• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Welche Canti`s für Dura Ace 9fach STI?

Velosoph

Mitglied
Registriert
17 Dezember 2008
Beiträge
144
Reaktionspunkte
24
Ort
Heime
Kann mir jemand Empfehlungen geben, welche Cantileverbremsen besonders gut mit den Seilwegen eines DA-9fach STI Bremshebels harmonieren?
Ich hab die Tektro Oryx im Auge. Taugt die was?
 
Die Tektro und andere ähnliche Cantis funktionieren gut mit Shimano 9-fach Hebeln.
Auch Froglegs gehen gut. Vorteil: mehr Abstand zur Felge (muß nicht so penibel eingestellt werden),
Nachteil: etwas höhere Handkraft notwendig.
Nur Mini-V´s würde ich mit 9-fach Hebeln nicht benutzen (müssen extrem eng an der Felge anliegen).

Gruß Tom
 
Ja, genau die hab ich momentan dran und bin eben deshalb damit unzufrieden.
Aber bei den Cantis sind die Preisspannen extrem und ich habe leider keinerlei Übersicht, was etwas taugt und was Schrott ist.
 
Bin jahrelang Strassen- und CX-Rennen mit 9-fach und Mini-V gefahren, aber die neuen Serien passen in der Tat besser.

Die Oryx ist nicht so pralle gewesen, war oft schlecht gelagert.

Ob die Canti nachher funzt hängt von der Sorgfalt der Montage und von der Kompatibilät
der Beläge zu den Felgen ab. Wenn du dann viele Höhenmeter fährst, komjmt noch regelmässiges Nachstellen hinzu, weil sich die Geometrie des Systems durch Belagsverschleiss, Verlust des Toe-Ins, sich dehnende Züge und stauchende Hüllen wieder ändert.
 
Eben dieses nervige Nachstellen bei den Mini-V`s hoffe ich durch die Cantis zu vermeiden. Meines Wissens passen die Seilwege der Mini-V-Brake nur halbwegs zu Rennradhebeln während Cantis zu 100% kompatibel sind und auch entsprechend weiter von der Felge wegstehen.
 
Meinen Äusserungen betreffs des Nachstellens zielen aber Richtung Canti

Ohne Toe-In gibts gerne Quietschen-Rubbeln-Bocken.
Toe-In ist nach Höhenmetern bei Nässe wieder weg

Ob eine Cantileverbremse funktioniert, hängt von extrem vielen Faktoren ab.

Grobe Auflistung der wichtigsten Faktoren:

- Höhe und Abstand der Cantileversockel.
- richtige Reibpaarung zwischen Felge und Belag ist elementar.
- Höhe des Querseils und sein Winkel zu den Bremsarmen, der ändert sich bei Verschleiss.
- Länge des Steuerrohrs.
- die Höhe des Cablehangers.
- Art des Cablehangers.
- Steifigkeit der Gabel, horizontal und vertikal.
- Winkel in welchem die Beläge auf die Felge treffen. Stichwort: Toe-in.
- weiterhin gibt es noch ein halbes Dutzend anderer Faktoren.
 
Bin Tektro RX5 mit Neunfach-Hebeln gefahren und fahre sie jetzt mit 10fach Ultegra 6600 SL. Beides klappt gut, die 10fach etwas besser. Groß nachstellen muss ich nicht, allein der Laufradwechsel ist etwas fummelig. Aber mit den Flexpipes und den Zughüllen von Elmar ist sowohl der LR-Wechsel gut machbar (vielleicht nicht ganz so schnell wie mit Cantis), als auch die Bremsleistung und Dosierung prima. Ich fahre inzwischen Koolstop dual compound-Beläge, das ist noch mal wesentlich besser, als die Originalbeläge. Auf jeden Fall bremst die Mini-V wesentlich besser, als die Cantis, die ich gefahren bin. Der Wechsel von Mini-V zu Cantis lohnt sich meiner Meinung nach nur, wenn man viel Gelände auf typischen Crosstrecken und viel Matsch fährt, also nur wenig Bremsleistung und mehr Abstand zwischen Belag und Felge braucht.
 
Besonders lästig bei Cantis ist, dass mit Verschleiß der Bremsbeläge der Seilwinkel immer spitzer wird und damit die Bremswirkung immer schwächer. Nachstellen des Seils nützt nichts. Insbesondere Cantis mit V-Brake Bremsklötzen sind davon betroffen, bei den altmodischen kann man immerhin noch den Abstand der Bremsbeläge justieren.
Der Laufradwechsel wird mit den leider nicht ganz billigen SM-CB90 Zugeinstellern mit Entspannvorrichtung sehr vereinfacht.
 
Zurück