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Oberschenkelhalsbruch: Reha und der Weg dorthin?

So, ich war heute zum Röntgen gute 2 Wochen nach OP. Leider is der Oberschenkelhalskopf etwas gekippt. Das ist erstmal nicht so schlimm aber eben auch nicht optimal, da die Schrauben nah an das "Dach" des Kopfes reichen. Sollte ich da zuviel Last draufgeben, könnten sie nach oben rausbrechen und eine Prothese notwendig werden. Daher wurde der Beginn der ab übermorgen avisierten Reha nun auf Mitte Februar verschoben ... Bis dahin max. 20 kg Belastung und schonen.
Ohje, ich komme mir gerade wie nach dem Sturz vor - wie in einem schlechten Traum. Nur leider is das alles Realität. Sehr harte Prüfung des Lebens!
André

Nicht durchdrehen, aber denk an meine Worte, 2-3 Wochen wirklich nur "belastungsfreie Belastungen", also bewegen statt belasten. Solang' die Schrauben nicht wirklich durchgekommen sind, ist auch noch alles im Griff, aber nimm Dir doppelt so viel Zeit für Treppenstufen und sei beim (Krücken-)Laufen auf unebenen Wegen mehr als Vorsichtig*. Wenn dann nach 4 Wochen langsam, nach 6 Wochen relativ safe alles verknorpelt und verknöchert ist, dann spielt das mit den Schrauben alles keine Rolle mehr, dann hat der Knochen seinen Job wieder komplett übernommen. Und irgendwann kommen die Schrauben ja vielleicht sogar raus. Im Moment kannst Du nichts gewinnen aber viel zu viel verlieren. Und, wie bei mir, wirst Du anschließend stärker zurück kommen als zuvor. Das war schon bei Aldag nach seinem OSH-Bruch so, und auch ich hab grad gestern nochmal meine Lifetime-PB 20' verbessert, 6 Monate nach OP. Und eigentlich war ich schon nach 3 Monaten wieder ziemlich auf altem Stand.



* in der Nachbetrachtung weiß ich sowieso nicht, was ich von den Krücken-Spaziergängen halten soll, die man da so macht. Klar, man muss sie machen, um überhaupt ein wenig in Bewegung zu bleiben, gut gegen Thrombosen.. aber es ist schon eine recht krampfige Angelegenheit, unebene Bürgersteige, Stolpergefahr, man sollte da nicht den Helden spielen, oder seinen gewohnten Sport kompensieren** wollen.


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Da ist was dran , aledran. Mit Krücken merkt man erst mal, wie schlecht viele Gehwege sind. Jeder vom Baudezernat sollte mal mit Krücken durch die Stadt laufen, dann würde da vielleicht ein bisschen mehr drauf geachtet werden. Am Ende der Krücken-Phase war ich mit gut 5 km/h unterwegs sogar im Wald und auf steilen Weinbergwegen und davon gibt es in Stuttgart einen Haufen voll. Da war ich aber auch manchmal etwas übermütig und nur durch jahrelange Wandererfahrung ist da nichts übles passiert, also nicht übertreiben bei der Wegewahl, das geht in ein paar Wochen auch ohne Gehhilfen. Gute Besserung.
 
N
Habt vielen Dank!
Ja, ich bin jetzt noch vorsichtiger, und bewege quasi ohne Belastung des Beines. Beim Krückengehen setze ich den Fuß zwischen den Krücken auf, ohne Belastung, machen einen Schritt mit dem gesunden Bein und sorge so für ein wenig passive Bewegung der Kapsel des kranken Beines.
Viele Grüße, André
 
Da ist was dran , aledran. Mit Krücken merkt man erst mal, wie schlecht viele Gehwege sind. Jeder vom Baudezernat sollte mal mit Krücken durch die Stadt laufen, dann würde da vielleicht ein bisschen mehr drauf geachtet werden. Am Ende der Krücken-Phase war ich mit gut 5 km/h unterwegs sogar im Wald und auf steilen Weinbergwegen und davon gibt es in Stuttgart einen Haufen voll. Da war ich aber auch manchmal etwas übermütig und nur durch jahrelange Wandererfahrung ist da nichts übles passiert, also nicht übertreiben bei der Wegewahl, das geht in ein paar Wochen auch ohne Gehhilfen. Gute Besserung.
Nachdem ich meine TEP drinhatte ist mir aufgefallen daß die Gehwege rund ums Frankfurter Elisabethenkrankenhaus keine Neigung von 1% sondern 10% haben - da wünscht man sich eine Höhenverstellung wie bei Sattelstützen.
 
N
Habt vielen Dank!
Ja, ich bin jetzt noch vorsichtiger, und bewege quasi ohne Belastung des Beines. Beim Krückengehen setze ich den Fuß zwischen den Krücken auf, ohne Belastung, machen einen Schritt mit dem gesunden Bein und sorge so für ein wenig passive Bewegung der Kapsel des kranken Beines.
Viele Grüße, André
Geduld ist gefragt, weniger ist da mehr.
Ist ähnlich wie beim Training nach der Winterpause
 
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