Kleines Update meinerseits. Vielleicht kann mir irgendwer hier Mut zu sprechen und hat einen ähnlich besch***** Verlauf gehabt.
Hatte ja Ende Juli 25’ meinen Sturz in Frankreich und wurde dann bei Claviculaschaft- & mehrfragmentärerer lateraler Fraktur mit kaputtem AC Gelenk mit ner Schaft- & Hakenplatte versorgt. Die ersten Wochen waren der absolute Horror letztes Jahr, letztlich bin ich nach 9 Wochen zurück zur Arbeit und hatte auch da noch Schmerzen die mich letztlich über 6 Monate begleitet haben.
Leider wurde nämlich der damals bei Entlassung vereinbarte OP Termin im November zur Entfernung der Hakenplatte nach bereits vollständiger OP Vorbereitung Last Minute abgesagt. Denn es hatte sich wohl der Assistenzarzt vertan, bei knöchernen Verletzungen und nicht nur Bandapparat, war die Empfehlung die Hakenplatte 5-6 Monate und nicht nur 3 zu belassen. Es wurde mir klar gesagt, dass bei einer Entfernung nach 3 Monaten das Risiko für eine Re-Fraktur hoch wäre und ich dieses dann tragen müsste. Das wollte ich natürlich auf keinen Fall .
Dieses Horrorteil hat mir also dann über die gesamten 6 Monate Schmerzen bereitet und verhindert die Schulter adäquat zu mobilisieren (man darf ja nicht über 90 Grad, nicht stützen etc.) und ich hab dann eine Frozen Shoulder/ postoperative Capsulitis adhaesiva entwickelt, gegen die mein Physio kaum noch ankam.
Habe die OP Ende Januar zur Entfernung der Hakenplatte mehr als herbeigesehnt.
Dann die Empfehlung meines niedergelassenen Orthopäden in der Woche vor der OP: „dann sollen sie aber doch jetzt auch beide Platten rausholen (Schaft und Hakenplatte)“
Also Rücksprache in der Chefsprechstunde gehalten, dass mein Orthopäde dies angesprochen hat und letztlich dann das Ok des Chefs bekommen, dass beide Platten rauskönnen. Hier gabs auch keine Warnung oder Aufklärung, dass ich dadurch ein erhöhtes Risiko eingehe (wie damals bei der Hakenplatte nach 3 Monaten).
Irgendwie dann aber selbst gegoogelt und gelesen, dass die Schaftplatte eig mind. 12 Monate drin bleiben sollte, daher Angst bekommen.
Am Morgen vor der OP im Operationssaal noch mit dem Operateur gesprochen und ganz klar kommuniziert: „hey, hab Schiss, dass da was schief geht; bitte die Schaftplatte nur rausholen wenn es ganz, ganz sicher stabil ist, kein Risiko eingehen, dann lieber drin lassen.“
Nach der Op aufgewacht & große Erleichterung: alles stabil, beide Platten draußen. Am 1. Tag nach OP Röntgen gehabt: laut Aussage des Assistenzarztes alles ok. Darf nun alles frei bewegen, nur noch nicht schwer Heben 2 Wochen und sollte sehr aufpassen dass ich in den nächsten 6 Wochen nicht drauf falle, also Sportverbot. Physio Freigabe erteilt.
3 Tage später erste Physio Einheit und natürlich wegen der Frozen Shoulder motiviert nun endlich die Beweglichkeit zu verbessern. Physio weiß aber Bescheid, dass Op kurz zurückliegt. Wir machen unsere üblichen Übungen, versuchen etwas mehr zu mobilisieren, was auch nur teilweise gelingt wegen der Frozen Shoulder.
Bei der Physio wie immer Schmerzen, aber nichts außergewöhnliches und vor allem kein klarer Schnerzmoment/ kein Knacken oä.
Danach dann aber über den Nachmittag & die Nacht zunehmend starke, ganz neue Schmerzen (eher wie nach dem Unfall). Also am nächsten Tag ab ins KH …… Röntgen:
Schaft wieder verschoben.
Ich bin komplett am Ende. Nach 6 Monaten mit Schmerzen, Einschränkungen, keiner Radfahrt, keinem Schwimmen im Urlaub & abgesagten Ski-Flitterwochen, hatte ich gehofft, dass diese scheiß zeit endlich vorbei ist. Jetzt geht alles wieder von vorne los.
Nach einholen mehrerer Zweitmeinungen von verschiedenen Schulter-Koryphäen zeichnet sich nun ab, dass 1. die Schaft Platte viel zu früh raus kam. 2. die bisherige Heilung dort aber auch nicht besonders gut war, fraglich beginnende Pseudarthrose/Non-union. Daher jetzt a.e Empfehlung zur Re-OP mit Entnahme von Knochen aus dem Beckenkamm und erneuter Plattenanlage. Hier besteht natürlich auch ein Risiko das Schlüsselbein noch poröser zu machen, da es wegen der ganzen Schrauben eh schon ein Schweizer Käse ist. Aber es nun so zu lassen, birgt ein sehr relevantes Risiko, dass es nicht heilt, weil es keine frische Fraktur ist und wenn man nun 8 Wochen wartet und dann erst operiert, dauert alles noch länger.
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter und fühle mich wie im falschen Film.
Irgendjemand hier der Erfahrung hat mit Re-Fraktur/Pseudarthrose/Beckenkammentnahme?
