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Die Rennmaschinen bis 1990 Sammler haben auch gleich altes Hifi Geraffel

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Re: Die Rennmaschinen bis 1990 Sammler haben auch gleich altes Hifi Geraffel
Wie gut diese Modelle sind kann ich nicht sagen.
Zum rumspielen und austesten aber gut genug denke ich.
Saba PSP 480
Anhang anzeigen 1710048


https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/plattenspieler-saba-psp-480-/3224388649-172-8071

hier ein Beispiel.


Ich glaube es gibt nicht viele Plattenspieler
mit Tangentialtonarm und SME Headshell.
Sony PS-X555es PS-x800 gibt es noch.
Der Tangentialtonarm ist halt ein kompliziertes Teil mehr das defekt sein kann aber ich will keinem die Freude am spielen mit den Vintage Zeugs nehmen. Für mich muss ein Plattenspieler so manuell wie nur möglich sein bin kein Elektronikfachmann .
 
Der Tangentialtonarm ist halt ein kompliziertes Teil
Darum wird ja immer ein richtiges Gewese gemacht. In der Theorie gibt´s keinen Spurfehlwinkel, in der Realität ist dieser aber nicht nur trotzdem vorhanden sondern auch nicht kleiner als bei einem guten Drehtonarm bei gleichzeitig sehr deutlicher Einschränkung der Nutzbarkeit durch die geringe effektive Masse des Tonarmstummels und der zudem sehr deutlich gestiegenen Komplexität der Konstruktion.
 
Ich dachte beim Saba - an spaß an der Technik.
und nicht ans Musik hören.

Für mich liegt der ganze Reiz bei Schallplatten am drumherum.

Im Plattenladen stöbern.
Ich nehme immer eine mir völlig unbekannte Platte für wenig Geld mit.
Es gibt immer Platten die sogar umsonst sind.

Klar versuche ich auch das beste aus aus der Rille rauzuholen.
Das hat aber irgendwann keinen sinn mehr.
Eine CD oder selbst eine MP3 (vom selben Master und gut abgemischt) wird immer bessere Messwerte haben als die Plastikscheibe.
Solange sich die mit der Schallplatte sowieso vorhandenen Nachteile wie
Rauschen, Verzerrungen,Rumpeln, Kanaltrennung, Klicks und Pops,
Feedback, Verschleiß, höhere Kosten, Reinigung, Platz für die Aufbewahrung,
etc. , in Grenzen halten bin zufrieden.
Die Physik lässt sich einfach nicht austricksen.
Wie soll der Tonabnehmer den Inneren Bereich der Platte genauso gut abtasten wenn er da nicht mal halb so schnell durchläudt wie im Außenbereich.
Keine Platte ist absolut Flach oder mittig gelocht.
Selbst mit den Besten Tonabnehmern und heute verfügbaren neuen Nadeln
wird man diese Nachteile nur minimieren können.
Beispiel.

Shure V15 IV + SAS_1.5 g_~200 pF_47k Ω_CA-TRS-1007 #1 - Side B_norm1_1_17.0_01-13-25.png

Obere Messung von hier.
https://www.audiosciencereview.com/...tridge-measurement-library.46108/post-2198817

Das sind echte Freaks in diesem Forum.
Über 100 Seiten mit Daten und Disskusionen über Messtechnik.
 
"Alles nur Physik" hörst und liest Du von mir doch immer wieder und speziell dann, wenn es um die Schallplattenwiedergabe geht. Du liest und hörst von mir aber auch immer wieder Hinweise auf "stimmt die Qualität und ist es das dann letztendlich auch wert".

Das Audiosciencereview Forum ist übrigens ein Ort, welchen die HiFi-Afficionados häufiger besuchen sollten - das würde helfen, viele der HiFi-Märchen aufzuklären. Allerdings müsste man dafür die dortigen Messergebnisse lesen und vor Allem auch richtig interpretieren können. Da die Gemeinde aber auf "aber ich hör´s doch" getrimmt wurde und die Technik deshalb eher vollständig negiert bis die Physik bei HiFi außer Kraft zu setzen versucht, ist das eher Wunschdenken.

Dein Beispiel zum Shure V15IV ist übrigens so ein schöner Fall: Vergleicht man die beiden dort gezeigten Graphen, dann fällt auf, dass sich die SAS Nadel eben genau nicht technisch und qualitativ besser als die alte Originalnadel verhält. Man sieht, dass sie eine abweichende Nadelnachgiebigkeit aufweist, also härter aufgehangen ist und beim Übersprechen sogar sehr deutlich schlechter als die Originalnadel ausfällt.
 
"Alles nur Physik" hörst und liest Du von mir doch immer wieder und speziell dann, wenn es um die Schallplattenwiedergabe geht. Du liest und hörst von mir aber auch immer wieder Hinweise auf "stimmt die Qualität und ist es das dann letztendlich auch wert".

Das Audiosciencereview Forum ist übrigens ein Ort, welchen die HiFi-Afficionados häufiger besuchen sollten - das würde helfen, viele der HiFi-Märchen aufzuklären. Allerdings müsste man dafür die dortigen Messergebnisse lesen und vor Allem auch richtig interpretieren können. Da die Gemeinde aber auf "aber ich hör´s doch" getrimmt wurde und die Technik deshalb eher vollständig negiert bis die Physik bei HiFi außer Kraft zu setzen versucht, ist das eher Wunschdenken.

Dein Beispiel zum Shure V15IV ist übrigens so ein schöner Fall: Vergleicht man die beiden dort gezeigten Graphen, dann fällt auf, dass sich die SAS Nadel eben genau nicht technisch und qualitativ besser als die alte Originalnadel verhält. Man sieht, dass sie eine abweichende Nadelnachgiebigkeit aufweist, also härter aufgehangen ist und beim Übersprechen sogar sehr deutlich schlechter als die Originalnadel ausfällt.
Ja die ganzen Begriffe verstehen und die Ergebnisse halbwegs zu interpetieren ist nicht einfach.

Es gibt diesen Bereich

Audio Newbie/Beginner Technical Forum

https://www.audiosciencereview.com/forum/index.php?forums/audio-newbie-beginner-technical-forum.46/
Da kann man Fragen stellen und sie werden soweit sie nicht völlig absurt sind auch beantwortet.


In diesem Forum sind auch leute Aktiv die sich seit den 60er Jahren und bis heute mit dem Thema Audio beschäftigen.
zB.
Floyd E. Toole
Michael Fidler mit seinen tollen Phono Vorverstärkern
https://michaelfidler.com/products/spartan/
oder der Erfinder von REW (Room Acoustics Software)
https://www.roomeqwizard.com/

Ja leider kommt man aber an der Jico sas nicht vorbei wenn man das beste heute haben will.
weil Shure selbst sagt.

Anfrage an Shure service Reperatur.

Ich habe eine Shure V15 Typ IV Phono-Patrone, die ich vor vielen Jahren gekauft habe. Die Patrone hat immer einwandfrei funktioniert und hat sehr geringe Einsatzstunden. Es ist seit mehreren Jahren im Lager. Ich habe kürzlich versucht, es zu verwenden und fand, dass der Sound "dünn" war, ohne Bass und extrem schlecht zu verfolgen. Es klang, als wäre es überladen und über die ganze Platte gesprungen. Die Patrone ist in einem abnehmbaren Kopfschale montiert. Ich habe die Patrone/Kopfschale mit einer anderen Patrone/Schalen-Kombination ausgetauscht, die ich habe. Die zweite Einheit funktionierte, so scheint es, dass der Plattenspieler (rega planar 2) und der Tonarm noch korrekt aufgestellt sind (Tracking-Kraft, Anti-Skate, VTA, Ausrichtung usw.). Gibt es eine Komponente in der Patrone, die sich mit der Zeit verschlechtert? Gibt es etwas, was ich tun kann, um die Situation zu korrigieren? Jede Hilfe/Information wäre sehr zu schätzen.
Antwort

Gibt es eine Komponente in der Patrone, die sich mit der Zeit verschlechtert?

Antwort von Shure :

* Ja. Das elastische Lager, das den Stiftschaft trägt. Atmosphärisches Ozon härtet es aus; wie Reifenfäule auf Fahrradreifen.

Gibt es etwas, was ich tun kann, um die Situation zu korrigieren?

* Sorry, das gibt es nicht.

Hüten Sie sich vor jedem Ersatzstift, den Sie zum Verkauf finden können. Shure hat den Ersatzstift vom Typ V15 IV seit Ende der 1980er Jahre nicht mehr gemacht, daher kann auch ein neuer Stift ein gehärtetes Lager haben.

Das von Shure verwendete Tastträgerbuchsenmaterial ist Butylkautschuk. Butylkautschuk wird häufig für Stoßdämpfung und flexible Dichtungen eingesetzt. Es hat eine außergewöhnlich geringe Gas- und Feuchtigkeitsdurchlässigkeit und eine hervorragende Beständigkeit gegen Hitze, Alterung, Wetter, Ozon, chemischen Angriff, Flexing, Abrieb und Reißen. Die von Shure verwendete exakte Butylkautschukformulierung ist geistiges Eigentum und wird nicht offenbart.

Eine Stiftstützbuchse kann nach 25 Jahren Lagerung geschmeidig oder steif und spröde sein. Es hängt von den Lagerbedingungen und Temperaturänderungen ab. Optimale Lagertemperatur beträgt 75 Grad F.

Das Testen eines neuen "Vintage" -Stylus kann mit einem Testdatensatz durchgeführt werden, der die Stiftbuchse mit "Track-Fähigkeit" -Schnitten belastet. Dies sind Schnitte mit extremen Pegeln von niederfrequenten Klängen, wie Kanonen, Tympani oder Orgel-Bass-Noten. Vor Jahrzehnten bot Shure solche Testaufzeichnungen als Teil der TTR-Serie an. Diese Shure-Aufzeichnungen werden leider nicht mehr verkauft.

https://service.shure.com/s/article...hin-after-storage?language=en_US&region=en-US
 
Zuletzt bearbeitet:
Es soll von Ortofon Testplatten geben was ist davon zu halten kann man damit die Qualität des Sysrems beurteilen? Hat jemand Erfahrung damit?
 
Es soll von Ortofon Testplatten geben was ist davon zu halten kann man damit die Qualität des Sysrems beurteilen? Hat jemand Erfahrung damit?
Die (Testplatten) gibt es nicht nur von Ortofon und die anderer Hersteller stehen den Ortofon idR auch in nichts nach. Es gibt diese Testplatten aber in verschiedenen Ausführungen; da sind dann je Anwendungszweck/ gewünschter Messung unterschiedliche Tracks drauf. Die Messergebnisse verschlechtern sich aber auch mit Abnutzung der Testschallplatte.

Würdest Du z.B. einen Amplitudenfrequenzgang wie den von @Flitzpiep Verlinkten nebst Übersprechen und Verzerrungen messen wollen, dann geht das z.B. mit der Clearaudio Frequency Response Test Record CA-TRS-1007.

Die Ortofon Testschallplatten 001, 002 und 003 eignen sich zur Überprüfung der Justage - also z.B. Abtast- und Phasen-Test, Resonanzfrequenz und Co.
 
Es soll von Ortofon Testplatten geben was ist davon zu halten kann man damit die Qualität des Sysrems beurteilen? Hat jemand Erfahrung damit?
Ich habe die ortofon accuracy in sound test record.
Brauchen tue ich die eigentlich nicht.
Aufpassen muss man bei den test rillen die deine nadel zu stark durchschütteln. ich werde meine teure nadel nicht mehr über 70µm peak belasten.
Keine Musikschallplatte ist so geschnitten. Diese tests werden nur gebraucht um die maximale Belastung zu testen.
Meine SAS mit Saphir nadelträger ist mit bei 90µm aus der Rille gesprungen und ich war froh das der Stift nicht gebrochen ist.
Außerden ist das eine 180g Pressung. Das mitteloch ist auch zu groß durchstochen sodas ich lange brauche um es mit der Klemme mittig auszurichten.
Dünnere Platten lassen sich immer besser mit einer miche record clamp
zum testen festklemmen.

Ich habe eine billigere Klemme
(nicht zu verwechseln mit einem nutzlosem Plattengewicht) von amazon für 20 euro und das funktioniert wirklich gut bei dünnen welligen Platten.

Ich glaube die bei ASR benutzen auch Test Platten von
Denon,
Clearaudio CA TRS-1007,
CBS STR-100
JVC record TRS-1007
Deutsche grammophon
Tacet record
etc.
Was die alles damit machen ist aber ein anderes level.
https://www.audiosciencereview.com/forum/index.php?threads/frequency-response-test-records.30210/
 
Ja die ganzen Begriffe verstehen und die Ergebnisse halbwegs zu interpetieren ist nicht einfach.

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Audio Newbie/Beginner Technical Forum

https://www.audiosciencereview.com/forum/index.php?forums/audio-newbie-beginner-technical-forum.46/
Da kann man Fragen stellen und sie werden soweit sie nicht völlig absurt sind auch beantwortet.


In diesem Forum sind auch leute Aktiv die sich seit den 60er Jahren und bis heute mit dem Thema Audio beschäftigen.
zB.
Floyd E. Toole
Michael Fidler mit seinen tollen Phono Vorverstärkern
https://michaelfidler.com/products/spartan/
oder der Erfinder von REW (Room Acoustics Software)
https://www.roomeqwizard.com/

Ja leider kommt man aber an der Jico sas nicht vorbei wenn man das beste heute haben will.
weil Shure selbst sagt.

Anfrage an Shure service Reperatur.

Ich habe eine Shure V15 Typ IV Phono-Patrone, die ich vor vielen Jahren gekauft habe. Die Patrone hat immer einwandfrei funktioniert und hat sehr geringe Einsatzstunden. Es ist seit mehreren Jahren im Lager. Ich habe kürzlich versucht, es zu verwenden und fand, dass der Sound "dünn" war, ohne Bass und extrem schlecht zu verfolgen. Es klang, als wäre es überladen und über die ganze Platte gesprungen. Die Patrone ist in einem abnehmbaren Kopfschale montiert. Ich habe die Patrone/Kopfschale mit einer anderen Patrone/Schalen-Kombination ausgetauscht, die ich habe. Die zweite Einheit funktionierte, so scheint es, dass der Plattenspieler (rega planar 2) und der Tonarm noch korrekt aufgestellt sind (Tracking-Kraft, Anti-Skate, VTA, Ausrichtung usw.). Gibt es eine Komponente in der Patrone, die sich mit der Zeit verschlechtert? Gibt es etwas, was ich tun kann, um die Situation zu korrigieren? Jede Hilfe/Information wäre sehr zu schätzen.
Antwort

Gibt es eine Komponente in der Patrone, die sich mit der Zeit verschlechtert?

Antwort von Shure :

* Ja. Das elastische Lager, das den Stiftschaft trägt. Atmosphärisches Ozon härtet es aus; wie Reifenfäule auf Fahrradreifen.

Gibt es etwas, was ich tun kann, um die Situation zu korrigieren?

* Sorry, das gibt es nicht.

Hüten Sie sich vor jedem Ersatzstift, den Sie zum Verkauf finden können. Shure hat den Ersatzstift vom Typ V15 IV seit Ende der 1980er Jahre nicht mehr gemacht, daher kann auch ein neuer Stift ein gehärtetes Lager haben.

Das von Shure verwendete Tastträgerbuchsenmaterial ist Butylkautschuk. Butylkautschuk wird häufig für Stoßdämpfung und flexible Dichtungen eingesetzt. Es hat eine außergewöhnlich geringe Gas- und Feuchtigkeitsdurchlässigkeit und eine hervorragende Beständigkeit gegen Hitze, Alterung, Wetter, Ozon, chemischen Angriff, Flexing, Abrieb und Reißen. Die von Shure verwendete exakte Butylkautschukformulierung ist geistiges Eigentum und wird nicht offenbart.

Eine Stiftstützbuchse kann nach 25 Jahren Lagerung geschmeidig oder steif und spröde sein. Es hängt von den Lagerbedingungen und Temperaturänderungen ab. Optimale Lagertemperatur beträgt 75 Grad F.

Das Testen eines neuen "Vintage" -Stylus kann mit einem Testdatensatz durchgeführt werden, der die Stiftbuchse mit "Track-Fähigkeit" -Schnitten belastet. Dies sind Schnitte mit extremen Pegeln von niederfrequenten Klängen, wie Kanonen, Tympani oder Orgel-Bass-Noten. Vor Jahrzehnten bot Shure solche Testaufzeichnungen als Teil der TTR-Serie an. Diese Shure-Aufzeichnungen werden leider nicht mehr verkauft.

https://service.shure.com/s/article...hin-after-storage?language=en_US&region=en-US
was ist denn das für eine lustige KI Übersetzung???
Bei reifenfäule müssen uns hier die Ohren Klingeln...
 
was ist denn das für eine lustige KI Übersetzung???
Bei reifenfäule müssen uns hier die Ohren Klingeln...

Übersetzungsfunktion in Firefox

ins französische
pourriture des pneus

Original Quelle
Yes. The elastic bearing that supports the stylus shank. Atmospheric ozone hardens it; like tire rot on bike tires.
 
Ich hatte immer schon den Verdacht dass Alterung des Nadelträgergummis eher den Klang verändert als Abnutzung eines Diamanten...
Jein. Wenn das Dämpfungsgummi altert und dabei das Dämpfungsgummi aushärtet, dann verhält sich der Tonabnehmer zuerst wie Einer mit einer geringeren Nadelnachgiebigkeit. Da verschiebt sich die tonale Ausrichtung dann zwar in Richtung hell, aber gleichzeitig und das ist eigentlich entscheidender steigen auch die Abtastverzerrungen an.

Hier gibt es dann aber sozusagen einen Umschlagspunkt, bei dem die Abtastverzerrungen richtig hörbar werden und es mehr wabert und auch deutlich zu krächzten beginnt; dann ist das Dämpfungsgummi so hart, dass die Bewegung des Nadelträgers deutlich eingeschränkt ist.

Bevor aber das gealterte Dämpfungsgummi in egal welcher der beiden Ausprägungen hörbar wird, hat sich die Politur der Nadel soweit verabschiedet, dass die Abtastverzerrungen schon dergestalt ansteigen, dass dies als deutliches Knistern in leisen Passagen und Pausen hörbar wird. Danach gibt es zuerst sichtbare Abnutzungen am Nadelschliff und erneut einen Anstieg bei den Abtastverzerrungen und das Rillengeräusch sowie Knistern nimmt zu, aber auch im Hochton beginnt es zu zerren.

Wann die Alterung des Dämpfungsgummis wirklich hörbar wird, läßt sich übrigens auch gar nicht so einfach bestimmen. Es gibt Gummimischungen, welche gar nicht oder deutlich weniger altern. Dann ist das auch abhängig von Temperatur, Luftfeuchte, Licht und Co. Ein Tonabnehmer im dunklen Schrank gelagert, altert also deutlich langsamer als ein Montierter, der durchgehend dem Sonnenlicht ausgesetzt ist oder heftigen Temperaturschwankungen oder hoher Luftfeuchte ausgesetzt ist.

Bei den Beeinträchtigungen an der Nadel dagegen kann man relativ klare Aussagen treffen. bei einer Rundnadel ist nach spätestens 250 Stunden die Politur beschädigt und nach spätestens 500 Stunden die Nadel endgültig verschlissen. Ein scharfer Schliff wie Micro Linear, Ogura, Shibata oder vdH dagegen hält deutlich über 5000 Stunden. Arlt van den Hul hat sogar schon von 7500 Stunden berichtet.
 
Bei den Beeinträchtigungen an der Nadel dagegen kann man relativ klare Aussagen treffen. bei einer Rundnadel ist nach spätestens 250 Stunden die Politur beschädigt und nach spätestens 500 Stunden die Nadel endgültig verschlissen. Ein scharfer Schliff wie Micro Linear, Ogura, Shibata oder vdH dagegen hält deutlich über 5000 Stunden. Arlt van den Hul hat sogar schon von 7500 Stunden berichtet.
Das kann ich aus Erfahrung bestätigen: Viele Jahre (etwa 15) hatte ich ein VdH Grasshopper. 2, 3 Mal war es "daheim" in Holland und bekam immer nur einen neuen Dämpfergummi plus Reinigung mit dem Kommentar, daß die Nadel noch viele Stunden vor sich habe.
Leider ging es vor gut vier Jahren am Postweg (Hermes) nach NL verloren und tauchte nie mehr auf.
Ich bin überzeugt, daß das Ersatz-Colibri GC mindestens so lange durchhalten wird.
Klingt übrigens sensationell, tastet supersauber ab, löst differenziert auf.
LPs sind für mich nicht die Träger von Testsignalen.
Mit Ultraschall-gewaschenem Vinyl und korrekt justiertem TA ist IMHE hier der Nadelverschleiß nicht das große Thema.
Preislich halt leider in einer anderen Liga als die Denon oder Shure Systeme, von denen hier meist die Rede ist.
 
Das Thema Alterung begleitet ja nicht nur uns Menschen sondern wirft bei diversen Dingen Probleme auf. In unserer Ecke Reifen, Bremsgummis, Hoods usw. Im Auto verliert u.a. Kunstoff seine Weichmacher und zerbröselt, Federn, Dämpfer verändern sich und so weiter. In der Hifi Ecke Sicken, Tonabnehmer Aufhängungen, elek. Bauteile usw.
Meist passiert das alles schleichend und man hat nicht den Vergleich neu alt, sondern immer etwas minimal schlechter, Hirn gewöhnt sich drann. Ohr wird auch nicht besser. Erst wenn es dann sehr deutlich wird merkt man auf, Don_Camillo hat das schön beschrieben.
 
DAS sind doch mal fundierte Aussagen, die eine Investition an richtiger Stelle erlauben.
Klar, ein Tonabnehmer ist ein Verschleißteil und wie weit man beim eigenen SetUp gehen will, ist sagen wir mal auch individuell (damit wir nicht in die Neid-Debatte abdriften).

Wie schon angeklungen hängt die Standzeit eines Tonabnehmers von verschiedenen Faktoren ab. Jetzt ist aber - und ich greife mir mal explizit zwei Nadelschliffe raus - elliptisch nicht gleich elliptisch und Shibata auch nicht gleich Shibata.

Shibata z.B. gibt es in zwei Qualitätsstufen und Größen. "Small Shibata" hat die Größe 6*50 µm und eine höherwertige Politur als "large Shibata" (6*75 µm).

Elliptisch gibt es in budget (10*18µm), quality (8*18µm) und premium quality (5/*18µm). Auch hier ist bei den kleineren Steinen die Güte der Politur höher als bei den größeren Varianten.

Je höherwertiger die Politur, desto länger hält diese und desto höher ist auch die Standzeit der Nadel und des Nadelschliffs.

Geht es dann um die (erreichbare) Wiedergabequalität, dann zählen auch Faktoren wie Kontaktfläche zwischen Rille und Nadel und Nadelgewicht bzw. bewegte Masse und nennen wir es mal Induktionsverhalten, wobei Induktionsverhalten alles einschließt, was im Tonabnehmer bei der Wandlung der Bewegung in ein elektrisches Musiksignal passiert.

Und dann gilt quasi, dass ein schärferer Nadelschliff eine größere Kontaktfläche zwischen Rille und Nadel bedeutet und somit mehr Information aus der Rille geholt werden kann. In der Wiedergabe hat man dann mehr Details und erreicht eine "realistischere Wiedergabe".

Beim Thema Induktionsverhalten geht es dann auch um den Generatortyp (MM, MI oder MC). Ein MM oder MI Generator dreht in Abhängigkeit von seiner eingestellten Last die Phase um bis zu 180 Grad. Ein MC Generator tut dies quasi nicht und wenn dann nur um wenige Milligrad. Die Phasenlage ist entscheidend wenn es um Plastizität und Räumlichkeit geht. Deshalb ist ein MC Generator nicht nur gefühlt sondern auch technisch die höherwertige Wahl.

Tonalität bzw. Ausprägungen und Beschreibungen wie mehr Bass, mehr Hochton, welche in der Gemeinde so gerne angewandt werden, trifft leider weder die technischen Qualitäten noch die technischen Wiedergabemöglichkeiten eines Tonabnehmers und taugen zu deren Beschreibung eigentlich überhaupt nicht. Die Tonalität ist abhängig vom "Induktionsverhalten" (ja, ich weiß, das ist ein gerade geschaffenes Kunstwort, vereinfacht aber imho die Erklärung) und wird maßgeblich über die eingestellte Last - also Abschlusswiderstand und Gesamtkapazität - hergestellt. Der mechanische Anteil an diesem Induktionsverhalten ist hierbei quasi von der Resonanzfrequenz (also die Kombination aus Nadelnachgiebigkeit und effektiver Tonarmmasse) abhängig.
 
Je mehr ich hier mitlese, je verwirrter bin ich.
Da traue ich mich gar nicht ran an die Geräte weil ich ständig denke, ich höre nicht richtig und habe die falsche Nadel und das falsche Setup...
Wurde da früher auch so viel Hokus Pokus gemacht oder haben die Leute einfach Platten gehört (so wie ich damals)?
 
Je mehr ich hier mitlese, je verwirrter bin ich.
Da traue ich mich gar nicht ran an die Geräte weil ich ständig denke, ich höre nicht richtig und habe die falsche Nadel und das falsche Setup...
Wurde da früher auch so viel Hokus Pokus gemacht oder haben die Leute einfach Platten gehört (so wie ich damals)?
Und da hast Du noch gar nicht die gesamte Kette betrachtet, z.B. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
  • Wurde das Lied, das Du Dir anhörst, g´scheit aufgenommen, gemixt und gemastert?
  • Wurde der Tonträger in guter Qualität erstellt
  • Kann Deine Anlage die diskutierten Nuancen überhaupt wiedergeben
  • Ist Dein Raum geeignet
  • Ist Deine Anlage richtig aufgestellt
  • Konzentrierst Du Dich beim Hören auf die Musik und legst endlich das Handy weg :)
  • ...
 
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