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Welche Intervalle fahrt ihr? Und Warum?

Abrahamsen ist Norweger und Uno-X Headcoach ist mittlerweile Olav Aleksander Bu. Dementsprechend ist LT1 für die schon immer Thema #1.



Die messen überall und ständig Laktat.
Ist jetzt vielleicht spitzfindig, aber meines Wissens nach ist Training am LT1 nichts was Bu in der Vergangenheit allzu sehr priorisiert hat.
Dass die schon immer Laktat messen ist klar, aber für seine Triathleten war der lt1 (also direkt dran) nie die erste Priorität.

Edit: Letztlich macht er das hier ja aber auch nicht, sondern bewegt sich in den MIT Bereich. Das kommt den Triathleten wieder ziemlich nahe.
 

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Re: Welche Intervalle fahrt ihr? Und Warum?
Ist das Konzept für einen ohne Laktatmessung überhaupt sinnvoll umsetzbar?
Kurzform: Nein. 😁

Langform: Es braucht dann zumindest einiges an Erfahrung im Verhältnis von Laktatwerten und HF.
Es bleibt aber ein riskantes Spiel. Wenn du das ernst meinst würde ich mich ernsthaft mit Laktatmessung auseinander setzen.
 
Ist das Konzept für einen ohne Laktatmessung überhaupt sinnvoll umsetzbar?
Meine Frage zu „non-intrusive diagnostics“ kam genau daher;-)
Eine Weile lang dachten manche ja, DFA a1 könnte da liefern. Kann es evtl. auch, ist aber definitiv nicht so einfach wie gedacht;-) Visma arbeitet ja auf jeden Fall mit tymewear zusammen, aber wie gut das funktioniert ist deshalb auch nicht klar. Ich versuche das auch selber, es ist ähnlich aber nicht gleich zu HF (drift), aber die aus den Tests abgeleitete VT1 ist für mich zu hoch – stimmt aber ziemlich genau mit dem Wert den „AI Plattformen“ aus reinen HF+PM-Daten vorhersagen überein😉 Und im Z2/VT1/fatmax-Training ist es (bei mir) tatsächlich so, dass VE konstant bleibt während HF nach einer Weile hoch geht… whatever its worth:-o
 
Ist das Konzept für einen ohne Laktatmessung überhaupt sinnvoll umsetzbar?

Wenn man kein kompletter Körperklaus ist und ein bisschen Gefühl für die Belastung hat, geht das mMn auf jeden Fall.
Es geht schließlich um eine Trainingszone und nicht das Treffen einer bestimmten Zahl. Wenn man die Schwellen nach gängigen Methoden errechnet und dann mit Verstand trainiert, kann man gerade im aeroben Bereich wenig falsch machen.
Wenn ich meine Intervalle mit 68% fahre obwohl mein LT1 um 74% liegt, erziele ich trotzdem einen Großteil der gewünschten Anpassungen.
 
Wenn man kein kompletter Körperklaus ist und ein bisschen Gefühl für die Belastung hat, geht das mMn auf jeden Fall.
Es geht schließlich um eine Trainingszone und nicht das Treffen einer bestimmten Zahl. Wenn man die Schwellen nach gängigen Methoden errechnet und dann mit Verstand trainiert, kann man gerade im aeroben Bereich wenig falsch machen.
Wenn ich meine Intervalle mit 68% fahre obwohl mein LT1 um 74% liegt, erziele ich trotzdem einen Großteil der gewünschten Anpassungen.
Arbeitest Du selbst mit Laktat? Ich widerspreche Dir da fundamental.

Der LT1 reicht bei Athlet:innen bin denen ich zusammenarbeite in einer Range von 20% im Verhältnis zum LT2/FTP. Wir sprechen hier also von gut und gerne 50-80W Unterschied.
 
Mit ein bisschen Verstand kann man durchaus erkennen ob man über oder unter LT1 unterwegs ist. Gerade bei längeren Intervallen wird man anhand von Atmung, Hf und Belastungsempfinden ziemlich schnell feststellen ob die Intensität im richtigen Bereich liegt oder nicht.
Als ambitionierter Amateur gibt es mMn wesentlich niedriger hängende Früchte/größere Baustellen als aerobe Intervalle über Laktat zu steuern.
 
Ich bin dann ja immer in der Situation, dass ich mich frage, ob es Sinn macht Überzeugungsarbeit zu leisten. Es gibt dazu ja unendlich viel Wissenschaft und Praxis. Ich selbst bin auch noch auf niemanden getroffen, der selbst misst und sagt das bringt nichts. Es kommt immer von Athleten, die es selbst noch nie versucht haben. Ich denke wir belassen es dabei - vielleicht probierst Du es ja doch irgendwann mal aus. Ich bin mir sicher, dass sich Deine Meinung dann ganz schnell ändert. :)
 
Ich habe nicht geschrieben dass ich es noch nicht probiert habe und auch nicht dass es nichts bringt. Ich bin lediglich der Meinung, dass man so ein Trainingskonzept auch ohne Laktatmessung gut umsetzen kann. Vielleicht nicht 100% optimal, aber das ist für einen Amateur mMn absolut zweitrangig.
 
Ich bin dann ja immer in der Situation, dass ich mich frage, ob es Sinn macht Überzeugungsarbeit zu leisten. Es gibt dazu ja unendlich viel Wissenschaft und Praxis. Ich selbst bin auch noch auf niemanden getroffen, der selbst misst und sagt das bringt nichts. Es kommt immer von Athleten, die es selbst noch nie versucht haben. Ich denke wir belassen es dabei - vielleicht probierst Du es ja doch irgendwann mal aus. Ich bin mir sicher, dass sich Deine Meinung dann ganz schnell ändert. :)
Zumindest ne Eingangsuntersuchung um die Zonen (besonders bzgl. Puls) mal sauber abgesteckt zu haben könnte ggfls. hilfreich sein. Wenn man dann bescheid weiß, kann man ja über Watt/Puls/Drift grade bei den längeren Sachen ziemlich gut nachsteuern ohne gleich extrem weit daneben zu liegen. In meiner Vergangenheit musste ich quasi ständig zur Diagnostik, an den Leistungen der Zonen änderte sich da quasi ständig was, für die längeren Sachen waren allerdings die Puls/Drift Bereiche ziemlich stabil.

Wenn man gar keine Ahnung hat, müsste man freilich schon ganz schön rumprobieren und dabei nen gutes Gefühl haben. Nicht auszuschließen dass das geht, aber ich denke, die Leute, die in der Lage sind das so zu steuern kommen auch sowieso insgesamt sehr gut selbst klar mit sich und ihrem Trainingssystem.
 
Arbeitest Du selbst mit Laktat? Ich widerspreche Dir da fundamental.

Der LT1 reicht bei Athlet:innen bin denen ich zusammenarbeite in einer Range von 20% im Verhältnis zum LT2/FTP. Wir sprechen hier also von gut und gerne 50-80W Unterschied.
Ist der von dir aufgeführte Punkt denn ein Widerspruch?

Es ging ja darum, dass man die ungefähre Range per Gefühl treffen kann, wenn man ein wenig Körpergefühl hat.

Gehen wir davon aus, dass man das Gefühl richtig einordnet und daraus ganz grob die LT1-Zone für sich ableitet, ist es ja egal ob dies bei 60-65% oder bei 80-85% der FTP geschieht oder nicht?
 
Ist der von dir aufgeführte Punkt denn ein Widerspruch?

Es ging ja darum, dass man die ungefähre Range per Gefühl treffen kann, wenn man ein wenig Körpergefühl hat.

Gehen wir davon aus, dass man das Gefühl richtig einordnet und daraus ganz grob die LT1-Zone für sich ableitet, ist es ja egal ob dies bei 60-65% oder bei 80-85% der FTP geschieht oder nicht?
Ich würde sagen, da wird man schon ein wenig probieren und was anderes messen müssen, auch wenn man es nur so ungefähr wissen will. Bei 2x20min spielt es vielleicht noch nicht so die entscheidende Rolle (das wird man in einer rel. breiten Range gut überleben), aber wenn man 8x15min oder 11x20min wie in den obigen Beispielen fährt, da funktioniert das dann ggfls. auch nur am Anfang gut und irgendwann dann nicht mehr. Oder man fährt sich komplett ins Koma, was man aber ja genau vermeiden will.

Da müsste man vermutlich bissl vorsichtig anfangen und schauen wie lange der Puls da in einem vertretbaren Drift bleibt (~5%) bleibt. Zumindest hinten raus. Weil da dürfte bei solch langen Einheiten ja auch schon wegen der reinen Länge eine ordentliche Ermüdung einsetzen. Am Anfang sollte da dann ja erstmal das System hochfahren und mindestens die ersten Wiederholungen lang rel. entspannt bleiben.

Wenn einem da schon bei wenigen 20min Wiederholungen der Puls wegdriftet bei konstanten Watt, dann war es auf jeden Fall zu hart.

Wenn man da zum Einstieg mal misst, hat man halt einfach und schnell ne gute Ausgangsbasis, mit der man dann arbeiten kann.
 
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