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unterwegs mit dem klassiker

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Re: unterwegs mit dem klassiker
Crocos Bergtour, 2. Tag, 31.7.2013
Nach einer erholsamen Nacht in Gortipohl ging es weiter auf dem Radweg nach Partenen, dem letzten Ort im Montafon. Kurz nach dem Ortsausgang liegt die Mautstelle der Silvrettastraße. Während Motorrad- und Autofahrer dort 11 bzw. 14€ zahlen müssen, kostete mich die Weiterfahrt nur ein freundliches Lächeln. An der zweiten Kehre kann man bei viel Verkehr auf das gesperrte, aber asphaltierte Sträßchen zum Kopssee und Zeinisjoch ausweichen. Aber morgens um 9:00 war ich noch fast allein auf der Straße und entschied mich für die Straße über die Bielerhöhe. Die zahlreichen Kehren machen die Auffahrt recht kurzweilig.
Um 10:00 dann die erste kurze Rast am Vermunt-Stausee:

Nur wenig später war die Passhöhe erreicht:

Interessant ist der Silvrettastausee, er liegt direkt auf der Passhöhe und hat zu jeder Seite (Montafon und Paznaun) eine Staumauer.
Auf der Abfahrt ins Paznauntal bot sich noch ein kurzer Abstecher zum wunderbar ruhigen Zeinisjoch und Kopssee an:



Hier gibt es eine Einbahnstraße für Radfahrer:

Diese Regelung ist sehr vernünftig, denn der linke Weg ist sehr steil und man müsste ständig bremsen, während man auf der Straße gemütlich mit 60km/h bergab rollen kann.

Die weitere Abfahrt durchs Paznauntal war wunderbar schnell. Am Talausgang unterquert die Straße die Arbergbahn. Kurz davor zweigt das Sträßchen ins Bergdorf Tobadill ab.

Dort war es dann Zeit für die Mittagsrast.

Die Aussicht beim Essen:

Direkt nach der schmalen Durchfahrt ging es abwärts nach Landeck:

Von Landeck nahm ich den sehr empfehlenswerten Inntal-Radweg nach Prutz, denn die Bundesstraße zum Reschenpass ist bergauf nicht angenehm zu fahren.
In Prutz bog ich ab ins Kaunertal. Einige in Steigungen liegende Lawinengalerien konnten auf feinem Schotter umfahren werden:


In Feichten, dem letzten und größten Ort im Kaunertal, war es dann Zeit, zu übernachten.

Und hier noch die Route: http://goo.gl/maps/GZu6F

(Fortsetzung folgt)
 


nach einer weile kam ein traditioneller mit heu beladener pferdewagen vorbei und ich wechselte mit dem fahrer ein paar brocken rumänisch.

Diese Pferdekarren haben uns vor über 10 Jahren eines Nacht auf dem Weg nach Bulgarien mehrfach schrecken eingejagt. Da sie meist kein Licht oder Reflektoren verbaut haben, sind sie im Stockfinsteren so gut wie gar nicht zu erkennen.
Um wenn man auf gut ausgebauten Fernstrassen mit 100km/h und Fernlicht unterwegs ist, sieht man diese Pferdewagen erst 100m vor einem, was meist nur für kurzen abbremsen und ausweichen reichte, so hätte es gekracht.

Das sind Erlebnisse, die ich nicht mehr vergessen werde.
 
Crocodillo bin ich grad neidisch. Eine sehr schöne Tour hast Du Dir da ausgesucht.
Frage zur Übersetzung: Ist das 38/28 oder weniger.
Wie steil sind denn die Anstiege so im Schnitt?
 
Diese Pferdekarren haben uns vor über 10 Jahren eines Nacht auf dem Weg nach Bulgarien mehrfach schrecken eingejagt. Da sie meist kein Licht oder Reflektoren verbaut haben, sind sie im Stockfinsteren so gut wie gar nicht zu erkennen.
Um wenn man auf gut ausgebauten Fernstrassen mit 100km/h und Fernlicht unterwegs ist, sieht man diese Pferdewagen erst 100m vor einem, was meist nur für kurzen abbremsen und ausweichen reichte, so hätte es gekracht.

Das sind Erlebnisse, die ich nicht mehr vergessen werde.
solche Bilder kenne ich auch aus Slowenien.
 
Mit dem Kotter ins Karwendel

Nach dem ich mich bisher über meine 40-60km Hausrunden nicht hinausgetraut habe, war es endlich einmal an der Zeit, die Berge, die ich immer nur am Horizont sah auch mal zu besuchen:) .
Google Maps sagte, dass die Tour, die ich mir rausgesucht hatte ca. 130km lang sei; also vorsichtshalber mal einen ganzen Tag eingeplant. Das Wetter war heute ideal, nicht heiß genug zum Baden, aber auch kein Regen in Sicht, also los.

Die ersten 40km gingen noch durch vertrautes Terrain, vorbei hieran:

Ein dreifach hoch auf die Erfindung des Rads!


Und kaum gestartet, war auch schon der Tegernsee erreicht:



Weiter gings am Westufer entlang bis nach Kreuth und weiter Richtung Achenpass.
Noch schnell zwischen lustigen Rentnern mit einer Johannisbeerschorle und einem leckeren Kirschstreuselkuchen für den erwarteten Aufstieg gestärkt:



Tja, nur der Aufstieg kam irgendwie nicht. Auf dem großen Blatt locker dahingegondelt, und wo ich mir so denke "jetzt gehts bestimmt bald rauf" sehe ich auch schon dieses Schild:



Richtung Österreich gings dann erstmal ordentlich bergab, und kurz vor der Grenze rechts weg und weiter immer noch recht gemütlich bis zum Sylvensteinstausee, der ob der langen Trockenzeit schon fast bemitleidenswert leer ist:





Heimwärts gings durchs Isartal: Fall, Lenggries, Bad Töz, Bairwaies, Einöd, Ascholding - wo ich dann bei 110km den einzigen Durchhänger hatte, den ich aber mit der Aussicht auf eine "Endspurt (Radler)Halbe" in Egling erfolgreich niederkämpfen konnte:



Jetzt weiß ich auch, warum das Kotter so geschmeidig und fast mühelos bergauf und bergab gelaufen ist, es dopt sich heimlich:D:



An dieser Stelle muß ich ein großes Lob für das Kotter loswerden, es fährt sich Klassen besser, als die anderen Räder die ich bisher gefahren bin (Koga Gents Racer, Basso Loto, Cinelli SC), allein das Paletti kann mithalten, ist aber wohl durch seine Campagnolo (Record) Ausstattung im Gegensatz zur Arabesque gehandicapt.
Das Kotter läuft wie auf Samtpfoten, geräuschlos und im besten Sinne unauffällig, einfach so wie es aussieht, wie "Himbeersahne" :).

Endspurt über Deining, Prinz Ludwigshöhe, Keindingading -> Dahoam; nach 124 km und knapp 5 Stunden

Das Kotter darf draussen noch ein bißchen ausdampfen, und Papa macht die Beine lang:



Ach ja, wenn wir uns mit altem Eisen beschäftigen, was macht dann der hier?

 
Crocos Bergtour, 3. Tag, 1.8.2013
Die Königsetappe: Auf zur Kaunertaler Gletscherstraße. Startpunkt war Feichten im Kaunertal auf 1280m Höhe. Meine Vermieterin meinte es zum Frühstück sehr gut mit mir:

So machte ich mich gut gestärkt auf den Weg. Morgens um 7:30 gehörte mir die Gletscherstraße noch fast alleine.
Auf 1800m Höhe erreicht man den Gepatsch Stausee.

Ein Blick zurück vom Staudamm auf die erste Kehrengruppe:

Am See entlang führen zwei Straßen. ich entschied mich für das rechte Ufer, den im Schatten war es noch recht kalt. In der Morgensonne am See entlang zu fahren, war wunderschön. Sogar ein paar Murmeltiere liefen über die Straße.
Direkt am Ende des Sees geht es richtig zur Sache, auf 10km Strecke sind 1000 Höhenmeter zu überwinden. Hier beginnt eine Gruppe aus 13 dicht übereinander getürmter Kehren. Bergab wie Achterbahnfahren, aber bergauf...


Für die Mühe wurde ich durch wunderbare Ausblicke belohnt:

An der Ochsenalm gab es etwas Erholung:



Es folgen weiter Kehren (insgesamt 29). Kurz vor der letzten Kehre ein Blick zurück:

Ein Blick voraus:

Das Ziel ist erreicht:

Leider ein ziemlich hässlicher Platz, aber vor der Abfahrt müssen die durchgeschwitzten Klamotten noch in der Sonne trocknen.

Die Abfahrt war dann die Belohnung für die Mühen, 2000m abwärts am Stück bis nach Landeck, allerdings noch mit einem kleinen Abstecher nach Kauns.
Noch ein letzter Blick zurück ins Kaunertal:

Nun war es auch an der Zeit, sich über den Heimweg Gedanken zu machen. Ich entschied mich für die Route Arlberg-, Flexen- und Hochtannbergpass zurück zum Bodensee. Übernachten wollte ich kurz vorm Arlbergpass. Das wäre St. Anton gewesen. Da ich dort aber schon um 16:00 war, entschloss ich mich, noch bis zum nächsten Ort, St. Christoph, zu fahren. Das erwies sich allerdings als sehr schlechte Idee: St. Christoph liegt unmittelbar vor der Passhöhe des Arlbergpasses. Die steilen Rampen, die brütende Hitze und der starke Autoverkehr waren zum Abschluss der Tour sehr lästig. Zu allem Überfluss war im Skiort St. Christoph nur ein einziges *****-Hotel geöffnet. Dessen Luxusambiente passte irgendwie gar nicht zu meinem Zustand. Also fuhr ich weiter. Nach einigen Kehren zweigt die Flexenstraße von der Arlbergstraße ab, am Anfang mit einer tollen Aussicht.

Der Weg zum Flexenpass führt anschließend größtenteils durch eine 1500m lange Galerie. Aber irgendwann war auch die geschafft und der letzte Pass des Tages geschafft:

Im nächsten Ort Zürs war wieder alles geschlossen. Erst in Lech auf 1450m Höhe war wieder Leben, das ist auch im Sommer ein beliebter Erholungsort. Hier endete dann der Tag in einer netten Pension.

Und hier noch die Route: http://goo.gl/maps/rl68E

(Fortsetzung folgt)
 
Heute früh auf die Tour Leipzig - Salzwedel begeben, quer durch das Land der Frühaufsteher quasi. Haben aber viele noch geschlafen...
image.jpg

In Delitzsch erreichte der Umwerfer das große Blatt nicht mehr, also nochmal nachgestellt. Das ganze dann noch einmal. Als das in Köthen das dritte mal passierte, hab ich erst gemerkt, dass sich die rechte Schale raus dreht. Jetzt wieder in Leipzig. Ich geh erst mal Locktite kaufen...
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Heute früh auf die Tour Leipzig - Salzwedel begeben, quer durch das Land der Frühaufsteher quasi. Haben aber viele noch geschlafen...
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In Delitzsch erreichte der Umwerfer das große Blatt nicht mehr, also nochmal nachgestellt. Das ganze dann noch einmal. Als das in Köthen das dritte mal passierte, hab ich erst gemerkt, dass sich die rechte Schale raus dreht. Jetzt wieder in Leipzig. Ich geh erst mal Locktite kaufen...
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Sehr vernünftig:)
 
Dingading@ Schöne Tour, in der Ecke bin ich auch oft unterwegs :)
Deine Berichte haben mich auch ein bißchen motiviert und inspiriert.
Als nächstes werde ich die Tour durch die Jachenau, rund um den Walchensee und wieder zurück unter die Räder nehmen. Das dürfte etwas länger sein, aber auch machbar. Und wennn´s mich mal richtig zwickt, dann nehme ich das Risstal bis Eng in Angriff. Muß halt alles passe: Motivation, Wetter, Familienpläne etc.
LG
Ralf
 
Dingading: Ist ja auch eine wunderschöne Ecke dort. Die Tour kannst Du locker in Angriff nehmen. Ich fahre die Tour bei milderem Wetter noch ein Mal. 36°C war schon recht warm, vor allem da ich Hitze überhaupt nicht vertrage. Könnten wir auch mal mit unseren PR 5000 zusammen fahren ...

Solltest Du mal in der Gegend ein PR 6000 mit einem schwarz / weißen Floh auf dem Rücken sehen, dann bin ich das :D
 
Ja schon, aber ich reise ja auf eigener Achse an und habe somit die 30 km An-/und Abfahrt bis Tölz dabei.
Mit dem PR wirds leider nix, das ist mir viel zu klein. Außerdem fahre ich sehr gerne allein (gar nix gegen dich!).
Und falls wir uns mal begegnen sollten, erkennen wir uns bestimmt!
Grüße
Ralf
 
Crocos Bergtour, 4. Tag, 2.8.2013
Von Lech aus war der erste Pass des Tages schnell erreicht:

Dann folgte eine laange Abfahrt, immer wieder mit tollen Aussichten:

Manche reisen es gemütlich:

Der letzte Pass der Reise, nicht sehr hoch, aber in der Mittagshitze unangenehm zu fahren:



Zurück am Bodensee:


Nach dem wohlverdienten Weizenbier im Lindauer Hafen ging es dann mit der Deutschen Bahn heimwärts,

Auch für den letzten Tag noch die Route: http://goo.gl/maps/qqQwF

Fazit der Tour: Für mich die Traumtour dieses Sommers, aber teilweise sehr hart. Der Merckx MX-Leader hat sich wieder einmal bewährt. In meiner Größe (62cm M-M) wahrscheinlich der optimale Kompromiss aus Steifigkeit, Komfort und Gewicht. Die Übersetzung 39/28 war allerdings bei Steigungen über 12% (und davon gibt es auf der Strecke einige) für mich grenzwertig. Ich werde beim nächsten Ausflug ins Hochgebirge sicherlich zumindest eine Kompaktkurbel montieren.
Überraschend angenehm war der Deuter-Rucksack zu tragen.
 
Sehr schön,
vielen Dank für die tollen Eindrücke :)
Ich hoffe ich bin nächstes Jahr soweit,auch solche Touren zu schaffen ,ohne vom Rad zu fallen...
Da ich immer mehr Spaß am Radln habe und 3 Tage pro Woche meine Beine quäle,wird es hoffentlich klappen.
 
Crocodillo Ich hab für die Ardennen (Redoute etc.) mal einen Rettungskranz mit 26 und 32! montiert...
Ruinentest1.jpg

...damit geht auch 20% noch bei 39er Kettenblatt.
 
Fragt sich nur, ob die Dura-Ace 7410 Schaltung die 32 Zähne packt. Eigentlich sind schon 28 außerhalb der Spezifikation. Aber Versuch macht klug...

Das Problem waren weniger die Steigungen an sich (bin heute im Schwarzwald 16% mit 39/23 gefahren), sondern deren Länge in Verbindung mit Hitze und/oder dünner Luft ab 2000m Meereshöhe.
 
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