Noch kleinere Laufräder oder zumindest ein kleineres Vorderrad wären wohl von Vorteil. 650B halte ich für Personen von in etwa 1,55-1,68 für gut.
Das sehe ich auch so und würde wohl schon für Leute um ca. 1,60 mit 26"/559 planen, aber dann kommt natürlich dieser Punkt ins Spiel:
Bzgl des Vorderrads: Wie viele Rennradreifen und Laufräder gibt es denn gängig auf dem Markt bei <27,5"? Ich denke, dass das der Grund sein wird für die Größenwahl.
559-Slicks unter 32 bzw. 35 mm Breite gibt es nur sehr wenige; 559-Laufradsätze mit relativ schmalen Felgen noch weniger. Das Ergebnis wäre dadurch wohl eher ein Gravelbike, als ein Rennrad.
Gerade wollte ich noch schreiben, dass es dadurch unnötig teuer werden könnte, aber die am gezeigten Rad verbauten Teile sind ja nun fast durch die Bank weg auch nicht billig.
Mit den ehemaligen Triathlon-26"/571 braucht man heute gar nicht erst anfangen, dafür gibt es noch viel weniger Auswahl.
Was mir hier sehr gut gefällt:
Dass es überhaupt Hersteller gibt, die über sportliche, hochwertige und passende Kinderräder nachdenken, statt nur billigsten Mist weitgehend wahllos zu ungelenken, fetten Alltagsrädern zusammenzuschwarten, die dann oft mehr wiegen, als vergleichbare Erwachsenenräder.
Und, dass nur hinten geschaltet wird, weil das heute eben auch vielen Erwachsenen ausreicht, weniger wiegt und leichter zu verstehen ist.
Beim Verstehen der grundsätzlichen Zusammenhänge und Funktionsweise einer Kettenschaltung tun sich auch viele Erwachsene erstaunlich schwer, obwohl sie regelmäßg radfahren. Je weniger Handlungsoptionen so ein Antriebsstrang dann hat, desto besser - vor allem, wenn man erst noch lernen muss oder will.
Was ich aus Erfahrung schwierig finde, ist jedoch der "Coolnessfaktor" eines wirklich sinnvollen, gut ausgedachten Kinderrades für eben diese Kinder.
Das habe ich bei Neffe und Nichte im vergleichbaren Alter erlebt, aber auch bei diversen Kindern im Bekanntenkreis: Ein cooles Fahrrad hat bitteschön eine fette Federgabel und -zigtausend Gänge vorn und hinten, obwohl man die nicht mal annähernd versteht oder richtig bedienen kann. Dicke Ackerreifen hat es am besten auch, und eine möglichst knallige Farbe - manchmal geht es aber auch
nur um die Farbe.
Dass genau diese Kinder häufig radsportbegeisterte Eltern, Onkel, Tanten oder Nachbarn haben, die derartige Räder selbst genau
nicht verwenden, hilft in der Regel wenig: Der coolste Mitschüler und erste Besitzer eines möglichst komplizierten "Erwachsenen-MTBs" war bzw. ist hier jedes Mal stilbildend.
Die Folge davon ist leider oft, dass die Fahrradbegeisterung schnell wieder verfliegt.
Wozu gibt es heute schließlich elektrische Tretroller?