Ich bin in über 25 Jahren Radsport nur drei Mal nicht nach aus eigener kraft nach Hause gekommen, einmal nach einem Unfall, da führte der Weg ins KH. Ein weiteres Mal habe ich mich abholen lassen, weil 10 km vor Zuhause die Schaltung zerbröselt war. Und beim Dritten Mal hatte ich nicht ganz weit weg von Zuhause in strömendem Regen einen Platten und keinen Bock, bei dem Wetter zu reparieren. In beiden letzgenannten Fällen war es also mehr Bequemlichkeit als Notwendigkeit. Sowohl das Schaltwerk auch als den Reifendefekt hätte man reparieren können und ich bin bei anderer Gelegenheit auch schon mal 270 km mit einem Gang gefahren, weil mir das Schaltwerk abgebrochen war (muss man natürlich die Kette kürzen.
Ich sehe im übrigen auch nicht, dass man unbedingt viel
Werkzeug oder Ersatzteile mitnehmen muss, um zu verhindern, dass man irgendwo strandet. Statt iirgendwas mitzunehmen, was einem im Falle eines Falles dann doch nicht weiterhilft, kann man dem Risiko, irgendwo mit einem Defekt zu stranden am besten dadurch vorbeugen, dass man regelmäßig das Rad wartet und kontrolliert. Ansonsten reicht ein
Multitool,
Reifenheber und Ersatzschlauch. (Sollte die Reifendecke einen größen Schnitt aufweisen, kann man da z.B. einen Geldschein zwischen
Schlauch und Reifendecke einlegen und damit problemlos noch einige Zeit weiterfahren.)
Regelmäßige Überprüfung des Rades ist auch besser, als drauf zu hoffen, dass man ein Taxi bekommt. In ländlichen Gegenden kann man nämlich nicht davon ausgehen, dass man ein Taxiunternehmen findet, wenn man es braucht. Habe zwar selber noch nie ein Taxis wegen eines Defektes benötigt, aber aus anderen Anlässen schon und dann ist es spziell zu Tagesrandzeiten schon mehrfach passiert, dass ich diverse Taxi-Unternehmen im Umkreis abtelefoniert habe und niemand ans Telefon ging.