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Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

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Ab wann schaltet der Körper eigentlich auf "Sparflamme" um, gibt es dafür eine (grobe) Regel ?

Esse derzeit recht (im Vergleich zu früher) wenig bei viel körperlicher Arbeit (Ferienjob auf nem Lager) ...

Die diversen Formeln (sofern man was drauf geben kann) sagen mir das ich einen grundumsatz von ca. 2000 kcal, ein rechner kam bei der einstellung "Schwere Arbeit" auf nen Gesamtverbrauch von ca 3500 kcal ...

angenommen ich nehme so grob 1500 - 2000 kcal zu mir (achte da nicht penibel drauf), wäre das im Rahmen ? hab bis jetzt immer das Gefühl gehabt das mein Körper ein ziemlicher "Spritfresser" ist (wär er ein Auto, bestimmt 25l/200km ;) )
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Ab wann schaltet der Körper eigentlich auf "Sparflamme" um, gibt es dafür eine (grobe) Regel ?
In dem Moment, in dem die Energiebereitstellung nahezu komplett aus den Speicherfetten bewerkstelligt werden muss. Bei längeren Fastenperioden bzw. mangelnder Zufohr von Nahrungsproteinen wird parallel auch eine Umstellung des Eiweiss-Stoffwechsels vollzogen, bei der der Körper vermehrt zirkulierende eigene Eiweisskörper abbaut ("Autophagie", also das "selbst-Auffressen") und damit die Fähigkeit behält, unter Opferung der einen Proteinreserve an anderer Stelle dennoch Eiweiss-haltige Biomasse aufzubauen.

Esse derzeit recht (im Vergleich zu früher) wenig bei viel körperlicher Arbeit (Ferienjob auf nem Lager) ...

Die diversen Formeln (sofern man was drauf geben kann) sagen mir das ich einen grundumsatz von ca. 2000 kcal, ein rechner kam bei der einstellung "Schwere Arbeit" auf nen Gesamtverbrauch von ca 3500 kcal ...

angenommen ich nehme so grob 1500 - 2000 kcal zu mir (achte da nicht penibel drauf), wäre das im Rahmen ? hab bis jetzt immer das Gefühl gehabt das mein Körper ein ziemlicher "Spritfresser" ist (wär er ein Auto, bestimmt 25l/200km ;) )
Ich verstehe hier die Zielstellung der Frage nicht ganz. Wenn Du die 1500-2000 kcal in einer einzigen, üppigen Mahlzeit zu Dir nimmst, dann wird im Gefolge der Körper natürlich erst mal nicht auf Sparflamme laufen, dann aber umso kompletter auf Fettmobilisation umschalten müssen, bis der nächste Schub kommt. Mit 1500-2000 kcal, die über den Tag verteilt zugeführt werden, wirst Du ohne starke körperl. Belastungen nahezu ständig eine KH/Fett-Mischverbrennung aufrechterhalten können und nicht bzw. kaum den Stoffwechsel auf eine fast ausschliessliche Fettverbrennung umstellen.

Es kommt also nicht nur auf die mittlere Gesamtmenge/Tag an, sondern auch noch auf die Strukturierung der Mahlzeiten sowie die Balance der zugeführten Energieträger. Stellst Du die Frage nach "werde ich dabei abnehmen oder nicht", so wird die Gesamtenergetik (Output versus Input) auch darüber entscheiden, wie die Gesamtbilanz ausfällt. Hierfür ist es auf den ersten Blick erst mal unerheblich, ob die Kalorien regelmäßig zugeführt werden oder nicht. Nur auf den zweiten Blick sind die Komplexe miteinander vergesellschaftet, da die Bereitschaft und Fähigkeit, eine hohe körperl. Leistung bereitzustellen, natürlich mit der aktuellen Verfügbarkeit schneller (gespeicherte und zirkulierende Kohlenhydrate) bzw. langsamer (Fette) Energiereserven zusammenhängt.
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

In dem Moment, in dem die Energiebereitstellung nahezu komplett aus den Speicherfetten bewerkstelligt werden muss.

Hmm ok dieser moment lässt sich wohl nur erahnen ;)

Eigentlich nehme ich (während der Arbeit) regelmässig (das längste sind 3h ohne) eine Kleinigkeit zu mir ... danach nach hause radeln, Mittagessen, abends vorm Achlafengehn noch 'nen Joghurt und zwischendruch evtl noch was Süsses oder so ...

Edit: Frühstück und hinradeln vergessen ...

Ist ein mittleres bis starkes Hungergefühl schon ein Signal das "der Moment" (siehe Oben) erreicht ist oder ist das bloss die Gewohnheit ans ständige Satt-Sein ?
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Hmm ok dieser moment lässt sich wohl nur erahnen ;)
Nun ja, wenn Du ihn nicht rechtzeitig erahnst, dann wird er sich bei fortgesetzter köperl. Belastung durch schlagartigen Abfall der anaeroben Leistungsfähigkeit sehr deutlich bemerkbar machen.

Ist ein mittleres bis starkes Hungergefühl schon ein Signal das "der Moment" (siehe Oben) erreicht ist oder ist das bloss die Gewohnheit ans ständige Satt-Sein ?
In der Regel ist dies von der Natur in der Tat so gestaltet worden. Allerdings wird dieses natürliche Signal durch zusätzliche Faktoren überlagert. Es gibt auch individuell sehr unterschiedliche Ausprägungen im Hungergefühl. Dies reicht bis zu genetischen Veränderungen, die dazu führen können, dass das Hungergefühl selbst beim bzw. nach dem Essen kaum nachlässt. Hinzukommt, dass auch bei ein und derselben Person ein Stoffwechseltraining geschehen kann. Auch ist das Hungergefühl "phasisch", d.h. wird der Hunger nicht innerhalb einer gewissen Zeit gestillt, so erlischt das Hungergefühl auch langsam von alleine, wobei dann gleichzeitig eben auf die genannte Fettverbrennung umgestellt wurde. Ich hatte es an anderer Stelle bereits beschrieben, ein Absinken der Blutglucose-Konzentration weckt das Stress-Zentrum im Hirn. Es kommt zu Adrenalin- und Noradrenalinausschüttung. Der Körper befindet sich damit in einem Schock-ähnlichen Zustand. Dies spürt man an innerer Unruhe, kalten Extremitäten/Fingern, evtl. ein feinschlägiges Muskelzittern, Schlaflosigkeit, im Extremfall gar eine kaltschweissige Stirn und ein Herzrasen. Diese Stress-Effekte werden ebenfalls entweder spontan mit der Zeit teilweise abflauen bzw. durch ein Nachschieben von Nahrung beendet.

Ein z.B. im Rahmen eines Fastenprogrammes bereits wieder erlöschender Hunger ist ein klares Zeichen dafür, dass nun vorwiegend die Fettspeicher angegangen werden. In dieser Situation darf man sich auch ruhig etwas weiter belasten, man sollte dann halt seinem Körper nur niedrige Dauerlasten (Grundausdauer) abverlangen und weniger Spitzenleistungen bzw. Mittelstrecken-Leistungen.

Wechselt man von Kohlehydrat- zu Fettverbrennung, dann sind diese zwei Modi bei untrainierten Personen oftmals durch ein klar spürbares Leistungsloch ("Hungerast") voneinander getrennt. Ganz blutige Anfänger werden in dem Leistungsloch mit Schock-artiger Symptomatik die Belastung einstellen müssen, falls nicht rasch verfügbare Zucker eingenommen werden können. Durch gezieltes Stoffwechseltraining bei niedriger aber kontinuierlicher Belastung (Grundausdauerbelastungen von mindestens 90 min Dauer ohne Energiezufuhr) kann man diese Zustände bewusst durchlaufen und den Körper auf diese Stoffwechselumstellung trainieren. Dies klappt bei vielen Personen sehr gut, bei einigen allerdings auch nur mittelprächtig. Dennoch stellt es die Basis für Dauerleistungen auch bei später hohen Belastungsintensitäten dar, da nur eine effiziente Fettverbrennungsmaschinerie eine deutlich gesteigerte Robustheit der Leistung gegenüber Schwankungen in der Kohlehydrat-Verfügbarkeit bzw. -zufuhr garantiert. Zudem "lernt" die Muskulatur hinzu, indem die Glycogeneinlagerung in den Erholungsphasen verstärkt und beschleunigt wird. Der Rennfahrer benötigt dann z.B. auch nach Spitzenlasten nicht mehr zwei Tage zur Regeneration und Superkompensation, sondern z.B. nur einen Tag. Eine Etappenfahrt wie die TdF wäre ohne diese trainierten, d.h. erworbenen Fähigkeiten physisch überhaupt nicht machbar.

Sorry, etwas lang geworden, aber es sind halt recht grundsätzliche Dinge, die hinter dem zu recht Gebetsmühlen-artig anempfohlenen GA1-Training stecken.
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Vielen Dank für die langen Ausführungen, das bringt mal Licht in die Sache ... sehr interessante Grundlagen ..

heisst aber glaubich auch das ich mir keine grossen Sorgen machen muss, da ich bis jetzt immer noch gut mit dem weitermachen konnte was ich gemacht habe (arbeiten etc) ohne in schockartige Zustände zu verfallen ...
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Nun ja, wenn Du ihn nicht rechtzeitig erahnst, dann wird er sich bei fortgesetzter köperl. Belastung durch schlagartigen Abfall der anaeroben Leistungsfähigkeit sehr deutlich bemerkbar machen.

In der Regel ist dies von der Natur in der Tat so gestaltet worden. Allerdings wird dieses natürliche Signal durch zusätzliche Faktoren überlagert. Es gibt auch individuell sehr unterschiedliche Ausprägungen im Hungergefühl. Dies reicht bis zu genetischen Veränderungen, die dazu führen können, dass das Hungergefühl selbst beim bzw. nach dem Essen kaum nachlässt. Hinzukommt, dass auch bei ein und derselben Person ein Stoffwechseltraining geschehen kann. Auch ist das Hungergefühl "phasisch", d.h. wird der Hunger nicht innerhalb einer gewissen Zeit gestillt, so erlischt das Hungergefühl auch langsam von alleine, wobei dann gleichzeitig eben auf die genannte Fettverbrennung umgestellt wurde. Ich hatte es an anderer Stelle bereits beschrieben, ein Absinken der Blutglucose-Konzentration weckt das Stress-Zentrum im Hirn. Es kommt zu Adrenalin- und Noradrenalinausschüttung. Der Körper befindet sich damit in einem Schock-ähnlichen Zustand. Dies spürt man an innerer Unruhe, kalten Extremitäten/Fingern, evtl. ein feinschlägiges Muskelzittern, Schlaflosigkeit, im Extremfall gar eine kaltschweissige Stirn und ein Herzrasen. Diese Stress-Effekte werden ebenfalls entweder spontan mit der Zeit teilweise abflauen bzw. durch ein Nachschieben von Nahrung beendet.

Ein z.B. im Rahmen eines Fastenprogrammes bereits wieder erlöschender Hunger ist ein klares Zeichen dafür, dass nun vorwiegend die Fettspeicher angegangen werden. In dieser Situation darf man sich auch ruhig etwas weiter belasten, man sollte dann halt seinem Körper nur niedrige Dauerlasten (Grundausdauer) abverlangen und weniger Spitzenleistungen bzw. Mittelstrecken-Leistungen.

Wechselt man von Kohlehydrat- zu Fettverbrennung, dann sind diese zwei Modi bei untrainierten Personen oftmals durch ein klar spürbares Leistungsloch ("Hungerast") voneinander getrennt. Ganz blutige Anfänger werden in dem Leistungsloch mit Schock-artiger Symptomatik die Belastung einstellen müssen, falls nicht rasch verfügbare Zucker eingenommen werden können. Durch gezieltes Stoffwechseltraining bei niedriger aber kontinuierlicher Belastung (Grundausdauerbelastungen von mindestens 90 min Dauer ohne Energiezufuhr) kann man diese Zustände bewusst durchlaufen und den Körper auf diese Stoffwechselumstellung trainieren. Dies klappt bei vielen Personen sehr gut, bei einigen allerdings auch nur mittelprächtig. Dennoch stellt es die Basis für Dauerleistungen auch bei später hohen Belastungsintensitäten dar, da nur eine effiziente Fettverbrennungsmaschinerie eine deutlich gesteigerte Robustheit der Leistung gegenüber Schwankungen in der Kohlehydrat-Verfügbarkeit bzw. -zufuhr garantiert. Zudem "lernt" die Muskulatur hinzu, indem die Glycogeneinlagerung in den Erholungsphasen verstärkt und beschleunigt wird. Der Rennfahrer benötigt dann z.B. auch nach Spitzenlasten nicht mehr zwei Tage zur Regeneration und Superkompensation, sondern z.B. nur einen Tag. Eine Etappenfahrt wie die TdF wäre ohne diese trainierten, d.h. erworbenen Fähigkeiten physisch überhaupt nicht machbar.

Sorry, etwas lang geworden, aber es sind halt recht grundsätzliche Dinge, die hinter dem zu recht Gebetsmühlen-artig anempfohlenen GA1-Training stecken.

Hallo Herr Professor,
"der Worte hör ich wohl allein mir fehlt der Glaube" (Zitat Goethe)
Diese blöden aber z.Teil auch falschen Ratschläge u.a. bzgl. "Fettverbrennung", ich kann sie nicht mehr hören.
Mein Tip: lese, verstehe und schweige:
http://www.dr-moosburger.at/publikationen.php
der
opareiner

Übrigens ist Dr. Kurt Moosburger quasi der "Erfinder" der negativen Energiebilanz,
nein, die gab es schon immer, aber er hat den Begriff geprägt um den irrigen Mythos "der Fettverbrennung" fundiert zu wiederlegen
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Hallo Herr Professor,
"der Worte hör ich wohl allein mir fehlt der Glaube" (Zitat Goethe)
Diese blöden aber z.Teil auch falschen Ratschläge u.a. bzgl. "Fettverbrennung", ich kann sie nicht mehr hören.
Mein Tip: lese, verstehe und schweige:
http://www.dr-moosburger.at/publikationen.php
der
opareiner

Übrigens ist Dr. Kurt Moosburger quasi der "Erfinder" der negativen Energiebilanz,
nein, die gab es schon immer, aber er hat den Begriff geprägt um den irrigen Mythos "der Fettverbrennung" fundiert zu wiederlegen
Herr Dr. Moosburger wäre damit der vielleicht zwanzigtausendste Mediziner, der den Begriff der "negativen Energiebilanz" meint, neu erfunden zu haben. Das ist eine so uralte Weisheit, dass man deren wahren Urheber wohl kaum mehr eruieren kann.

Ich sehe nicht, dass ich mit der von Dir zitierten Quelle im Widerspruch stünde. Siehe hierzu z.B. meinen Text im Vergleich mit Seiten 33 und 43 in:
http://www.dr-moosburger.at/pub/pub004.pdf

Übrigens: kardiovaskuläre betonte Internisten würden dem Leistungsphysiologen etwas pfeifen, falls dieser seinen Patienten mit metabolischem Syndrom ohne eingehendste kardiovaskuläre Risikoevaluation ein Krafttraining verschreibt. Dies ist nämlich bestens geeignet, den Blutdruck in Bereiche zu katapultieren, die gerade für diese Patienten sehr riskant sein können. Es sieht also der eine auf seine Endpunkte (metabolische Rekompensation, Insulinsensitivität, Normalisierung der Fettprofile), der andere wiederum auf die ihm näher liegenden (z.B. Blutdruck, Schlaganfallrisiko und Häufigkeit cerebraler Massenblutungen). Unterm Strich kann es geschehen, dass manche dieser Endpunkte nur sehr lausige Surrogatparameter sind, die mit dem endgültigen Outcome (Überleben, Vermeidung einer Hospitalisierung, Leistungsfähigkeit/Lebensqualität) des Patienten nicht wirklich korrelieren. Dies ist ein generelles Problem im Übergang der Medizin von Eminence-based zu Evidence-based und wird uns noch lange beschäftigen - sowohl in der Erfassung und Bewertung von klinisch verwertbaren Messdaten als auch im Verständnis der mechanistischen Hintergründe.

Ergo: Kraftworte helfen hier gar nichts, Verständnis für die Mechanismen und Hintergründe muss her. Über letzteres diskutiere ich gerne mit, für ersteres bin ich nicht zu haben.
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Übrigens ist Dr. Kurt Moosburger quasi der "Erfinder" der negativen Energiebilanz,
nein, die gab es schon immer, aber er hat den Begriff geprägt um den irrigen Mythos "der Fettverbrennung" fundiert zu wiederlegen
BTW: schaue doch in mein Posting weiter oben, dort liest Du:

"Stellst Du die Frage nach "werde ich dabei abnehmen oder nicht", so wird die Gesamtenergetik (Output versus Input) auch darüber entscheiden, wie die Gesamtbilanz ausfällt."

Da hast Du es doch schon ganz in Deinem bzw. Dr. Moosburgers Sinn beschrieben auch von mir zu lesen bekommen.

Diesen Punkt könnte man auch unschwer für die einzelnen Energieträger-Komponenten fortstricken. Dabei wir klar, dass "negative Energiebilanz" und "primäre KH- oder Fettverbrennung" überhaupt nicht im Gegensatz zueinander stehen. Ich versuchte lediglich, zusätzlich auch noch den dritten Spieler, den Proteinkatabolismus mit hineinzubringen, da dies ein häufig übersehener Punkt ist.
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Hallo,
ich hatte das einmal, allerdings noch im letzten Jahr. Bin immer Sonntags los ohne was zu essen, weil ich ein paar Kilo abspecken wollte und hatte auch nix dabei außer einer Flasche Wasser und davon hatte ich zu wenig getrunken. Da bin ich die letzten Kilometer fast vom Rad gefallen so übel war mir. Hatte auch danach noch Stunden damit zu kämpfen. Hab daraus gelernt und deshalb wird immer vor der Tour gefuttert und ein Riegel ist auch immer dabei.
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Hi, wenn auf ne negativer Energiebilanz bin und irgendwann so ein fiesen Geschmack im Mund habe....(Stoffwechselprodukte des Fettabbaus) und fies ausm Mund müffele dann weiß ich..jetzt gehts ran an den Speck!!

Wenn du viel abnimmst, fettspeicher leer machst , sind mir haare ausgefallen weil die in den fettspeicher gelagerten Schwermettale und sonstiges Mistzeug stoßweise frei gesetzt werden...auch nicht wirklich prickelnd.

Grüsse
Claudi...die die schon mehrmals zig 10er Kilos ab und zugenommen hat
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Wenn du viel abnimmst, fettspeicher leer machst , sind mir haare ausgefallen weil die in den fettspeicher gelagerten Schwermettale und sonstiges Mistzeug stoßweise frei gesetzt werden...auch nicht wirklich prickelnd.

Ups, hört sich ja schlimm an, habe über 16 Monate 20 Kilo "verloren" aber zum Glück sind die Haare noch alle dran... :D :D
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Bin immer Sonntags los ohne was zu essen, weil ich ein paar Kilo abspecken wollte und hatte auch nix dabei außer einer Flasche Wasser und davon hatte ich zu wenig getrunken. Da bin ich die letzten Kilometer fast vom Rad gefallen so übel war mir. Hatte auch danach noch Stunden damit zu kämpfen. Hab daraus gelernt und deshalb wird immer vor der Tour gefuttert und ein Riegel ist auch immer dabei.
Klar, ohne Mampf kein Kampf. ;)

Wer seine Energiebilanz negativieren will, der muss halt sehen, in welchen Tages- oder Nachtphasen er die "Unterversorgung" besser oder schlechter verträgt und mit seinem Lebensstil vereinbaren kann. Klar kann man mit GA1-Last tagsüber die KH-Speicher leerfahren, den Körper auf höhere Fettverbrennungsanteile umschalten lassen und so noch weiterfahren. Das ist aber oft weniger das Problem, als vielmehr die Kontrolle der nachfolgenden Energiezufuhr. Fahre ich mich also in einen großen Hunger, dann muss ich nicht nur während der Fahrt gegen die einsetzende Schlappheit kämpfen, sondern auch noch nach der Fahrt gegen den aufbrandenden Hunger. Man kann auch so rhythmisieren, dass man an manchen Tagen sportliche Ziele setzt und gar keine "Negativierung" anstrebt, um dann eher an den Intervalltagen den Fettabbau zu betreiben. Diese Methode ist zwar in der Regel relativ langsam, kann aber bei manchen Personen einen Muskelabbau verhindern oder gar mit einem Muskelaufbau vereinbart werden. Manche Leute schaffen es, mit wenig Zufuhr den Tag zu gestalten, andere bevorzugen es, nur abends "leer" ins Bett zu gehen und dann im Schlaf abzunehmen. In der akuten Abnehmephase kann das jede/r so halten, wie er/sie will. Entscheidend ist, welche Form der "Negativierung" von jedem Individuum besser durchgeführt werden kann. Mir persönlich fällt es z.B. leichter, die Abends-leer-Methode anzuwenden und im Schlaf zu "hungern", da dann die Tagesaktivität während (und folglich auch nach) der Abnehmephase nicht umgestellt werden muss. Habe ich abends versehentlich zu gut gegessen, dann muss halt noch ein 8 km-Lauf herhalten, damit ich mich pünktlich zum Beginn der Nacht wieder in den Zustand der Fettmobilisation titrieren kann. An einem kurzen und relativ flachen Schlaf merke ich z.B., dass mein Körper in der Nacht an den Fettreserven genagt hat.

Allerdings: sehr viel wichtiger als diese Phase, die man ja mit "nur" wochenlanger Disziplin auch relativ rasch hinter sich bringen kann, ist es, die nachfolgende Konsolidierung in Form einer Umstellung der allgemeinen Lebensgewohnheiten zu betreiben.
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

@ Mi67

oho,
da fühlt sich aber einer auf den Schlips getreten,:D
wie ich auch deiner PN entnommen habe.
Nur du befindest dich hier in einem Radfahren Forum und nicht auf einem Ärzte-Kongress.
Deine Kompetenz will und kann ich nicht in Frage stellen, nur
mir kräuseln sich immer dann die Fußnägel hoch, wenn im Zusammenhang mit negativer Energiebilanz die „Fettverbrennung“ als den ultimativen Weg zum Ziel genannt wird.
Dieser „Blödsinn“ wird leider nicht nur von den hier anwesenden Hobbyfahrern sondern jetzt auch von den Quasi-Experten verbreitet, daher nehme ich mir die Freiheit manchmal kräftig auf den Putz zuhauen.:aetsch:

Wenn du mal Zeit hast und die Suchfunktion nutzt wirst du von den vielen und endlosen in die IRRE führende Post´s bzgl. „Fettverbrennung“ erschlagen. Dein Beitrag gießt hier leider noch Oel ins Feuer.
Die Negative Energiebilanz kann muss aber nicht durch stundenlanges GA1 Training erreicht werden, da gibt es effektivere Methoden.
Was dadurch (> 90 Min. GA1) sehr wohl trainiert wird ist der „Fettstoffwechsel“ der nicht die negative Energiebilanz zum Ziel hat, hierin liegt der kleine aber wesentliche Unterschied, aber wem erklär ich das….
Wie du (fast) stundengenau den Stoffwechsel an- bzw. umschalten kannst verdient ebenfalls meine Hochachtung.
schönen Tag noch
der opareiner
der bei fast 10.000km/Jahr meist GA1 keine,
aber durch intensives Training (> GA2) zzgl. Krafttraining spielend eine neg. Energiebilanz erreicht :aetsch: und das 24h am Tag
„und das ist auch gut so“:lol:
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Hallo,

die neuste Erkenntniss "Schlank im Schlaf"" Oder BCM....google mal.

Das Prinzip ist...nur 3 mahlzeiten, vorweigend KH, zwischen jeder mahlzeit mind. 5 Std pause...... dadurch iregndwann relative geringe Insulinauskonzentration im Blut, dann wenn wenig Insulin besserer Angriff der Fettreserven..weil Insulin blockt Fettverbrennung.

Schlank im Schlaf deswegen weil früh am Abend eiweißlastig essen.....dann lange ohne Insuliun..dann viel Fettverbrennung über Nacht.
Funktioniert nur , ist ja logisch, bei insgesamt negativer energiebilanz.

Mach dass seit November 2006 mehr und weniger Konsequent und habe seitdem 25kg abgenommne..ohne wirklich zu Leiden.

Nur 3 Mahlzeiten hat auch den Vorteil ich gebe mir nur 3mal am Tage Gelegenheit zu viel zu mampfe;) n!!

Grüsse
Claudi
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Wow, erzählt bloß nicht meinem Körper, wie kompliziert es ist, ein paar Kilo abzugeben. :confused:
Ich habe einfach nur angefangen regelmäßig zu radeln und ernährungsmäßig verzichte ich auf die Feierabendbierchen und Schokolade. Nur am Wochenende darfs auch mal das ein oder andere Weizenbier sein (weil das ist ja so gesund, sagt der Herr L. Leder in der Werbung :D )
Ich werde die Diskussion mit Interesse weiter verfolgen!
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

Wow, erzählt bloß nicht meinem Körper, wie kompliziert es ist, ein paar Kilo abzugeben. :confused:
Ich habe einfach nur angefangen regelmäßig zu radeln und ernährungsmäßig verzichte ich auf die Feierabendbierchen und Schokolade. Nur am Wochenende darfs auch mal das ein oder andere Weizenbier sein (weil das ist ja so gesund, sagt der Herr L. Leder in der Werbung :D )

da ist was wahres dran...
und der Herr Leder hat hat RECHT aber nicht nur am WE
der opareiner,
ist nicht umsonst im Team Weizenblitz
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

es ist schon erheiternd, wie selbsternannte Experten versuchen komplexe Wechselwirkungen in biologischen Systemen mit Monokausalitäten zu erklären.

Wann und wie ein Abbau von Fett im Körper erfolgt, ist ein relativ komplexes Produkt verschiedener Anforderungen an den Körper, eine negative Energiebilanz führt zwar nahezu immer zu Gewichtsverlust, nicht aber zwangsläufig zum Rückgang des Fettanteils im Körper.
 
AW: Negative Energiebilanz - ab wann ist sie zu Niedrig ?

oho, da fühlt sich aber einer auf den Schlips getreten,:D wie ich auch deiner PN entnommen habe.
Wie ich bereits sagte, Kraftworte, Schreien etc. helfen nicht. Die Diskussion sollte am Inhalt bleiben. Im Inhalt, fürchte ich, scheinst Du mehr Wert auf bestimmte Begrifflichkeiten zu legen, als auf die dahinter steckenden Mechanismen. Erklärungen dazu weiter unten.

> ... nur mir kräuseln sich immer dann die Fußnägel hoch, wenn im
> Zusammenhang mit negativer Energiebilanz die „Fettverbrennung“ als > den ultimativen Weg zum Ziel genannt wird.

Hierzu sagte ich bereits - ganz übereinstimmend - in einem meiner frühesten Posts, die Energiebilanz als solche ergibt sich simpel aus Input - Output. Dabei ist es natürlich zunächst mal völlig egal, welcher Energieträger gemeint ist. Ebenfalls selbstverständlich sollte sein, dass unser Körper je nach Angebot oder nicht-Angebot in der Lage ist, aus Fetten Zucker zu bauen und aus Zuckern Fette. Wenn hier eine "Negativierung der Energiebilanz" angestrebt wird, dann ist damit letzten Endes doch ein Abspecken gemeint. Das funktioniert nun mal ... über Fettverbrennung.

> Dieser „Blödsinn“ wird leider nicht nur von den hier anwesenden
> Hobbyfahrern sondern jetzt auch von den Quasi-Experten verbreitet,
> daher nehme ich mir die Freiheit manchmal kräftig auf den Putz
> zuhauen.:aetsch:
> Wenn du mal Zeit hast und die Suchfunktion nutzt wirst du von den vielen
> und endlosen in die IRRE führende Post´s bzgl. „Fettverbrennung“
> erschlagen. Dein Beitrag gießt hier leider noch Oel ins Feuer.
> Die Negative Energiebilanz kann muss aber nicht
> durch stundenlanges GA1 Training erreicht werden, da gibt es effektivere
> Methoden.
> Was dadurch (> 90 Min. GA1) sehr wohl trainiert wird ist der „Fettstoffwechsel“
> der nicht die negative Energiebilanz zum Ziel hat, hierin liegt der kleine aber
> wesentliche Unterschied, aber wem erklär ich das….
> Wie du (fast) stundengenau den Stoffwechsel an- bzw. umschalten kannst
> verdient ebenfalls meine Hochachtung.

Nichts anderes sagte ich in meinen Posts. Wenn Du mir bitte noch erklären würdest, was beim GA1-Training am Fett*stoffwechsel* anderes gedreht würde als eine Lipolyse, zu gut Deutsch die "Fettverbrennung", das würde ich gerne wissen. Klar hat der bereits stromlinienförmige Radrennfahrer bei GA1 nicht das Ziel des Abspeckens, also will *er* keine negative Energiebilanz. Dies wird einfach dadurch erreicht, dass die verbrannten Fettreserven durch entsprechende Nahrungsaufnahme wieder aufgebaut werden.

> der bei fast 10.000km/Jahr meist GA1 keine, aber durch intensives Training
> (> GA2) zzgl. Krafttraining spielend eine neg. Energiebilanz erreicht :aetsch:
> und das 24h am Tag „und das ist auch gut so“:lol:

Input minus Output = negative Energiebilanz, ganz egal wie man es anstellt. Es spielt dabei so gut wie keine Rolle, ob bei GA1 oder GA2. GA1 fällt insofern etwas leichter, als der Hungerast nicht so häufig auftritt, als wenn man z.B. nach 70 km GA2 ungeschickterweise immer noch keine KH nachgeschoben haben sollte. Habe ich z.B. viel Glycogen in GA1/GA2 verbrannt, dann geht der Körper halt nachts an die Fette. Habe ich bei lang andauernden, niedrig(st)en Lasten (z.B. GA1 > 90 min) bereits während der Fahrt größere Fraktionen von Fetten verbrannt und schiebe danach nichts nach, dann sind am kommenden Tag diese Fettanteile natürlich auch weg. Schrieb ich schon und ich sehe - wie gesagt - keinen Widerspruch, der irgendwelche Kraftworte erfordern würde.
 
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