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Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

MonsieurY

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Hallo,

es gibt Leute, die behaupten, selbst normalgewichtige Fahrer dürften sich nicht (z.B. während einer Pause) mal auf das Oberrohr eines Carbonrahmens setzen, weil das Carbon nicht biegestabil sei und dadurch eine Sollbruchstelle bekommen könne.

Dann gibts manche, die machen mit einem Rennradrahmen Dinge, die andere nur mit Mountainbikes machen würden:
http://www.youtube.com/watch?v=5z1fSpZNXhU

Und Trial-Tricks mit einem Rennradrahmen mit Verstärkungsblechen in den Winkeln:
http://www.youtube.com/watch?v=IAbBCmz0MDQ

Gibts denn irgendwo verlässliche Angaben, was man einem Fahrradrahmen noch zumuten darf und was nicht?

Interessierte Grüße
MY
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Gibts denn irgendwo verlässliche Angaben, was man einem Fahrradrahmen noch zumuten darf und was nicht?

Nein, gibt es nicht, denn das ist keine reine Frage des Materials. Es kommt auch auf die Form der Rohre an und sogar auf die Rahmengröße. Und natürlich auch auf die Laufräder etc.
Es gibt ja auch MTB-Rahmen aus Carbon...

Ich würde eher fragen "Warum"...

Also warum sollte ich, wie in dem Video, mit einem Rennrad Strecken fahren, die man besser mit einem MTB fährt?

Aber aufs Oberrohr kann man sich auch bei einem Carbon-Rahmen setzen. ;)
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Also warum sollte ich, wie in dem Video, mit einem Rennrad Strecken fahren, die man besser mit einem MTB fährt?

Weil Du wie im Video nur ein Produkt promotest oder vielmehr viele Produkte, wer sagt denn, wieviel Material für das Video benötigt wurde und die Ramppassagen fährt der Typ ja sehr sauber und nicht wirklich aufreibend.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Weil Du wie im Video nur ein Produkt promotest oder vielmehr viele Produkte, wer sagt denn, wieviel Material für das Video benötigt wurde und die Ramppassagen fährt der Typ ja sehr sauber und nicht wirklich aufreibend.

"Also warum sollte ich, wie in dem Video, mit einem Rennrad Strecken fahren, die man besser mit einem MTB fährt?


Warum der das im Video macht ist mir klar, aber meine Frage bezog sich eher auf den jenigen, der meint das nachmachen zu müssen.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Ich habe impliziert, daß Du in eine ähnliche Situation gekommen bist:
cooler Typ, kann was auf dem Rad, noch nicht so bekannt, daß Du wirklich teuer wirst, ein Werbefuzzi hat die Idee und fragt Dich, ob Du das machen würdest, wenn Material gestellt wird und die Gage passt...

Die Ironie war eher auf den Eröffnungspost als auf Deine Antwort bezogen...

Einer meiner Mitfahrer rollt mit seinem Carbonrahmen nich mal einen Bordstein runter..., deshalb fahre ich bewußt Alu. :)
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

OK... :)

Ich fahre auch bewusst Alu, aber ich würde mit Carbon auch nicht so super zimperlich umgehen. Das hält schon auch was aus.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Nen Arbeitskollege hatte mal (ist aber bestimmt schon vier Jahre her) das Canyon Carbon FastTopmodell, war nach einem Allerweltssturz leider ein Wrack. Mit Allerweltssturz meine ich keinen Massensturz bei 40+, sondern ein in der Kurve mit 25 weggerutscht - jetzt fährt er wieder Alu...
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Als ich vor einem 3/4 Jahr einen Frontalzusammenstoß mit einem anderen Radfahrer hatte, hat sich, durch den Druck aufs Steuerrohr bzw. Lenker und Vorbau, mein Alu-Rahmen gestaucht. Das Oberrohr und das Unterrohr.
Die Carbongabel mit Carbonschaft hat jedoch keine Schäden davongetragen.

Und das meine ich. Es kommt nicht nur auf das Material an, sondern auch, wie es verarbeitet ist.
Und Alu ist ja auch nicht gleich Alu. Da gibt es ja unterschiedlichste Legierungen.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Ich fahre mit meinem Carbonrad zwar Bordsteinkanten runter (und manchmal auch rauf), aber auf grobem Kopfsteinpflaster wie aus dem Mittelalter bremse ich und fahre langsam. Bei einer meiner Schleichfahrten über ne üble Buckelpiste wurde ich von einem ebenfalls carbonisiertem Fahrer überholt, der die Piste mit vollem Tempo gebrettert ist. Das würde ich mich gerade mal mit einem MTB trauen...:eek:
 
Als ich vor einem 3/4 Jahr einen Frontalzusammenstoß mit einem anderen Radfahrer hatte, hat sich, durch den Druck aufs Steuerrohr bzw. Lenker und Vorbau, mein Alu-Rahmen gestaucht. Das Oberrohr und das Unterrohr.
Die Carbongabel mit Carbonschaft hat jedoch keine Schäden davongetragen.

Und das meine ich. Es kommt nicht nur auf das Material an, sondern auch, wie es verarbeitet ist.
Und Alu ist ja auch nicht gleich Alu. Da gibt es ja unterschiedlichste Legierungen.

Mit frontalem Aufprall (auf illegal querende Fahrzeuge) hab ich auch schon zweimal 'nen Stahlrahmen gestaucht. Die Belastung steckt kaum ein Material weg.

Aber Totalschaden bei 'nem Wegrutscher mit 25, das find' ich dann doch etwas steil...

Gruß, svenski.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Mit frontalem Aufprall (auf illegal querende Fahrzeuge) hab ich auch schon zweimal 'nen Stahlrahmen gestaucht. Die Belastung steckt kaum ein Material weg.

Aber Totalschaden bei 'nem Wegrutscher mit 25, das find' ich dann doch etwas steil...

Gruß, svenski.

Aber wie gesagt, die Carbongabel hats weggesteckt. Aber stimmt schon, ist eine harte Belastung.

Beim Wegrutschen und stürzen sollte nichts passieren, auch das stimmt, finde ich.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

es gibt Leute, die behaupten, selbst normalgewichtige Fahrer dürften sich nicht (z.B. während einer Pause) mal auf das Oberrohr eines Carbonrahmens setzen, weil das Carbon nicht biegestabil sei und dadurch eine Sollbruchstelle bekommen könne.

In der neuesten "TOUR" wurden die Renner einiger Profis mit den entsprechenden Serienmodellen verglichen. In dem Bericht steht, dass die Profirenner im Oberrohr oft zusätzliche Lagen Carbon haben, weil die Profis sich gerne bei Teambesprechungen da drauf setzen, und mit ihren von wenig Fett gepolsterten Sitzknochen ansonsten Dellen in die Rohre drücken würden. Das ist offenbar kein Witz, sondern Tatsache.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

In der neuesten "TOUR" wurden die Renner einiger Profis mit den entsprechenden Serienmodellen verglichen. In dem Bericht steht, dass die Profirenner im Oberrohr oft zusätzliche Lagen Carbon haben, weil die Profis sich gerne bei Teambesprechungen da drauf setzen, und mit ihren von wenig Fett gepolsterten Sitzknochen ansonsten Dellen in die Rohre drücken würden. Das ist offenbar kein Witz, sondern Tatsache.

You made my day. :cool:
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Aber wie gesagt, die Carbongabel hats weggesteckt. Aber stimmt schon, ist eine harte Belastung.

naja, in dem fall war halt der lenkkopf "weicher" als die gabel. irgendwo wird die energie hinverformt. wenn der lenkkopf härter ist bricht halt die gabel.
bei kopfsteinpflaster langsamer zu fahren ist meienr meinung nach gefährlicher als drüberzukacheln. man bleibt dann eher stecken und geht über den lenker. und solche untergründe MUSS ein Rad aushalten.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

bei kopfsteinpflaster langsamer zu fahren ist meienr meinung nach gefährlicher als drüberzukacheln. man bleibt dann eher stecken und geht über den lenker. und solche untergründe MUSS ein Rad aushalten.

Das Rad vielleicht, ich MUSS gar nichts:D
Wenns länger ist bekomm ich auf Katzenköppen auch keinen runden Tritt mehr hin. Insofern ist die Diskussion für mich müssig;)
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

(Anständiges) Carbon hält viel mehr aus als viele immer befürchten.
Man kann mit einem Carbonrad über Kopfsteinpflaster brettern, man kann die Bordsteinkanten runter fahren und einen Sturz übersteht ein Carbonrad auch.
Ich bin mit meinem Tarmac schon über richtig richtig üble Strecken gefahren, z.T. auch über Kopfsteinpflaster mit fast 40 km/h, das Material hält das Problemlos aus.

Probleme bei Carbon gibt es nur dann, wenn das Material Kräften ausgesetzt wird, für die es nicht im geringsten ausgelegt ist. D.h. wenn man mit so einem Rad so stürzt, dass z.B. Ober- oder Unterrohr vom Kopfsteinpflaster erwischt werden, dann ist das Material zu fast 100% im Arsch. ABER: Das Material ist dafür auch nicht ausgelegt.

Wer sich also Carbon kauft, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Wahrscheinlichkeit eines Schadens bei Stürzen sehr hoch ist - Den Alltag übersteht Carbon vollkommen problemlos.
 
AW: Was darf man welchem Rahmen-Material zumuten?

Damit nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden:

Kopfsteinpflaster gibbet ja solches und solches, bei der Grobheit der Verlegung angefangen bis zum Zustand der Piste. Bei feinem Pflaster, welches noch neu ist muss man sicherlich nicht verzögern. Auch nicht bei groben Pflaster, welches noch in einem halbwegs gutem Zustand ist.

Wenn es aber an die sprichwörtlich mittelalterlichen Pisten geht, d.h. mit unterschiedlich groben Steinen, die große Lücken und Höhenunterschiede von mehreren cm haben, dann tuts mir um den Rahmen nur noch leid - und wenn er es 1000 Mal abkann! - und mein Hintern ist mir auch zu schade dafür :D

Zum Thema Belastbarkeit bleibt ansonsten noch ein Name zu nennen: Paris-Roubaix! Wobei die Pros ihre Räder danach wohl eh wegschmeißen. Die Frage ist also sicherlich auch: Wie lange kann das Material solche Belastungen vertragen?
 
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