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Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

Ich habe mir noch einmal das Interview zu der Akku-Problematik von Canyon durchgelesen. Die gestellten Fragen wurden zum Teil ganz brav und aalglatt ohne jegliche Aussage beantwortet. Also alles so wie Politiker es ebenfalls machen.
Vielen Dank noch einmal für die leeren Worthülsen.
 
Ich fand und finde die Krise super. So günstig werde ich vermutlich nie wieder zwei Bikes aufbauen können wie im letzten Jahr. Da ich mich inzwischen selbst um meine Räder kümmern kann, profitiere ich auch im Nachhinein von meiner Unabhängigkeit von Händlern und Werkstätten, mit denen ich leider wiederholt sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Rahmensets direkt beim örtlichen oder regionalen Händler zu kaufen, mache ich nach wie vor gerne und unterstütze dies auch bewusst. Dennoch bleibt es dabei, dass es sich für mich um eine reine Kauftransaktion ohne Aufbau oder Service handelt.
 
Die Quote an Insolvenzen in der Branche kommt ja bald auf Gastro Niveau :oops:

Der Bericht ist ja nichts neues und ist schwer aus der Sicht eines Bike Fans, weniger eines Analysten. Es wird noch mehr treffen, leider auch Bike Shops vor Ort und das ist für uns Radfreunde schlechter, auf die 123. Radmarke kann man verzichten.
 
Es lässt sich beobachten, dass Preise (UVPs) gesenkt werden. Das fiel mir bei einem Canyon Ultimate, aber auch Scott Foil auf, also sowohl Direktvertrieb als auch Fachhandelsmarken. Die Firmen sind gezwungen anders zu kalkulieren, entweder direkt die UVPs senken oder hohe Rabatte einkalkulieren. Hohe Rabatte sind mir insbesondere bei Cannondale auf gefallen, wo 20% ziemlich normal sind. Bin gespannt, ob das so weiter geht deren hohen UVPs auch irgendwann angepasst werden.
 
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naja, hier vermischt sich Vieles, aber gewissen Parallelen zum Wohnmobilmarkt sind nicht rein zufällig - der ist auch während "Corona" total überhitzt, und jetzt halt gesättigt. Die Klopapierreserven sind mittlerweile aufgebraucht, aber ein WoMo oder Rad kaufen sich die meisten Menschen nicht alle drei Jahre neu.
Dazu eine Preispolitik, die nur ein "immer mehr" kannte, und immer schlechtere Rahmenbedingungen für Konsum generell - man befrage nur den Einzelhandel zum zurückliegenden Weihnachtsgeschäft.
Schland wird gerade wirtschaftlich gegen die Wand gefahren, Insolvenzen explodieren, im Binnenkonsum brauchen Canyon und Konsorten also nicht ihr Seelenheil suchen - daher glaube ich übrigens auch, daß C. besser als R. aufgestellt ist, weil die schon früh auch überseeische Märkte geöffnet haben....
Zum Schicksal der bike shops "vor Ort" - da fehlt mir jegliches Mitleid! Die arbeiten oftmals extrem schlampig, sind teuer geworden ohne Ende, und schauen einen, wenn man mit einem nicht bei ihnen gekauften bike kommt, nicht einmal mit dem nackten Hintern an. Dazu der Fokus auf E-Bikes - mit Biobikes braucht man denen schon gar nicht mehr zu kommen... Ich habe die letzten fehlenden Werkzeuge während "Corona" ergänzt, und mache alles selbst; da weiß ich, daß die Bremsen auch wirklich korrekt entlüftet und die Schrauben mit korrektem DrehMo angezogen sind... bleibt der "Service" für Bosch-Motoren an den commuter E-bikes - das geht via "Kleinanzeigen" auch online, und wenn was kaputt ist, besorge ich mir lieber einen revidierten Motor und baue den selbst ein - kleine Sachen kann man auch selbst austauschen; die Dinger sind trivialer als z.B. eine Rohloff-Getriebenabe, und Akku wird eh' nicht repariert - aber dafür hat Bosch sich ja jetzt einen "Diebstahlschutz" einfallen lassen - egal, auch das werden hacker überwinden!
 
Die Häme und Missgunst gegenüber Fahrrradherstellern und -händlern in diesem Forum ist echt zum Kotzen. Da kommt der typisch Deutsche Michel mit seiner Verschwörungserzählung von der bösen Industrie, die alles zu teuer verkaufen. Als ob sämtliche Stakeholder in Villen wohnen und Schampus saufen. Hauptsache billig Räder geschossen. Dass jemand wie Cube solche Preise anbieten kann, zeugt nicht von Fairness den Radkunden gegenüber, sondern ist Kapitalismus pur. Die haben eine solche Marktmacht, dass die mit Margen operieren können, die erst bei zehntausenden Rädern pro Spezifikation funktionieren. Ich weiß nicht wie „geil" das ist, wenn ihr künftig nur Räder von drei großen Herstellern kaufen könnt. Einfach mal das große Ganze sehen. Geiz ist nicht geil!
 
Gibt es Überkapazität, sind Insolvenzen typische Folge. Da die Chinesen direkt auf den europäischen Markt drängen, wird es noch eine ganze Weile andaurn, bis die Nachfrage wieder dem Angebot entspricht. Es werden noch weitere Hersteller verschwinden. Fahrradläden müssen sich auch ändern, bspw. mehr auf Reparatur setzen. Dann wird es eben keine EUR 4.000 Umsatz mit einem kurzen Gespräch und einem verkauften Bike geben. Die Arbeit wird mühseliger. Es ist so wie es ist und nicht anders.

Ich werde auch erstmal kein neues Bike kaufen, es gibt keine Neuerungen, die einen Kauf rechtfertigen würden. Die Neuerungen, die mich interessieren, bspw. Carbonkurbeln oder leichte Laufräder mit Carbonspeichen, kommen aus China, und dann kaufe ich beim Chinesen direkt.
 
Die Häme und Missgunst gegenüber Fahrrradherstellern und -händlern in diesem Forum ist echt zum Kotzen. Da kommt der typisch Deutsche Michel mit seiner Verschwörungserzählung von der bösen Industrie, die alles zu teuer verkaufen. Als ob sämtliche Stakeholder in Villen wohnen und Schampus saufen. Hauptsache billig Räder geschossen. Dass jemand wie Cube solche Preise anbieten kann, zeugt nicht von Fairness den Radkunden gegenüber, sondern ist Kapitalismus pur. Die haben eine solche Marktmacht, dass die mit Margen operieren können, die erst bei zehntausenden Rädern pro Spezifikation funktionieren. Ich weiß nicht wie „geil" das ist, wenn ihr künftig nur Räder von drei großen Herstellern kaufen könnt. Einfach mal das große Ganze sehen. Geiz ist nicht geil!
Die Marktmacht von Cube ist aber nicht größer als die von Specialized, Trek, oder Cannondale. Da stellt sich dann die Frage, warum Cube ein Rad für 5000€ anbietet und die anderen für ein vergleichbares Modell 8000 bis 9000€ haben wollen. Anderes Beispiel, Scott hat den UVP einer Variante des Foils von 6599€ in 2025 auf 5899€ für 2026 gesenkt - der Kunde bekommt weiterhin genau das gleichwertige Rad und der Kunde von 2025 fühlt sich verarscht.
 
Zum Schicksal der bike shops "vor Ort" - da fehlt mir jegliches Mitleid! Die arbeiten oftmals extrem schlampig, sind teuer geworden ohne Ende, und schauen einen, wenn man mit einem nicht bei ihnen gekauften bike kommt, nicht einmal mit dem nackten Hintern an.
Bitte nicht deine schlechten Erfahrungen bei dir ums Eck als allgemeingültige Situation betrachten und alle in denselben Topf werfen.
Hand aufs Herz, wie viele solcher Shops die genau so agieren kennst du selber aus eigener Erfahrung, und wie viele nur vom Hören sagen?

Wir verkaufen nur Biobikes, und haben 2025 ein Umsatzplus von 13.9% ggü 2024 gemacht.
Es geht nicht allen so schlecht, wie man immer hört. Bitte das Ganze etwas sachlicher und objektiver betrachten.
 
Die Häme und Missgunst gegenüber Fahrrradherstellern und -händlern in diesem Forum ist echt zum Kotzen. Da kommt der typisch Deutsche Michel mit seiner Verschwörungserzählung von der bösen Industrie, die alles zu teuer verkaufen. Als ob sämtliche Stakeholder in Villen wohnen und Schampus saufen. Hauptsache billig Räder geschossen. Dass jemand wie Cube solche Preise anbieten kann, zeugt nicht von Fairness den Radkunden gegenüber, sondern ist Kapitalismus pur. Die haben eine solche Marktmacht, dass die mit Margen operieren können, die erst bei zehntausenden Rädern pro Spezifikation funktionieren. Ich weiß nicht wie „geil" das ist, wenn ihr künftig nur Räder von drei großen Herstellern kaufen könnt. Einfach mal das große Ganze sehen. Geiz ist nicht geil!
zumindest bei mir darfst Du Häme und Mißgunst als Motivation ausschließen, ich bin glücklich, überhaupt nicht an Neid und dementsprechend Häme beim Fall eines "Reichen" zu leiden.
Es ist einfach so, daß vieles schlicht Marktkorrektur nach "Corona"überhitzung ist, und gleichzeitig z.B. C. & R. in ihrer Preisgestaltung doch ein wenig abgehoben haben... nicht mehr, nicht weniger.
Im übrigen zeigen Deine Ausführungen, wie wenig Du von Ökonomie verstehst: "Kapitalismus pur" IST die höchste Form von Fairness, denn jeder kann zu jedem Preis eine Ware anbieten, und jeder kann sich überlegen, welchen Preis er zu bezahlen bereit ist. In dem Sinne haben ALDI und Konsorten mehr für das soziale Wohlbefinden der Menschen geleistet als alle Sozialmaßnahmen der letzten 50 Jahre, weil sie Grundnahrungsmittel günstig anbieten, und auch "Luxus" wie seinerzeit Lachs und Südfrüchte für Arbeiter und kleine Angestellte erschwinglich gemacht haben.
Und auch CUBE handelt "kapitalistisch pur", weil sie ein bestimmtes Segment mit einer bestimmten Ware erreichen wollen, und der Kunde kann dann entscheiden, wo er kauft. Daß die großen Hersteller OEM deutlich billiger einkaufen als Boutiqueschrauber, ist trivial - nur, wo ist Dein Problem? Dich stört es allen Ernstes, daß CUBE gleich gut ausgestattete Räder günstiger als der Kleinhersteller DEINER Wahl anbieten kann? Du darfst ja selbstverständlich Dein Boutiquebike fahren, aber erwarte halt nicht, daß Dich der "gemeine CUBE-Kunde" quersubventioniert! Und natürlich ist "Geiz", also das Vergleichen von Angeboten und Kaufen da, wo für einen persönlich in der Summe der Eigenschaften das beste Preis/Leistungsverhältnis geboten ist, "geil", denn nur so funktioniert der Markt. Ich hätte es nicht nötig, günstig zu tanken, und tue es trotzdem - weil ich weiß, daß ich nur so einer Preisspirale entgegenwirken kann. Für Dich ist ein "exklusiver" Hersteller wichtig, für mich nicht die Bohne - ich schaue auf die Spezifikationen, vergleiche, wäge noch andere Dinge ab - C. z.B. ist für mich in einer Stunde zu erreichen - und kaufe dann, gerne auch gebraucht....
 
Bitte nicht deine schlechten Erfahrungen bei dir ums Eck als allgemeingültige Situation betrachten und alle in denselben Topf werfen.
Hand aufs Herz, wie viele solcher Shops die genau so agieren kennst du selber aus eigener Erfahrung, und wie viele nur vom Hören sagen?

Wir verkaufen nur Biobikes, und haben 2025 ein Umsatzplus von 13.9% ggü 2024 gemacht.
Es geht nicht allen so schlecht, wie man immer hört. Bitte das Ganze etwas sachlicher und objektiver betrachten.
Hallo, ich entschuldige mich, wenn das so 'rübergekommen ist - bei mir "auf dem Dorf" ist es halt so, daß die nächsten drei, vier Radshops doch sehr abweisend sind bezüglich Rädern, die nicht bei ihnen gekauft wurden.
Du machst offensichtlich sehr viel richtig, wenn Du mit "nur" Biobikes ein zweistelliges Umsatzplus generieren konntest (wobei natürlich immer die Frage des Bezugspunktes bleibt - war Dein Umsatz in 2024 denn auch gut und existenzsichernd?). Die Läden hier in der Gegen setzen komplett auf elektrisch, bio nur noch für Kinder... ich verfolge das nicht mehr, weil ich, wie gesagt, ohnehin alles selbst mache...
Dir weiterhin viel Erfolg!
 
Ich kauf erst wieder, wenn 32" ausgerollt (im Wortsinne) wird 😀 Soll sich die Bike-Industrie halt n bisschen in Zeug legen ... Innovationen treffen bei mir immer auf ein offenes Ohr ... äh auf eine offene Brieftasche ;)
 
war Dein Umsatz in 2024 denn auch gut und existenzsichernd?
Ja, wir sind auf sehr gesunden Beinen, egal welches Jahr.

Edit meint: wir haben aber auch auf Google 5.0 bei 110 Rezessionen. Keine gekauften, keine gepushten. ;-)
Ich denke, so schlecht haben es unsere Kunden nicht mit uns.
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Wir verkaufen nur Biobikes, ...
Vielleicht nicht die schlechteste Entscheidung.
Bei sehr vielen Misserfolgsgeschichten von Herstellern und Händlern dreht es sich ja irgendwie um die Elektromofas während die Räder mit Bügellenker und Bioantrieb offenbar nicht so schicksalhaft sind.
 
Was soll die Hypothese, dass man vielleicht nur noch bei drei Großen kaufen kann? Es gibt sehr viele große Fahrradmarken. Und es gibt quasi unzählbar viele kleine. Egal wie viele Fahrradmarken sich noch verheben, wir werden in keinem Oligopol landen.
 
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