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Giant Seek 1 Kinder-Rennrad im Test: Leichter Renner für schnelle Kids

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Re: Giant Seek 1 Kinder-Rennrad im Test: Leichter Renner für schnelle Kids
Die Sitzposition sieht aus wie auf einem MTB, zu wenig Überhöhung. Noch kleinere Laufräder oder zumindest ein kleineres Vorderrad wären wohl von Vorteil. 650B halte ich für Personen von in etwa 1,55-1,68 für gut.
 
Die Sitzposition sieht aus wie auf einem MTB, zu wenig Überhöhung. Noch kleinere Laufräder oder zumindest ein kleineres Vorderrad wären wohl von Vorteil. 650B halte ich für Personen von in etwa 1,55-1,68 für gut.
Kenne mich null mit Kinderräder aus, aber der Rahmen sieht aber wie ein 26" Hardtail MTB Rahmen aus. Das würde zumindest die Linienführung erklären. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Ist aber immerhin schon gut, dass es auch für die kleineren passende Räder gibt
 
Finde ich gut, dass Giant sowas umsetzt. Wären die Kleinen schon groß genug, würd ichs direkt bestellen. So müssen wir halt warten, ob es in drei Jahren noch auf dem Markt ist oder es sogar was Besseres gibt.
 
Ich kann zwar nachvollziehen, dass man wegen dem starken Sloping und dem Sitzwinkel schnell an ein MTB denkt, aber mehr als das, haben die Räder ja nicht gemeinsam. Lenkwinkel, Rahmenfreiheit für Federgabel, etc. ...
Das Sloping braucht man halt, damit die Überstandshöhe möglichst klein wird. Sitzwinkel ergibt sich eben über kindliche Körperproportionen.
Bzgl des Vorderrads: Wie viele Rennradreifen und Laufräder gibt es denn gängig auf dem Markt bei <27,5"? Ich denke, dass das der Grund sein wird für die Größenwahl.
Viel Überhöhung an einem Kinderrad sehe ich kritisch. Als Kind muss man erst einmal Rumpfkraft entwickeln und koordinativ einiges lernen. Und wenn man es drauf anlegt einfach ein Variovorbau drauf mit -15 bis -30° drauf.
 
Das besonders kleine Rahmen so wirken ist doch völlig normal. Sieht man auch schön am LIV Langma.
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Sieht doch cool aus.
Davon ab ist die Optik zweitrangig. Eine Rennradgeometrie ist per se nicht wirklich kindgerecht, da muss man den besten Kompromiss finden.
Früher hat man die Rahmen quasi maßstabsgerecht geschrumpft und die vorhandenen Komponenten drangetüddelt, nur die Übersetzung wurde angepasst. Ergonomie war kein großes Thema und das wird bei Kindern schnell gefährlich, zumal bei regelmäßigem Training.
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Brems das mal im Unterlenker mit Handschuhgröße 6.5…

Man sollte sich über jeden Hersteller freuen, der das Thema heute überhaupt ernsthaft angeht.
 
Noch kleinere Laufräder oder zumindest ein kleineres Vorderrad wären wohl von Vorteil. 650B halte ich für Personen von in etwa 1,55-1,68 für gut.

Das sehe ich auch so und würde wohl schon für Leute um ca. 1,60 mit 26"/559 planen, aber dann kommt natürlich dieser Punkt ins Spiel:
Bzgl des Vorderrads: Wie viele Rennradreifen und Laufräder gibt es denn gängig auf dem Markt bei <27,5"? Ich denke, dass das der Grund sein wird für die Größenwahl.

559-Slicks unter 32 bzw. 35 mm Breite gibt es nur sehr wenige; 559-Laufradsätze mit relativ schmalen Felgen noch weniger. Das Ergebnis wäre dadurch wohl eher ein Gravelbike, als ein Rennrad.
Gerade wollte ich noch schreiben, dass es dadurch unnötig teuer werden könnte, aber die am gezeigten Rad verbauten Teile sind ja nun fast durch die Bank weg auch nicht billig.
Mit den ehemaligen Triathlon-26"/571 braucht man heute gar nicht erst anfangen, dafür gibt es noch viel weniger Auswahl.

Was mir hier sehr gut gefällt:
Dass es überhaupt Hersteller gibt, die über sportliche, hochwertige und passende Kinderräder nachdenken, statt nur billigsten Mist weitgehend wahllos zu ungelenken, fetten Alltagsrädern zusammenzuschwarten, die dann oft mehr wiegen, als vergleichbare Erwachsenenräder.
Und, dass nur hinten geschaltet wird, weil das heute eben auch vielen Erwachsenen ausreicht, weniger wiegt und leichter zu verstehen ist.
Beim Verstehen der grundsätzlichen Zusammenhänge und Funktionsweise einer Kettenschaltung tun sich auch viele Erwachsene erstaunlich schwer, obwohl sie regelmäßg radfahren. Je weniger Handlungsoptionen so ein Antriebsstrang dann hat, desto besser - vor allem, wenn man erst noch lernen muss oder will.

Was ich aus Erfahrung schwierig finde, ist jedoch der "Coolnessfaktor" eines wirklich sinnvollen, gut ausgedachten Kinderrades für eben diese Kinder.
Das habe ich bei Neffe und Nichte im vergleichbaren Alter erlebt, aber auch bei diversen Kindern im Bekanntenkreis: Ein cooles Fahrrad hat bitteschön eine fette Federgabel und -zigtausend Gänge vorn und hinten, obwohl man die nicht mal annähernd versteht oder richtig bedienen kann. Dicke Ackerreifen hat es am besten auch, und eine möglichst knallige Farbe - manchmal geht es aber auch nur um die Farbe.
Dass genau diese Kinder häufig radsportbegeisterte Eltern, Onkel, Tanten oder Nachbarn haben, die derartige Räder selbst genau nicht verwenden, hilft in der Regel wenig: Der coolste Mitschüler und erste Besitzer eines möglichst komplizierten "Erwachsenen-MTBs" war bzw. ist hier jedes Mal stilbildend. 😅

Die Folge davon ist leider oft, dass die Fahrradbegeisterung schnell wieder verfliegt.
Wozu gibt es heute schließlich elektrische Tretroller?
 
Das besonders kleine Rahmen so wirken ist doch völlig normal. Sieht man auch schön am LIV Langma.
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Die Sitzposition hat auch nicht viel mit Rennrad zu tun. Sehr kleine Rahmen wirken halt so, weil die Laufradgröße die Geometrie kaputtmacht. Klar rollen größere Räder besser, aber wenn man dann so eine miese Aerodynamik hat, bringt das auch nichts.
 
Das sehe ich auch so und würde wohl schon für Leute um ca. 1,60 mit 26"/559 planen, aber dann kommt natürlich dieser Punkt ins Spiel:


559-Slicks unter 32 bzw. 35 mm Breite gibt es nur sehr wenige; 559-Laufradsätze mit relativ schmalen Felgen noch weniger. Das Ergebnis wäre dadurch wohl eher ein Gravelbike, als ein Rennrad.
Gerade wollte ich noch schreiben, dass es dadurch unnötig teuer werden könnte, aber die am gezeigten Rad verbauten Teile sind ja nun fast durch die Bank weg auch nicht billig.
Mit den ehemaligen Triathlon-26"/571 braucht man heute gar nicht erst anfangen, dafür gibt es noch viel weniger Auswahl.
Das Problem an der Auswahl ist, dass die Leute auch lieber die gängigen Standards kaufen, als die Vorteile von für sie passende Geometrien zu finden. Da braucht es einen mutigen Produktmanager mit dem Etat, Reifen- und Felgenhersteller an Bord zu holen, dazu mit gutem Marketing und dem entsprechenden Medienecho.

Gerade der Frauenanteil nimmt doch eher zu im Radsport und die sind doch öfter auch mal 1,65m und kleiner.
 
Die Sitzposition hat auch nicht viel mit Rennrad zu tun.
Was ist denn das für ein Quatsch. Hast du dir mal die Zeit genommen, Räder von kleinen Personen anzusehen? Willst du Caleb Ewan am besten auch noch erklären, dass seine Räder zu wenig Überhöhung für ein Rennrad haben?

EDIT: Es gibt eine Videoreihe von Standert (ja, ist natürlich viel Marketing dabei) bzgl. kleinen Rahmengrößen. Ist bei dem Thema vielleicht ganz interessant sich das mal anzusehen. https://standert.de/pages/project-compact
 
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Die Sitzposition hat auch nicht viel mit Rennrad zu tun. Sehr kleine Rahmen wirken halt so, weil die Laufradgröße die Geometrie kaputtmacht. Klar rollen größere Räder besser, aber wenn man dann so eine miese Aerodynamik hat, bringt das auch nichts.
Um die Sitzposition beurteilen zu können müsste man sich die Körperproportionen von Kindern erst einmal ansehen, Arm zu Oberkörperlänge. Ohne jetzt Maß angelegt zu haben haben meine Großneffen im Verhältnis längere Oberkörper als ich, entsprechend macht die aufrechtere Sitzpostion schon mehr Sinn auf den ersten Blick. Wenn da die Armlänge verhältnismäßig kurz ausfällt, kann man gar keine Sitzpostion wie bei Erwachsenen erreichen. Zum anderen muss man sich die verfügbaren Komponenten ansehen. Siehe 32" bei MTB, bis Maxxis da keine Reifen in Großserie auf den Markt gebracht hatte, gab es was größeres als 29" nur als Sonderanfertigung. Außerdem sind Rahmen allgemein nicht proportional, größere Rahmen hatten bisher immer mehr Überhöhung als kleinere. Stack2Reach bleibt nie konstant, selbst bei Rahmen mit verschiedenen Laufradgrößen.

Zu guter Letzt muss es den Kindern passen und gefallen, es soll primär um den Fahrspaß gehen anstatt die letzten paar Watt auf Kosten von Komfort rauszuholen. Wir reden immer noch von einem Alukinderrennrad für unter 1500€
 
Super schöner Bericht. Viel Spaß euch beiden. Bereitet mir immer sehr große Freude, diese Form der "Leidenschaftsweitergabe" an die Kinder im Vorbeifahren zu sehen. Klasse!

PS: Sitzposition ist aber schon sehr gedrungen kompakt. Sicher wirklich die Obergrenze bzgl. Körpergröße.
 
Brems das mal im Unterlenker mit Handschuhgröße 6.5…
Das Problem existierte nicht nur bei alten Rädern, dass gibt es auch bei aktuellen Schaltungen.

Stell ich die Bremsen so ein, dass ich unten rankomme, klemme ich mir oben die Finger zwischen den Hebeln ein. Auch bei der neuen SRAM E1.

Das Problem konnte man mit einer modernen Felgenbremse wenigstens noch fixen.
 
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ich denke, das Giant hier viel richtig macht - aber zwei Sachen stören mich:
1) gerade Kinder brauchen eher relativ breite Lenker, um sicher lenken zu können - da geht Sicherheit vor Aero / Ergonomie!
2) wirklich störend finde ich die maximal 345% Entfaltung - das ist in bergigem Terrain viel zu wenig! Die Schaltwerke sehen nicht so aus, als ließe die Käfiglänge eine größere Entfaltung zu; damit wird eine Anpassung gleich richtig teuer!
 
gerade Kinder brauchen eher relativ breite Lenker, um sicher lenken zu können - da geht Sicherheit vor Aero / Ergonomie!
Wo wir gerade beim Lenker sind, was mag der für einen Reach haben? Wäre vielleicht auch für kleine Erwachsene interessant, denen selbst ein Specialized-Short-Reach-Lenker einen Hauch zu lang ist.
 
2) wirklich störend finde ich die maximal 345% Entfaltung - das ist in bergigem Terrain viel zu wenig! Die Schaltwerke sehen nicht so aus, als ließe die Käfiglänge eine größere Entfaltung zu; damit wird eine Anpassung gleich richtig teuer!
Der Form nach zu urteilen müsste es sich um das Gravel-Schaltwerk handeln mit einer Kapazität von 40 Zähnen. Ein bisschen ginge also noch.
 
Mein Großer ist mittlerweile 8. So langsam liebäugle ich immer mehr mit einem Kinderrenner aber 1800€ find ich dann doch eine Ansage t_T
Hatte iwie noch im Kopf, dass es preiswertere Einstiegsmodelle gibt. Vermutlich nicht von Giant. 130cm sind denke bereits erreicht, aber aktuell tut es (sicherer) noch ein normales Rad.
 
Millimetergenauer Bikefit ist bei wachsenden einfach nur Themaverfehlung. Wenn das Ding mehr als eine Saison gefahren werden soll dann ist es geradezu zwingend dass das Rad eingeweiht wird mit Sloping grenzwertig bergauf gesteckt um dann irgendwann mit Fit "aggressiv kompakt" abgelegt zu werden. Vergleiche mit Geometrien für besonders kleine Frauen sind daher nicht unbedingt hilfreich.
 
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