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Canyon streicht bis zu 320 Stellen: Harter Einschnitt in Koblenz

Hast du schon mal in Sozialismus gelebt? Ich schon und ich kann dir sagen, dass ist kein Spaß, wenn du in Schlange stehst mit 100 weiteren um ein einziges Schrott-Rad zu kaufen... Deine romantische Vorstellung von Sozialismus/Kommunismus überlebt die Wirklichkeit leider nicht...Sozialismus ist eine hässliche, magere Bitch die nur in Vodka ertränkt werden kann...
gibt doch genug Ideen die sich zwischen den beiden Polen bewegen...
 
gibt doch genug Ideen die sich zwischen den beiden Polen bewegen...

Die Kritik immer höheren Renditen nachzurennen teile ich durchaus, aber tue mich gleichzeitig schwer das einzelnen Unternehmen vorzuwerfen. Wäre es besser Canyon hätte kleinere Brötchen gebacken und diese 320 Jobs wären nie entstanden?
 
Genau, keine Helme, Schuhe und Hippster-Klamotten mehr verkaufen. Die gesamte GEAR-Sparte einstellen. Zurück zu den Wurzeln: PURE CYCLING! So wie es Roman Arnold deutlich im Interview gesagt hat.
Weiß ich nicht. Das sind auch so Moden. Weniger ist mehr, Fahrräder und mehr .... Zeitgeist
 
Die Kritik immer höheren Renditen nachzurennen teile ich durchaus, aber tue mich gleichzeitig schwer das einzelnen Unternehmen vorzuwerfen. Wäre es besser Canyon hätte kleinere Brötchen gebacken und diese 320 Jobs wären nie entstanden?
Der Wachstumstraum wurde wahrscheinlich irgendwann überspannt - ich hab gerade mal ein Wenig über die Private-Equity-Firma gelesen und wundere mich dann schon weniger über Stellenabbau und "Wachstumsfieberträume"
 
gibt doch genug Ideen die sich zwischen den beiden Polen bewegen...
Schöne Idee aber leider nicht der Natur entsprechend, wenn man sich damit auseinander setzt ... Eine Stagnation beutet, dass man von anderen Spezies, die wächst und aggressiv handelt, übernommen oder verdrängt wird früher oder später... Beispiele in Natur gibt es zuhauf. Eine StarTreak-Gesellschaft oder Kommunismus sind schöne Gedankenspiele die leider in die Sci-Fi Wirklichkeit gehören
 
Ein solches Wachstum ist selten langfristig linear fortschreibbar, Rückschläge sind keine Seltenheit. Je aggressiver ein Unternehmen wächst, desto größer ist auch die Gefahr von Rückschlägen. Der KI-Boom lässt grüßen.

Ohne die Grundsatzdiskussion zu weit aufzumachen: Bei aller (oft berechtigten) Kritik an unserem Wirtschaftssystem hat leider bisher auch noch kein anderes Wirtschaftssystem langfristig wirklich besser funktioniert. In Deutschland kann man in solchen Fällen auch froh über die sozialen Sicherungssysteme sein.

Aus Sicht von Canyon ist dies vermutlich auch eine Chance zur Fokussierung. Ich kenne es von meinem eigenen Arbeitgeber, dass man in Wachstumsjahren gerne am Boom partizipiert und dabei nicht immer vollkommen wirtschaftlich rational investiert. Sei es bei Canyon die Kleidung, Helme und Co., die Ausgaben für Marketing (Influencer, Sponsoring und Co.), ein paar Nischenprodukte oder einfach "Extrakapazität", weil das Wachstum schon kommen wird.

Aus langfristiger Geschäftsperspektive macht eine Fokussierung auf das Kerngeschäft und die echten Wachstumsfelder Sinn. Ob und inwieweit das mit Stellenabbau einhergehen muss, ist von außen und ohne Details jedoch nicht seriös zu beurteilen.
 
Auch interessant zu sehen, wie sich unternemerisches Verhalten/Fehler wiederholt, gerade wenn man als Vergleich mal Apple nimmt.
Junges innovatives Unternehmen ->starkes Wachstum -> Manager von außen kommen -> Firmengründer verlässt das Unternehmen -> verliert die Kunden aus dem Fokus -> wirtschaftliche Probleme entstehen..
 
Ich find es faszinierend, dass hier geschrieben wird:"Die Sparte einstellen" - Reduktion auf dies und jenes - keine Werbung - keine Räder für Influencer usw.

Zunächst werden für diese Sparten Mitarbeiter benötigt, ein einstellen der Sparten würde also zu noch mehr Entlassungen führen.
Wie schon geschrieben wurde, die Mitarbeiterzahl wurde auf 1.600 erhöht, seit doch also froh das in den letzten Jahren 480 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz bei Canyon gefunden haben.

Wenn die Führung nicht anhand des Absatzes steuert und die Kosten nicht decken, dann ist irgendwann die Konsequenz, dass eine Insolvenz droht. An dem Punkt sagen dann wieder alle, da hätte man was tun müssen.

Das ist eine harsche Realität, die hier anscheinend nicht gesehen werden will. Siehe auch hier https://www.destatis.de/DE/Themen/B...men/Gewerbemeldungen-Insolvenzen/_inhalt.html

Das Fahrräder mehr Kosten und nicht mehr das Gleiche wie vor 6 Jahren ist so ein schwaches Argument. Alles, wirklich alles ist teurer geworden. Dieser Kostendruck - egal ob im Material oder bei Personal - soll Zauberhaft an Canyon vorbei gegangen sein?

Die Naivität und Unwissenheit für wirtschaftliches handeln scheint mir da sehr groß.

Und ja, der demographische Wandel ist da und die Boomer gehen. Andererseits bringt der wirtschaftliche Wandel so viele Vakanzen, dass auch viel hochqualifiziertes Personal im Markt ist und Lücken schließen kann.
Siehe auch: https://www.kfz-betrieb.vogel.de/fo...saarlouis-a-e71da1222be4d08ae3348aba679097b5/
 
Das Märchen vom Kapitalismus ist das unendliche Wachstum, aber das gibt es nicht!
 
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Auch interessant zu sehen, wie sich unternemerisches Verhalten/Fehler wiederholt, gerade wenn man als Vergleich mal Apple nimmt.
Junges innovatives Unternehmen ->starkes Wachstum -> Manager von außen kommen -> Firmengründer verlässt das Unternehmen -> verliert die Kunden aus dem Fokus -> wirtschaftliche Probleme entstehen..

In der Rückschau kann man Entscheidungen immer leicht als Fehler bezeichnen. Zum jeweiligen Zeitpunkt weiß man das aber eben nicht.
Gibt genug Beispiele wo externe Manager einen guten Job machen oder Gründer den Laden vor die Wand fahren. Genauso ist PE nicht inherent schlecht.
 
Das Märchen vom Kapitalismus ist das unendliche Wachstum, aber das gibt es nicht!
Wahr... wächst, entwickelt, und dann zerstört ..um dann wieder von vorne wieder anzufangen, wachsen, entwickeln und zestö.....
Schau doch in den Forum ... wir sind hier in RENNRAD, der Name sagt schon Kapitalismus-pure ... jeder hier will besser, schneller, schöner, aerodynamischer u.s.w ... wenn das nicht so wäre würden wir nicht Bio-Artikel sein, sondern ein logisch-denkende KI ...
Alles Überspitzt gesagt aber Wahr, man muss nur in den "Spiegel" schauen ...:crash:
 
Wahr... wächst, entwickelt, und dann zerstört ..um dann wieder von vorne wieder anzufangen, wachsen, entwickeln und zestö.....
Schau doch in den Forum ... wir sind hier in RENNRAD, der Name sagt schon Kapitalismus-pure ... jeder hier will besser, schneller, schöner, aerodynamischer u.s.w ... wenn das nicht so wäre würden wir nicht Bio-Artikel sein, sondern ein logisch-denkende KI ...
Alles Überspitzt gesagt aber Wahr, man muss nur in den "Spiegel" schauen ...:crash:
Ich habe Spaß am Rennrad fahren und nutze es als Ausgleich. Kaufe mir nicht jedes Jahr ein neues Rad und aus dem Alter "höher, schneller, weiter" bin ich längst raus!
 
Ich habe Spaß am Rennrad fahren und nutze es als Ausgleich. Kaufe mir nicht jedes Jahr ein neues Rad und aus dem Alter "höher, schneller, weiter" bin ich längst raus!
Ja, aber das Rad was du für Ausgleich benutzt ist immer noch aus dem Renn-Wettbewerb entstanden, du besitzt es nur weil es jemand für den Gewinn produziert hat, nicht weil es notwendig war und es ist für dich "emotional"...sorry, du bist noch lange nicht raus... ok ich mal jetzt Schluss mit der Diskussion. Ich mag nur nicht, und das bezieht sich nicht auf dich, wenn jemand sich selber belügt und ein wirklich "scheiß" System, wie Sozialismus, romantisiert.
 
Ich habe Spaß am Rennrad fahren und nutze es als Ausgleich. Kaufe mir nicht jedes Jahr ein neues Rad und aus dem Alter "höher, schneller, weiter" bin ich längst raus!
Sofern du noch unter 45 oder 50 bist, kann das aber wiederkommen. Ein Aerorennrad ist die neue Harley-Davidson des alten, grauen Mannes, der sich in der Midlife-Crisis befindet.😉😂
 
Sofern du noch unter 45 oder 50 bist, kann das aber wiederkommen. Ein Aerorennrad ist die neue Harley-Davidson des alten, grauen Mannes, der sich in der Midlife-Crisis befindet.😉😂
Das kann auch später noch wiederkommen. Warum soll man im Alter den Spaß an neuem Material und neuester Technik verlieren? Ist doch gut, wenn man sich Neugier, einen wachen Geist und die Bereitschaft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen, erhält. ;)
 
Vielleicht gabs auch einen Zuschuß für unqualifizierte "Fachkräfte", die in der Produktion oder im Versand als Helfer eingesetzt wurden und jetzt nicht mehr benötigt werden.
 
Die Kritik immer höheren Renditen nachzurennen teile ich durchaus, aber tue mich gleichzeitig schwer das einzelnen Unternehmen vorzuwerfen. Wäre es besser Canyon hätte kleinere Brötchen gebacken und diese 320 Jobs wären nie entstanden?
Wenn diese 320 Jobs nie entstanden wären, hätte es hier noch mehr Rumgeheule zu Covid-Zeiten über Canyon gegeben als so schon.
 
Die Branche funktioniert halt auch ein wenig wie Eisverkäufern. Der Bedarf ist schwerer zu kalkulieren, fluktuiert stärker und es existieren auch in geringerem Maße Mechanismen zur Bedarfsermittlung als in anderen Branchen.
Vor 3-4 Jahren hätte kaum jemand vorhersagen können, dass z.B. Rennräder so gut laufen und E-SUVs verramscht werden.
 
So ist das halt - extreme Nachfrage, man braucht mehr Leute (außer man würde sich bewusst dazu entscheiden, seine Produktion trotz höherer Nachfrage nicht zu steigern). Nachfrage ebbt ab, weil halt irgendwann auch jeder Neuling oder Wiedereinsteiger erstmal sein Rad hat, man verkauft weniger, braucht also auch weniger Leute.

Die Alternative wäre: Ware wird immer knapper und teurer oder auch gar nicht lieferbar, einige Leute bekommen nie einen neuen Job, dafür behalten alle, die eh schon einen Job hatten, ihre Arbeit. Kann man gut finden, kann man aber auch doof finden.

Was passieren kann, wenn eine ganze Branche die Produktionskapazitäten NICHT erhöht, sieht man gerade bei Speicherprodukten in der Hardwarebranche. Im Sommer kosteten 32GB RAM für moderne CPUs um die 90 Euro, nun sind es ab 400 Euro, da die KI-Firmen für ihre Server massenhaft Speicher nachfragen und die Hersteller ihre Produktion nicht erhöhen können oder wollen. Hätten dass die Fahrradhersteller auch alle gemacht, wären die Preise für ein 2.000€-Rennrad vermutlich auf 5.000€ oder mehr gestiegen... da wäre die Aufregung dann auch groß gewesen, vor allem bei denen, die ein Rad erhaschen konnten, das kurz danach geklaut wird, weil es quasi sein Gewicht in Gold wert ist ;)
 
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