist das nächste Leasing möglich.
Wenn Auto zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, wie kann die Finanzierung gestemmt werden.
Wurst zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, 100gr Wurst für 99 cent, egal wie produziert.
Wer sich über hohe Preise beschwert für Dinge die man nicht unbedingt benötigt, der ist selbst das Problem.
Du bist wohl Politiker denn die labern auch so ne scheiße. Denn da heißt es dann auch die Bevölkerung soll sich den Gürtel enger schnallen oder den Waschlappen statt der Dusche verwenden während man sich im gleichen Zug die Diäten ordentlich erhöht.
 
Schon zu Tour-Forum Zeiten hatte @Umdenblock grosse Freude daran, den "deutschen Michel", (deutsche) Pauschaltouristen, Menschen, die etwas mehr auf ihr Geld sehen müssen etc. pp. wieder und wieder zu kritisieren.
Meist inhaltlich substanzarm, immer herablassend, grosskotzig und arrogant.
In manchen Leben scheint es in prägenden Phasen so richtig beschissen gelaufen zu sein!
Q.e.d.
 
Früher sind die meisten 105 oder mal Ultegra gefahren, heute klemmt halt eine Red am Rad. Und es hat früher keinen gejuckt und heute interessiert es immer noch wenige, was wo dran verbaut ist. Im Training oder Rennen geht es um andere "Werte".
Kauft Euch über den Verein die Trikots und Hosen (sagen wir: Klamotten), die sind noch halbwegs bezahlbar (da kümmern sich meist die Vereine um die Preise für die Mitglieder) und auf geht es. Keiner muss sich MAAP oder PNS kaufen um Rad zu fahren. Wer das möchte kann doch gerne investieren, was ein vermeintlich zu kurz geschnittenes PNS-Leibchen wert sein soll. Und wenn das DA-Schaltwerk kaputt ist kauft man halt ein 105er nach. Es ist so einfach.

Das kann man auch auf Autos beziehen. Wie groß war der Marktanteil von Audi vor 20 Jahren, und wie ist er heute? Und dann wird gejammert, dass die Autos so teuer sind. Ein "günstiges" Modell wird aber trotzdem nicht gekauft, weil man sich mehr wert ist.
 
Klamotten:
Werden auch in Europa noch hergestellt. Muss man halt nach suchen bzw Glück haben, wie z.B. unsere Teamkleidung (Kalas) kommt aus Tschechien.
Schuhe gibt es aus Italien (Gaerne).
Muss gar nicht teurer sein als die Chinasachen auf denen specialized/ shimano / Gore drauf steht.
Ketten aus Portugal (Sram) und Kettenblätter aus Frankreich (T.A.).

Der Ali/China Thread zeigt aber natürlich anderen Trend.
Da werden Socken für 2 Euro bestellt und Trikots für 20. Wenn es nicht passt, geht es halt in die Tonne.
Ja, ich kaufe und fahre auch Chinateile (Magene, Deckas). Da war der Geiz zu geil.
 
Das "Lustige" bei dem Foristen ist, dass "der Verbraucher" gar nicht die Grundlage für niedrige Preise legen kann. Das sind vielmehr Unternehmer, die die Produktion dorthin verlangern, wo es billiger ist, um die Produkte dann hier mit größeren Margen zum Verkauf anzubieten oder mit Kampfpreisen andere aus dem Markt zu drängen. Mit der Verlangerung legen die Unternehmen die Axt an die Kaufkraft der Menschen, die ja gerade ihre Produkte kaufen sollen. Der "Böse" in dem Spiel ist ganz sicher nicht der deutsche Michel (der Forist scheint wirklich an ein "deutsches Gen" zu glauben). Globalisierung ist keine Einbahnstraße. Es ist so, wie es ist. ;)
 
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Wo werden denn die Trikots hergestellt? In Billiglohnländern. Wie hoch ist dann die Marge für den Hersteller, wenn er bzw der Händler das Trikot für EUR 99 verkauft? Es sind aber die bösen Käufer, die nicht EUR 150 ausgeben wollen, um dem Hersteller noch eine größere Marge zu geben...
Neben der Sache mit den (Hunger-)Löhnen ist auch zu beachten, dass Trikotstoff nicht gleich Trikotstoff ist. Bei der Herstellung des Stoffes an sich gibt es himmelweite Unterschiede bei der Konstruktions-/Webtechnik, der verwendeten Fasern und deren Anzahl etc. pp., die sich dann in der Qualität, Formstabilität und Haltbarkeit niederschlagen. Das macht den Rohstoff Stoff daher auch unterschiedlich teuer. Da reden wir noch nicht über Nähte oder Body-Zoning oder so einen Spaß.

China-Ware ist nicht immer gleichwertig.
 
Du fühlst Dich ja sehr angesprochen. Es hat niemand von alle gesprochen.

Es sagt auch niemand das der Händler sich die Taschen voll machen soll und für 150,- verkaufen kann, das macht schon lange keiner mehr. Ist aber schwierig die Diskussion mit typischen deutschen Verbrauchern zu führen, zu viel haben will Mentalität.
Wenn Rad zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, wo ist der Discounter, wo ist das nächste Leasing möglich.
Wenn Auto zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, wie kann die Finanzierung gestemmt werden.
Wurst zu teuer-einfach mal nicht kaufen. Aber haben will, 100gr Wurst für 99 cent, egal wie produziert.
Wer sich über hohe Preise beschwert für Dinge die man nicht unbedingt benötigt, der ist selbst das Problem.
Dabei ist im internationalen Vergleich der von Dir beschriebene deutscher Verbraucher gar nicht so weit vorne dabei wenn es darum geht etwas was er sich eigentlich nicht leisten kann auf Pump zu kaufen. Im Gegensatz z.B. zu den Niederlanden, wo die Verschuldung von privaten Haushalten wesentlich ausgeprägter ist.
 
Neben der Sache mit den (Hunger-)Löhnen ist auch zu beachten, dass Trikotstoff nicht gleich Trikotstoff ist. Bei der Herstellung des Stoffes an sich gibt es himmelweite Unterschiede bei der Konstruktions-/Webtechnik, der verwendeten Fasern und deren Anzahl etc. pp., die sich dann in der Qualität, Formstabilität und Haltbarkeit niederschlagen. Das macht den Rohstoff Stoff daher auch unterschiedlich teuer. Da reden wir noch nicht über Nähte oder Body-Zoning oder so einen Spaß.

China-Ware ist nicht immer gleichwertig.
Du meinst, dass aus China gute wie auch schlechtere Sache kommen können?

War nicht eigentlich bei günstigen Klamotten auch ansonsten viel Kambodscha im Spiel?
 
Dabei ist im internationalen Vergleich der von Dir beschriebene deutscher Verbraucher gar nicht so weit vorne dabei wenn es darum geht etwas was er sich eigentlich nicht leisten kann auf Pump zu kaufen. Im Gegensatz z.B. zu den Niederlanden, wo die Verschuldung von privaten Haushalten wesentlich ausgeprägter ist.
Wie kannst Du es wagen?
3 mal darfst Du raten, welcher Provenienz @Umdenblock ist!!!
 
Wie kannst Du es wagen?
3 mal darfst Du raten, welcher Provenienz @Umdenblock ist!!!
Es könnte sein dass....

Manchmal muss man einfach Fakten gegen Behauptungen stellen. Ist ja nicht so, dass Angaben zur privaten Verschuldung in einzelnen Ländern geheim wären.

btw... ob das immer ausschließlich negativ ist, muss man sicher separat dazu bewerten.

Hier wurde es ja allerdings in einem ausschließlich negativen Kontext verwendet und auf eine einzelne Nation bezogen, in der das eigentlich gar nicht der Fall ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du meinst, dass aus China gute wie auch schlechtere Sache kommen können?
"made in china" muss nicht pauschal schlecht sein, auch wenn ich persönlich so rein gar nichts von AliExpress, Shein oder Temu halte.

Ich fand nur das Argument "beide Hersteller zahlen 10 Euro für das Trikot in Herstellung, nur bei Ali gibt es genau das gleiche ohne Marke für 30, bei einem Markenhersteller dagegen für 130 Euro" zu kurz gegriffen.

Natürlich zahle ich irgendwo den Namen, das Marketing usw., aber ich zahle auch die Qualität - wie eben anhand der Qualität der Fasern, die verwendet werden und die dann entsprechend hochwertig (oder eben nicht) verwoben werden. Wenn du pro Quadratzentimeter Stoff halt mal das x-fache an Fadenlänge brauchst, macht sich das bemerkbar.
 
"made in china" muss nicht pauschal schlecht sein, auch wenn ich persönlich so rein gar nichts von AliExpress, Shein oder Temu halte.

Ich fand nur das Argument "beide Hersteller zahlen 10 Euro für das Trikot in Herstellung, nur bei Ali gibt es genau das gleiche ohne Marke für 30, bei einem Markenhersteller dagegen für 130 Euro" zu kurz gegriffen.

Natürlich zahle ich irgendwo den Namen, das Marketing usw., aber ich zahle auch die Qualität - wie eben anhand der Qualität der Fasern, die verwendet werden und die dann entsprechend hochwertig (oder eben nicht) verwoben werden. Wenn du pro Quadratzentimeter Stoff halt mal das x-fache an Fadenlänge brauchst, macht sich das bemerkbar.
Manchmal gibt es Zusammenhänge zwischen Stoffqualitäten und Preisen für fertige Klamotten, sehr oft aber auch nicht.

Ich war erst kürzlich ein paar Stunden mit einer studierten Textiltechnikerin in einem Stoffgroßhandel :-O

Für mich war das sehr erhellend.
 
Bei den Shops die ich kenne ist der Umsatz über die Werkstatt nicht das Problem. Räder sind komplizierter geworden und es sind so viele neu ins Fahrradthema gekommen und können (fast) nichts selber, grad bei den E-Bikes. Selbst jetzt im Winter ist die Werkstatt ausgelastet.
Deren Problem ist es die steigenden Kosten wie Miete, Strom, Gehälter zu stemmen und geeignete Mitarbeiter zu finden. Was total zurück geht ist der Verkauf, ohne Leasing Kunden hätten sie auch noch mal 50% weniger Verkäufe. Zubehör und Bekleidung läuft kaum, da sind die Preise online so kaputt das ein Lagerrisiko für Trikots, Laufräder etc. kaum tragbar ist. Und das liegt (bei denen die ich kenne) nicht an überzogenen Preisen sondern an der Schnäppchen Geilheit der Kunden.
Ich erlebe das in Deutschland als echt übel, da wird lieber in China bestellt, oder eine Retoure in Kauf genommen als regional zu kaufen-und das Lieblingswort der Deutschen ist doch Nachhaltigkeit!? Hört aber vor der Haustür auf, das kann man den Verbrauchern vorwerfen. Haben, haben, haben aber es darf nichts kosten anstatt mal zu verzichten wenn es grad nicht passt. Ist kein Problem nur der Radbranche, trifft ja alle.
Zu "regional kaufen" fällt mir eine europäische Nation ein, die ihre mit heimischen Lebensmitteln voll gestopften Häuser über die Autobahnen von Norden nach Süden zieht, um im Urlaub nicht die lokalen, unbekannten und teureren Produkte genießen zu müssen.
 
Wir sitzen doch hier großteils in einer Bubble. Die meisten von uns können und wollen sich extravaganten, teuren Radsport noch (!!!) leisten. Es gibt zwar nach wie vor Leute, die von Marketing & Co angefixt werden, aber schlicht und einfach keine Kohle (mehr) haben, den Kram zu kaufen oder reparieren zu lassen.
An dieser Stelle kommen mir wieder die Lobpreisungen und vollmundigen Präsentationen der Bikes der 10.000-15.000€-Liga in den Kopf. 🫣👀
 
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